1 Geschrieben Dienstag, September 1, 2009 @ 02:04:03
Mohandas Karamchand, genannt Mahatma („die große Seele&ldquo
, indischer Staatsmann und Reformator, geb. 2. 10. 1869 Porbandar, gest. 30. 1. 1948 Neu-Delhi (ermordet); Gandhi war der herausragende Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Seine politische Bedeutung liegt in der erfolgreichen Anwendung des Prinzips der Gewaltlosigkeit durch passiven Widerstand und zivilen Ungehorsam.
Die südafrikanischen Jahre:
Gandhi entstammte einer wohlhabenden Hindufamilie und studierte von 1888 bis 1891 Jura in London. Anschließend arbeitete er in Indien als Rechtsanwalt. 1893 nahm Gandhi eine Stelle bei einer indischen Firma in Südafrika an, wo viele Inder als Plantagenarbeiter arbeiteten. Schon bald setzte Gandhi sich für die Rechte der indischen Minderheit und gründete 1894 die indische Kongresspartei Natals. Er organisierte den Widerstand gegen die Diskriminierung der Inder und stieg zu ihrem politischen Führer in Südafrika auf. Dabei vollzog Gandhi eine Wende zu einem einfachen persönlichen Leben, das von strenger Religiösität geprägt war. 1906 begann er eine Auseindersetzung mit der Regierung von Transvaal, die die indische Bevölkerung benachteiligte. Unter dem Begriff Satyagraha („Festhalten an der Wahrheit&ldquo
entwickelte er die Methode des gewaltlosen Widerstandes.
Kampf um die Unabhängigkeit:
1914 kehrte Gandhi nach Indien zurück und kämpfte für Selbstregierung und Befreiung von der britischen Herrschaft. Nach dem Massaker von Amritsar 1919, bei dem die britische Kolonialmacht in eine Menge friedlicher Demonstranten schießen ließ, entwickelte Gandhi die Politik der Kooperationsverweigerung (non-cooperation) und des zivilen Ungehorsams (civil disobedience) und popularisierte sie durch spektakuläre Aktionen gegen britische Wirtschaftsinteressen (seit 1921 häusliches Spinnen gegen die britische Textilindustrie, 1930 Salzmarsch zum Meer gegen das britische Salzmonopol). Der von Gandhi geführte Ind. Nationalkongress wurde führende Kraft der Unabhängigkeitsbewegung.
Mit seinen Aktionen nahm Gandhi ganz bewusst teilweise mehrjährige Haftstrafen in Kauf. Zugleich setzte er sich für Milderung der Kastenunterschiede und Überwindung des Gegensatzes zwischen Hindus und Muslimen ein. 1934 verließ er den Nationalkongress, weil er glaubte, dass die übrigen Parteiführer seine Maxime der Gewaltlosigkeit nicht teilen würden. 1942 forderte Gandhi unter der Parole „Quit India“ die Briten zum sofortigen Verlassen des Landes auf. Gandhi u. a. indische Politiker wurden verhaftet. Die Unabhängigkeit ließ sich jedoch nicht mehr aufhalten. 1947 entließ Großbritannien das Land in die Souveränität. Die Teilung des Subkontinents und die daraus resultierenden Gewalttaten zwischen hinduistischer und muslimischer Bevölkerung konnte Gandhi nicht verhindern. Er wurde von von einem hinduistischen Fanatiker erschossen.
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Lass jedes Wort, bevor du es aussprichst drei Pforten passieren.
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an der zweiten: “Ist es nötig?”,
und an der dritten: “Ist es nett?”