Geschrieben Montag, März 24, 2008 @ 05:35:50
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A2. Nahtodes-Erlebnisse
Inhalt • Zusammenfassung
• Einführung
• Die typischen Erlebnisse
• Eine Studie in Holland
• Das materialistisch–mechanistische Weltbild
• Das spirituelle Weltbild
• Die besten Argumente pro
• Pamela Reynolds
• Weitere Beobachtungen
• Glaubwürdigkeit
• Literaturangaben
Synonyme: Nahtodes-Erlebnisse, Nahtod-Erlebnisse, Nahtod-Erfahrungen, Nahtodes-Erfahrungen
Suchwörter: Nahtodes-Erlebnisse, Nahtod-Erlebnisse, Nahtod-Erfahrungen, Nahtodes-Erfahrungen, Pamela Reynolds, Pam Reynolds, Pim van Lommel, Reinkarnation, Zwischenreich, Pamela Reynolds, Pam Reynolds.
Zusammenfassung
Viele gute Gründe sprechen dafür, dass die Nahtodes-Erlebnisse mehr sind als Produkte des Gehirns in einer Extremsituation. Die Beobachtungen lassen den Schluss zu, dass es sich um die Erfahrungen des Übergangs von einer Realität in eine andere handelt. Dies wirkt auch nicht so verwunderlich, wenn man einmal die Reinkarnation als Tatsache akzeptiert hat. Denn Reinkarnation bedeutet ein Weiterleben der Seele nach dem Tode des physischen Körpers, und sie wird sich vermutlich zwischen den irdischen Leben irgendwo aufhalten und demzufolge auch irgendwie dorthin gelangen. Dann wären Nahtodes-Erlebnisse die ersten Schritte in diese Existenz zwischen den Leben.
(Mehr über unseren Aufenthalt im Zwischenreich siehe Thema A4 auf dieser Site.)
Einführung
Nahtod-Erfahrungen sind schon seit frühester Zeit bekannt, man denke z.B. an die Geschichte des Soldaten Er bei Platon. Sehr empfehlenswert ist die Lektüre von Carol Zaleski: „Nah-Todeserlebnisse und Jenseitsvisionen – vom Mittelalter bis zur Gegenwart“. In neuester Zeit sind die Nahtod-Erfahrungen durch so hervorragende Autoren wie Moody, Atwater, Ring, Sabom, Greyson u. a. bekanntgeworden. Moody [1975] lenkte die Aufmerksamkeit der modernen Welt auf diese Erscheinung, indem er als Arzt wiederbelebte Patienten die klinisch tot gewesen waren, nach ihren Erlebnissen nahe des Todes befragte. Kurz vorher hatte schon Hampe [1975] uns im deutschen Sprachraum durch die Analyse vorliegender Dokumente und Berichte auf das Phänomen aufmerksam gemacht. Dieses Buch war für mich der Einstieg in die Materie. Inzwischen sind Nahtodes-Erlebnisse wohl der am besten bekannte Teilbereich unserer Thematik, da häufig in den Medien darüber berichtet wird.
Die typischen Erlebnisse
Es kann daher hier vorausgesetzt werden, dass die folgenden Stadien dieser tiefgreifenden Erfahrungen allgemein bekannt sind:
• Schweben über dem physischen Körper in einem Zustand der Leichtigkeit und Schmerzfreiheit. Dort befindet man sich in einem zweiten Körper, der dem normalen Leibe gleicht, aber unversehrt ist. Mit diesem zweiten Körper kann man durch Personen, Gegenstände und Wände ohne Widerstand hindurchgehen.
• Beobachtung der gesamten Umgebung am Unfallort oder im Operationssaal, Erfassen aller Ereignisse dortselbst einschliesslich der Gespräche und Gedanken der Anwesenden, ohne sich jedoch bemerkbar machen zu können. Auch ist es möglich, mit dem zweiten Körper den Ort des Geschehens, dort wo der physische Leib liegt, z.B. durch Wände hindurch zu verlassen und auch andernorts Beobachtungen anzustellen.
• Lebenspanorama. Das bisherige Leben wird mit sehr hoher Geschwindigkeit noch einmal erlebt mit vielen längst vergessen geglaubten Details. Es werden nicht nur die eigenen Gedanken und Gefühle in den verschiedenen Lebenssituationen wiedererlebt, sondern auch die Gedanken und Gefühle der anderen jeweils beteiligten Personen. Dadurch kann einem schmerzlich klar werden, was man anderen Menschen angetan hat.
• Tunnelerlebnis. Man wird durch einen langen Gang, eine Röhre hindurchgezogen, oft mit hoher Geschwindigkeit. Am Ende sieht man ein helles Licht, zunächst punktförmig, dann grösser werdend, bis man schliesslich den Tunnel verlassen und in dieses helle Licht eintreten kann. Das Licht ist strahlend hell, heller als alles, was man je gesehen hat, aber es blendet nicht. Man fühlt sich in dem Licht liebevoll geborgen.
• Eintreten in eine schöne Landschaft, die irdischen Landschaften durchaus ähnlich sein kann, aber auch als himmlisch beschrieben wird. Man wird dort von verstorbenen Verwandten und Bekannten liebevoll empfangen und in die neue Welt geleitet.
• Einige wenige Personen gelangen noch weiter hinaus in ein neues, noch grösseres und schöneres Licht, in welchem sie ein Erlebnis haben, welches man als kosmisch oder mystisch bezeichnen kann. Sie erleben die absolute Liebe, die vollendete Harmonie, und es ist ihnen jedes Wissen zugänglich. Jede Frage wird ihnen beantwortet, und sie erkennen den Sinn des Lebens, den Sinn der Schöpfung, den Sinn aller Geschehnisse. Leider geht dieses Wissen bei der Rückkehr wieder verloren; die betreffenden Personen wissen zwar noch, dass sie dieses All-Eins-Erlebnis und das universelle Wissen hatten, können sich aber an die Antworten auf ihre Fragen nicht mehr erinnern.
• Rückkehr. Obwohl sich die Personen in ihrem zweiten Körper und auf ihrer Reise unendlich wohl fühlen und auch dort bleiben möchten, wird ihnen schliesslich bedeutet, dass sie auf Erden noch eine Aufgabe zu erfüllen haben und daher zurückkehren müssen. Durch den Tunnel zurück zieht es sie wieder in ihren physischen Körper, wo sie plötzlich alles Leid und allen Schmerz wiedererleben.
Es unterliegt keinem Zweifel, dass Menschen nahe dem Tode diese sehr eindrucksvollen Erlebnisse wirklich haben. Es wurde jedoch viel darüber diskutiert, wie diese Erlebnisse zustandekommen, ob sie mehr zu bedeuten haben als rein subjektive Wahrnehmungen, die einer traumähnlichen Fantasie oder Halluzinationen entspringen. Menschen mit einem materialistischen Weltbild sind der Meinung, dass Bewusstsein ein Produkt unseres Gehirns sei. Demzufolge müssten solche Erlebnisse durch besondere Zustände des Gehirns ausgelöst werden, wie z.B. durch extremen Stress, Sauerstoffmangel, Ausschüttung von Endorphinen, usw. Es wird bei diesen Erklärungsversuchen leicht übersehen, dass eine solche angenommene Ursache noch keine Erklärung für die Inhalte der Erlebnisse abgibt. Wenn überhaupt, dann können physiologische Vorgänge allenfalls die Auslöser der Nahtodes-Erlebnisse sein; wie und wo diese Erlebnisse zustandekommen und was sie bedeuten, ist damit überhaupt noch nicht berührt.
Eine Studie in Holland
Erfreulicherweise beschäftigen sich auch ganz aktuell Ärzte mit diesem Thema. So führte Pim van Lommel [The Lancet, 2001] in den Niederlanden eine sorgfältige prospektive klinische Studie durch, die weltweites Aufsehen erregte. An der Studie waren 344 Patienten mit Herzstillstand beteiligt. Von diesen berichteten 62 nach der Wiederbelebung über Nahtodes-Erlebnissen, und 41 derselben hatten sehr tiefgehende Erfahrungen. Da aber alle Patienten in der Studie einen Herzstillstand und demzufolge einen Sauerstoffmangel im Gehirn hatten, schloss der Autor, dass Sauerstoffmangel nicht die Ursache der Nahtodes-Erlebnisse sein kann. Die Dauer des Herzstillstandes und der Bewusstlosigkeit sowie die Art der gegeben Medikamente hatten keinen Einfluss darauf, ob Nahtodes-Erlebnisse auftraten oder nicht. van Lommel schlussfolgert, dass überhaupt physiologische Vorgänge beim Herzstillstand (und somit beim sog. klinischen Tode) nicht die Auslöser der Nahtod-Erfahrungen sein können. Auch spielt es für das Auftreten von Nahtodes-Erlebnissen offenbar keine Rolle, ob die Patienten vor dem Herzstillstand Angst vor dem Tode hatten oder nicht.
Der Autor gibt genau an, wie viele, welcher Prozentsatz von Patienten, die klinisch tot waren und wiederbelebt wurden, Nahtod-Erfahrungen hatten. Tatsächlich können wir aber nur feststellen, wie viele von diesen über Nahtod-Erfahrungen berichten. Abgesehen von Verschweigen aus Scham z.B. und wegen des erwarteten Unverständnisses der Mitmenschen kommt hier als Hauptgrund Vergessen in Frage. So wie wir uns an die meisten Träume nicht erinnern, mag es sein, dass viele sich auch nicht an ihre Nahtod-Erfahrungen erinnern. Über die tatsächliche Häufigkeit von Nahtod-Erfahrungen bei Sterbenden lässt sich daher keine Aussage machen. Vielleicht haben wir alle diese Erlebnisse? van Lommel berichtet allerdings, dass nur diejenigen, die sich an solche Erlebnisse erinnern, die oft berichteten tiefgreifenden Persönlichkeitsveränderungen durchmachen und die Angst vor dem Tode verlieren.
van Lommel’s Schlussfolgerungen sind zu weitgehend und letztlich auch unklar in ihrer Aussage, da er die Möglichkeit des Vergessens von Erlebnissen nicht in seine Betrachtungen einbezieht.
Die ganze Debatte über das Zustandekommen der Nahtodes-Erlebnisse leidet darunter, dass nicht sorgfältig unterschieden wird zwischen Auslösern, Ursachen und eigentlichem Prinzip (um nicht zu sagen: Mechanismus) ihrer Entstehung. Lassen Sie uns daher einmal herausarbeiten, worum es dabei eigentlich geht:
Naturvölker lebten in einer Welt, die zugleich materiell und auch geistig war. Die Welt der Naturvölker war eine schamanische, in der z.B. ein Vogel zugleich ein biologisches Wesen und ein immaterielles Krafttier ist. Durch unsere Trennung und Entfremdung von der Natur, die wir die Entwicklung des menschlichen Geistes nennen, können wir die Dinge nur noch dualistisch betrachten. So stehen sich seit Jahrhunderten das materialistische und das spirituelle Weltbild unvereinbar gegenüber.
I. Das materialistisch–mechanistische Weltbild
• Es gibt nur die physikalische Welt.
• Alle Funktionen des Gehirns sowie des gesamten Körpers basieren letztlich auf physikalischen Vorgängen, zu denen auch elektrische, chemische, biochemische, atomare und subatomare Vorgänge sowie physikalische Wellen und Schwingungen zu zählen sind.
• Alle Bewusstseinsvorgänge, wie z.B. Gedanken, Träume, Phantasien, auch Selbstbewusstsein, sind Produkte unseres Gehirns. Auch die Sinneswahrnehmungen gehören hierher, denn die Sinnesorgane, Augen, Ohren usw., geben Nervenimpulse ab, die im Gehirn zu Wahrnehmungen umgewandelt werden.
• Folglich kann es nach einem vollständigen Ausfall aller Gehirnfunktionen keine Bewusstseinsvorgänge mehr geben.
• Vor unserer Empfängnis ist nichts, und nach unserem Tode ist nichts.
• Nahtodes-Erlebnisse sind Produkte des Gehirns etwa so wie Träume, Phantasien, Halluzinationen. Sie müssen ebenso wie alles Bewusstsein zwangsläufig nach dem Tode für immer verschwinden.
II. Das spirituelle Weltbild
• Neben der physikalischen Welt gibt es noch geistige, spirituelle Dimensionen, die anderen Gesetzen gehorcht.
• Es gibt geistige Wesenheiten, die unabhängig von der Materie in diesen spirituellen Dimensionen existieren. Hierzu gehören auch die Seelen Verstorbener oder noch nicht Geborener.
• Der inkarnierte Mensch besteht aus dem physischen Körper, der physikalischen Gesetzen gehorcht, und der Seele, die den Gesetzen der geistigen Welt folgt.
• Das Gehirn kann Signale, Botschaften, Informationen aus der geistigen Welt auffangen und verarbeiten und umgekehrt auch Botschaften in die geistige Welt senden. Das Gehirn vermittelt zwischen physischem Körper und immaterieller Seele.
• Individuelles Bewusstsein ist auch nach vollständigem Ausfall aller Hirnfunktionen, ja sogar auch ohne Vorhandensein eines Gehirns, möglich.
• Nahtodes-Erlebnisse sind reale Erlebnisse des Übergangs der immateriellen menschlichen Seele in die geistige Welt, (aus der sie bei der nächsten Inkarnation zurückkehren kann).
Der Streit geht nun in seinem Kern darum, ob die Nahtodes-Erlebnisse Phantasiegebilde, Halluzinationen des menschlichen Gehirns kurz vor dem Tode sind und damit beim Eintritt des leiblichen Todes endgültig verlöschen, oder ob es die Erfahrungen des Übergangs der Seele in die geistige Welt sind, die dort auch nach dem endgültigen physischen Tode eine Fortsetzung finden können. van Lommel’s Untersuchungen können diese Frage nicht entscheiden.
Die besten Argumente pro
Eine genaue Lektüre der zur Verfügung stehenden Literatur fördert jedoch einige starke Argumente zutage, die dafür sprechen, dass es sich bei den Nahtodes-Erlebnissen um tatsächliche Erlebnisse mit objektivem Charakter handelt. Hier einige der wichtigsten Gründe für diese Schlussfolgerung:
1. Es werden oft nach dem Wiederaufwachen von den Patienten überprüfbare Tatsachen berichtet, die der ehedem fast sterbende, im Koma liegende Patient auf keine normale Art und Weise erfahren haben kann. So kann er etwa alle Personen beschreiben, die bei den Wiederbelebungsversuchen anwesend waren, und was sie gesprochen haben. Er kann manchmal Beschriftungen von medizinischen Apparaten im Behandlungsraum angeben, die er selbst bei Bewusstsein und bei geöffneten Augen nicht hätte sehen können, da er nicht in einer entsprechenden Position lag. Es kann als sicher gelten, dass bei Nahtod-Erfahrungen paranormale Wahrnehmungen vorkommen. So passiert es in einigen Fällen, dass die Nahtod-Reisenden den Operationssaal verlassen und an anderen Orten innerhalb oder ausserhalb des Gebäudes Beobachtungen machen, von denen sie ganz sicher keine Kenntnis haben konnten, die sich aber später als zutreffend erweisen. Die Erlebnisse sind folglich nicht nur reine Fantasien und Eigenproduktionen des Gehirns des Sterbenden, die durch spezielle biochemische Prozesse im Gehirn in Todesnähe zustandekommen. Vielmehr ist der Sterbende zu Wahrnehmungen fähig, für die der Naturwissenschaftler keine Erklärung hat.
2. Bekanntlich werden wir beim Austritt aus dem Tunnel und beim Eintritt in die himmlische Landschaft oftmals von verstorbenen Verwandten und Freunden liebevoll in Empfang genommen. In der gesamten Literatur gibt es keinen einzigen Fall, wo der/die Berichtende von einer noch lebenden Person begrüßt wurde. Dieses wäre, wenn die Erlebnisse der Fantasie der Sterbenden entspringen würden, ja ohne weiteres möglich und auch wahrscheinlich. In einigen Fällen wurden die Nahtod-Reisenden von einer Person begrüsst, von der sie nichts anderes wussten, als dass sie noch lebte. Erst später wurde ihnen bekannt, dass die betreffende Person zwischenzeitlich plötzlich verstorben war.
3. Pamela Reynolds. Im allgemeinen wurden bei den Menschen, die Nahtod-Erfahrungen hatten, zu dieser Zeit keine Messungen des EEG (der Hirnstrom-Aktivität) durchgeführt, so dass wenig darüber bekannt ist, ob das Gehirn zu dieser Zeit aktiv war oder nicht. Dies ist erklärlich, da es sich meist um Patienten mit einem plötzlichen Stillstand von Herz und Atmung handelte (sogenannte klinisch Tote), bei denen es darauf ankam, in kürzester Zeit einen Wiederbelebungsversuch durchzuführen. Es gibt aber eine Ausnahme, nämlich Pamela Reynolds, siehe Sabom [1998, p.37ff, p.184ff]. An ihr musste im August 1991 wegen eines enorm großen Aneurysmas (Auswölbung einer Arterie) eine schwierige, riskante Hirnoperation durchgeführt werden. Ihre Körpertemperatur wurde auf 15,5 Grad Celsius abgesenkt, das Hirn von Blut entleert, das Herz kam zum Stillstand, die Hirnstrom-Kurven (EEG) zeigten eine Null-Linie, selbst der Hirnstamm zeigte keine evozierten Potentiale (elektrische Aktivitäten der Nervenzellen) mehr. Unter diesen Umständen muss man sagen, dass das Gehirn vollkommen inaktiv war. Nach moderner Definition war die Patientin hirntot und damit tot; näheres zu dieser Definition siehe auf dieser Website unter Thema T1 über Organtransplantation.
Trotzdem hatte die Patientin eindrucksvolle Nahtod-Erfahrungen in der oben skizzierten Art und Weise, und zwar nachweislich genau zu der Zeit, als das Gehirn nach allen genannten Messungen gänzlich inaktiv war. Dieses Beispiel ist einer der stärksten Belege, die wir haben, dafür, dass die Nahtod-Erfahrungen nicht vom Gehirn produziert werden. Der Fall ist sehr gut dokumentiert, vergleiche neben Sabom auch die beiden Videodokumentationen unter „Reynolds“ im Literaturverzeichnis, in denen Pamela Reynolds und ihr Dr. Sabom selbst auftreten.
Weitere Beobachtungen
Soweit die bisher besten Argumente dafür, dass die Nahtod-Erfahrungen mehr sind als die letzten Emanationen eines sterbenden Gehirns. Aber auch die folgenden Punkte unterstützen diese Schlussfolgerung:
4. Die erinnerten Nahtod-Erfahrungen sind für die betreffenden Personen subjektiv absolut wahr, sie verblassen nicht im Laufe der Zeit und führen zu tiefgreifenden Umorientierungen der Betroffenen, was ihre Werte und Zielsetzungen anbetrifft.
5. Die Nahtod-Erfahrenen verlieren die Angst vor dem Tode und beginnen, sich liebevoll um sich selbst und um ihre Mitmenschen zu kümmern. Sie schätzen den Wert des wiedergewonnenen Lebens und erkennen ihre Lebensaufgabe. Nicht wenige entwickeln sensitive Fähigkeiten.
6. Es bestehen zwischen den Erlebnissen verschiedener Nahtod-Erfahrener Übereinstimmungen in so vielen Details, dass dies nicht mehr durch den Zufall zu erklären ist. Die heute ganz geläufigen Erlebnisse nahe dem Tode kamen auch schon zu einer Zeit vor, als sie noch nicht durch die Medien bekannt geworden waren, siehe z.B. Hampe [1975]. In jüngerer Zeit, etwa in den 1960er und frühen 1970er Jahren, wurden einige Ärzte auf dieses Phänomen aufmerksam, als die betroffenen Patienten noch keine Kenntnisse aus Büchern, Zeitschriften oder dem Fernsehen darüber haben konnten. Um so erstaunlicher ist die grosse Ähnlichkeit ihrer Schilderungen. Erst 1976 erschien Moody’s Buch „Life After Life“, welches der Beginn war der modernen Nahtodes-Forschung.
7. Im Gegensatz zu ebenfalls bisweilen sehr klaren Schauungen bei Drogenerlebnissen sind die Nahtod-Erfahrungen stringent in ihrer Abfolge, man kann sagen, sie folgen einer klaren und logischen Dramaturgie.
8. Die Erinnerungen an das vergangene Leben sind sehr genau und äußerst reichhaltig; sie laufen mit extrem hoher Geschwindigkeit ab, wie wir von den Abstürzen in den Bergen wissen, die uns Heim [1891/92] schilderte. Diese Geschwindigkeit ist, gemessen an der Fülle der Erinnerungen und der geringen Zeitdauer, die beim Absturz zur Verfügung stand, um ein Tausendfaches höher als die normale Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung im Gehirn. Vielleicht sind diese Vorgänge sogar zeitlos, wie von manchen Nahtod-Erfahrenen betont wird.
9. Es besteht offenbar telepathische Kommunikation der Sterbenden mit den anwesenden Rettern an der Unfallstelle und den Ärzten im Operationssaal, weiterhin aber auch mit den sie begrüßenden Verstorbenen in der schönen Landschaft.
Weitere Einsichten, die den objektiven Charakter der Nahtod-Erfahrungen bekräftigen, ergeben sich durch die Verknüpfung der Nahtodes-Forschung mit den anderen Forschungsgebieten auf dieser Website über die geistige Welt. Insbesondere ist hier zu erwähnen:
10. Wie im Kapitel A1 über Reinkarnationsforschung dargelegt, können wir Reinkarnation heute wissen, anstatt an sie glauben zu müssen. Wenn aber Reinkarnation eine Tatsache ist, dann machen Nahtodes-Erlebnisse als Erfahrungen des Übergangs von dieser Welt in eine geistige Dimension freilich einen Sinn.
11. Wie im Kapitel A4 über unseren Aufenthalt im Zwischenreich besprochen wird, verlaufen unsere Tode in früheren Leben genau in der Art, wie wir es von den uns aus heutiger Zeit bekannten Nahtod-Erfahrungen her kennen. Hier stützen sich die Nahtodes-Forschung und die Bardo-Forschung gegenseitig.
Die oft vermutete transkulturelle Ähnlichkeit der Nahtod-Erfahrungen ist in vielen Aspekten zweifellos gegeben, wie uns z. B. das tibetische Totenbuch lehrt (vergleiche den Text über das tibetische Totenbuch im Kapitel A4: „Zwischenreich&ldquo
. Aber nicht in allen Punkten besteht Übereinstimmung. So finden sich z. B. die im Westen nahezu obligatorischen Tunnelerlebnisse in Indien nicht. Beim transkulturellen Vergleich von Jenseitserfahrungen sollten wir berücksichtigen, dass wir Menschen Erfahrungen nur den Mustern entsprechend machen können, die wir gespeichert haben, und dass wir sie auch nur mit den uns verfügbaren Metaphern schildern können. Insofern werden die Erlebnisse selbst und ihre Schilderungen immer von den vorherrschenden religiösen und kulturellen Vorstellungen geprägt sein.
Glaubwürdigkeit
Es ist viel darüber spekuliert worden, dass das Gehirn im Sterbeprozess in einer Ausnahme-Situation sich befindet, in welcher Sauerstoffmangel herrscht, in welcher viele Endorphine ausgeschüttet werden usw. Als Folge davon sollen die doch immerhin sehr besonderen Erlebnisse erklärlich sein. Aus den soeben geschilderten Beobachtungen lässt sich aber schliessen, dass die Nahtodes-Erfahrungen mehr sind als Phantasien und Halluzinationen, die von einem sterbenden Gehirn hervorgerufen werden. Im Gegenteil spricht vieles dafür, dass sie Erlebnisse des realen Vorgangs des Übertritts in die andere Welt sind. Dies zu akzeptieren fällt leicht, wenn man sich mit der Reinkarnationsforschung befasst und deren Ergebnisse für sich bejaht hat.
Die Ergebnisse der Nahtodes-Forschung werden unterstützt durch die Rückführungen ins Zwischenreich, wobei die Tode im vorigen Leben genau so beschrieben werden, wie wir es aus den aktuellen Schilderungen kennen.
Reinkarnationsforschung und Nahtodes-Forschung lassen den Schluss zu, dass das Bewusstsein unabhängig vom Gehirn existieren kann. Bei der Frage nach der Akzeptanz dieser Dinge läuft wiederum alles darauf hinaus, ob man bereit ist, das materialistische Weltbild zu verlassen oder nicht. Die Beweislage ist zumindest für die Reinkarnationsforschung und auch für die Nahtodes-Forschung sehr günstig.
Bei den Rückführungen ins Zwischenreich sind hingegen Zweifel anzumelden, wie in Kapitel A4 im Abschnitt Glaubwürdigkeit ausgeführt wird. Ich möchte mit dieser vorgezogenen Bemerkung betonen, dass ich keineswegs zu denen gehöre, die der Meinung sind, dass alles, an das man gerne glauben möchte, längst bewiesen sei.
Überdies: Auch wenn wir Reinkarnation als erwiesenes Phänomen anerkennen, so wissen wir doch wenig Genaues darüber. Fast alle Fragen nach weiteren Einzelheiten bleiben zunächst unbeantwortet. Vergleiche hierzu eine Auflistung unbeantworteter Fragen im Thema A1 auf dieser Site. Doch das Phänomen an sich steht!
Aber schon so ist dieser Schritt – Anerkennung der Reinkarnation als Tatsache – von ungeheurer Tragweite, denn er bedeutet den Sturz des materialistischen Weltbildes und damit eine Revision des gesamten herrschenden Wissenschaftssystems.
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Literatur zu den Nahtodes-Erlebnissen
Fett = zur Einführung besonders geeignete Bücher. Fett-kursiv = schneller Einstieg.
Atwater, P.M.H.: Beyond the Light – What Isn't Being Said about the Near-Death Experience. Carol Pub Group, N.Y. 1994; Hardcover Birch Lane Press, N.Y. 1994; retitled: Beyond the Light – the Mysteries and Relevations of Near-Death Experiences. Paperback Avon, N.Y. 1995
Atwater, P. M. H.: Future Memory – How those Who ‘See the Future’ Shed New Light on the Workings of the Human Mind. Hampton Roads 1999
Atwater, P. M. H.: Children of the New Millennium – Children's Near-Death Experiences and the Evolution of Mankind. Three Rivers Press N.Y. 1999
Atwater, P.M.H. and Morgan, David H.: (The Complete Idiot's Guide to) Near-Death Experiences. alpha books, Macmillan USA, Indianapolis 1999
Atwater, P. M. H.: Coming Back to Life – The After-Effects of the Near-Death Experience. Citadel Press 2001
Atwater, P. M. H.: www.cinemind.com/atwater. Grossartige Site!
Atwater, P. M. H.: www.cinemind.com/atwater/subtex.html. Free download von “Subtext for Children of the New Millennium” und anderen.
Barrett, W.: Death-Bed Visions. Wellingborough 1986
Brinkley, Dannion and Perry, Paul: Zurück ins Leben - Die wahre Geschichte des Mannes, der zweimal starb. Knaur [1994] 1996. Saved by the Light - The True Story of a Man Who Died Twice and the Profound Revelations He Received. Harper 1995
Brinkley, Dannion and Perry, Paul: At Peace in the Light – The Further Adventures of a Reluctant Psychic Who Reveals the Secret of Your Spiritual Powers. HarperCollins [1994] 1995
Brinkley, Dannion and Perry, Paul: Where God Lives – The Science of the Paranormal and How Our Brains are Linked to the Universe. Cliff Street Books 2001
Chaplin, Annabel: The Bright Light of Death. DeVorss, California 90294, 1977
Cox-Chapman, Mally: Begegnungen im Himmel: Beweise für ein Leben nach dem Tod. Berlin: Ullstein, 1997. The Case for Heaven – Near-Death Experiences as Evidence of the Afterlife. Putnam Pub Group 1995, Tide-Mark 2001
Fenimore, Angi: Jenseits der Finsternis – Eine Nah-Todeserfahrung, die in die Schattenwelt führte. Knaur 1996. „Beyond the Darkness“. Bantam 1995
Eadie, Betty J.: Licht am Ende des Lebens – Bericht einer aussergewöhnlichen Nah-Todeserfahrung. Knaur 1994. „Embraced by the Light“. Gold Leaf Press 1992
Elsaesser-Valarino, Evelyn: Erfahrungen an der Schwelle des Todes. Seehamer 1995
Foos-Graber, Anya: Deathing – An Intelligent Alternative for the Final Moments of Life. Red Wheel/Weiser 1989. Den Tod bewusst erleben. Knaur 1991
Hampe, Johann Christoph: Sterben ist doch ganz anders – Erfahrungen mit dem eigenen Tod. Kreuz-Verlag [1975] 1995
Heim, A.: Notizen über den Tod durch Absturz. Jahrbuch des Schweizer Alpenclub 27, Seiten 327-337, 1891/92 (!)
Högl, Stefan: Leben nach dem Tod? Moewig 1998
Iands - The International Association for Near-Death Studies: www.iands.org hat sehr viel gutes Material.
Jakoby, Bernhard: Auch Du lebst ewig – Die Ergebnisse der modernen Sterbeforschung. Langen-Müller 2000
Jakoby, Bernard: Das Leben danach. Langen-Müller [2001] 2002
Jakoby, Bernard: Die Brücke zum Licht. Langen-Müller 2002
Kattein, Leroy: „Thoughtfull Living“. http://ndeweb.com. Gute Site zu NDEs
Kübler-Ross, Elisabeth: Über den Tod und das Leben danach. Silberschnur [1984] 1999
Lommel, Pim van, et al.: Near Death Experience in Survivors of Cardiac Arrest – A Prospective Study in the Netherlands. The Lancet 358, pp.2039-45, Dec.15, 2001. Siehe auch http://www.zarqon.co.uk/Lancet.pdf und http://www.survivalscience.org/ndeobe.shtml. Weitere Materialien unter http://www.thelancet.com/ à Sich gratis registrieren und unter „Search Journal“ nach „near-death“ suchen.
Long, Jody: Jody's Corner. www.nderf.org/Jody's Corner.htm, sehr ergiebige Website.
Mindell, Arnold: Schlüssel zum Erwachen - Sterbeerlebnisse und Beistand im Koma. Walter 1999. "Coma: Key to Awakening – Working with the Dreambody Near Death“. Shambala 1989, Penguin-Arkana 1994. To be republished by Lao Tse Press laotse@e-z.net.
Moody, Raymond: Life after Life – The Investigation of a Phenomenon. Bantam Books 1988; HarperCollins 2001. Leben nach dem Tod. Rowohlt [1975] 1999
Moody, Raymond: Nachgedanken über das Leben nach dem Tod. Rowohlt [1977] 1997. Reflections on Life after Life. Bantam Books, 1988
Moody, Raymond: Das Licht von drüben – Neue Fragen und Antworten. Rowohlt [1988] 1999. The Light Beyond. Bantam Books1989
Morse, Melvin and Paul Perry: Zum Licht – Was wir von Kindern lernen können, die dem Tod nahe waren. München 1994. “Closer to the Light – Learning from Near-Death Experiences of Children”. Villard Books, New York 1990, Ballantine 1991. Paperback: Fawcett 1992
Morse, Melvin: Closer to the Light – Chapter One. www.melvinmorse.com/ch1-clo.htm
Morse, Melvin and Perry, Paul: Verwandelt vom Licht – Über die transformierende Wirkung von Nah-Todeserfahrungen. Knaur 1994. “Transformed by the Light”, Villard, 1992, Paperback: Fawcett 1993
Morse, Melvin: Transformed by the Light – Chapter One. www.melvinmorse.com/ch1-tra.htm
Morse, Melvin and Paul Perry: Parting Visions – Uses and Meanings of Pre-Death, Psychic and Spiritual Experiences. Villard 1996, Paperback HarperCollins 1997
Morse, Melvin: Parting Visions – Chapter One. www.melvinmorse.com/ch1-par.htm
Morse, Melvin and Paul Perry: Where God Lives – The Science of the Paranormal and How Our Brains are Linked to the Universe. Cliff Street Books/HarperCollins, 2000
Morse, Melvin: Homepage http://www.melvinmorse.com/light.htm
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(Reynolds, Pamela): siehe die Videodokumentationen „Jenseitsreisen – Erfahrungen an der Grenze des Todes“ des Hessischen Rundfunks vom 25. Juni 2001 und BBC Exklusiv: „Begegnungen mit dem Tod“, Sender Vox am 22. April 2003.
(Reynolds, Pamela): NDEs Create Visions and Memories after Brain Death. Presented by Kevin Williams.
www.near-death.com/experiences/evidence01.html
Reynolds, Pamela: Homepage. www.geocities.com/pamreynoldsus/index.html
(Reynolds, Pamela): Do NDEs prove we will survive death? Is Human Consciousness Spiritual or Biological? Presented by Leroy Kattein. www.ndeweb.com/wildcard
Ring, Kenneth: Life at Death. Coward McCann 1980, HarperCollins 1982, Quill 1982
Ring, Kenneth: Heading Toward Omega – in Search of the Meaning of the Near-Death Experience. Morrow 1984
Ring, Kenneth: Den Tod erfahren - das Leben gewinnen. Scherz 1985, Lübbe 1990.
Ring, Kenneth; Cooper, Sharon; Tart, Charles: Mindsight – Near-Death and Out-of-Body Experiences in the Blind. William James Center for Consciousness Studies, 1999
Ring, Kenneth & Elsaesser-Valarino, Evelyn: Im Angesicht des Lichts – Was wir aus Nah-Tod-Erfahrungen für das Leben gewinnen. Ariston [1998] 1999. Lessons from the Light – What we can Learn from the Near-Death Experiences. Insight Books, Plenum Press 1998. Jetzt bei Moment Point Press, [1998] 2000
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'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******