Geschrieben Donnerstag, Mai 22, 2008 @ 03:05:07
"Gott und die Welt" - eine Teilung der Wirklichkeit.
Der Mensch ist das Ebenbild Gottes; Gott wird im menschlichen Geist zur Reflexion Seiner selbst - und umgekehrt. Gott war "allein", allmächtig, allwissend, allweise, und doch sehr allein. Keiner war da, um Ihm Gesellschaft zu leisten, Ihn als Gott, den Herrn, (an-) zu erkennen. Um erkannt und wertgeschätzt zu werden, erschuf Er den Geist, daher sind wir Menschen Gesellschaftswesen.
Gibt es einen Gott als Herrn aller Weltenwesen, gibt es auch eine zentralisierte Einheit und Ordnung im All-Sein, Gerechtigkeit findet ihre wahre Begründung, Barmherzigkeit und Liebe wird zum höchsten Gut der fühlenden und intelligenten Wesen, welche dazu angetan sind, ihrem Herrn zu dienen, daher steht im Qur'an nicht direkt, daß Er uns zum Erkennen Seiner Selbst erschuff, sondern zum Dienen, das nicht Sklaverei im niederen Sinne, sondern Dienerschaft in der Herrschaft (Khalifat) im höchsten Sinne bedeutet.
Lassen wir die Flügel unseres Geistes über allen Wassers des Lebens schwingen, mit dem Herzen denken und mit dem Kopf fühlen, damit wir in der Umkehr-Polarität des Gewöhnlichen Ablaufs eine Neuregulierung im Bewußtsein kreieren. Zum Ursprung zurückkehren.
Der Mensch ist sehr flexibel. Diese Flexibilität ist seine Stärke und zugleich auch seine Schwäche, da er dadurch auch manipulier- und verwirrbar wird. Die Verwirrung von heute ist Legion, würde durch Auflistung und Behandlung eine kleine Bibliothek füllen. Wer würde sie lesen (wollen), obgleich sie uns den rechten Weg wiesen?
Der "rechte Weg" - was ist das?
Somit haben wir gleich eine Verwirrung, eine Manipulation festgestellt, denn ansonsten hätten wir die Frage nicht gestellt. Warum? Weil selbst der Ansatz des "rechten Weges" geht oft ins Leere angesichts der besagten Verwirrung der Meisten.
Der "rechte Weg" ist da, weil die Wahrheit da ist, und diese ist da, weil das Sein da ist. Oder wollen wir das Sein an sich dementieren, um die Wahrheit individuell zu relativieren, somit den "rechten Weg" unendlich zerteilt unkenntlich machen?
Wir sind individualisierte Teile des Ganzen. "Unabhängig" in der Individualität, abhängig in der und durch die Teilung.
Das Ganze gehört nicht uns, aber wir gehören zum Ganzen. Wir alle machen nicht das Ganze aus, da wir gezählte Teile sind, das Ganze aber ungezählt, unzählbar, somit unendlich, ewig, zeitlos allwissend, raumlos tranzentental ist. Eben Gott, der Herr aller Weltenwesen.
Wir sind paradoxe Wesen, meine Worte sind paradox.
Mit dem Kopf zu fühlen und mit dem Herzen zu denken ist paradox.
Wir wär's mit der Definition der Einheit der Dreiheit im Bewußtsein?
Der Verstand denkt, das Herz fühlt und der Wille entscheidet.
Ist das Bewußtsein nicht gänzlich spirituell durchdrungen?
Also kann der Verstand auch fühlen! Das Herz wiederum vermag zu denken, da das Denken eine Teilfunktion des Bewußtseins darstellt. "Intuitives Denken" ist der Weg eigentlicher Weisheit, die nicht in uns entsteht, nein, sondern in/von uns empfangen wird. Wir sind also Empfänger der Weisheit - jener Weisheit, welche aus der unendlichen Fülle der All-Weisheit Gottes je nach Reifegrad unseres Geistes, unserer Seele, inspirativ zu uns gelangt. Sender und Urheber ist also wieder Gott, womit wir in tieferer Meditation verstehen können, was Gott als "Samed" (unabhängig) bedeutet, und was "Abduh" (abhängiger Diener) bedeutet.
Nichts, absolut nichts gehört uns. Wir sind Nutznießer Göttlichen Besitzes. Er ist Malik, der König.
Wesselam
Cemil Kaya
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'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******