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 AdminKaya
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Geschlecht: männlich aus: Türkei/Istanbul Registriert: Dez 2007 Geburtsdatum: 25-02-1959
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1 Geschrieben Dienstag, April 26, 2011 @ 01:07:52
Selam wir sind schon so weit, daß wir sogar auf ein Paar Wörter im Chat für eine Diskussion angewiesen sind - vielmehr das Forum ist es. Ich hoffe, ihr beiden lieben Schwestern werdet mir das nicht übel nehmen. 25.04. 18:06 Afterlife53: as. Weißt du, man kann alles so interpretieren, solange man diese Interpretationen auf den Koran bezieht. Es KANN alles sein, man kann das Gegenteil davon nicht sagen, man kann es versuchen zu widerlegen aber es ist irgendwo ALLES Spekulationen. Und, ich mein, ich hab vom jetzigen Leben satt, und dann noch eins leben Allein die Annahme macht mich voll traurig AdminKaya ^^
Gott weiß am besten, daß ich versuche und mir Mühe gebe, dich so zu verstehen, wie du dich verstehst. Das Gleiche gilt auch für Schwester Katana, die darauf im Chat schreibt: 25.04. 19:29 KATANA: sa. die vorstellung von RI ruft bei mir ehe nur gänsehaut hervor. Allah kann nicht so unfair sein und seine geschöpfe erneut mit dem leben bestrafen. für mich ist die Ri sogar eine schlimmere vorstellung als die hölle
Natürlich bin ich höchst verwundert über diese Aussage, weil ich ja das Gegenteil als Argument für die Reinkarnation heranziehe, in dem ich sage, daß gerade mehrere Chancen sowohl für die Wiedergutmachung als auch, und das insbesondere, für die Vervollkommnung, die Gerechtigkeit schlechthin darstellt. Nichtsdestotrotz erkenne ich in beiden Äußerungen persönliche, emotionale Sorgen. Von Schwester Afterlife ist es die Traurigkeit, von Schwester Katana die Furcht. Wir sind nicht immer in gleichbleibender Stimmung; es kann sein, daß die obigen Äußerungen aus entsprechenden Stimmungsmomenten hervorgingen. Ich hoffe, daß euch auch unsere Schwester Lamya lesen wird, um zu sehen, daß eines ihrer Argumente durch euch zusätzlich widerlegt wurde. Sie hatte mal geäußert, daß ich an die RI deshalb glaubte, weil ich mir ein besseres Leben in der nächsten Wiedergeburt wünschen würde. Natürlich kann es sein, daß manche RI-Gläubigen sich mit dieser Vorstellung trösten könnten, um ihr jetziges, trauriges Schicksal vielleicht besser ertragen zu können. Die Menschen sind nun mal (und Gott sei Dank) unteschiedlich. Mehr möchte ich momentan dazu nicht sagen. Ich hoffe erneut, daß ihr beiden mir nicht böse seid, weil ich euere Chat-Äußerungen als "Diskusionsstoff" behandelt, benutzt habe. Wenn, dann kann ich den Thread löschen. ws Cemil --------------------
'Was du suchst, ist das, was sucht' *******Franz von Assisi*******
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 Afterlife53
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2 Geschrieben Dienstag, April 26, 2011 @ 08:29:43
Nein ach was, ICH jedenfalls bin nicht böse ^^ Es ist nur so ... habs sowieso schwer mit positiven Perpektiven ins Leben zu blicken. Für mich ist das alles eine Last, wie sehr ich mir manchmal die Nicht-Existenz wünsche. Jetzt können mich manche für krank halten, aber wayne, nicht mal das interessiert mich. Und dann noch ein Leben, oh mein Gott ^^
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 AdminKaya
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3 Geschrieben Dienstag, April 26, 2011 @ 21:08:31
B. Selam liebe Schwester, du machst bedrückende, traurige Äußerungen über das irdische Leben, das auch schön sein kann. Problematische Komplexe, die man besonders als Kind oder Jugendlicher hat, sind wie Schmerzen, die als Signale dienen und einem helfen, den Brennpunkt der Problematik zu erkennen. Sie sind nicht nur als negativ zu betrachten, sondern können sogar sehr hilfreich sein, um etwa der wahren Bescheidenheit zu gelangen oder sich unweigerlich von einem bestehenden oder entstehenden Egoismus und Arroganz zu befreien. Solche und ähnliche Gründe sind es, warum Gott manchen Menschen relationslose, als unschön zu bezeichnende Aspekte verliehen hat, wie etwa, zu große Augen, zu große Nase oder abstehende Ohren. Selbst krankhafte Übergewichtigkeit gehört dazu. Man muß nicht wissen, daß und was diese Unannähmlichkeiten für hintergründige Bedeutungen haben, was für einen Zweck sie erfüllen sollen; der Zweck erfüllt sich unbewußt, auch wenn die unbewußte Person fast alles dafür geben würde, um sich davon zu befreien. Ich gebe hier Beispiele aus körperlich bekannten Komplexen, wobei deine Probleme ganz andere sein können. Es kommt nicht auf die Problem-Art an, sondern wie man sie begeget, wie man mit ihnen umgeht. Und dies äußert sich bei jeden Menschen anders, unterschiedlich. Wenn wir im Jenseits sind, wird für uns ein neues Leben auf der Erde vorbereitet und so wie hier wir vom sicheren Tode wissen, wissen wir auch dort von unserem künftigen irdischen Leben, und, das ist sehr von Bedeutung: wir wollen dieses Leben leben, egal wie schwer es auch sein möge; wir wissen die Notwendigkeit dieses Lebens und sind damit einverstanden, ja, wir freuen uns sogar darauf, weil wir wissen, daß es, gemessen an Ewigkeit, von sehr kurzer Dauer sein wird und wir dadurch unserem Ziel ein Stück weiter gekommen sein werden. Da der Geist bei dieser Entscheidung frei d.h. frei von körperlichen Beschwerden ist und zudem sein Bewußtein expandierter als im materiellen Körper ist, vermag er darüber objektiver und leichter zu beurteilen, sich dieses vor ihm liegenden Leben durchleben zu wollen. Erst zusammen mit der Seele und insbesondere mit dem materiellen Körper empfindet der Mensch zuweilen die schwere Last der irdischen Probleme. Doch keine Last ist zu schwer und untragbar, egal, wie schwer sie auch sein mag. Die Selbstmord, die als eine der größten Sünden gilt, fällt in den freien Willen, die ausschließlich bei den Märtyrern legitim sein und daher dort eigentlich auch nicht als "Selbstmord" angesehen/beurteilt werden kann. Natürlich denke ich nicht, daß du das Leben so weit haßts; doch bedenke, daß deine Situation, deine Geringschätzung des irdischen Lebens auch positive Aspekte hat, die dich bald inschAllah bewußt werden lassen werden. Danach wirst du dich selber darüber wundern, wie du überhaupt anders darüber denken und fühlen konntest. Deine jetzige Situation ist also nicht wirklich schlecht, sondern du bist noch nicht dazu bereit, deren Segensreichtum nachzufühlen, zu verstehen und/oder dankbar anzunehmen. Denke an jemanden, der viele schöne und teuere Kleider hat, sich nicht entscheiden kann, welchen er heute Abend im Ball anziehen soll und sich deshalb "unglücklich" fühlt, während dessen sich ein armer Mensch über eine billige und abgetragene Jacke, die jemand ihm schenkt, wahnsinnig freut - um im Winter draußen nicht mehr frieren zu müssen. Man kann ähnliche Beispiele selber ausmalen, um daraus zu lernen. Denke z.B. daran, daß und wie die Reichen ihren Tisch mit zahlreichen Mahlzeiten und Getränken decken und doch das Gesicht verziehen, wenn ein weiteres fehlt oder eines davon nicht ganz nach ihrem vorgestellten Geschmack vorbereitet wurde, während dessen eine andere, arme, Familie sich über nur einen oder zwei einfachen Gerichte diese erfreuend zu sich nehmen und doch nicht sehr satt werden. Die Gefühle und Einstellungen sind also sehr wichtig, ja entscheidend. Viele ältere und schwache Menschen äußern, daß sie Gott sei dank gesund sind, während die kerngesunden Jugendlichen sich keinerlei Gedanken darüber machen. Zu der Weisheit der Älteren hat eines sie geführt: die Krankheiten, die sie durchlebt haben. Obwohl die Gesundheit das Wünschenswerte ist, nicht die Krankheit, ist man bei Gesundheit nicht erfreut darüber, nicht dankbar, bei Krankheit aber fixieren wir uns fast nur darauf, widmen uns ihr ganz. Paradox, oder? WS Cemil --------------------
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 Afterlife53
Neuling
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4 Geschrieben Dienstag, April 26, 2011 @ 22:28:27
Naja, meine Sorgen sind keine teuren Klamotten oder kein Essen zu haben. Ich lebe auch nicht oberflächlich sodass mir nicht bewusst sein sollte, welche unnötige und überflüssige Sorgen das gegensatz zu zig anderen Sachen ist. Egal, jedenfalls würde ich kein zweites Leben leben wollen. Aber gegen Dua hätt ich nichts, wer weiß, vielleicht akzeptiert Gott eure Duas 
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