DISKUSSIONS- und DIALOG-FORUM

JUDENTUM - CHRISTENTUM - ISLAM - RELIGION - WISSENSCHAFT - MYSTIK - METAPHYSIK - UFOLOGIE - GEHEIMGESELLSCHAFTEN

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/======================================================== Stufen zu Gott ========================================================\

»Einem jedem Volke gaben wir Norm (Religion) und einen offenen Weg. Wenn es Allah nur gewollt hätte, so hätte er euch allen nur e i n e n Glauben gegeben; so aber will er euch in dem prüfen, was euch zuteil geworden ist. Wetteifert daher in guten Werken, denn ihr werdet alle zu Allah heimkehren, und dann wird er euch über das aufklären, worüber ihr [auf der Erde] uneinig wart.« (Qur'an, 5:48)

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Es gab einmal einen Rosenstrauch. Er war mit Sorgfalt gepflanzt, und so wuchsen die Wurzeln tief in die Erde hinein, die lange darauf vorbereitet worden war, ihn zu empfangen. Diese Wurzeln waren Abraham. Als die Rose heranwuchs, musste sie richtig beschnitten werden, sonst wäre sie wild gewuchert und hätte nicht erfüllt, was der Gärtner mit ihr vorhatte. Dank der guten Erde, den tiefen Wurzeln und dem Beschneiden war der Stamm gerade und stark. Dieser Stamm war Moses. Eines Tages kam in der Knospe die vollkommenste rote Rose hervor, die man je gesehen hatte. Die Knospe war Jesus. Die Knospe ging auf; die Blüte war Muhammed

"Der, der nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn. Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn. Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn. Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm. (Sufi-Spruch)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wer Du auch bist, woher Du auch kommst, Wohin Du auch gehst,

Sei einfach anständig und freundlich zu Deinem Gegenüber,

Denn von einer Quelle stammen wir, zu ihr kehren wir einst wieder zurück.

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...bis zum 21 Dezember 2012 / 00:00 Uhr
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1 Geschrieben Freitag, Dezember 17, 2010 @ 15:59:09  


"wegzeiger" <wegzeiger@onlinehome.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ie9vm3$hpu$1@online.de...
> Wie stellt Ihr Euch Gott vor?

Gott, das Göttliche oder die Göttliche Vorsehung, kann am ehesten durch
panENtheistischen Monotheismus "beschrieben" werden. Da Er, Es, Sie
unvorstellbar, unfaßbar, unbegreiflich... ist, muß jede Quasi-Beschriebung
natürlich auch unvollständig und unvollkommen sein. Das gilt für das Wesen,
nicht für die Eigenschaften/Attribute, wie Allmacht, Allwissen,
Allbarmherzig, Allgerecht...

Er/Es/Sie umfaßt, erfaßt und durchdringt alles, was es gibt, sei es lebendig
oder nicht lebendig. Wäre es nicht, so, würden Seine Eigenschaften wie
Allgegenwärtigkeit, Allwissen, auch Allfühlen (das mit Allbarmherzigkeit
zusammenhängt), Defizite haben. Die Eigenschaft Alldurchdringend
(Allgegenwärtigkeit), gepaart hauptsächlich mit Allmacht, bedeutet für alles
Existierende vollkommene Abhängigkeit und dem Göttlichen wiederum
vollkommene Unhabhängigkeit (im Qur'an durch den Eigenschaftsbegriff SAMED
zum Ausdruck gebracht - Sure 112, Vers 2).

Je tiefer man nachdenkt, in die Begriffe der Existenz & Ewigkeit Gottes
(schon immer da gewesen, wird immer da sein) eindringt, desto "wahnsinniger"
wird der menschliche Geist. Wie kann "Etwas" ewig "da" gewesen sein?
Andererseits ist dies eine absolute Notwendigkeit, weil es entweder eine
ewige und einheitliche Unwandelbarkeit geben oder aber eine unendliche Kette
der Ewigkeit, welche sich ständig verändert. Bei Gott gilt das erstere. Jede
Veränderung ist eine relative Erschaffung von und in Gott, jedoch Gottes
Wesen ist immer und ewig dasselbe. Das hat auch hz. Muammed (s.a.w.) gesagt
mit den Worten, daß Allah nach der Schöpfung genau so sei wie vor der
Schöpfung. Logisch.

MfG
Cemil


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'Was du suchst, ist das, was sucht'
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2 Geschrieben Freitag, Dezember 17, 2010 @ 15:59:59  

Cemil schrieb:

> Je tiefer man nachdenkt, in die Begriffe der Existenz & Ewigkeit Gottes
> (schon immer da gewesen, wird immer da sein) eindringt, desto
> "wahnsinniger" wird der menschliche Geist. Wie kann "Etwas" ewig "da"
> gewesen sein?

Die Schwierigkeit liegt nur im mangelnden Verständnis. Solange man
Ewigkeit mit unendlich langer Zeit assoziiert, bleibt es schwierig, ja
wahnsinnig schwierig sogar.

> Andererseits ist dies eine absolute Notwendigkeit, weil es
> entweder eine ewige und einheitliche Unwandelbarkeit geben oder aber
> eine unendliche Kette der Ewigkeit, welche sich ständig verändert. Bei
> Gott gilt das erstere. Jede Veränderung ist eine relative Erschaffung
> von und in Gott, jedoch Gottes Wesen ist immer und ewig dasselbe. Das
> hat auch hz. Muammed (s.a.w.) gesagt mit den Worten, daß Allah nach der
> Schöpfung genau so sei wie vor der Schöpfung. Logisch.

Wäre dem so, warum hätte dann eine Schöpfung überhaupt stattgefunden?
Sie wäre ja völlig sinnlos!

Gruß
Roland


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Sozial ist, was auskömmliches Einkommen für alle Menschen schafft!
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3 Geschrieben Freitag, Dezember 17, 2010 @ 16:00:41  


"Roland Rieß" <Roland.Riess@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:iear4u$qtq$02$1@news.t-online.com...
> Cemil schrieb:
>
>> Je tiefer man nachdenkt, in die Begriffe der Existenz & Ewigkeit Gottes
>> (schon immer da gewesen, wird immer da sein) eindringt, desto
>> "wahnsinniger" wird der menschliche Geist. Wie kann "Etwas" ewig "da"
>> gewesen sein?
>
> Die Schwierigkeit liegt nur im mangelnden Verständnis. Solange man
> Ewigkeit mit unendlich langer Zeit assoziiert, bleibt es schwierig, ja
> wahnsinnig schwierig sogar.

Das ist wahr; wir Menschen assoziieren die Ewigkeit in der Tat mit
unendlicher Zeit oder mit unendlich aufeinanderfolgenden Zeitablauf. Wenn
wir dies bewußt wahrnehmend mitberücksichtigen, steht die Frage im Kopf
immer noch bezüglich der raumzeitlosen und ewigen Existenz Gottes. Er oder
Es ist raumzeitlos "da", einfach "da", ohne Grund, ohne Ursache, zumindest
ohne, die wir uns vorstellen könnten. Jede Ursache als Grund würde Seinen
Anfang voraussetzen, was eine Verletzung der Ewigkeit wäre.

>> Andererseits ist dies eine absolute Notwendigkeit, weil es
>> entweder eine ewige und einheitliche Unwandelbarkeit geben oder aber
>> eine unendliche Kette der Ewigkeit, welche sich ständig verändert. Bei
>> Gott gilt das erstere. Jede Veränderung ist eine relative Erschaffung
>> von und in Gott, jedoch Gottes Wesen ist immer und ewig dasselbe. Das
>> hat auch hz. Muammed (s.a.w.) gesagt mit den Worten, daß Allah nach der
>> Schöpfung genau so sei wie vor der Schöpfung. Logisch.
>
> Wäre dem so, warum hätte dann eine Schöpfung überhaupt stattgefunden? Sie
> wäre ja völlig sinnlos!

Die mir persönlich bisher als die beste Antwort geltende gab der Prophet
Muhammed (s.a.w.), allerdings m.E. in etwas für die Menschen vereinfachter
Form, wo er in einem Kudsi-Hadith (Ausspruch Muhammeds, dessen Inhalt
Gottes, Formulierung des Propheten ist) Gott sagen läßt: "Ich war ein
verborgener Schatz, wollte erkannt werden, so schuf ich die Menschen und
Geister". Daher gilt für mich die Selbsterkenntnis als die höchste Form der
Erkenntnis, weil daraus Gotteserkenntnis folgt. Wenn man tiefer darüber
nachdenkt, kommt man darauf, daß die Schöpfung gewissermaßen der Gedanke
Gottes ist; Er denkt also über sich selber nach bzw. läßt Wesen mit gewissen
Willen entstehen und sich Gedanken über Ihn machen. Dies hat zweierlei
Konsequenzen: wir sind sehr bedeutungsreich und wertvoll, aber zugleich sind
wir "Nichts", nur "Seifenblasen". Unser Wert ergibt sich ausschließlich
durch und mit Gott, und unsere Bedeutungslosigkeit entsteht, sofern wir
durch den geschenkten gewissen freien Willen wähnen, uns einbilden, selber
"Götter" (also unabhängig von Gott) zu sein. In Verbindung mit Gott sind wir
allerdings, so sehr es paradox erscheinen mag, doch "Götter" in mancherlei
Hinsicht. Nicht alle Wesen haben unsterblichen Geist, nicht alle haben
freien Willen, die 4 Urelemente in sich, kurz: nicht alle Wesen wurden nach
Seinem Bilde erschaffen oder "gedacht".

Das ist ein sehr interessantes Thema, über das man lange diskutieren könnte.

Was deine fragende Antwort betrifft: DASS die Schöpfung stattfand, ist ein
Faktum, ergo lautet die Frage lediglich, ob es richtig sei, daß Gott
unveränderlich ist. Das muß er doch auch sein, wenn Er ewig ist. Du sagst ja
selber, daß Ewigkeit nicht mit unendlich langer Zeit zu assoziieren ist.
Folglich können im (raum-)zeitlosen Zustand keine Entwicklungen stattfinden,
ergo Veränderungen. Was war, wird sein, was ist, wird sein; alles liegt vor;
miteinander vermischt in der Allgegenwärtigkeit, Raum- u. Zeitlosigkeit. Der
Raumzeitlose Zustand ist ein entscheidender Grund, warum es den Raum und die
Zeit gibt, nämlich für die Entwicklung, und die Entwicklung ist auch der
Grund, warum es Menschen auf der Erde gibt, sie also in der materiellen
Ebene und in schweren Bedingungen leben müssen. Die Schwierigkeiten der
raumzeitlichen Bedingungen verschaffen uns Entwicklung und Reife. Ich weiß,
daß es auch damit verbundene Fragen gibt, die ebenfalls sehr interessant und
diskussionswürdig wären.

Bezüglich der Gottesfrage gibt es noch etwas, das bei der Wahrheitssuche
behilflich ist oder sein kann: die Eigenschaften des sogenannten Akasha
(Äther), das ich persönlich mit dem Nur-u Allah = Licht Gottes gleichsetze.
Sehr viel Wissen habe ich leider auch nicht darüber. Die Schwierigkeit des
Verständnisses liegt natürlich bei mir; in meiner unzureichenden Reife.
Damit verbunden liegt es an mangelnder Information des Unterschieds zwischen
Gott, Göttlicher Vorsehung und dem Akasha. So wie der Islam einen
Unterschied zwischen dem Göttlichen Licht (Akasha) und Gott macht, tut es
auch der von mir hochgeschätzte Franz Bardon; er macht ebenfalls einen
Unterschied zwischen Göttlicher Vorsehung (Gott) und Akasha, auch wenn er in
der Erklärung des letzteren schreibt:

_________________________________

DAS AKASHA- ODER ÄTHERPRINZIP

Schon bei der Beschreibung der [vier] Elemente habe ich einige Male erwähnt,
daß dieselbern aus dem Ätherprinzip entstanden sind. Infolgedessen ist das
Ätherprinzip das Höchste, das Mächtigste, Unvorstellbare, das Ursein, der
Ursprung aller Dinge und alles Erschaffenen; es ist, mit einem Wort gesagt,
die Ursachensphäre. Daraum ist Akasha auch raum- und zeitlos. Es ist das
Nichterschaffene, das Unbegreifliche, das Undefinierbare. Die Religionen
bezeichnen es mit Gott. Es ist die fünfte Kraft, die Urkraft; es ist das,
was alles erschaffen hat und alles im Gleichgewicht hält. Es ist der
Ursprung und die Reinheit aller Gedanken und Ideen, es ist die Ursachenwelt,
in der sich alles Erschaffene erhält, von den höchsten Sphären angefangen
bis hinab zu niedrigsten. Es ist die Quintessenz der Alchimisten. Es ist A l
l e s  i n  A l l e m.

                (Franz Bardon: "Der Weg zum wahren Adepten", S. 23)
_________________________________

So wie manche den großen islamischen Mystiker Ibni Arabi (Muhiddin Arabi)
als einen "Pantheisten" MISSverstanden haben, kann man auch Bardon als
solchen (als Pantheisten) mißverstehen. Dieser ist wie jener ein PanENtheist
und Monotheist. Denn Akasha läßt sich nicht mit anderen Dingen vermischen,
vermengen oder zu anderen Dingen umformen. Es ist, was es ist und alle Dinge
gehen oder "treten" AUS IHM hervor. Aus ihm und in ihm ohne "ES" zu sein. So
wie der Islam lehrt, besitzt Gott ein Innneres und ein Äußeres (Al-Batin =
Der Innere + Al-Zahir = Der Äußere). Ich nehme an, daß, wenn Akasha das
Innere ist, stellt das Universum mit all seinem Inhalt das Äußere Gottes
dar. So direkt hat der Islam aufgrund der Gefahr der Verletzung des reinen
Monotheismus natürlich nicht gelehrt. Franz Bardon, obwohl er Akasha mit
Gott gleichsetzt, spricht immer von Göttlicher Vorsehung, als Höchster
Instanz, ohne damit das Akasha zu meinen. Es verbirgt für dieWahrheit eine
Gefahr, hierbei eigene Vermutungen anzustellen, ohne daß man eine
entsprechende geistige Stufe erreicht zu haben. Das ist z.B. gut bei
Wegzeiger/Hermann zu erkennen. Er "pfeift" auf alle Religionen und alle
Geistesgrößen bei der Herausfindung der Göttlichen Wahrheit und kombiniert &
konstruiert seine eigene Gottesvorstellung, und zwar so, als wäre dies
wirklich so, wie er es vorstellt. Wenn ich über dieses schwierigste Gebiet
meine Vermutungen äußere, so sind es nur Vermutungen, Spekulationen und sie
kommen in die "Schublade der ungeklärten Fragen".

Nach diesem Absatz hatte ich noch einen geschrieben, aber ihn wieder
gelöscht. Der obige sollte ausreichen.

MfG
Cemil


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4 Geschrieben Freitag, Dezember 17, 2010 @ 23:00:56  


"Roland Rieß" <Roland.Riess@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ieg6dn$h3h$00$1@news.t-online.com...
> Cemil schrieb:
>> "Roland Rieß" schrieb
>
>>> Die Schwierigkeit liegt nur im mangelnden Verständnis. Solange man
>>> Ewigkeit mit unendlich langer Zeit assoziiert, bleibt es schwierig, ja
>>> wahnsinnig schwierig sogar.
>>
>> Das ist wahr; wir Menschen assoziieren die Ewigkeit in der Tat mit
>> unendlicher Zeit oder mit unendlich aufeinanderfolgenden Zeitablauf.
>> Wenn wir dies bewußt wahrnehmend mitberücksichtigen, steht die Frage im
>> Kopf immer noch bezüglich der raumzeitlosen und ewigen Existenz Gottes.
>> Er oder Es ist raumzeitlos "da", einfach "da", ohne Grund, ohne Ursache,
>> zumindest ohne, die wir uns vorstellen könnten. Jede Ursache als Grund
>> würde Seinen Anfang voraussetzen, was eine Verletzung der Ewigkeit wäre.
>
> Ein altes philosophisches Problem. Zu jeder Zeit kann man sich eine
> Sekunde davor vorstellen oder eine danach, was logisch beweist, das die
> Zeit eigentlich unendlich sein *muss*, sofern keine äußeren Ursachen
> einwirken. (Physiker sehen das ein wenig anders, aber wir diskutieren hier
> ja keine Physik.)

Zunächst ein metaphysischer Fakt: Im GEISTbereich (Mentalebene) gibt es
keine Zeit und keinen Raum; es ist raumzeitlos. Im Seelenbereich
(Astralebene, Jenseits, Paradies...) gibt es keine Zeit, dafür aber den
Raumbegriff. Sobald der Geist also mit der Seele verbunden wird, ist er
sozusagen "gefangen im Raum", ohne Zeit. Erst wenn geist und Seele zusammen
mit dem Leib verbunden werden, existieren beide, Raum und Zeit, gleichzeitig
auf der physikalischen oder materiellen Ebene. Das sogenannte Jenseits ist
nicht materiell im irdisch-materiellen oder grobmateriellen Sinne, sondern
relativ-flexibel-feinstofflicher Natur. Man kann z.B. einen materiellen
Gegenstand sowohl anfassen als auch durch ihn hindurchgehen oder
hindurchfassen und besipielsweise einen kleineren Gegenstand in dessen Mitte
als "feste" Materie erneut anfassen oder herausnehmen. Dies ist auch hier
auf der Erde oder in unsere physikalische Welt realisierbar, jedoch nicht
ohne zusätzliche Kraft - Kraft, die der Geist besitzt und im Jenseits jeden
als Normalität vorkommt, wie hier auf Erden das Anfassen fester Materie als
normal erscheint. Wüßte ein Geist (ohne Seele, ohne Leib) nichts von der
physikalischen Welt, würde er dies (die feste Materie oder auch die Zeit)
als "Wunder" erachten.

Der Zustand der Zeitlosigkeit ist für uns nicht oder sehr schwer
vorzustellen. Um es einigermaßen zu empfinden, muß man sich in eine
entsprechende Meditationszustand versetzen. Dort *versteht* man es nicht,
sondern *empfindet* es. Das Empfindungen eine andere Verstehensweise ist als
die intellektuelle, sollte man wissen. Weisheit beispielsweise ist auch eine
Empfindung, ein Intuitionszustand, kein rationales Denken. So wie Wasser und
Feuer sich gegenseitig beeinflussen, wirken aber die untershiedlichen
Eigenschaften gegenseitig aus oder ein. So ist die Ratio bei
Weisheitsempfindung nicht etwa ausgeschaltet, wie das Wasser neben Feuer
warm wird, aber nicht verdampft.

Zeit selbst ist ein Wirkmechanismus oder hat eine Wirkung auf die Dinge, so
daß deine Aussage:

"dass die Zeit eigentlich unendlich sein *muss*,
sofern keine äußeren Ursachen einwirken",

relativiert werden sollte. Unendliche Zeit ohne Wirkung gibt es nicht und
wäre auch vollkommen bedeutungslos.

> Ebenso ist es mit dem Raum. Wieweit weg auch immer ich denke, stets kann
> ich dazu noch einen Meter oder Lichtjahr dazudenken. Und gäbe es eine
> "Mauer" irgendwo im Raum, käme sofort die Frage: Was ist dahinter?

Entschuldige vielmals, aber auch hier machst du einen gewissen und
verständlichen Denkfehler wie oben bezüglich der Zeit in dem Satz:

"Zu jeder Zeit kann man sich eine Sekunde davor vorstellen oder eine
danach."

Du setzt die Zeit einfach als gegeben voraus, um die Sekunden vor oder nach
Etwas zu "berechnen". Ich bin zwar auch kein Experte in diesem Gebiet, aber
ausgehend von manchen fundamentalen Kenntnissen kann man zu gewissen
Lösungen gelangen. Diese wären aber meist relativ und gering, nicht absolut
und umfassend.

Mit dem Raum machst du das Gleiche, wenn du schreibst:

"Wieweit weg auch immer ich denke, stets kann
ich dazu noch einen Meter oder Lichtjahr dazudenken."

Dies ist gültig für das physikalische Universum, für die materielle Welt,
nicht für den raumzeitlosen Seinszustand. Im Wissen könntest du von einem
Meter reden und versuchen, ihn förmlich aufzuzeigen, worauf dieser mal
"mikroskopisch klein" mal "Lichtjahre groß" erscheinen würde, weil es im
Raumlosen keine stabile Entfernungen und Größen existieren. Und wenn ich von
"Klein" oder "Groß" rede, dann nur des leichteren Verständnisses wegen -
nicht, weil es im Raumlosen solche Größen existierten. In Beispiel von
Aufzeigen des Meters müßtest du hinzu noch dich miteinbeziehen, der du im
Geiste raumlos (und zeitlos) bist und also der Meter auch in bezug zu dir
bedeutungslos wird, weil deine Form bezugslos unendlich "klein" oder "groß"
sein kann.

Für den Raum gilt ähnliches zu sagen wie für die Zeit, daß nämlich man ihn,
den raumlosen Zustand, annähernd in einer entsprechenden Meditation
empfinden könne. Die Empfindung der Raumlosigkeit ruft zwei Effekte oder
Nebeneffekte hervor: Ein Schwindelgefühl und ein Gefühl des Verlorenseins,
man verliert sich "aus den Augen". Dieser Zustand ist sowohl als schön wie
auch  als ziemlich beängstigend zu bezeichnen. Wer weiter in seiner
meditativen Entwicklung ist, spürt diese Nebeneffekte nicht mehr.

Ich komme bald dazu, den zweiten teil deines Postings zu behandeln -
inschallah.

MfG
Cemil


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