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 AdminKaya
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Geschrieben Donnerstag, Juni 12, 2008 @ 09:01:12
Antwort auf: Reinkarnation
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[ Christlich-Islamisches Dialogforum ]
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Geschrieben von Cemil am 20. September 2000 21:51:57:
Als Antwort auf: Antwort auf: Reinkarnation geschrieben von Nuhi Musliu am 20. September 2000 16:39:14:
Hallo Nuhi, grüß Dich
>>Dabei sollte man unbedingt auch in Erinnerung rufen, daß Gott am Anfang der Schöpfung das Wesen des Menschen schuff und sie fragte, wer ihr Herr, ihr Schöpfer, sei. Alle Menschen, die eines Tages auf der Erde leben sollten, haben einhellig darauf geantwortet, daß Gott, Allah, ihr Herr und Schöpfer sei. Nun, dies macht eindeutig klar, daß Gott erst unseren Geist schuff und diesen fragte, nicht unseren Körper, der noch nicht existierte.
>Nuhi: du meinst meine Seele besteht schon seit anbegin der Zeit?.
Nein, Deine Seele, vielmehr Dein Geist (Ruhh) existierte bereits _vor_ der "Zeit". Denn, wie Du sicher weißt, sagte Muhammed (s.a.w.), daß Gott zuerst den Verstand (Intellekt) erschaffen hat, dann das Übrige. Und die Intelligenz ist ein Teil des Ich-Bewußtseins unseres Geistes (der seinerseits ohnehin nicht an Raum-Zeit gebunden ist). Die anderen Komponenten sind der Wille und das Gefühl (Empfinden). Erst der Bestand aller drei Komponenten machen das Bewußtsein als solches aus. Fehlt eine davon, hört es auf, Bewußtsein zu sein.
>Entspringt ein Kind nicht dem freien Willen der Eltern - das heisst, ob eine Seele herabgesandt wird oder nicht wird indirekt von den Eltern bestimmt.
Nach meinem bisherigen Wissen aus der Metaphysik zu beurteilen, gibt es den wahren freien Willen nur bei Gott (implizit im Begriff "Samad" in der 112. Sure) und bei jenen, die eins mit Ihm geworden sind. Wir gewöhnliche Menschen beziehen unseren freien Willen aus unserer Unkenntnis der Raum-Zeitlosigkeit. Wüßtest Du die Zukunft genau, so gäbe es für Dich keinen freien Willen mehr, es sei denn, Du bist so hoch wie etwa Moses, Jesus oder Muhammed (Frieden über alle), die mit dem geheimnisvollen schicksal (Kadar) theoretisch wie praktisch umzugehen vermochten (bei diesen Themen gibt es "zwei Islame": eine exoterische und eine esoterische).
Ob und wo, zu welchem Körper eine Seele und ein Geist (der Mensch auf der Erde besteht aus drei unterschiedlichen Körpern) herabgesandt wird, entscheiden nicht die Eltern - mitnichten (die meisten glauben nicht einmal an die Seele und den Geist, geschweige denn, sie zu kennen und entsprechende Entscheidungen zu treffen!). Es ist Gott bzw. die von Gott beauftragten Engel, Urintelligenzen in der Metaphysik, die dafür sorgen, daß, wo und wann ein Mensch inkarniert. Natürlich erscheint das Ganze aus unserer Perspektive wie ein freier Wille (Teils ist es ja auch im besagten Sinne) oder zuweilen wie ein "Unfall".
Würde Gott die Seele und den Geist nicht mehr zum Körper herabsenden, hätte keine Macht der Erde die Möglichkeit, Nachkommen zu zeugen.
>Es gibt genügend Hadithe, die bezeugen das der Prophet as. den Coitus Interreptus erlaubt. Und der Coitus war früher die Einzige möglichkeit um einer neuen Seele einen Körper zu geben, geschichtlich gesehen ist nur Isa as. unnatürlich Empfangen worden, und der war bekantlich ein Prophet.
Du hast schon recht, doch möchte ich Dich nur ergänzen: Nicht nur Jesus, sondern auch Adam + Eva, sowie alle Paare der ersten Tierarten wurden auf "unnatürliche" weise erschaffen, weswegen ja der Koran die Erschaffung oder Erzeugung (nicht Zeugung!) Jesu' (as) mit Adam (as) vergleicht.
Der körper ist nur ein Werkzeug, ein Reittier der Seele und des Geistes auf der Erde. Auch Jesus existierte schon vor seiner materiellen Körper und er existiert bis heute in alle Ewigkeit (es sei denn, er löst freiwillig seine Individualität in Gott auf). Ich sehe also keinen Widerspruch zwischen meinen Ausführungen und Deiner jetzigen Feststellung.
>Also, um einer Seele einen Körper zu geben, sind bekanntlich gewisse Vorleistungen auf der Erde zu erbringen. Sogesehen, ist eine art Wiedergeburt nicht möglich, den die wäre Zeitabhängig (das heisst der Mensch bestimmt wann und wo, Indien, China, Bangladesch, Albanien , usw.).
Vielleicht bin ich nicht gebildet genug, zumal ich ja auch kein Gelehrter bin, um Dir jetzt folgen zu können. Ich verstehe Dein Argument nicht so ganz. Was soll gegen die Wiedergeburt sprechen? Die "Vorleistungen" (Geschlechtsverkehr, Schwangerschaft)? Warum? Weil die Wiedergeburt "zeitabhängig" wäre? Das trifft sich gut, denn im Jenseits gibt es keine Zeit, also ist der zu inkarnierende Geist und die Seele jederzeit "bereit" zu inkarnieren. Welcher Mensch bestimmt, wann und wo und als was er auf die Welt kommt?
Tatsache ist, daß Diener Gottes (Engel oder Urintelligenzen) dem zu inkarmnierenden Menschen bis zum Schluß mit Rat und Tat beistehen und alles Organisieren. Der Mensch im Jenseits hat eine "gewisse" Entscheidungsfreiheit, und zwar insofern, als es ihm klar einleuchtet, warum er dann und wann und als was auf die Erde kommen muß. Ihm sind seine Aufgaben auf der Erde vorher klar, die er allerdings durch ein Prozeß während der Inkarnation vergißt bzw. ihm wird vergessen gelassen.
>Wie soll ich das verstehen, wenn beispielsweise ich in diesem Leben die Vollkomenheit nicht erreiche, und es wird eine Wiedergeburt von nöten sein, wie und wann komme ich dann in einem anderen Körper?, oder ist der Islam die letzte Stuffe?, muß also jeder der die Vollkomenheit erreichen will ein Muslim werden?...
Es tut mir leid, aber mir scheinen diese Fragen und Argumente etwas unzusammenhängend. Ich werde dennoch versuchen, darauf zu antworten . Ob sie Dich allerdings ansprechen und Dir einleuchten, ist eine andere Sache.
Ob Du die Vollkommenheit (zu verstehen als einen bestimmten Entwicklungsgrad) in diesem Deinen Leben ereichst, hängst maßgeblich von Deiner früheren Reife ab, die Du in dieses Leben mitbrachtest. Wenn Du also einen gewissen Reifegrad in diesem leben nicht erreichst, wird eine Wiedregeburt vonnöten sein, ja. Das "wie" und "wann" liegt in Gottes Händen. Ich kann nur sagen, daß dies sehr unterschiedlich ist. Manche kommen nach einem Jahr, manche nach 10 oder 100 Jahren. Das hängt von vielen Faktoren ab, hauptsächlich von dem geistigen Zustand des Betroffenen. manche sind "dort" blinder und tauber als hier auf Erden, manche wiederum bewußter und reifer als hier.
Was die Frage betrifft, ob der Islam die "letzte Stufe" sei. Diese Frage müßte man genauer definieren, damit man auch keine Fehler beim Antworten begeht. Der Islam ist die letzte Religion, ja, und zwar für jene, die dies akzeptieren und annehmen. Doch wichtig vor allem sind seine Universal-Lehren oder, anders ausgedrückt, seine universal und ewig gültigen, absoluten Realitäten oder Wahrheiten, wie primär seine Lehre von der absoluten Einheit d.h. Unteilbarkeit Gottes sowie Seinen exoterischen und esoterischen Eigenschaften (offenbare und verborgene Aspekte).
Stell Dir vor, ein Mensch erreicht fast die (menschliche) Vollkommenheit. In diesem Zustand der Entwicklung wird dieser Mensch genau wissen, ob Muhammed (s.a.w.) ein echter und zwar der letzte Prophet und Gesandter Gottes ist oder nicht. Wenn er es ist, dann wäre es zumindest töricht von ihm, dies nicht anzuerkennen, oder?
>...Der Prophet hat oft das Gebet vor allen anderen Pflichten gestellt, also ist beispielsweise für die Erlangung der Vollkomenheit das fünfmalige Beten "absolut" notwendig, um das wird man dann nicht herumkommen.
Der Prophet zählte ja drei Dinge auf, die er von der Erde mochte: Schöne Gerüche (das hat nicht oder nicht nur mit Parfüms zu tun!); Frauen (das hat nichts mit Sex oder Nafs zu tun!) und das Gebet stellte er über diesen zwei als das Licht seiner Augen (das hat nichts mit den physischen Augen zu tun!).
Ach ja, das Gebet. Was glaubst Du, wieviel Menschen wissen wohl von dem Geheimnis und der wahren Bedeutung sowie dem Sinn und Zweck des Salah-Gebets? Wieviel Menschen wissen wirklich, warum die Zahl der Pflichtgebete 5 sind? Der Prophet verriet es (das Geheimnis) uns mit den Worten, daß dieses Gebet der Gläubigen die Bedeutung der kleinen Miradsch (Himmelsreise) habe.
>Ich kann auch noch so gut, nett freundlich, hilfsbereit usw. sein, wenn ich die Pflichtgebete nicht erfülle, dann muss ich immer wieder zurückkehren?
Es geht bei der Vollkommenheit nicht um die Pflichtgebete des Islam. Das absolut Wichtigste ist die Entwicklung ethisch-moralischer Einstellungen und Prinzipien. Daher nennt der Koran den wahren Sinn der Sendung Muhammeds als die Vollendung der Ethik.
>Mir ist noch immer der Sinn nicht klar, den Wiedergutmachung kann es nicht sein, das ist ausgeschloßen, das erlaubt der freie Wille nicht!, und schluß endlich ergibt das "Sein" dann überhaupt keinen Sinn mehr, warum soll es Gut und Böse geben, wenn am Ende sowieso das Gute (die Wiedergutmachung aller fehler) herausschaut, dann wäre "das Spiel" wie Gott das hierige Leben im Kur'an nennt, nicht von nöten, wenn wir alle wissen wie das Ergebniss auzuschauen hat, ergo kann es keinen Himmel und keine Hölle geben im Jenseits, der Jüngste Tag ist nicht notwendig, Munkar und Nekir dürften nicht existieren (oder wären Arbeitslos)!, die Verführung durch den Shaitan wäre auch nicht notwendig, weil immer am Ende der Reine Mensch stehen würde. Sogesehen wäre dann die Hölle der Phantasie der Propheten entsprungen!, und dann bleibt noch offen die Frage, wie es denn mit den Djinnen ist?
Gott war ein "verborgener Schatz", sagt ein Kudsi-Hadith, und wollte entdeckt werden; deswegen schuff Er uns Menschen. Ist das nicht Antwort genug auf die Frage, was denn der Sinn des Lebens sei? Würde _ein_ Leben dafür ausreichen, diesen Schatz zu finden, Seine Größe (an-) zu erkennen und Seine Schönheit zu entdecken, zu bewundern?
Das Wissen vom Ausgang einer Sache macht sie doch nicht irrelevant oder sinnlos! Hierfür könnte ich tausend bekannte Beispiele liefern. Man geht in die Schule, um zu lernen, um später etwas zu werden usw. man weiß also, wie der Ausgang sein wird. Man heiratet und weiß von vorneherien, was das ist und daß man höchstwahrscheinlich auch Kinder haben wird usw. Das macht doch die Sache nicht sinn- und bedeutungslos!
Das Schlimmste, was einem passieren kann, ist die völlige Resignation und der Verlust jeglicher Lust, Bedeutung und Sinn am Leben.
>Bruder Cemil, bei allem Respekt, die Reinkarnation wirft alles, ohne Ausnahme auf den Kopf.
Das mußt Du für Dich selber entscheiden. Ich für meinen Teil, betrachte die Reinkarnation als eine der fundamentalsten Wahrheiten des Lebens.
>Aufrgrund folgender "technischer Gründe" ist eine Reinkarnation aus islamischer Sicht nicht Denkbar: Muhammad as. hat vielen die Umstände ihres Todes prophezeit, als das nicht genug wäre, auch die Ortschaften wo sie hinkommen werden hat er bereits genannt.
>Diese wären: Omar ra. - Paradies >Uthman ra. - Paradies >Ali ra. - Paradies >Badr teilnehmer - Paradies >Shahid =Djihad kämpfer - Paradies >Abu Lahab - Hölle >Seine Frau - Hölle
>Die, die zu Lebzeiten über Ihren Stand wussten, hätten so gesehen eine Reinkarnation nicht notwendig wenn sie ins Paradies hinein kommen werden. Zunächst kommt es darauf an, was man unter "Paradies" und "Hölle" versteht und was sie tatsächlich sind. Allein aus der offiziellen d.h. exoterischen Lehre des Islam ist unschwer zu entnehmen, daß bei der Beschreibung dieser beiden Begriffe reine Symbole benützt wurden und tatsächlich sie auf der Erde nicht beschreibbar und nicht verstehbar sind.
Warum ist ein schlechter Mensch eigentlich schlecht? Und warum ein guter gut? Würde ein guter Mensch aus jux und dollerei sich verstellen und "schlecht" und "böse" werden? Wenn nein, und die richtige Antwort ist "nein", dann gilt die Begründung dazu auch für einen "schlechten" Menschen, der nicht plötzlich "gut" und "engelhaftig" werden kann.
Die Wahrheit ist tatsächlich eine ganze Einheit; man muß nur die Analogien zu verstehen lernen.
Himmel und Hölle sind verschiedene Schichten des gesamten Jenseits, welche sie entsprechende Seelen beinhalten. Die oberen können die unteren besuchen, die unteren jedoch nicht die oberen Wesen. Es gibt "dort" auch Richter und Gerichte, Bestrafungen und Belohnungen, die wir uns hier nicht genau vorstellen können. Dies alles ist kein Grund und kein Argument _gegen_ die Reinkarnation - im Gegenteil. Auch solche wie der Pharao oder Abu Lahab werden ihre Chance bekommen, denn Gott ist gerecht, aber auch gnädig und barmherzig. Seine Gerechtigkeit übertrifft nicht seine Gnade, und Seine "Bestrafung" überwiegt nicht und niemals die "schlechten Taten" dieser Menschen.
>Was ist aber mit den Pharao der Muslime, er hat auch eine Seele besessen, also hat auch er dann das Versprechen gegeben, Allah als den Schöpfer anzuerkennen, dem zu folge müßte er dann wiedergeboren werden, um seine fehler Gutzumachen.
Was ist daran so abwegig? Gönnst Du ihnen nicht eine zweite Chance? Das letzte Wort sollst Du hier bekommen, weshalb ich die untenstehenden nicht kommentiere.
Frieden
Cemil
>>Beachte auch die qur'anische Tatsache, daß Gott darin uns ansprechend immer wieder darauf hinweist, wir sollen uns _erinnern_. "Erinnere Dich..." - so beginnen zahlreiche Ajets über die Geschichten von Vergangenheit, die wir ja in "diesem" Körper gar nicht miterlebten oder mitbekamen.
>Nuhi: Von Anfang an wird dir in der Moschee oder Kur'an Schule von den Unheil erzählt, was andere betroffen hat weil sie so und so handelten, mir kammen diese Geschichten wie Märchen vor, nur heute weiss ich das es keine Märchen sind, und auf nichts als das, Zielt die Aufforderung "errinere dich", du sollt dich an die Belehrungen in deiner Kindheit errinern, bzw. soll man sich an das Errinern was den Vorfahren gestoßen ist, beispielsweise ist die Geschichte mit dem Herrscher von Jemen und den Elefanten gar nicht so alt gewesen, es haben sogar noch zeitgenossen gelebt, und die war aber ein Wunder Gottes, und genau an solche hat sich der Mensch zu errinern.
>Du gehst davon aus, das der Mensch wieder mit "nichts" geboren wird, sondern nur in einer besseren umgebung.
>Unabhängig von der Religion der Eltern, den technischen möglichkeiten die man hat zum lernen, den geographischen gegebenheiten (früher), hat jedes Volk einen Propheten bekommen nach dessen Regeln die Gemeinde hat leben müßen, wer dies befolgt hat, hat das Heil erreicht, es kamm nicht nur der Muslim ins Paradies, sondern jeder, der gute Taten vollbrachte, wie Schuldig ist ein Kind?, trotzdem sterben viele noch vor der Geburt, manche während der Geburt, und mancher wird über hundert Jahre. Al das sind Umstände die jedem zu Denken geben sollten.
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