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»Einem jedem Volke gaben wir Norm (Religion) und einen offenen Weg. Wenn es Allah nur gewollt hätte, so hätte er euch allen nur e i n e n Glauben gegeben; so aber will er euch in dem prüfen, was euch zuteil geworden ist. Wetteifert daher in guten Werken, denn ihr werdet alle zu Allah heimkehren, und dann wird er euch über das aufklären, worüber ihr [auf der Erde] uneinig wart.« (Qur'an, 5:48)

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Es gab einmal einen Rosenstrauch. Er war mit Sorgfalt gepflanzt, und so wuchsen die Wurzeln tief in die Erde hinein, die lange darauf vorbereitet worden war, ihn zu empfangen. Diese Wurzeln waren Abraham. Als die Rose heranwuchs, musste sie richtig beschnitten werden, sonst wäre sie wild gewuchert und hätte nicht erfüllt, was der Gärtner mit ihr vorhatte. Dank der guten Erde, den tiefen Wurzeln und dem Beschneiden war der Stamm gerade und stark. Dieser Stamm war Moses. Eines Tages kam in der Knospe die vollkommenste rote Rose hervor, die man je gesehen hatte. Die Knospe war Jesus. Die Knospe ging auf; die Blüte war Muhammed

"Der, der nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn. Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn. Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn. Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm. (Sufi-Spruch)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wer Du auch bist, woher Du auch kommst, Wohin Du auch gehst,

Sei einfach anständig und freundlich zu Deinem Gegenüber,

Denn von einer Quelle stammen wir, zu ihr kehren wir einst wieder zurück.

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...bis zum 21 Dezember 2012 / 00:00 Uhr
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1 Geschrieben Samstag, August 29, 2009 @ 22:19:38  

Geboren 1165 in Murcia (Spanien); Begegnung als junger Mann mit Ibn Ruschd; unter seinen insgesamt füfhundert Werken befinden sich Bücher wie sein beruhmtes al-Futuhat al-Makkija (Offenbarung zu Makka) und Fusus al-Hikam (Facetten der Weisheit), in der er seine Lehre über den vollkommenen Menschen, über das Wunder der Schöpfung und über die Stufen der innerliche Reise des Muslim zum Treffen mit seinem Herr zum Ausdruck bringt. Er starb 1240 in Damaskus

Ibn al-Arabi als Faqih

Muhjiddin Ibn al-Arabi, Schaikh al-Akbar, der größte der Sufilehrers war ein gelehrte Faqih von sehr hohem Rang. Über seine große Gelehrsamkeit hat Ibn Dschauzia gesagt: "Ibn al-Arabi kannte das Geheimnis des größten Gottesnamens, der im Koran verborgen liegt." Es darf nicht vergessen werden, dass der Lehrer von Ibn Dschauzia, Abdalwahhab, seinen Sufismus nie abgelehnt hat - obwohl seine heutige Anhänger sehr Sufi-feindlich auftreten.

In seinem Risalat al-Anwar fima Jumnah Sahib al-Khalwa min al-Asrar (Abhandlung über die Lichter in Hinblick auf eine Person, die sich in Khalwa zurückzieht) sagt Muhjiddin ibn Arabi ausdrücklich, dass Khalwa nur geübt werden darf auf Anweisung eines Schaikh. Trotz dem unzweifelhaften Basis seiner Lehre im Rahmen der Schariat führten Ibn al-Arabis gesprochene und geschriebene Worte zu so heftigen Reaktionen, dass sein Grab nach seinem Tode so gründlich zerstört wurde, dass keine Spur davon übrigblieb.

Der Osmananische Sultan Selim II

Als dann Selim II., der neunte osmanische Sultan, im Jahre 1516 Damaskus eroberte, erfuhr er durch einen Gelehrten namens Zembilli Ali Efendi von denmPlatz seines zerstörten Grabes, an dem zu lesen war: "Der Gott, den ihr anbetet, ist unter meinen Füßen." Der Sultan ließ an dieser Stelle graben. Dabei entdeckte er einen Goldschatz, der nachträglich klarmachte, was Ibn al-Arabi mit seinen Worten gemeint hatte. In der Nähe entdeckte er dann Ibn al-Arabis Grab. Aus den Mitteln des Schatzes baute Sultan Selim eine kostbare Türbe und eine Moschee an der Stelle, wo sich das Grab befindet. Beides findet man noch heute in der Stadt Damaskus an einem Ort am Abhang des Berges Qasijun, der Salihijja genannt wird.


Für eine authentische Einführung in das Werk Ibn al-Arabis, die frei sein muß von der Verzerrungen und Entstellungen durch die europäische Orientalistik, empfehlen sich die Schriften von Schaikh Abdalqadir as-Sufi, der als Europäer, die Lehre Ibn al-Arabis auch einem abendländischen Publikum zugänglich gemacht hat.

Die Lehre von der Vollkommenheit des Menschen

Die Lehre Ibn al-Arabis basiert auf der Anerkennung der Vollkommenheit des Menschen, der als reiner Sklaven von Allah zu leben weiß. Diese Weisheit ist weder innerlich-esoterisch noch äußerlich-strukturiert, sie ist nicht anderes als die harmonische Lebensweise der überlieferten Handlungen des Propheten Muhammad, die Friede sei mit ihm. Sie ist das Wissen, das dem Muslim almählich durch einem echten Lehrer beigebracht wird oder von Allah geschenkt wird: Je mehr er als vollkommener Sklave Allahs tätig wird, desto mehr wird die Wirklichkeit der Schöpfung als die Spiegelung seines eigenes Daseins. Sobald er als Sklave Allahs in der Welt auftritt. so wird die Welt sich ihm als sein Sklave annähern.

Der Quran bescheibt solche Männer oder Frauen als "die Freunde Allahs - keine Furcht kommt über sie und keine Trauer". Die Aulija sind jene, in denen keine Spur des Falschen zurückgeblieben ist. Allah hält sie immerfort im Gehorsam fest, so dass ihr Handeln Sein Handeln ist. Im Hadith Qudsi heißt es: "Nichts gefällt Mir besser, als etwas, das Meinem Diener hilft, in Meine Nähe zu kommen und als die Anbetung, die Ich ihm zur Verpflichtung gemacht habe. Und Mein Diener hört nicht auf, Mir durch immer neue bewußte Hingabe näher zu kommen, so lange, bis Ich ihn liebe. Und wenn Ich ihn liebe, dann werde Ich das Hören, mit dem er hört, das Auge, mit dem er sieht, die Hand, mit der er greift, und der Fuß, mit dem er geht".

Hadsch

Im Jahre 1201, im Alter von sechsunddreißig Jahren, machte Ibn al-Arabi eine Pilgerfahrt nach Makka. Dabei betete er zu Allah, dass Er ihm alles offenbaren möge, was in dieser Welt und in der geistigen Welten in Zukunft geschehen werde. Allah erfüllte seinen Wunsch und offenbarte ihm die Welt der Geheimnisse.

Ibn al-Arabi in Konya

Nach dieser Pilgerfahrt reiste Ibn al-Arabi durch Ägypten und den Irak; er besuchte Damaskus und hielt sich in Konya in der Türkei auf, wo er Sadruddin Qunyawi traf, einen jungen Sufiqelehrten, dessen Mutter er heiratete. Seine Risalat al-Anwar fima Jumnah Sahib al-Khalwa min al-Asrar, die von Ibn al-Arabi drei Jahre nach der Hadsch in Konya herausgegeben wurde, war wahrscheinlich an den jungen Sadruddin gerichtet.

Im Jahre 1223 kehrte Ibn al-Arabi nach Damaskus zurück, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.


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