DISKUSSIONS- und DIALOG-FORUM

JUDENTUM - CHRISTENTUM - ISLAM - RELIGION - WISSENSCHAFT - MYSTIK - METAPHYSIK - UFOLOGIE - GEHEIMGESELLSCHAFTEN

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/======================================================== Stufen zu Gott ========================================================\

»Einem jedem Volke gaben wir Norm (Religion) und einen offenen Weg. Wenn es Allah nur gewollt hätte, so hätte er euch allen nur e i n e n Glauben gegeben; so aber will er euch in dem prüfen, was euch zuteil geworden ist. Wetteifert daher in guten Werken, denn ihr werdet alle zu Allah heimkehren, und dann wird er euch über das aufklären, worüber ihr [auf der Erde] uneinig wart.« (Qur'an, 5:48)

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Es gab einmal einen Rosenstrauch. Er war mit Sorgfalt gepflanzt, und so wuchsen die Wurzeln tief in die Erde hinein, die lange darauf vorbereitet worden war, ihn zu empfangen. Diese Wurzeln waren Abraham. Als die Rose heranwuchs, musste sie richtig beschnitten werden, sonst wäre sie wild gewuchert und hätte nicht erfüllt, was der Gärtner mit ihr vorhatte. Dank der guten Erde, den tiefen Wurzeln und dem Beschneiden war der Stamm gerade und stark. Dieser Stamm war Moses. Eines Tages kam in der Knospe die vollkommenste rote Rose hervor, die man je gesehen hatte. Die Knospe war Jesus. Die Knospe ging auf; die Blüte war Muhammed

"Der, der nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn. Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn. Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn. Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm. (Sufi-Spruch)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wer Du auch bist, woher Du auch kommst, Wohin Du auch gehst,

Sei einfach anständig und freundlich zu Deinem Gegenüber,

Denn von einer Quelle stammen wir, zu ihr kehren wir einst wieder zurück.

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...bis zum 21 Dezember 2012 / 00:00 Uhr
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1 Geschrieben Mittwoch, April 16, 2008 @ 15:43:23  

Die Überschrift des Postings bezeichnet den Arbeitstitel meines Buches, aus dem ich ein Auszug hier kopieren möchte:

1.1.                                  Ismael oder isaak?

Im Genesis, des ersten Buches Mose’, wird die Geschichte Abrahams sehr anschaulich und ausführlich erzählt, wobei es unter den Bibelforschern nicht einmal die Gewißheit herrscht bezüglich der Historizität Abrahams. Hat er je tatsächlich gelebt? Wenn ja, wo genau? Welche Länder und Orte besuchte er? Wo liegt sein Grab?

Ein Lebendiger Beweis für seine ehemalige Existenz und Größe finden wir, behaupte ich, in der Existenz zweier Völkergemeinschaften: Israel (Juden) und Ismael (Araber). Beide Völker führten und führen ihren Stammbaum stets zurück auf Abraham und sind demnach nicht nur geistig »Kinder-Abrahams«, sondern auch genealogisch/genetisch, wobei dies – um Gottes Willen! – nicht zur Rassenerhöhung und somit zum Rasismus führen soll und darf.

Nicht nur die Bibel; auch die außerkanonischen Schriften (Apokryphen), mündliche Überlieferungen und der Koran schlechthin stimmen dieser Zurückführung ohne Wenn und Aber zu, und weisen darauf hin, daß die Juden von der Linie Abraham/Sarai und die Araber von der Linie Abraham/Hagar abstammen. Eine eingehende Behandlung und Analyse der nachstehenden Prophezeiungen lassen denn auch keinen Zweifel mehr übrig an der Richtigkeit dieser Abstammungslinie.

Unser eigentliches Problem liegt allerdings in der noch suptileren Ebene, nämlich in der Klärung der Frage nach der Opferung des Sohnes Abrahams: Welcher Sohn sollte von Abraham geopfert werden – Isaak oder Ismael?

Unsere jüdischen und christlichen Freunde würden darauf gleich erwidern: »Isaak natürlich!«, und uns auf das 1. Buch Moses‘ (Genesis), Kapitel 22, Vers 2, verweisen, worin zu lesen ist:

„Er (Gott) sprach (zu Abraham): ›Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebhast, den Isaak...., und opfere ihn.‹“

Nach der Lektüre würden wir eventuell darüber getadelt werden, wie wir überhaupt eine solche Frage denn stellen können, da es ja dort schwarz auf weiß geschrieben stünde, wer von den beiden Söhnen geopfert werden sollte, nämlich: Isaak.

Dennoch ist es uns nicht unbekannt, daß auch die jüdischen Gelehrten ihre Schwierigkeiten damit hatten, sich den in sich widersprüchlichen Vers verständlich zu klären. Ein einziges Wort macht darin einen kritischen Forscher zu recht stutzig: Abraham soll seinen einzigen Sohn opfern! Weshalb wird angeblich vom Isaak, dem zweiten Sohn, als »deinen einzigen Sohn« gesprochen?

Im Babylonischen Talmud[1] wird darauf Bezug nehmend der Versuch unternommen, diesen Paradox durch eine raffinierte Auslegung in Form eines Dialogs zwischen Gott und Abraham aus der Welt zu schaffen:

Ø      Gott: Deinen Sohn;

Ø      Abraham: Zwei Söhne habe ich;

Ø      Gott: Deinen einzigen!

Ø      Abraham: Der eine [Ismael] ist einziger für seine Mutter [Hagar], und der andere [Isaak] ist ein einziger für seine Mutter [Sarai];

Ø      Gott: Den du lieb hast!

Ø      Abraham: Ihnen beiden gilt mein Erbarmen;

Ø      Gott: Den Isaak! (Sandhedrin 89 b).

Dieser recht dramatisch klingender Dialog fand in dieser Form natürlich nie statt; er wurde, wie auch jüdischerseits einzugestehen, schlicht erfunden, um das Problem: „Deinen einzigen Sohn“ zugunsten Isaak und somit auch der rabbinischen Vorstellung „zurechtzubiegen“.

Die Tatsachen lassen sich jedoch durch solche Wortspiele nicht beeinflussen. Der Originalsatz: „Deinen einzigen Sohn“, läßt keineswegs die imaginäre Erwiderung Abrahams („Der eine ist ein einziger für seine Mutter...&ldquo darauf konstruieren. Wirkliche Dialoge zwischen Gott und einem Seiner Propheten beinhalten nirgends solche paradoxe und auf fundamentalen Mißverständnissen führende Informationen. Daraus folgern wir zunächst die Möglichkeit einer späteren Verfälschung des Textes, um dann zu konstatieren, daß

      erstens Gott nicht von »irgend einen«, sondern eindeutig von »deinem Sohn«, und

      zweitens  nicht von mehreren, sondern von »deinem einzigen Sohn« spricht!

Die Aufforderung zur Opferung seines Sohnes war einerseits eine offenkundige Prüfung, die er, Abraham, zu bestehen hatte (1. Mo. 22:1; Koran 37:107); andererseits hatte Gott mit dieser Szenerie ein für allemal das Menschenopfer aus der Welt schaffen wollen. Denn in Abrahams Zeiten (leider auch in späteren Zeiten anderer Kulturen) war es ein Brauch, den erstgeborenen Sohn für eine große Sache zu opfern. Diesen Teil der Bedeutung von Abrahams Geschichte haben insbesondere die Christen wenig oder gar nicht verstanden und beachtet wegen ihrer falschen Dogmatik von Jesu’ Opferung.

Im Grunde war es mit Abrahams Sohn diese grausame Tradition endgültig abgeschafft worden. Ein entsprechendes Eingeständnis würde den besagten christlichen Dogma augenblicklich für eine kerygmatische Erfindung erklären und klarstellen, daß Jesu’ Auftrag auf keinen Fall mit der Tilgung der Ursünde durch seinen „freiwilligen“ Tod (=Selbstmord!) zu tun hatte und haben kann. Jesu’ Funktion bestand hauptsächlich in der Wiederherstellung und gewisse Erleichterung der früheren biblischen Lehren und vor allem: in der Verkündigung des sich nahenden „Himmelreiches“. Das werden wir noch reichlich sehen; vorher klären wir aber unsere thematisch brisante Frage.

Eine derartige Prüfung wäre, – wer will es abstreiten?– weitaus schwerer zu bestehen gewesen, besäße Abraham tatsächlich nur einen einzigen Sohn, welchen er hätte opfern müssen, als wenn er zwei oder mehrere hätte (die er ja nach Isaak auch hatte), mit denen er sich nach der Opferung eines Sohnes hätte etwas trösten können.

Diese imaginäre Vorstellung und Berücksichtigung der psychologischen Aspekte des Phänomens liefert uns einen weiteren Indizienbeweis, der gegen Isaak und für den konkreten Sinn des Ausdrucks: „Deinen einzigen Sohn“ spricht.

Der vierte Indizienbeweis leitet sich aus dem obigen ab: Das Ergebnis einer Prüfung ist die Belohnung als Frucht derer. Ansonsten wäre eine Prüfung völlig bedeutungslos. Jede bestandene Prüfung ist seitens einem Prüfer zu belohnen, sonst hätte die ganze Prozedur nicht nur keinen Sinn, sondern es gäbe auch den Begriff „Prüfung“ nicht. Und in der Tat: Kurz vor dem „Abschlachten“ seines Sohnes „ruft der Engel des Herrn“ Abraham zu, er solle es unterlassen, denn „nun weiß ich, daß du Gott fürchtest: Du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten.“ (Gen. 22:11-12, kursiv von mir). Und jetzt muß wie gesagt und logischerweise die „Belohnung“ folgen:

weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast, will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel...“ (Gen. 22:16-17, Kursiv von mir).

Die Belohnung bestand demnach aus dem göttlichen Segen Abrahams d.h. der reichlichen Vermehrung seiner Nachkommen. Gott verspricht hier also Abraham, seine beispiellose Unterwerfung mit zahlreichen Kindern und Nachkommen zu belohnen – richtig? Ganz offensichtlich. Genauso wie es offensichtlich ist, daß Gottes Aufforderung, Abraham solle seinen einzigen Sohn nehmen und ihn opfern, im Grunde als Synonym für „deinen erstgeborenen Sohn“ verwendet werden kann, vorausgesetzt natürlich, Abraham hatte keinen Sohn vor Ismael, der verstorben war (er hatte aber keinen!). Dann könnte man nämlich von Ismael zwar als einzigen (vor Isaaks Geburt), jedoch nicht als erstgeborenen Sohn sprechen. Doch daß Ismael der Erstgeborene ist, gestehen auch sowohl die Juden wie auch die Christen ein. So gesehen streitet also niemand ab, daß Ismael der Erstgeborene ist und der einzige Sohn Abrahams war, bis Isaak auf die Welt kam! Das sind eigentlich zwingende Schlußfolgerungen, wogegen niemand etwas zu bringen hätte – ginge es hierbei nicht um groß angelegte Ideologien!

„Abraham, Abraham!...Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts zuleide; denn jetzt habe ich erkannt, daß du gottesfürchtig bist und daß du mir deinen erstgeborenen Sohn nicht verweigert hast ... und er [Gott] sprach: ...weil du dies getan und deinen erstgeborenen Sohn, den du lieb hast, mir nicht verweigert hast, will ich dich reichlich segnen und will deinen Samen überaus zahlreich machen wie die Sterne...“[2]

Liebe/r Leser/in, schauen Sie erneut auf diesen Zitat, in dem nicht von »deinem einzigen«, sondern vom »erstgeborenen« Sohn die Rede ist! Sie fragen sich jetzt sicherlich, was das bedeute, und warum denn dann die jüdischen und christlichen Gelehrten sich so schwer machten, statt aus diesen eindeutigen Aussagen die restliche und dazugehörige Wahrheit abzuleiten, daß nämlich Abraham nicht „Isaak“, sonder Ismael opfern sollte.

Die Antwort darauf liegt zum einen darin, daß die obige Passage von außerbiblischen d.h. apokryphen Quellen stammt (siehe Quellenangabe) und weder die Rabbiner noch die Kirchen sie anerkennen wollen, und zum anderen finden wir die Antwort im folgenden Zitat:

„Die Kopisten erlaubten sich manche Freiheiten, und hier und dort wurde der Text durch Änderung einzelner Worte oder Auslassungen bewußt manipuliert ... Beim Abschreiben und übersetzen der Texte ließen einige Kopisten ihre eigene Meinungen schwerer wiegen als das Gebot der Originaltreue. Schon der Kirchenvater Origines hat Anlaß zu der Klage, die Schreiber hätten oft ‘hinzugefügt oder ausgelassen, was ihnen paßte.’“[3]

Wer oder was ist denn ein besserer Zeuge dafür als die Bibel selbst, welche ihre Verfälscher mit den folgenden Worten entlarvt?:

„Wie könnt ihr sagen: ›Wir sind weise und haben das Gesetz des Herrn bei uns‹? Ist's doch lauter Lüge, was die Schreiber daraus machen!“ (Jeremia 8:8, kursiv von mir).

Das steht in der kanonischen d.h. von allen jüdischen Gelehrten und Kirchen anerkannten Bibel und bezieht sich im Klartext insbesondere auf die fünf Bücher Moses, was aus dem Satz „...und haben das Gesetz des Herrn bei uns“ unschwer zu entnehmen, denn „das Gesetz“ bezeichnet allgemein die Thora, also die fünf Bücher Moses – und im Speziellen die Zehn Gebote (je nach dem, in welchem Kontext vom „Gesetz“ die rede ist).

Frieden = Islam

Lassen sie mich hier einen Exkurs vornehmen und einige relevante Aussagen Jeremias behandeln, die eng mit unserem Thema zusammenhängen und uns weiterhelfen können.

Wenn wir nämlich Jeremias Klage und Anklage weiter ausführen, finden wir heraus, daß die von ihm angesprochene Verfälschung sehr viel gemein hat mit der wahren Bedeutung der hier behandelten Prophezeiungen. Diese wollten die besagten Schreiber (»Kopisten« ) verhüllen, vertuschen und von ihrem Sinn entfernen!

»...vom [falschen] Propheten bis zum Priester betrügen sie alle ... in dem sie rufen: ›Friede, Friede! Doch wo ist Friede? Schämen müßten sie sich, weil sie Greuel verüben.« (Jer. 6:13-14, kursiv von mir).

Die Aufmerksamkeit des Lesers soll bitte auf den großen Betrug jener gerichtet sein, welcher lautet: Friede.

»Sie alle, ... so Priester wie Prophet [›Betrug üben alle‹] ... in dem sie sagen: ›Friede! Friede!‹ – doch wo ist Friede?« (Jer. 8:10-11).

Im 28. Kapitel geht Jeremia konkreter darauf ein und macht eine schwerverständliche Prophezeiung, die in ihrer Art einmalig in der Bibel ist:

»Doch höre das Wort, das ich dir [dem falschen Propheten Hananja] und dem ganzen Volk in die Ohren rufe: Die Propheten, die vor mir und vor dir je gelebt haben, weissagten Krieg, Unheil und Pest gegen viele Länder und mächtige Reiche. Der [Jener] Prophet aber, der Friede weissagt [weissagen bzw. verkünden wird] – an der Erfüllung des prophetischen Wortes erkennt [erkennen wird] man den [jenen] Propheten, den der Herr wirklich gesandt hat [senden wird!].« (Jer.28:7-9, kursiv von mir).

Und wir dagegen werden in diesem Buch immer mehr und offenkundiger sehen und erkennen, wie sehr diese und andere Prophezeiungen vom Ursprünglichen Sinn entfernt worden sind – so sehr, daß sie sogar von seiten aufrichtiger jüdischer und christlicher Forscher nicht so ohne weiteres durchschaut werden. Ohne zu übertreiben möchte ich behaupten, daß zwar die Entlarvung der Verfälschung der Bibel von Christen wie Andreas und Davies (siehe oben) erkannt werden, jedoch ist der volle Umfang sowie die Begründung dieser Verfälschung nur möglich, wenn man den Islam und seinen Propheten, Muhammed, in das Thema einbezieht und die hier dargelegte Wahrheit akzeptiert. Andernfalls wird man nur Teilwahrheiten finden.

Die von mir in eckigen Klammern gesetzten Worte in der obigen Passage können eventuell als Willkür angesehen werden. Deshalb sei hier kurz erläutert, daß und warum Jeremia von einem bestimmten Propheten in der Zukunftsform redet.

1.      Jeremia bezichtigt die Schriftgelehrten der Verfälschung der Thora (»Das Gesetz« )

2.      Die verfälschten Stellen der Thora standen ursprünglich offenbar mit dem Begriff »Friede« in enger Beziehung; weshalb sonst sollten die Priester, die »Hüter des Gesetzes«, ständig diese geheimnisvolle Parole »Friede« verkünden sollen? Sie haben also die wahre Bedeutung dessen gewußt und ihn bewußt verfälscht, um ihn für sich bzw. für ihre Zwecke zu mißbrauchen.

3.      Jeremia indessen sagt: Die vergangenen Propheten hätten von verschiedenen Krankheiten, Unheil und Untergang großer Reiche verkündet. Derjenige Prophet dagegen, welcher den »Shalom« (Frieden) offenbaren wird, den wird man an der Erfüllung dieses »Shaloms« erkennen.

4.      Hinzu kommt die Tatsache, daß Jeremia von jenem und nicht von Jenen d.h. in der Plural von mehreren Propheten der Zukunft spricht: »Der Prophet aber, der Friede weissagt...«. (Wir werden später aufzeigen, daß der Ausdruck »Der Prophet« als Eigenschaftsname des Verheißenen gebraucht wurde und man ihn zuweilen nur als der Prophet für seine Identität anzugeben brauchte.).

Man hat den Vers irrtümlicherweise stets so verstanden, als ob darin allgemein von zukünftigen Propheten die Rede wäre, welche nach Jeremia kommen und zukünftige Voraussagen vom »Frieden« machen und ihre Prophetenschaft durch die Realisierung ihrer dieser (»Friedens«-) Voraussagen beweisen würden. Zugestandenermaßen vermitteln die bestehenden Übersetzungen diesen falschen Eindruck, wobei auch diese Übersetzungen einen wichtigen Teil der Prophetien jeweils besser ausdrücken. So lesen wir den oben zitierten Vers in der »Neuen Welt Übersetzung der Heiligen Schrift«[4] der »Jehovas Zeugen« wie folgt:

»Höre jedoch bitte dieses Wort, das ich vor deinen [Hananja] Ohren und vor den Ohren des ganzen Volkes rede. Was die Propheten betrifft,  die von alters her vor mir und vor dir waren, auch sie prophezeiten gewöhnlich hinsichtlich vieler Länder und hinsichtlich großer Königreiche von Krieg und von Unglück und von Pest. Was den Propheten betrifft, der von Frieden prophezeit, wenn das Wort des Propheten eintrifft, wird der Prophet, den Jehova in Wahrheit gesandt hat, [daran] erkannt werden.«

Auch diese Übersetzung verdeutlicht das zukünftige Erscheinen eines Propheten; darüber hinaus entnimmt man aus den letzten Worten ganz deutlich die Tatsache, daß die letzten Worte des vorzitierten Verses etwa so verstanden werden muß: »Jener Prophet aber, der ›Friede‹ weissagt oder verkündet – an der Erfüllung seines prophetischen Wortes wird man ihn als den Propheten, welchen der Herr senden wird, erkennen.«

Demzufolge wird Gott nach Jeremia, irgendwann in der Zukunft, einen bestimmten und besonderen Propheten senden, der den »Frieden« verkünden wird. Und an der Realisierung seiner »Friedens-Botschaft« wird man denn auch die Wahrheit seiner Prophetenschaft erkennen. Falls diese Interpretation soweit klar ist, möchte ich ihnen einen ehemaligen katholischen Priester, David Benjamin, vorstellen, der zum Islam konvertierte und seinen Namen in Abdullah Ahad Dawud änderte. Dawud, der u.a. das Hebräische, Aramäische, Türkische, Griechische und das Arabische perfekt beherrschte, schrieb mehrere Artikel zum Thema, die später zu einem Buch zusammengetragen und mit dem Titel »Muhammad in der Bibel« (deutsch) veröffentlicht  wurde. Für Leser mit fehlenden entsprechenden Sprachkenntnissen ist Dawuds Arbeit schwer nachzuvollziehen, denn er behandelt das Thema meist aus der etymologischen Perspektive der wichtigen Begriffe in der Bibel. So schreibt er zu unserem Thema bezüglich des in dem Vers vorkommenden Begriffs »Friede«:

»Es ist eine von den Gelehrten der semitischen Sprachen einmütig zugegebene Tatsache, daß ›shalom‹, das syrische ›shlama‹ sowie das arabische ›selam‹ und ›Islam‹ vom selben semitischen Stamm ›shalam‹ abgeleitet werden und auch dieselbe Bedeutung haben. Das Verb ›shalam‹ bedeutet ›sich unterwerfen, sich anvertrauen‹ und auch ›Frieden schließen‹ und daraus folgend ›sicher, gesund und ausgeglichen sein.‹«

Und:

»Der Prophet Jeremia ist vor Christus der einzige Prophet, der das Wort ›Schalom‹ in Verbindung mit einer Religion gebraucht. Er ist der einzige Prophet, der dieses Wort mit der Absicht benutzt, die Glaubwürdigkeit eines Gesandten von Gott festzulegen bzw. nachzuweisen. Der koranischen Offenbarung zufolge sind Abraham, Ismail, Isaak, Jakob, Moses und alle anderen Propheten Muslime und bezeugten den Islam als ihre Religion.«

Dawud selbst übersetzt vorher den 9. Vers des 28. Kapitels wortwörtlich folgendermaßen:

»Der Prophet aber, der den Islam (Shalom) ankündigt,

beim Kommen des Wortes des Propheten;

der Prophet wird erkannt werden, daß er von Gott wahrhaftig gesandt wurde.«

Der Vers bekommt später, nach einer gründlichen Erklärung der Begriffe und der Frage, was mit »weissagen« und »prophezeien« des Wortes »Shalom« wohl gemeint sei, nämlich, daß es sich hierbei nicht schlicht um »voraussagen des Friedens« handeln könne, sondern »verkünden des göttlichen Friedens als eine Botschaft bzw. Religion«, übersetzt er den Vers erneut unter dem Lichte dieser Erläuterungen:

»Der Prophet, der vom Islam weissagt,

den Propheten wird man erkennen, daß

ihn der Herr wahrhaftig gesandt hat,

wenn sein Wort erfüllt wird.«

Wie Dawud, bin auch ich absolut der Meinung, daß »ein Wunder nicht immer ein ausreichender Beweis« darstellen kann für die Echtheit eines Propheten, »denn die Zauberer vollbringen auch ›Wunder‹ bzw. Kunststücke. Auch das Eintreffen einer Prophezeiung oder Voraussage ist kein ausreichender Beweis per se.«

Man kann und darf also das hebräisch/aramäische Wort »Shalom« im Kontext mit dem Inhalt Jeremias Prophezeiung nicht in dessen abstrakter Form als »Heil« oder »Frieden« deuten, sondern, wir müssen es, wie Dawud es formuliert, »als Religion und Glaube im konkreten Sinn« verstehen. Denn es gab und gibt es bis heute keinen globalen Frieden auf der Erde, zumindest keinen, den ein Prophet verkündet hätte und der auch Wirklichkeit geworden wäre, ausgenommen der willkürliche »Prophet« Hananja oder andere falsche Propheten und Sektierer, wobei deren Voraussagen vom »Frieden« nicht eingetroffen sind. Wir müssen hier auch die religionshistorische Tatsache erwähnen, daß einschließlich Jesus, ja sogar Muhammed, alle Propheten, stets das Gegenteil vom Frieden d.h. vom Krieg und Schwert für eine unbestimmte Menschheitszukunft voraussagten, was, bis zu unserem Tage, sich als absolut richtig erwies.

Man kann aus Jeremias Worten zudem entnehmen, daß er mit den Worten: »Die Propheten, die vor mir und vor dir je gelebt haben, weissagten Krieg, Unheil und Pest gegen viele Länder und mächtige Reiche...«, auch in die Zukunft hinweist, da die Propheten vor Jeremia ihre Weissagungen keineswegs mit Jeremias Erscheinung begrenzten! Jesus, der lange nach Jeremia kam und sowohl für Christen als auch für uns Muslime ein echter Prophet ist, sagte beispielsweise:

»Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.«

Hingegen brachte Muhammed den Frieden, der auch in Kriegszeiten als solcher bleibt und ewig bleiben wird, da er ein ganz besonderer Frieden ist, der sich schließen läßt mit dem Inneren und Äußeren des Menschen, mit der Materie und dem Geist, mit Religion und Wissenschaft, mit Fauna und Flora: den Islam! Im Koran ist zu lesen:

»Die wahre Religion ist Islam[5] [›Shalõm‹ bzw. ›Selãm‹]. Diejenigen, denen das Buch [die Bibel] zugekommen ist, sind erst uneins geworden, nachdem das Wissen [vom Islam] zu ihnen gekommen war, dies aus ungerechter Auflehnung untereinander [siehe Jeremia!]... Wenn sie mit dir [darüber] streiten, dann sprich: ›Ich ergebe mich Gott völlig [d.h.: ›ich bin ein Muslim‹, denn die andere Bedeutung dieses Satzes ist ›Muslim‹], und auch die, die mir folgen [sind es]... Siehe, betört hat sie in ihrer Religion, was sie immer wieder erdichtet haben.« (Koran 3:19-24).

Solche und andere erstaunliche, offenbare wie versteckte, Parallelen zwischen der Bibel und Koran hinsichtlich der Prophetien werden wir noch oft feststellen. Die Sache nimmt konkretere Form an, wenn wir zudem wissen, daß im 9. Kapitel des Jesaja-Buches der letzte Prophet verheißen und er als der »Fürst des Friedens« bezeichnet wird! Das Wort »Fürst« kann ohne weiteres durch »Prophet« ersetzt werden, da der Verheißene ja insbesondere ein Prophet sein wird (5.Mo. Kap. 18:18). Demnach also: Er, der Verheißene, ist der »Prophet des Islam«. Ausschließlich Muhammed wird sowohl von den Muslimen als auch von Nichtmuslimen, z.B. in ihren Büchern, auch wenn sie nicht an seine Prophetenschaft aufrichtig glauben, genau so genannt, wie dies in Jesaja vorausgesagt wurde! Zitat:

»Man nennt ihn: ... Fürst [Prophet] des Friedens [=Islam].«! (Jes. 9:5; eine ausführliche Behandlung dieser Prophezeiung folgt später).

Um den Exkurs zu beenden und die Frage nach der Identität des zu opfernden Sohnes von Abraham wiederaufzunehmen, sei ins Gedächtnis gerufen, daß der zitierte Vers aus den Apokryphen eindeutig vom erstgeborenen Sohn Abrahams spricht, wie wir bereits gelesen haben, der konsequenterweise niemand anderer sein kann als Ismael.

Indessen: man lese und staune: auch dort steht an der von mir ausgelassenen Stelle der Name »Isaak« – gegen aller Logik! Muß man da nicht den begründeten Verdacht äußern, daß diese Stelle nachträglich verfälscht, der Name »Ismael« durch »Isaak« ersetzt worden sein muß? Die dem entgegenstehende Alternative, wonach nicht »Isaak«, sondern das Wort »Erstgeborener« eine Fälschung sein könnte, ist grundsätzlich zurückzuweisen, da die Schreiber aller jüdischen Schriften, sowohl die der Bibel wie auch der Apokryphen, keine Muslime waren und daher eine solcherlei von bewußter Fälschung undenkbar ist! Unbewußte Fehler wiederum können nicht derartig zum Nachteil der Juden und zum Vorteil von Ismael und somit des Islam sowie Muslime begangen worden sein.

Eigentlich gibt es bezüglich Abrahams Opferung seines erstgeborenen Sohnes nichts Ausschlaggebendes mehr zu sagen. Was zu sagen war, wurde bereits gesagt; was nicht gesagt wurde, sollen im Folgenden in Form von logischen Überlegungen und nützlichen Fragen an das Gewissen und an die Vernunft einzelner Leser gerichtet werden.

Zum Beispiel: Die »Eifersuchtsszene« von Sara, Mutter Isaaks:

»Und Sara sah Ismael, wie er spielte und tanzte, Abraham aber, wie er sich freute, und sie [Sara] wurde eifersüchtig auf Ismael.«2

In 1. Mose 21: 9 f. wird dies sehr ähnlich erzählt, nur fehlt dort die konkrete Aussage, sie sei auf Ismael eifersüchtig geworden, aber man entnimmt aus dem Gesamtzusammenhang dasselbe. Nun verlangt Sara, Abraham solle, wörtlich, »die Magd [Hagar] da mit ihrem Sohn« fortjagen. Das betrübt Abraham natürlich arg, denn er liebt seinen Sohn Ismael sehr. Indes spricht Gott durch Seinen Engel zu ihm:

»Sei wegen des Knaben und deiner Magd nicht verdrossen! Hör auf alles, was dir Sara sagt!«

Für uns Muslime ist es schwer nachvollziehbar, wie ein so großer Prophet, der es Abraham gewiß war, der das Recht und Unrecht gemäß seiner Verbindung mit Gott vollkommen voneinander zu unterscheiden vermochte und sich gänzlich dem Willen Gottes unterwarf, von seiner Frau so sehr um die Finger gewickelt worden sein soll, daß er oder gar Gott auf Grund einer Eifersucht zu einer Handlung »gezwungen« worden sind, die die Geschichte zweier Völker völlig auf anderen Bahnen werfen sollte. Denn Ismaeliten und Israeliten gibt es und existieren bis heute nur deshalb, weil Hagar und Ismael nach Arabien wanderten und ihre Nachkommen sich nicht mit Israel (und umgekehrt) vermischten.

Darauf kann unter anderem erwidert werden: Gerade weil Abraham ein Gottergebener war, hörte er auf seine Frau, denn Gott unterstützte ja Sara! Das ist es ja gerade: Sara tut damit ein Unrecht; sie ist emotional und menschlich schwach, wird eben eifersüchtig und fordert etwas Ungerechtes.

Nach aller Logik und Erkenntnis, die wir uns aus der Bibel und den islamischen Quellen angeeignet haben, können wir schließen, daß die Trennung Isaak/Ismael keineswegs der Laune einer Frau entsprungen sein kann, sondern es ein Geschick Gottes war; ein Plan Gottes ist es gewesen, diese beiden Völker getrennt voneinander existieren zu lassen; sie durften sich nicht miteinander vermischen und zu einem Volk verschmelzen, da Gott mit ihnen etwas Großes vor hatte, wie dies mal direkt, mal indirekt aus allen anderen Prophezeiungen hervorgeht. Ab dem 18. Vers des 15. Kapitels werden die Länder und Orte erwähnt, welche von den Nachkommen Ismaels bewohnt werden sollten. Diese Voraussagen wurden Abraham von Gott eingegeben noch bevor Ismael geboren war!

Wir können durchaus akzeptieren, daß Sara auf Ismael und Hagar eifersüchtig war und die Trennung gleich nach dieser Szene erfolgte; dies muß eben der richtige Zeitpunkt dafür gewesen sein, jedoch nicht der die Trennung wirklich verursachende Faktor. Ansonsten müßten wir wohl oder übel annehmen, Sara hätte damit gegen Gottes Vorhaben (mit Ismael) durchkreuzt und somit das Schicksal Ismaels (=Ismaeliten) in eine völlig andere Richtung hin gelenkt. Und das soll Gott zugelassen haben? Das zu bejahen wäre einfach irrsinnig.

Ein anderer gewichtiger Punkt wird von den Juden und Christen in ihren entsprechenden Arbeiten gar nicht mitberücksichtigt: Die Auserwählung Hagars! Damit meine ich nicht etwa, daß Hagar möglicherweise eine »Prophetin« gewesen sei. Das zu behaupten wäre aus der islamischen Perspektive auch nicht möglich, da der Koran uns davon unterrichtet, nur Männer seien als Propheten (nicht als »Hellseher« zu verstehen) auserwählt gewesen. Frauen wie Maria, Mutter Jesu, können dagegen als Heilige bezeichnet werden.

Wenn man zwischen Abraham/Sara/Hagar einen Vergleich im Hinblick auf die Charakteren und Ähnlichkeitsfaktoren zieht, kann man sehr leicht erkennen, wie sehr Abraham und Hagar sich in der Frömmigkeit und im Gehorsam Gott gegenüber ähneln, während dessen Sara nicht nur in ihrer Eifersucht und ständig aufrührerischem Verhalten auffällt, sondern, man verzeihe mir den Ausdruck: auch in ihrer »Gier« nach der Erbe des Erstgeborenen-Rechts trachtend, sich von den beiden sehr unterscheidet. Indes können und wollen wir Sara keine nennenswerte Sündhafigkeit unterstellen – wir respektieren sie genauso wie Hagar und andere fromme Propheten-Frauen –, wollen indes die bisher unterdrückten historischen Wahrheiten herausfinden.

Deshalb die Frage: War sie, Sara, nicht so sehr fromm, geduldig und barmherzig, Hingebungsvoll gegenüber Gott und Seinen Geboten, wie Hagar es ganz offensichtlich gewesen war? Man kann dieser Frage nicht einfach mit der »Dienerschaft« Hagars entgegnen und auf das »Frei-Sein« von Sara zurückführend klären. Nein, auch Maria, Mutter Jesu, war keine »Sklavin« und nichtsdestotrotz ähnelt sie mehr Hagar denn Sara. der Unterschied zwischen Maria und Hagar besteht hauptsächlich in der kerygmatischen Erhöhung der ersteren und der Ignoranz der letzteren von Juden und Christen. Und somit komme ich zur besagten »Auserwählung« von Hagar:

Während Hagar Schwanger ist, wird sie, wie die Bibel es berichtet, etwas stolz gegenüber ihrer Herrin, Sara, wobei diese zum erstenmal eifersüchtig wird, was verständlich ist, genauso verständlich, wie Hagars Stolz auf ihre eigene Schwangerschaft. Das sind natürliche Reaktionen der beiden Frauen, wogegen niemand etwas sagen darf.

Nun weiter. Sara beschwert sich nicht nur bei ihrem Mann; sie beschimpft ihn förmlich:

»Das Unrecht, das ich erfahre, komme auf dich. Ich habe dir meine Magd überlassen. Kaum merkt sie, daß sie Schwanger ist, so verliere ich schon an Achtung bei ihr...« (Gen. 16:5).

Abraham entgegnet:

»Hier ist deine Magd; sie ist in deiner Hand. Tu mit ihr, was du willst. Da behandelte Sarai sie so hart, daß ihr Hagar davonlief.« (Vers 6).

Solche »Lappalien« würden uns nicht weiter interessieren, erschiene auf der Flucht Hagars von ihrer Herrin ihr nicht ein »Engel des Herrn« (wahrscheinlich Gabriel):

»Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Sie antwortete: ›Ich bin meiner Herrin Sarai davongelaufen.‹ Da sprach der Engel des Herrn zu ihr: ›Geh zurück zu deiner Herrin, und ertrag ihre harte Behandlung!‹« (16:8-9).

Darin sind fünf Punkte zu erwähnen, die von außerordentlicher Bedeutung sind:

1) Der Engel weiß, worum es hier geht: Um die »harte Behandlung« Hagars von seiten Sara. Er mach ihr keine Vorwürfe wegen ihr vorheriger »Schwangerschafts-Stolz«, im Gegenteil macht er ihr sogar Mut und gibt Kraft allein durch seinem Erscheinen, und das ist

2)   der wichtigste Teil von den besagten fünf Punkten: Die Erscheinung des Engels! Nicht ist dies etwas Gewöhnliches, etwas Alltägliches oder Unbedeutendes. Manche mögen jetzt vielleicht erwidern, das habe ja auch niemand behauptet. Ich sage dagegen, daß dies dennoch der Fall ist, natürlich nicht lauthals in die Ferne posaunend, sondern, in dem diese Erscheinung und deren Konsequenzen stillschweigend übergangen werden. Beispiel: »Abraham hatte zwei Söhne: Isaak und Ismael. Gott schloß die eine Hälfte der Nachkommenschaft Abrahams aus.«[6] McDowell, der so beurteilt und mit diesem »Urteil« keineswegs allein steht, ist außerstande zu erkennen, daß er mit dieser generellen Beurteilung tatsächlich ein Unrecht begeht. Denn, sowohl verstandesgemäß wie auch insbesondere im Lichte göttlicher Gerechtigkeit können und dürfen die Ungerechten, sich von Gott und Seinen Geboten bewußt Entfernenden, nicht mit jenen Gottergebenen gleichgestellt und behandelt werden; auch oder gerade nicht göttlicherseits! Überdies schließt Gott tatsächlich nirgends in der Bibel Ismael und seine Nachkommen von Seinem Bund und Seiner Gnade aus.[7]

3) Gott spricht durch den »Engel des Herrn« zu Hagar und macht ihr eine Verheißung, die Er vordem auch Abraham versprach: »Deine Nachkommen will ich so zahlreich machen, daß man sie nicht zählen kann ... Du bist schwanger, du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismael nennen; denn der Herr hat auf dich gehört in deinem Leid.« (16:10 - 11). Es sei hier »nebenbei« vermerkt, daß dem erstgeborenen Sohn Abrahams der Name Ismael direkt von Gott bzw. von Seinem Engel gegeben worden ist, wogegen »Isaak« seinen Namen (nach der Bibel) von Sarai, seinem Mutter erhält. Dies will was heißen! Übrigens: Der Name »Ismael« (arab.: Ismail) hat ganz offenbar eine Parallele zum Begriff »Islam« – beide leiten sich aus dem Wortwurzel »slm« ab! Stellt dies nicht ein weiteres Indiz dar?

4)   »Gott war mit dem Knaben [Ismael]« lesen wir in Kapitel 21, Vers 20, was in der biblischen Terminologie die Bedeutung hat, daß Ismael ständig mit Gott – oder umgekehrt – in der Offenbarungsebene stand. Der Koran verdeutlicht dies mit den Worten: »Wir haben uns dir [O Muhammed] offenbart, wie wir uns dem Noah und den Propheten nach ihm offenbart haben und wie wir uns dem Abraham, Ismael, Isaak... offenbart haben.« (Koran 4:164). Und: »Und gedenke im Buch des Ismael. Er war treu zu seinem Versprechen, und er war ein Gesandter und Prophet.« (K. 19:54). Es sind diese konkreten Aussagen der Bibel und des Korans, welche die Behauptung, Ismael wäre von dem Bund Gottes ausgeschlossen, zunichte machen: a) die Erscheinung des »Engels des Herrn« und b) daß Gott nach der Auswanderung von Hagar und Ismael stets mit diesem war; was das biblisch bedeutet, wurde ja bereits gesagt. Zu Maria erscheint ein Engel, verheißt ihr einen Sohn und prompt wird Maria zur »Gottes Mutter« (!) – und ihr Sohn, Jesus, zum Gott erhoben. Aber die Erscheinung des Engels zu Hagar und Verheißung und Benennung eines Sohnes..? Gott war mit Abraham, Isaak, Jakob, Mose, David, Jesus.... Friede und Gottes Segen über sie! Sie alle waren Propheten Gottes; denn »Gott war mit ihnen.« Was wurde aus Ismael, da Gott ebenfalls mit ihm war?

5.   Hagar läuft freiwillig von Sarais »harter Behandlung« weg. Warum holt Gott sie denn wieder zurück, gäbe es hierin keinen göttlichen Sinn für einen groß angelegten Plan?! Aus zwei gewichtigen Gründen: Erstens: Gott hatte noch vor, Seinen Bund mit Abraham in Bezug auf Ismael durch die Beschneidung zu besiegeln[8] (Gen. Kapitel 17:7-14). Zweitens: Gott wollte Abraham durch die Opferung seines einzigen und erstgeborenen Sohnes auf die Treue hin prüfen. Deshalb, liebe Leser, und aus keinem anderen bestimmten Grund, holte Gott Hagar wieder zurück.

[...] 

 

 

 

[1] Ausgewählt, übersetzt und erklärt von Reinhold Mayer, Goldmann Verlag, München (7. Aufl.) 1981.

[2] Erich Weidinger (Hrsg.): Die Apokrypen. Verborgene Bücher der Bibel. Pattloch (Weltbild) Verlag, Augsburg 1988, S. 177. Kursiv von mir.

[3] Peter Andreas/Rose LIoyd Davies: Das verheimlichte Wissen. Knaur Verlag, München 1984, S. 69-70.

[4] Übersetzt nach der revidierten englischen Ausgabe 1984 unter getreuer Berücksichtigung der hebräischen, aramäischen und griechischen Ursprache; Revidiert 1986.

[5] Damit wird zwar auch, aber nicht speziell der von Muhammed verkündete Islam gemeint, sondern allgemein die wahre Religion Gottes von Anbeginn der Menschheit, die sich insbesondere in dem kompromißlosen Monotheismus und den unverfälschten Teilen und Lehren der Bibel äußert.

[6] J. McDowell: Bibel im Test. Hänssler Verlag, Neuhausen - Stuttgart 1988, S. 220.

[7] Der angebliche Ausschluß Ismaels aus dem Bund geht auf ein Satz im Vers 21 des 17. Kapitels zurück, der, streng genommen, in Zusammenhang nicht dorthin paßt und u.a. daher fraglich in seiner Authentizität ist. Wir können auch nicht verstehen, wie man eine gesamte Hypothese auf nur ein Satz stützen kann, wo doch etliche Ergebnisse offenkundig dagegen sprechen und zudem man nie sicher sein kann, ob jener Satz tatsächlich von Moses stammt. Die Erg...



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2 Geschrieben Dienstag, April 22, 2008 @ 18:54:37  

Salâm lieber Bruder,

dankeschön, dass du dich durchringst, deine Erkenntnisse zu veröffentlichen. Dieser Absatz war spannend zu lesen und macht Lust auf mehr, viel mehr
Übrigens, mein Angebot einer Revision deines Buches steht natürlich noch. Will keine Kritik üben, aber vier Augen sehen einfach mehr.

wassalam,
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3 Geschrieben Mittwoch, April 23, 2008 @ 15:32:56  

Selâm, lieber Bruder Nour Iman,

Deine schönen und ermunternden Worte haben mir Freude bereitet - lieben Dank dafür, Gott sei mit Dir und gebe Dir Wissen und Weisheit.

Der hier kopierte Ausschnitt aus meinem seine endgültige Form leider nicht erreichten Buches bedarf einiger Korrektur und Ergänzungen, auch das Buch im Ganzen. Es ist mein sozusagen "Erstling" - und Lieblingsbuch. Es zu schreiben, begann ich im Jahre 1981/82, ist also schon 27 Jahre her (wie die Zeit vergeht!). Das andere Buch über das "dritte Geheimnis von Fatima" (damit begonnen etwa 1988/89) ist zwar das vollständigste von allen, jedoch muß es einer gründlichen Revision und Änderung unterzogen werden, weil ja der Vatikan das angeblich authentische 3. Geheimnis im Jahre 2001 veröffentlicht hat. Demnach müßte das Buch daran anpepaßt und darin die vatikanische Veröffentlichung als eine Fälschung nachgewiesen werden. Ehrlich gesagt, ich habe fast gar keine Lust mehr, diese Mühe aufzubringen. Und so wie Du letzt geschrieben hast, hast Du gegenwärtig wenig Zeit. Wie willst Du denn, lieber Bruder, eine solche schwere Last auf Dich nehmen? Nichtsdestotrotz bin ich heute bereit, Dir ein Exemplar davon per EM zu schicken. Von meinem "Erstling" ("Die Frage nach dem Messias"), habe ich nur fragmentarisch im PC, da ich vom handschriftlich existierenden Buch nicht alles abgetippt habe. Auch davon kann ich Dir also einige Teile schicken. Und wenn Du Zeit sowie Lust hast, kannst Du mit diesen sozusagen "experimentieren". Von den Zwischenergebnissen würde ich gern erfahren. Vielleicht kriege ich ja dann Lust und Muse? :-)

Gott sei mit Dir
Cemil

 


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4 Geschrieben Mittwoch, April 23, 2008 @ 21:06:45  

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Erstellt von AdminKaya

Selâm, lieber Bruder Nour Iman,

Deine schönen und ermunternden Worte haben mir Freude bereitet - lieben Dank dafür, Gott sei mit Dir und gebe Dir Wissen und Weisheit.

Der hier kopierte Ausschnitt aus meinem seine endgültige Form leider nicht erreichten Buches bedarf einiger Korrektur und Ergänzungen, auch das Buch im Ganzen. Es ist mein sozusagen "Erstling" - und Lieblingsbuch. Es zu schreiben, begann ich im Jahre 1981/82, ist also schon 27 Jahre her (wie die Zeit vergeht!). Das andere Buch über das "dritte Geheimnis von Fatima" (damit begonnen etwa 1988/89) ist zwar das vollständigste von allen, jedoch muß es einer gründlichen Revision und Änderung unterzogen werden, weil ja der Vatikan das angeblich authentische 3. Geheimnis im Jahre 2001 veröffentlicht hat. Demnach müßte das Buch daran anpepaßt und darin die vatikanische Veröffentlichung als eine Fälschung nachgewiesen werden. Ehrlich gesagt, ich habe fast gar keine Lust mehr, diese Mühe aufzubringen. Und so wie Du letzt geschrieben hast, hast Du gegenwärtig wenig Zeit. Wie willst Du denn, lieber Bruder, eine solche schwere Last auf Dich nehmen? Nichtsdestotrotz bin ich heute bereit, Dir ein Exemplar davon per EM zu schicken. Von meinem "Erstling" ("Die Frage nach dem Messias"), habe ich nur fragmentarisch im PC, da ich vom handschriftlich existierenden Buch nicht alles abgetippt habe. Auch davon kann ich Dir also einige Teile schicken. Und wenn Du Zeit sowie Lust hast, kannst Du mit diesen sozusagen "experimentieren". Von den Zischenergebnissen würde ich gern erfahren. Vielleicht kriege ich ja dann Lust und Muse? :-)

Gott sei mit Dir
Cemil

 


Der Friede sei mit dir,

ich wäre erfreut, dir bei der Vollendung deiner Werke behilfich zu sein. Zeitlich wird es sich in die Länge ziehen, damit solltest du allerdings rechnen. In einem Monat etwa werde ich mehr Luft haben. Derzeit ist abends eine halbe Stunde zu machen. Meine Emailadresse hast du noch?

Das Beste und wassalam,
Nour Iman

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5 Geschrieben Donnerstag, April 24, 2008 @ 12:28:46  

Selâm Bruder,

es wäre schön, wenn Du mir kurz eine Mail schreiben würdest, an die ich das Ganze senden kann. Ich habe leider zwei alte (von 2005) und weiß nicht, ob die noch gültig sind.

Danke nochmals für Dein schönes Angebot.:-)

Wesselâm
Cemil

 

 


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6 Geschrieben Samstag, Januar 24, 2009 @ 22:11:50  

sa Bruder Cemil,

sehr schön masAllah, gebe Allah dir mehr Weisheit, Begiesterung und innere Kraft um deine Werke zu vollenden. 

Ich habe auch brach liegende Exemplare min 3 Stück, meine sind aber von Thematik her, nicht so wichtig wie deins. Deshalb finde ich es besonders schade, dass es der Nachwelt vorenthalten bleibt{#emotions_dlg.emo_frown} 

sa

   


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7 Geschrieben Samstag, Januar 24, 2009 @ 23:40:04  

sa Schwester Katana,

lieben Dank für deine Wünsche und Gebete, die auch ich für dich an Gott richte. So ein Zufall: auch ich habe 3 brachliegende Exemplare, wenn man von verschiedenen angefangenen Romanen und Sachbüchern absieht.

Ich habe seit 2000/2001 totale Schreibblockade, was meine Bücher betrifft. Seltsam ist, daß ich seither tausende von Seiten Postings schrieb.

Die Hoffnung, daß ich wieder wie früher mit Begeisterung schreiben kann, habe ich nicht gänzlich verloren.

Ws
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8 Geschrieben Mittwoch, Januar 28, 2009 @ 00:09:50  

SA
Nun hab ichs endlich geschafft das alles zu lessen, eine sehr schoene und umfangreiche abhandlung, ich wuensche dir, dass du deine begeisterung fuers schreiben wiederfindest, moege ALLAH dir kraft geben
Ma salaama


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Lass jedes Wort, bevor du es aussprichst drei Pforten passieren.
An der ersten wird es gefragt: “Ist es wahr?”,
an der zweiten: “Ist es nötig?”,
und an der dritten: “Ist es nett?”


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9 Geschrieben Mittwoch, Januar 28, 2009 @ 00:24:08  

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Erstellt von AdminKaya

sa Schwester Katana,

lieben Dank für deine Wünsche und Gebete, die auch ich für dich an Gott richte. So ein Zufall: auch ich habe 3 brachliegende Exemplare, wenn man von verschiedenen angefangenen Romanen und Sachbüchern absieht.

Ich habe seit 2000/2001 totale Schreibblockade, was meine Bücher betrifft. Seltsam ist, daß ich seither tausende von Seiten Postings schrieb.

Die Hoffnung, daß ich wieder wie früher mit Begeisterung schreiben kann, habe ich nicht gänzlich verloren.

Ws
Cemil

 

 


sa

verzeih bitte, ich hab dieses posting von dir noch garnicht gesehen.

weist du noch was ich über das I-net gesagt habe? Jetzt hast du auch noch ein Forum das lebendig geworden ist
ich ahne nichts Gutes!

sa

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10 Geschrieben Mittwoch, Januar 28, 2009 @ 00:38:13  

SA Schwester Katana,

ich kann mich jetzt wirklich nicht daran erinnern, was du mir bezüglich Inet gesagt hast. {#emotions_dlg.emo_confused} Mach' mir keine Angst Schwester, mit deiner (Vor-) Ahnung {#emotions_dlg.emo_eek}

 

WS
Cemil

 


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