1 Geschrieben Dienstag, Juli 22, 2008 @ 14:37:45
»Organisierte 'Debatten'«
Die Überschrift wurde aus Thomas Waschkes HP übernommen:
http://www.waschke.de/twaschke/artikel/debates/debates.htm#debatten
Es ist für ihn sicher eine Ehre, daß ich ihn, seine Seite und Kommentare in meinem Forum erwähne, während weder er noch die alten Diskutanten aus seinem bereits geschlosenen Forum, die hunterderte Postings - meist gegen meine - schrieben, sich nicht mal hier blicken lassen. Ich meinen Teil kann so etwas nicht verstehen und nenne es ganz einfach Hart-Kaltherzigkeit.
Nun zum eigentlichen Thema. Thomas scheibt dort die Meinung der "erfahrendsten Streiter mit Kreationisten", ergo der Evolutionisten, sei in einem Satz zusammenzufassen: "debattieren Sie nicht mit Kreationisten"
Ach, deshalb lassen sich hier diese Evolutionisten nicht blicken, obwohl ich kein Kreationist im biblischen oder US-amerikanischen Sinne bin.
»Wann immer ein Wissenschaftler gültige naturwissenschaftliche Daten präsentiert, braucht der Kreationist nur zu sagen: "Das ist nicht wahr".«
Zum Beispiel: "Das Leben kommt von/aus Leben" - das ist eine bisher gültige, unwiderlegte und meiner Überzeugung nach unwiderlegbare, da wahre, Aussage. Und darauf soll der "Kreationist mit "das ist nicht wahr" antworten? So gibt es hunderte gültige wissenschaftliche Daten, die von den Kreationisten nicht mit "das ist nicht wahr" zu antworten sind. Aber: Gemeint sind hier die die Evolution zu bestätigen scheinende Aussagen, worauf der Kreationist zunächst mit: "das ist nicht wahr" erwidert, um dann dessen Begründung aufzuzählen. Was Thomas weiterhin sagt:
»Es obliegt dann dem Wissenschaftler, zwanzig Minuten Redezeit darauf zu verschwenden, zu erklären, warum sie doch wahr ist. Dabei wird nicht die grundlegende Aussage des Naturwissenschaftlers hängen bleiben, sondern die des Kreationisten.«
trifft eigentlich den Nagel auf den Kopf, allerdings mit einem anderen Hammer: Man läßt den Kreationisten nicht zu Wort kommen, zu erklären, warum das nicht wahr sein könne, sondern unterbricht ihn mit 20 minütigen Palaver. Das kennen wir auch aus den TV-Diskussionen über den Islam und Muslime. Wird ein "Muslim", der eigentlich kein richtiger Muslim ist, sondern sich beinahe oder ganz westlich assimilierte, als "Islam-Spezialist" präsentiert, darf er lange Reden halten, und falls, ich betone: falls ein den Islam verinnerlichter, richtig verstehender Muslim eingeladen worden sein sollte (das geschieht sehr selten und wahrscheinlich "aus Versehen"), läßt man ihn kaum zu Wort kommen, unterbricht ihn ständig mit etwaigen "wichtigen" Gründen. Wer etwas intelligent ist und nicht voreingenommen, wird denken: "warum hat man ihn überhaupt zur Diskussion eingeladen, wenn er kaum etwas sagen durfte?"
So etwa ist es auch mit dem angehenden Kreationisten, der, genauso wie sein Kontrahent, ein Wissenschaftler, vielleicht sogar ein weltweit angesehener Wissenschaftler ist und weiß, worum es in den "wissenschaftlich gültigen Daten" geht und mit Sicherheit schon davor davon gehört und sich seine Gedanken darüber gemacht und Gegenargumente reserviert haben. Und das entnehmen wir auch aus Thomas' Zitat:
»Gish hat mit Hunderten von Wissenschaftlern diskutiert - er hat jedes vorstellbare Argument Dutzende von Malen gehört und weiß, mit welchem kurzen Statement er den Gegner entwaffnen und ihn wie einen Narren aussehen lassen kann.«
Selbst Thomas in seiner "Anmerkung" gibt es zu:
»Gish ist ein sehr bekannter amerikanischer Kreationist, der schon viele Evolutionisten in öffentlichen Diskussionen in die Enge getrieben hat.«
Kann man das "in-die-Enge-Treiben" nur mit dem Einwurf: "Das ist nicht wahr" erreichen?
Nein, ich möchte nicht hören, daß diese beiden Inhalte unterschiedliche Situationen darstellen und oder nicht in Kontext stehen würden. So wie Gish, gibt es andere hervorragende Wissenschaftler, die sowohl redegewand als auch in der Lage sind, viele ET-Wissenschaftler "in die enge" zu treiben. Selbst ich als Laie konnte dies gegenüber viele Sach- u. Fachkundigen Studenten oder gar manche mit Dr.-Hüte "in die Enge" treiben. Voraussetzung dabei ist, was ich unten in der ersten der zwei Punkte sage, daß man sich dabei gegenseitig inhaltlich versteht. Ein in irgendeinem Fach passabel Versierter, vermag gegenüber einem völlig Ahnungslosen durch Fach- und Fremdbegriffe, sowie mit einem wissenschaftlich triftigen Teil, lauter unstimmige Sachen erzählen, und der von diesen Dingen völlig Ahnungslose wird dem entweder vertrauen müssen und sagen, er müsse es ja als Fachmann wissen, deshalb auch das Falsche als wahr akzeptieren, oder wird dem erst einmal neutral gegenüberstehen und sich bei anderen Sach- u. Fachkundigen erkundigen, falls er natürlich das Falsche von jenem anderen Fachmann verständlich genug für die anderen Fachmänner/-frauen zu wiedergeben vermag.
Unter:
"3. Anregungen für die Diskussion mit Kreationisten wie Gish"
listet Thomas 6 Punkte von Richard Trott auf, die man bei Diskussionen mit Kreationisten wie Gish beachten solle.
»Die Mehrheit der Zuhörer wird gegenüber Evolution und Evolutionisten feindselig eingestellt sein.«
Warum? Haben mindestens Jahrzehnte Zwangsschulung der Evolution etwa nichts genützt/gebracht? Sind die Zuhörer/Zuschauer zu dumm, um ihre "Richtigkeit" zu kapieren? Und warum häufen sich die "Konversionen" von Evolution zur Kreation (Schöpfung) weltweit? Warum gibt es unter ihnen auch Ex-Evolutionisten? Was sagen uns die Grundgeständnisse der Evolutionsvertreter, wogegen es keine Grundgeständnisse der Schöpfungsgläubigen zu finden sind?
»"Gish war an hunderten von Debatten beteiligt", schreibt Trott, "und hat eine Sammlung von hervorragenden Dias, die seine Darstellung anschaulich und leicht verständlich machen." (Trott, 'Debating the ICR's Duane Gish', o.J.). Sie müssen sich auch etwas einfallen lassen, wie Sie Ihre Punkte an den Mann bringen.«
Meine Kommentare dazu seien in 2 Punkten kurz zusammengefaßt:
- Es ist außerordentlich wichtig und auch richtig, daß man seine Darstellung bzw. seine Theorien und Vorstellungen anschaulich und leichtverständlich 'rüber bringt. Oft, all zu oft werden wissenschaftliche Theorien der Allgemeinheit schwerverständlich dargelegt. Mal hat das den Grund, daß der Wissenschaftler einfach nicht mehr in der Lage ist, seine Gedanken in einfache und allgemeinvrständliche Worte zu kleiden, weil er sich explizite unter gleichgesinnten Fachkollegen bewegt. Mal ist es bewußte - und natürlich teils unnötige - Verkomplizierung der Sachlage, damit nicht jeder sie verstehen können soll. Ein anderer damit in Kontext stehender Grund ist die Tatsache, daß auch ein Fachmann der Thematik nicht, nicht wirklich, alles, was damit zusammenhängt, selbst versteht bzw. sein bestehendes Wissen entweder viele Lücken oder fehlerhafte Aspekte hat, die er zwar kennt, aber nicht nennt, weshalb er diese und/oder sein Unwissen durch besagtes Verkomplizieren verdeckt. Ein ständig offenes Geständnis oder offene Aussage des Nichtwissens bei jedem entsprechenden Punkt würde z.B. eine für wahr gehaltene Theorie ziemlich unglaubwürdig erscheinen lassen. Ein Physiker, der mir seine Doktorarbeit, die noch nicht offiziell veröffentlicht werden durfte, geschenkt, und er sagte bei einem Gespräch darüber, daß sogar er nicht alles versteht, was er darin darlegte, aber Gott sei Dank hätten die Prüfer es nicht gemerkt.
- Der Satz: "Sie [als ET-Vertreter] müssen sich auch etwas einfallen lassen, wie Sie Ihre Punkte an den Mann bringen", wird von dieser Seite her seit Jahrzehnten mit allen möglichen Mitteln und Werkzeuge realisiert: Filme, Bücher und Zeitschriften, direkte und/oder indirekte (Pflicht-/)Lehre in den Schulen und Universitäten (s.o.). In fast jedem faszinierendem (Dokumentar-)Tierfilm sind etliche evolutionistische Sätze zu finden, so ganz nebenbei, als ob es selbstverständlichste Sache der Welt wäre: Das Tier paßte sich an dies oder jenes seit Millionen von Jahren optimal an"; "die Evolution machte es möglch, daß....."; "Das Tier hat durch Jahrmillionen Evolution die raffiniersten Techniken entwickelt" usw. usf. Wer kennt sie nicht, die Zeichnungen oder Trick-Filme, in denen phasen- und stufenweise von einem Affen immer mehr aufrechtstehenden Zwischenglieder bis zum endlichen, modernen Menschen dargestellt werden? Tatsächlich fehlen all die dort gezeichneten sogenannten "Zwischenglieder" - und das nicht nur vom Menschen! Rein logisch-hypothetisch gesehen, müßte es nicht nur unter den Fossilien, sondern auch unter den Lebenden Wesen nur so wimmeln von sog. "Zwischengliedern". Doch gibt es kein einziges, wie manche ehrliche ET-Vertreter es selber zugeben:
»Die einzelnen Stadien, in denen sich ein Fisch zu einem Amphibium entwickelte, sind unbekannt [...] Die frühesten Landtiere erscheinen mit vier ausgebildeten Beinen, Schulter- und Beckengürtel, Rippen und ausgeprägten Köpfen [...] Vor 320 Millionen Jahren tauchten innerhalb von einigen Jahrmillionen auf einmal ein Dutzend Amphibienordnungen in der Stammesgeschichte auf - keine davon ist der Vorläufer einer anderen.« Robert Wesson: "Die unberechenbare Ordnung").
Ferner erfahren wir, daß diese abrupte Entwicklungsmuster bei den Säugetieren ebenfalls der Fall sei. Ich muß allerdings etwas Wichtiges als Kommentar zum Zitat hinzufügen: So sehr solche Eingeständnisse erfreulich für die Schöpfer- und Schöpfungsvertreter sind, sollte man die Sätze wie "vor 320 Millionen Jahren..., innerhalb von einigen Millionen von Jahren...", mit Vorsicht genießen. Denn die Natur, die Schöpfung, ist nicht nur höchst komplex an sich, sondern bedingen auch auf hochkomplexe Art und Weise sich gegenseitig: A bedingt B, um C zu erzeugen, D bedingt E, um F und und G am Leben zu halten, H, I. J... In unserer Gegenwart gibt es verschiedene damit zusammenhängende Probleme, wie z.B., daß die Bienen weniger werden würden und wenn es so weiter ginge, würden viele Flore-Arten aussterben, denn die Bienen sind für ihren Fortbestand zuständig.
Dieser Tatbestand im Großen, gilt auch im Kleinen d.h. jeweils innerhalb individueller Arten, die z.B. die Eigenschaften/Organe/Systeme a, b und c haben, die sich gegenseitig ergänzen, notwendig bedürfen, weshalb sie - abgesehen von wiederum deren Anhängigkeit von anderen Eigenschaften und/oder Organen - auf einmal konstruiert worden und zustande gekommen sein müssen. Anderenfalls, wenn z.B. das a fehlt, das b nicht funktioniert oder aber, was noch wichtiger zu beachten ist, für das Individiuum (für die jeweilige Art) letal d.h. tödlich auswirken würde (ein gutes und konkretes Beispiel für das Gesagte findet ihr in Nour Imans Beitrag: "Das Gift der Schlangen").
Und genau deshalb findet man sowohl heute als auch in den Millionen von bisher gefundenen Fossilien (und davon sind manche so gut konserviert und/oder mumifiziert worden, wie z.B. die berühmte in einen Bernstein verschlossene konservierte Honig-Biene, daß wir die Analyse und den Vergleich gut nachvollziehen können), in keinsterweise auch nur ein un-/halbfertiges Individiuum bzw. eine Art oder Gattung...
«»
(Fortsetzung folgt inschaAllah/so Gott es will)
--------------------
'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******