DISKUSSIONS- und DIALOG-FORUM

JUDENTUM - CHRISTENTUM - ISLAM - RELIGION - WISSENSCHAFT - MYSTIK - METAPHYSIK - UFOLOGIE - GEHEIMGESELLSCHAFTEN

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»Einem jedem Volke gaben wir Norm (Religion) und einen offenen Weg. Wenn es Allah nur gewollt hätte, so hätte er euch allen nur e i n e n Glauben gegeben; so aber will er euch in dem prüfen, was euch zuteil geworden ist. Wetteifert daher in guten Werken, denn ihr werdet alle zu Allah heimkehren, und dann wird er euch über das aufklären, worüber ihr [auf der Erde] uneinig wart.« (Qur'an, 5:48)

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Es gab einmal einen Rosenstrauch. Er war mit Sorgfalt gepflanzt, und so wuchsen die Wurzeln tief in die Erde hinein, die lange darauf vorbereitet worden war, ihn zu empfangen. Diese Wurzeln waren Abraham. Als die Rose heranwuchs, musste sie richtig beschnitten werden, sonst wäre sie wild gewuchert und hätte nicht erfüllt, was der Gärtner mit ihr vorhatte. Dank der guten Erde, den tiefen Wurzeln und dem Beschneiden war der Stamm gerade und stark. Dieser Stamm war Moses. Eines Tages kam in der Knospe die vollkommenste rote Rose hervor, die man je gesehen hatte. Die Knospe war Jesus. Die Knospe ging auf; die Blüte war Muhammed

"Der, der nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn. Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn. Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn. Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm. (Sufi-Spruch)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wer Du auch bist, woher Du auch kommst, Wohin Du auch gehst,

Sei einfach anständig und freundlich zu Deinem Gegenüber,

Denn von einer Quelle stammen wir, zu ihr kehren wir einst wieder zurück.

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...bis zum 21 Dezember 2012 / 00:00 Uhr
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1 Geschrieben Sonntag, Juli 24, 2011 @ 12:56:06  

Welche Beweise gibt es für die Wahrheit des Islam?

B.
S.
Hallo Allerseits,

Was denkt und glaubt ihr, welche Beweise es für die Wahrheit des Islam gibt? Den Begriff "Beweis" verstehe ich in sehr umfangreichem Sinne, nehme ihn nicht so streng wie naturwissenschaftliche Forschung. Es wäre natürlich gut, wenn unter diesem Thread so viele wie möglich überprüf-, analysier- und falsifizierbare Beweise und Belege dargelegt werden könnten.

Ich mache den Anfang, in dem ich allgemein die naturwissenschaftlich vergleich- und überprüfbaren Informationen des Qur'ans (und der Ahadith) nenne. Dort wird beispielsweise davon gesprochen, daß die Arbeiterbienen weiblichen Geschlechts sind. Wir lesen dort auch, daß Allah alles in Paaren, also Polaritäten geschaffen hat. Ein drittes Beispiel wären jene Aussagen, daß es möglich ist, die Grenzen des Himmels und der Erde (dem Boden unter unseren Füßen) zu durchbrechen, also sowohl ins Weltall zu Fliegen als auch Tiefenbohnrungen (Tunnels, unterirdische Bauten...) zu realisieren. Letztes Beispiel in diesem Posting: In Sure Al-Rum (die Römer) wird von der Gegend des Toten Meeres gesprochen, wobei in dem Satz "Der nächstliegende Ort" gleichzeitig die Bedeutung "Der tiefstliegende Ort" vorhanden ist (Doppelbedeutung eines Begriffs).

Solche Themen habe ich überwiegend mit den Atheisten und Materialisten diskutiert und bekam in keinem einzigen Punkt eine Bestätigung, ein Geständnis der Belege und Beweise. Das ist nichts Außergewöhnliches, sondern bei unterschiedlichen Ideologien und Religionen etwas völlig zu Erwartendes.

Es wäre wunderbar, wenn nicht nur wir Muslime diese Thematik behandeln würden. Atheisten, Materialisten, Christen, Agnostiker und andere sind uns sehr willkommen.

ws
Cemil

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2 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:06:00  

25.07.2011 09:40#2


  • #3
    Lebt im Forum Cemil Kaya ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt Avatar von Cemil Kaya

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    B.
    S.

    Zitat Zitat von WebmasterBeitrag anzeigen

    Lieben Dank und Allah razi olsun, Bruder Webmaster. Nach zwei Seiten und mehreren Kommentaren von Kurt, fühlte ich mich in die Zeit meiner Diskussionen mit den Atheisten versetzt. Hier ein Paar ausgewählte Kommentare von dortigem Kurt:

    "Es gibt keine wissenschaftlichen Tatsachen im Koran od. in der Bibel. Es ist jedoch Schwachsinn, in diesen Büchern solche zu suchen u. herauszuinterpretieren."

    Die erste Hälfte ist reines Vorurteil, auch wenn man dort kritische Prüfungen als Analysen vorfinden sollte. Diese dienen tatsächlich als Alibifunktion für das Vorurteil, um sowohl gegenüber sich selbst als auch gegenüber den Anderen zu zeigen, zu legitimieren, daß es keine Vorurteile seien.

    Zu seinem (Kurts) obigen Kommentar reichen zunächst zwei Gegenargumente aus, um diese Behauptung zu widerlegen:
    1. Hz. Muhammed (s.a.w.) sagte, wer vergangenes und zukünftiges Wissen (ilm = Wissenschaft, wissenschaftliche Tatsachen) sucht, der schaue in den Qur'an. Dies ist, objektiv gesehen, zunächst eine Behauptung, die natürlich erst bewiesen werden muß. Aber: Allein diese Behauptung als solche widerlegt zweifelsfrei Kurts gegenteilige Behauptung, es sei Schwachsinn, wissenschaftliche Tatsachen in diesen Büchern zu suchen und herauszuinterpretieren. Denn der Hadith spricht ja eindeutig von deren Existenz, auch wenn zunächst nur als eine Behauptung, ergo wäre es, im Gegenteil, ein Schwachsinn, die Möglichkeit deren Existenz zu leugnen.
    2. Im Qur'an gibt es zahlreiche Hinweise auf die wissenschaftlichen Tatsachen im Qur'an - so viele, die ich hier gar nicht alle auflisten könnte. Eine davon ist z.B.: "Denen, die glauben wollen, gaben wir hinlängliche Beweise" (2:118; 119 bei Ullmann/Winter). Es ist fast überflüssig zu fragen, was das für Beweise sein sollen bzw. was man unter Beweise verstehen sollte. Ein intelligenter, aber auch gleichzeitig lernwilliger Mensch entnimmt daraus, daß es natürlich unterschiedliche Beweisarten für unterschiedliche Menschen existieren müßten, da im Vers allgemein jeder gemeint ist, der glauben will (und sich ideologiebedingt nicht auf Kosten der Vernunft dagegen stellt). "O ihr Menschen, nun sind euch überzeugende Beweise von eurem Herrn zuteil geworden..." (4:174; 175 bei Ullmann/Winter). Aha, also sind doch alle Menschen gemeint, denen überzeugende Beweise gegeben worden seien. "Wollen sie denn nicht über den Koran aufmerksam nachdenken? Wäre er nicht von Allah, so müßten sich viele Widersprüche darin finden." (4:82; 83 nach Ullmann/Winter). Worüber soll man genau aufmerksam nachdenken und was für Widersprüche wären es, wenn der Qur'an nicht von Gott (sondern von einem Menschen erdacht, konzipiert) wäre? Zunächst allgemein natürlich über alles, was dort für Informationen steht, speziell aber über die wissenschaftlich überprüfbaren Aussagen über Biologie, Geologie, Astronomie, Mathematik usw. usf. "Dies ist eine Botschaft über die verborgenen Dinge, welche wir dir offenbaren und welche weder du noch dein Volk vorher gewußt hat." (11:49; 50 bei Ulmann/Winter). Von wegen also, daß die Römer oder Griechen, Inder oder Chinesen vor dem Islam all das Wissen im Qur'an besessen hätten, wie Kurt und andere Atheisten immer wieder behaupten. Selbst ich könnte dutzende wissenschftliche Tatsachen auflisten, welche bis heute von keinem wissenschaftler der Welt entdeckt, erkannt, festgetellt worden sind (oh, das ist wirklich eine gute Idee, vielleicht komme ich noch dazu!).
    Ich habe leider sehr viele negative Erfahrungen mit den Atheisten gesammelt, so daß ich meist von vorneherein ihre Reaktionen auf die islamischereits gelieferten Beweise und Argumente einschätzen kann. Natürlich gehört bei der Selbsterkenntnisarbeit die Fremderkenntnis dazu, und deshalb versuche ich auch sie zu verstehen. Dabei genügt es nicht, die Intelligenz oder Vernunft von ihnen als mangelhaft zu bezeichnen, denn manche sind intelligent und wissend, dennoch aber nicht in der Lage, qur'anische oder islamische Tatsachen zu begreifen bzw. anzuerkennen. Es kommen nämlich andere Eigenschaften wie Gefühle, Gewissen, Charaktereigenschaften noch dazu, sind sogar meist entscheidender als die Intelligenz oder das angeeignete naturwissenschaftliche Kenntnisse, Informationen.

    ws
    Cemil

    ==========
    Nachtrag:

    Habe vergessen, die genau Stelle des Zitats von Kurt anzugeben:

    http://forum.misawa.de/showthread.ph...ll=1#post24847

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    3 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:08:25  

    25.07.2011 13:21#4

    Administrator Webmaster wird schon bald berühmt werden Avatar von Webmaster

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    Said Nursi unterscheidet hier zwischen Atheisten und aggressiven Atheisten. Mit Atheisten meint er Menschen, die einfach an ichts glauben. Aggressive Atheisten sind Menschen, die sich zum Ziel gemacht haben, Religionen zu bekämpfen. Mit letzteren kann man - in der Tat - nicht diskutieren.

  • #5

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    S.

    Danke für deinen Hinweis, lieber Bruder Namensvetter. Du hast mich an ein Thema - und eine Diskussion darüber - erinnert, das man in Kontext mit dem hießigen assoziieren könnte, und zwar geht es um den Begriff Glauben an sich. Mit der Wiedergabe von Üstad Said Nursi über die Atheisten, welche "an nichts glauben", meintest du bzw. meinte er, sicherlich den Gottglauben, worum es ja hier auch speziell geht. Doch so wie ich es in der allgemeinen Form meine, kann der Glaube bei keinem Menschen gänzlich fehlen, sondern sich nur relativ unterschiedlicher Art und Form äußern. Die Begriffe wie Vermutung, Akzeptanz, Tendenz, Überzeugung, Annahme, Gewißheit, Beurteilung u.ä. sind alle das Resultat des Glaubens bzw. entstehen aus dem Fundament des Glaubens.

    So simpel und einfach diese Thematik oder Feststellung sich auch anhören mag, gehört sie doch zu den höheren Wahrheiten, die für manche Menschen, insbesondere für Atheisten, schwer oder gar nicht zu begreifen sind. Das wird verständlicher, wenn ich von meiner besagten Diskussion mit den Atheisten erzähle.

    Die Diskussion ging um "Glauben oder Wissen" und "Glauben ist nicht Wissen" in Verbindung auch darum, daß religiöse Menschen glauben, ohne zu wissen; Wissenschaftler hingegen wissen, jedoch nicht glauben (müssen). Meine Entgegnung hat ihnen natürlich nicht gefallen, als ich sagte, daß auch Wissenschaftler glauben, ja, glauben müssen. Denn der Glaube ist u.a. die innere Annahme, die Akzeptanz, sozusagen das "Urteil des Wissens". Ohne den Glauben um das Wissen wäre der Mensch nichts anderes als eine Maschine, ein Computer. Dieser "weiß" z.B., daß 1+1=2 macht, gibt diese heraus. Doch er glaubt nicht, könnte genausogut das 1+1 als 3, 4 oder sonstwas ausgeben, falls er entsprechend manipuliert oder programmiert würde.

    Die Höchste Form des Glaubens ist der Gottglaube; daraus resultieren sich alle anderen Glaubens-, Gewißheits-, Überzeugungsaspekte usw. Ich weiß jetzt nicht genau die Stelle im Qur'an, wo in etwa zu lesen ist: "Er [der Gesandte Gottes s.a.w.] sah die größten Zeichen seines Herrn und glaubte". Es wird nicht gesagt, er wußte dann, sondern er glaubte. Der Glaube ist also immer implizit, auch im Wissen oder besonders im Wissen. Wie wir wissen, lautet ein Name/Attribut Allahs "Al Mumin = Der Gläubige". Warum sollte Er (c.c.) "glauben", wenn Er allwissend ist? Es sind nicht nur Atheisten, die darüber wenig oder gar nichts wissen. Auch Gläubige sind leider nicht immer im Bilde bei solchen oder ähnlichen und ganz anders gearteten Fragen. Der Glaube ist ein aktiver Aspekt des Willens, und bei Gott ist der Wille nicht All-Wille, sondern heißt es Allmacht.Man könnte noch mehr über den Glauben schreiben, aber diese mögen als Denkansatz ausreichen.

    ws
    Cemil

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    4 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:09:43  

    27.07.2011 16:21#6


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    Hallo meine gläubigen Mituser,

    ich bin mal so frei, die Sache mit den "Beweisen" aus meiner Sicht zu erläutern. Und auch wenn ich es nicht garantieren kann, glaube ich doch, dass ich hiermit auch für einige andere Atheisten spreche.

    Ich bin ein Freund der Naturwissenschaften. Ich finde nicht alles gut, was die Naturwissenschaft ermöglicht (Atombomben, Wasserstoffbomben, Biowaffen, Gentechnik (in mancher Hinsicht)), aber die Tatsache, dass sie überhaupt solche Dinge ermöglicht, zeigt, dass wir mit der naturwissenschaftlichen Methodik auf dem richtigen Weg sind, das Wesen der Existenz zu begreifen. Ob wir es jemals schaffen werden - Ich weiß nicht. Vermutlich nicht. Aber wir bewegen uns in die richtige Richtung.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass unser Universum naturwissenschaftlich erklärt werden kann. Ich kann nicht ausschließen, dass hinter allem nicht etwas Übernatürliches steht (sich selbst Bewusst oder unbewusst sei einmal dahingestellt), gehe aber nicht davon aus, da die Existenz einer übernatürlichen Entität in meinem Weltbild nicht notwendig ist. Wir können uns Dinge, die früher Göttern zugeschrieben wurden, heute naturwissenschaftlich erklären. Dinge, die wir heute noch nicht erklären können, sollte man meiner Ansicht nach demnach nicht sofort mit Gott erklären. Was ist so schlimm daran zu sagen "Ich weiß es (noch?) nicht!" ?

    Wie sicher allgemein bekannt ist spricht man in der Naturwissenschaft nicht von "Beweisen", sondern von "Belegen" - "Wortspielereien!" mag jetzt jemand denken, aber der Unterschied ist wichtig. Wenn ich sage, ich habe etwas bewiesen, dann bedeutet das, dass ich 100%ig weiß. Das mag für den Augenblick sicher toll sein, schafft aber spätestens dann Probleme, wenn man mit vernünftigen Gegenargumenten konforntiert wird. Da passiert es dann schonmal, dass das zu beweisende als Voraussetzung genommen wird. Alles, was dem widerspricht, muss dann falsch sein - Selbstverständlich ein logischer Fehlschluss.

    Bei Belegen kommt dieses Problem nicht auf. Ich stelle eine Hypothese auf und suche dann nach Belegen, die diese Hypothese belegen. Diese Belege können Experimente, Funde, Untersuchungen usw. sein. Finde ich genügend Belege, die meine Hypothese bestärken, wird diese Hypothese zu einer Theorie. Finde ich diese Belege nicht, wird die Hypothese verworfen.

    Der Vorteil der Belege tritt auf, wenn ich Dinge finde, die meiner Theorie widersprechen. Jetzt habe ich drei Möglichkeiten:

    * Die Funde können sich als fehlerhaft herausstellen.
    * Die Funde widersprechen meiner Theorie in mancher Hinsicht -> Ich muss meine Theorie modifizieren.
    * Die Funde widersprechen meiner Theorie so vehement, dass die Theorie verworfen wird.

    Egal wie das Ergebnis aussieht - Es ist immer ein Ergebnis von kritischen Überlegungen.

    Soviel erstmal zu meinem Problem mit dem Wunsch nach "Beweisen". Beweise gibt es nicht.

    Jetzt zu den Beweisen für den Islam.

    Ich werde zwischendurch immer mal wieder mit diskussionsfreudigen Muslimen konfrontiert. Ist auch meistens kein Problem - Ich bin ja sogar freiwillig hier.
    Das Problem ist, dass viele der Beweise, die mir gezeigt werden, einfach nicht aufgehen. Da wird gesagt, der Koran berichte über den Urknall, weil da eine Sure vorkommt, in der steht, dass Himmel und Erde eins waren und dann getrennt wurden - Was nunmal keine vernünftige Beschreibung des Urknalls ist. Himmel und Erde existieren zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht. Und wenn man sagt, dass Himmel und Erde metaphorisch zu verstehen sind, lässt sich die Sure auf "Da war was was ausgedehnt wurde" reduzieren - Das ist doch nun wirklich kein Wunder.

    Dann wurde mir gesagt, der Koran berichte von der Schichtung der Atmosphäre (kein O-Ton: "Die Sieben Schichten des Himmels und von der Erde ebenso viele"). Dabei wird dann darauf herumgeritten, dass es ein Atmosphärenmodell gibt, dass die Atmosphäre in sieben Schichten teilt. Dass die Atmosphäre fließende Übergänge hat und man mittlerweile mit Modellen arbeitet, die bis zu 64 Schichten unterscheiden, wird dabei gekonnt ignoriert.

    Das sind jetzt nur zwei Beispiele, die mir aufgrund ihrer permanenten Verwendung im Gedächtnis geblieben sind. Dann gab es noch Leute, die mir gesagt haben, der Koran sagt Autos voraus, da in irgendeiner Sure steht (kein O-Ton), Gott habe Kamele erschaffen, auf denen man reitet, und er würde noch Dinge erschaffen, von denen man noch nichts weiß.

    Jetzt wo ich darüber nachdenke, könnte diese Sure ein wunderbarer Beleg dafür sein, dass der Koran die Evolution beschreibt. Man sieht - Viele Wunder des Korans basieren enfach auf (teilweise grotesken, teilweise näherliegenden) Interpretationen.

    Ein weiteres Problem bei diesen Beweisen ist, dass diese Dinge im Koran immer erst gefunden werden, nachdem die Naturwissenschaften Dinge aufgedeckt haben, die man hineininterpretieren könnte. Viele Muslime haben mir gesagt, dass das ja nur logisch sei, weil die Leute damals nichts von z.B. dem Urknall wissen konnten, da sie die technischen Möglichkeiten nicht hatten.

    Trotzdem. Meint ihr nicht, dass das sehr auffällig ist? Dazu kommt, dass die mir bekannten Wunder im Koran nie ausdrücklich beschrieben werden. Da steht nicht "Der Raum dehnt sich immer weiter aus, nachdem er aus einem dichten Punkt entsprang", sondern irgendetwas von wegen Himmel und Erde, die sich ausdehnen. Wären die Wunder so eindeutig, wie viele Muslime offenbar meinen, meint ihr nicht, dass irgendein Araber - trotz mangelnder technischer Ausrüstung - zu seinen Kumpels gegangen wäre und gesagt hätte "Hey, ich hab hier was gefunden, meint ihr, dass könnte so sein?"

    Ein weiterer Punkt, der mir persönlich wichtig ist, ist die Erschaffung des Menschen aus Lehm. Das Problem ist offensichtlich: Die Evolutionsbiologie deckt zunehmend auf, woher die Lebewesen kommen und wie sie sich entwickelt haben. Allein die Untersuchung des menschlichen Genoms zeigen Dinge, die sich in meiner Vorstellung schwer mit der Erschaffung des Menschen aus Lehm decken können. So teilen wir eine enorme Anzahl endogener Retroviren mit den Schimpansen. Desweiteren hat unser Chromosom 2 zwei Centromer und Telomere mitten auf dem Chromosom. User, die etwas fit in Biologie sind, wissen, dass das so im Normalfall nicht richtig ist.

    Die Evolutionsbiologie erklärt diese Phänomene. Der Glaube, der Mensch sei direkt als Mensch erschaffen worden, muss hier schulterzuckend ausweichen und sagen "Gott hat es halt so gemacht."

    Eine Religion, die die Evolutionsbiologie, einer der größten Schritte, die die Biologie in den letzten 200 Jahren gemacht hat, als falsch verwirft, kann ich persönlich nicht als wahre Religion erkennen. Was in dieser Hinsicht noch auffällt, auch wenn es nicht direkt etwas mit der Evolutionstheorie zu tun hat, ist die Bereitschaft vieler Muslime, solchen Scharlatanen wie Harun Yahya oder Pierre Vogel zu glauben, die nicht den blassesten Schimmer von dem haben, was sie da aufgrund ihrer Religion als Lüge bezeichnen.
    Und ich muss mich dann letzendlich mit solchen Argumenten wie "Wenn der Mensch vom Affe abstammt, wieso gibt es dann noch Affen, he?" herumschlagen... Aber das ist ein anderes Thema.

    Der letzte Punkt, der mir spontan einfällt, ist das Konzept der Hölle. Ich will das ganze jetzt nicht zu weit ausführen, darum fasse ich mich kurz. Das Konzept einer Hölle, in der Menschen aufgrund eines einzelnen Aspektes (Moslem oder Nichtmoslem) bis in alle Ewigkeit verbrannt werden, widerspricht so ziemlich jeder mir bekannten Moral. Ein Gott, der Menschen aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen (Mehr nicht!) solche Dinge antut ist meiner Meinung nach weit davon entfernt, anbetungswürdig zu sein.

    Und wenn mir dann ein Moslem sagt, ich sei ein schlechter Mensch, weil ich Atheist bin und deswegen verdiene ich die ewige Hölle... Nun, da frage ich mich, wie der Islam Toleranz und Frieden bringen soll.

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    5 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:10:50  

    27.07.2011 21:23#7


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    Hallo Ticktack,

    1. Es stellt sich die Frage, ob alle Atheisten glauben würden, wenn man mit klaren wissenschftlichen Beweise oder übernatürliche Wunder kommen würde. Also Allah sagt Nein! und die Geschichte auch.

    Als eindeutiger naturwissenschaftlicher Beweis im Quran ist z.B. die Windbestäubung, es gibt in diesem Fall keine Interpretationsspielraum. "und wir sandten die Winde Bestäubend" [Quran 15;22]

    Wann wurde Fremdbestäubung überhaupt entdeckt?

    Für die Wahren Gläubigen ist alles, was sie sehen und erleben oder dass sie überhaupt, was sehen und erleben können ein Beweis für die Existenz Gottes.

    2. nicht jeder Atheist oder sagen wir mal undankbarer Gottesleugner kommt Ewig in die Hölle, nur diejenigen, die in diesem Zustand sterben.
    Wenn ein Atheist ein guter Mensch ist, wird garantiert nicht als Atheist sterben, da Allah der Barmherzige und Gerechte ist. Daher man kann dich nicht als schlechter Mensch bezeichnen, kann sein, dass du nur eine Phase in deinem Leben, für die persönliche Weiterentwicklung durchmachst. In der Wirklichkeit bist du eigentlich eher auf die Suche nach Gott.

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    6 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:11:53  

    27.07.2011 22:20#8

    B.
    S.

    Hallo Ticktack,

    so wie du den Unterschied zwischen "Beweis" und "Beleg" bestätigst und diese Bestätigung mit der vorweggenommenen Entgegnung: "Wortspielerei" verneinst, bejahe ich hingegen diese Vorwegnahme und sage, es ist in der Tat ein Wortspiel, das sich in den letzten Jahren, vielleicht Jahrzehnten, aus den übermäßigen Verwirrungen, Irrungen und Fehlerhaftigkeiten in den naturwissenschaftlichen Theorien ergeben hat. Beweis ist Beleg ist Nachweis. Die letzten zwei sind nichts anderes als Beweismaterialien. Man kann sie kaum voneinander bezugslos trennen.

    Das Wissen um die Wahrheit (auch so ein Begriff, der aus besagtem Grund verworfen wird) hat zwei fundamentale Methoden: Phsikalische Wissenschaften (Naturwissenschaften) und die Metaphysik. Beide Begriffe sind hier sehr breitsinnig aufzufassen. Wenn wir die Metaphysik für kurze Zeit außen vor lassen, so gibt es auf der Erde für den Erkenntnisgewinn nichts höheres als die Naturwissenschaft in ihrem breitesten, umfangreichsten Sinne. Es wäre eine enorme Reduktion der Wissenschaft, wenn man von ihr die höchste Form von Darlegung durch einen Beweis entfernt und dafür lediglich Wahrscheinlichkeiten als höchsterreichbare Gewißheiten deklariert. Dabei verleiht ausschließlich der strenge Beweis die höchste Gewißheit, und zwar in objektiver Form. Man kann den strengen Beweis höchstens durch den Zusatz ergänzen, sozusagen "relativieren", daß er ein strenger Beweis sei, solange die gegebenen Gesetzmäßigkeiten (z.B. Naturgesetze) so funktonieren, wie sie es seit jeher tun. Davon Abweichendes (Wunder oder absolute Ausnahmen) bedarf dann Zusatzerklärungen, ohne den - vorherigen - Beweis als solchen von seiner Allgemeingültigkeit auszuschließen.

    Einfach gesagt: für mich existiert der Beweis, und zwar ganz unterschiedlicher Art und Weise. Wenn ich z.B. jemanden vollkommen vertraue, der auch nachweislich vollkommen vertrauenswürdig ist, und er erzählt mir über etwas, das er sah, dann ist seine Rede für mich ein Beweis, da er nicht lügt, da er vollkommen vertrauenswürdig ist. Ferner haben für mich logisch und vernünftig saubere, in jeder Hinsicht einwandfreie Schlüsse ebenfalls Beweiskraft. Bei insbesondere unseren Themen müssen es also nicht immer biologisch, chemisch, astronomisch... überprüf- u. analysierbare Beweismaterialien, Belege sein.

    Gruß
    Cemil

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    7 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:13:42  

    27.07.2011 22:48#9

    Zitat von Ticktack:

    Jetzt zu den Beweisen für den Islam.

    Ich werde zwischendurch immer mal wieder mit diskussionsfreudigen Muslimen konfrontiert. Ist auch meistens kein Problem - Ich bin ja sogar freiwillig hier.
    Das Problem ist, dass viele der Beweise, die mir gezeigt werden, einfach nicht aufgehen. Da wird gesagt, der Koran berichte über den Urknall, weil da eine Sure vorkommt, in der steht, dass Himmel und Erde eins waren und dann getrennt wurden - Was nunmal keine vernünftige Beschreibung des Urknalls ist. Himmel und Erde existieren zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht. Und wenn man sagt, dass Himmel und Erde metaphorisch zu verstehen sind, lässt sich die Sure auf "Da war was was ausgedehnt wurde" reduzieren - Das ist doch nun wirklich kein Wunder.

    Du machst hier ein Denkfehler. Abgesehen jetzt von der astrophysikalischen Interpretation jenes Verses, ist der Ausdruck von "Himmel und Erde" vollkommen in Ordnung, weil damit nicht gesagt und gemeint ist, der Himmel und die Erde wären vorher, als sie eine Einheit darstellten, etwa in "Miniaturformat" oder aber "aneianderhängend" existiert hätten, so daß du dann, wenn es so wäre, hättest legitim erwidern können, daß damals doch noch kein "Himmel und Erde" existiert hätten. Natürlich existierten sie in der besagten Einheit noch gar nicht als solche, sondern als Rauch oder in gasförmigem Ur-Zustand, wie es im Qur'an an anderer Stelle gesagt wird. Es ist doch ganz normal, wenn man z.B. sagt: "Als du noch im Bauche deiner Mutter warst" oder aber: "Als du noch in den Lenden deines Vaters warst". Heißt das jetzt, du wärst dort so gewesen, wie du jetzt bist? Ganz und gar nicht. Genauso war der Himmel und die Erde in dem einheitlichen Zustand ganzandersartig und noch gar nicht als solche, wie bekannt, existent.

    Dein Argument ist also zu verwerfen.

    Was den Urknall in der Naturwissenschaft angeht. Er ist alles andere als genau so vorzustellen, wie uns gelehrt wird. Man weiß, daß alles in einem einheitlichen punkt zusammentrifft, aber wie und wodurch das ganze hervorging, ist völlig unbekannt. Es gab viele wissenschaftliche Lehrmeinungen, die in den Schulen, universitäten und Fachzeitschriften, Büchern etc. so gelehrt und bekannt gemacht wurden, als wären die angehenden Wissenschaftler Augenzeugen der erzählten Hypothesen. Hinterher hat sich so vieles als Irrtum herausgestellt. Wie lange hat man gelehrt, daß die Planeten, insbesondere unsere Erde, aus der Sonne hervorging(en)? Wie lange hat man gesagt, das Atom sei (wie der Name schon sagt) unteilbar? Während dessen sagte aber der Qur'an, auch das Atom (arab.: Dherre/Zerre) sei teilbar und alles bestehe aus Paaren/Polaritäten.

    Wer hatte dabei recht?

    Gruß
    Cemil


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    8 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:15:31  

    28.07.2011 13:22#10

    B.
    S.

    Zitat von Ticktack:
     
    Ich bin weiterhin der Meinung, dass unser Universum naturwissenschaftlich erklärt werden kann. Ich kann nicht ausschließen, dass hinter allem nicht etwas Übernatürliches steht (sich selbst Bewusst oder unbewusst sei einmal dahingestellt), gehe aber nicht davon aus, da die Existenz einer übernatürlichen Entität in meinem Weltbild nicht notwendig ist. Wir können uns Dinge, die früher Göttern zugeschrieben wurden, heute naturwissenschaftlich erklären. Dinge, die wir heute noch nicht erklären können, sollte man meiner Ansicht nach demnach nicht sofort mit Gott erklären. Was ist so schlimm daran zu sagen "Ich weiß es (noch?) nicht!" ?

    Der Prophet Muhammed (s.a.w.) sagte, wer der Wissenschaft (Ilm) Grenzen setzt, der tue ihr Unrecht. Dieser Hadith verdeutlicht prägnant, wie sehr der Islam Wert auf die Wissenschaft legt, denn sie gehört ja zu den Eigenschaften/Attributen Gottes, nämlich "Al-Alim" (Der [All-]Wissender, Der Wissenschaftler). Die Aussage von dir, daß die Existenz einer übernatürlichen Entität in deinem Weltbild nicht notwendig sei, ist natürlich aus toleranter Perspektive zu akzeptieren, zu respektieren, da jeder sein Weltbild freiwillig wählen kann, darf und sollte. Aus meiner Sicht sieht die Realität anders aus, nämlich, daß Seine Existenz eine absolute Notwendigkeit darstellt, ob man daran glaubt oder nicht (spielt keine Rolle für die Realität). Diese Notwendigkeit wird im Qur'an, in Sure 112 und Vers 2 mit einem einzigen Begriff ausgedrückt: Samed/Samad. Allah ist Samad. Das bedeutet, alles Existierende ist vollkommen abhängig von Ihm und braucht absolut notwendig Seine Existenz, Er jedoch braucht davon nichts, Er ist vollkommen unabhängig. In einem sehr simplen Beispiel wäre es mit einer Maschine zu vergleichen, welche nur funktionieren kann, wenn der Strom (Elektrizität) an ist. In dem Moment der Abschaltung der Energiequelle, nützt die ganze Maschine zu nichts. Wie gesagt, das ist ein sehr simpler und die Realität Gottes bei weitem nicht gebührend demonstrierender Vergleich. Tatsächlich müßte man sich noch vorstellen, daß, wenn Gott Seine jegliche schöpferische Beziehung zur Schöpfung sozusagen "abschalten" würde, würde nicht nur alles aufhören zu funktionieren, wie in dem Beispiel der Maschine, sondern alles würde augenblicklich aufhören zu existieren. Es ist also so, daß durch Gottes Existenz, Gottes Lebendigeit und Gottes Kraft und Wille alles besteht und funktioniert. Es gibt eine unaufhörliche Verbindung und Triebkraft. Wenn man allein diese sich einfach anhörende Tatsache begriffen hat, hat man Gottes Existenz gefunden.



    In der zweiten Hälfte deines Absatzes lese ich eine sehr bekannte atheistische Sichtweise: "Wir können uns Dinge, die früher Göttern zugeschrieben wurden, heute naturwissenschaftlich erklären." Das ist leider weder ein Argument noch eine Widerlegung von Gottes-Existenz. Das möchte ich aus zwei Aspekten kurz erläutern:
    1. Wenn wir erklären, wie ein Auto konstruiert wurde und funktioniert: inwiefern hätten wir dann die Existenz und Notwendigkeit von Ingeneuren, Elektrikern, Mechanikern, Arbeitern usw. "eliminiert"?
    2. Im Qur'an wird an Dutzenden Stellen dazu aufgefordert, die ganze Natur zu erforschen und darüber nachzudenken, um diese zu begreifen, aber auch, um durch sie Gott, Gottes Existenz und Allmacht zu begreifen. Millionen Menschen haben dies getan und tun es und kommen zu diesem folgerichtigen Ergebnis. Millionen andere wiederum vermögen durch die Konstruktion leider nicht zu dem Konstruktör zu gelangen, und sagen: "Die Konstruktion konstruierte sich rein zufällig, sinn- und zweckfrei sowie ziellos selber".
    Liebe Grüße
    Cemil

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    9 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:16:15  

    28.07.2011 20:51#11

    B.
    S.

    Ein Beweis für den Islam ist die Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Vertrauenswürdigkeit des Gesandten (s.a.w.). Freunde und Feinde wußten sowohl vor als auch während seiner Prophetenschaft: Muhammed ist der Al-Amin, der vollkommen Treue und Vertrauenswürdige. Diese Tatsache allein beweist nicht direkt die Göttliche Quelle seiner Informationen, sondern, daß er die Dinge so sah, hörte und erlebte, wie er sie beschrieb und schilderte, uns weitergab. Die Intelligenz und Intuition, zusammen mit der Aufrichtigkeit, bringen uns jedoch bald zur Tatsache der Göttlichen Offenbarung, wenn wir die gesamten, direkten wie indirekten Zusammenhänge damit untersuchen und daraus folgerichtige Schlußfolgerungen ziehen (können).

    ws
    Cemil

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    10 Geschrieben Montag, August 1, 2011 @ 09:17:41  

    29.07.2011 11:42#12

    B.
    S.

    Zitat von Ticktack

    Ein weiteres Problem bei diesen Beweisen ist, dass diese Dinge im Koran immer erst gefunden werden, nachdem die Naturwissenschaften Dinge aufgedeckt haben, die man hineininterpretieren könnte. Viele Muslime haben mir gesagt, dass das ja nur logisch sei, weil die Leute damals nichts von z.B. dem Urknall wissen konnten, da sie die technischen Möglichkeiten nicht hatten.

    Trotzdem. Meint ihr nicht, dass das sehr auffällig ist? Dazu kommt, dass die mir bekannten Wunder im Koran nie ausdrücklich beschrieben werden. Da steht nicht "Der Raum dehnt sich immer weiter aus, nachdem er aus einem dichten Punkt entsprang", sondern irgendetwas von wegen Himmel und Erde, die sich ausdehnen. Wären die Wunder so eindeutig, wie viele Muslime offenbar meinen, meint ihr nicht, dass irgendein Araber - trotz mangelnder technischer Ausrüstung - zu seinen Kumpels gegangen wäre und gesagt hätte "Hey, ich hab hier was gefunden, meint ihr, dass könnte so sein?"

    Es trifft nicht ganz zu, daß die wissenschaftlichen Erkenntnisse erst nachträglich im Qur'an gefunden würden. Manche Gelehrten haben vor etwa tausend Jahren aus dem Qur'an abgeleitet, daß die Erde rund sein müsse und sich drehe. Solche vorzeitigen Entdeckungen aus dem Qur'an beweisen zwar gegen Atheisten wie du die Existenz wissenschaftlicher Tatsachen im Qur'an, jedoch haben diese Entdeckungen kaum allgemein wissenschaftliche Wirkungen, da es ja im Qur'an nur als eine Auskunft steht und das angehende Problem wissenschaftlich noch nicht gebührend erforscht und bestätigt wurde. Hingegen kann man bei wissenschaftlich erkannten Tatsachen und Erkenntnissen sagen: "Es steht ja im Qur'an". Das hat logischerweise und wie gesagt, mehr Wirkung.

    Als Beispiel einer vorzeitigen Entdeckung gebe ich dir diesen Vers:

    "Zu seinen [Gottes] Zeichen gehört auch die Shöpfung der Himmel und der Erde und die lebenden Wesen, welche Himmel und Erde füllen, und er besitzt die Macht, sie alle vor sich zu zu versammeln, wenn er nur will." (42:29; 30 nach Ullmann/Winter)

    Es würde zu weit führen, den Vers ausführlich zu interpretieren. So viel sei gesagt, daß hier zwei Umstände beschrieben werden: a) es existieren exobiologische, intelligente Wesen (Außerirdische) im All und b) wir werden eines Tages mit ihnen in Kontakt treten. Es gibt noch mehr Hinweise auf Extraterrestrier sowohl im Qur'an als auch in der Sunna (siehe: http://www.homepage-dienste.com/fore...ad=99&page=1#3).

    Gruß
    Cemil


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