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Geschlecht: männlich aus: Türkei/Istanbul Registriert: Dez 2007 Geburtsdatum: 25-02-1959
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1 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:15:32
Eines der Dinge, worin atheistisch Eingestellte ihre Verständnisschwierigkeiten haben, ist die Frage, ob das Dasein ohne den Schöpfer möglich wäre. Hierüber ergab sich unter dem Betreff "Kleine Sammlung atheistischer Stilblüten über Christen, um Ergänzungen wird gebeten" nachträglich eine Diskussion, die ich hiermit seperatisieren möchte. Es ist zwar nicht viel, was darüber gesagt wurde, jedoch das Thema an sich finde ich sehr wertvoll:
===================================== "Der Habakuk" <Habakuk@linuxmail.org> schrieb im Newsbeitrag news:C7C4259D.2FFAA%Habakuk@linuxmail.org... > > > > "Cemil" schrieb: > >> Im Astralbereich ist es der Astralkörper, >> der die seelischen Eigenschaften enthält und trägt, im Mentalbereich >> wiederum ist es der Mentalkörper, also der Geist, worin sich das >> Ich-Bewußtsein befindet. Bei Gott ist es genauso, nur mit zwei >> Unterschiede: >> a) Er /Es ist aus Gründen der Ewigkeit nicht irgendwann entstanden und b)
Habakuk:
> Ach. Aus Gründen der Ewigkeit? > > Wie wäre es, wenn diese Welt, das Universum aus Gründen der Ewigkeit > nicht > irgendwann entstanden wäre? Dann wäre dein Gott überflüssig und man hätte > den Vorteil, daß diese Welt (das Universum) unzweifelhaft existiert, was > man > von Gott nun nicht behaupten kann!
Cemil:
Die Entwicklung im Universum macht ein Strich durch deine Rechnung, die du ohne den Wirt gemacht hast :-)
MfG C.K.
=====================================
Wie ich kurz und bündig darauf geantwortet habe, dürfte es in einem ewigen Universum ohne Gott, wenn überhaupt, keine Entwicklung geben. Warum nicht? Es ist wie mit der Evolutionstheorie, welche oberflächlich und durch geschickte Konstruktionen der Fakten (die ihrerseits als solche keine Evolution darstellen) ein theoretisch plausibel erscheinendes Bild ergibt, tatsächlich jedoch unmöglich zutrifft. Genauso ist es mit der Vostellung, daß es ein ewiges Universum ohne Gott geben könnte. Die Fakten, die der "Vorstellung ohne Gott" Krücken verleihen, ist einerseits die ohnehin bestehende Exitenz des Universums, andererseits der Evolutionsglaube des Betroffenen (nicht nur der von Habakuk) und wiederum auf der anderen Seite sowohl die beobachtete Entstehung von Galaxien, Sternen, die scheinbar nur auf eine natürliche Kraft zurückzuführen sind, als auch die Tatsache, daß Gottes-Existenz für Ewig-Zweifler sehr schwer bis unmöglich zu beweisen oder zumindest nahezulegen ist.
Selbstverständlich sagen diese "nackten" Fakten und Tatsachen nichts darüber aus, daß die besagte Vorstellung vom "Ewigen Universum ohne Gott" leichter nachzuweisen wäre - im Gegenteil. Alle Erfahrungen sprechen stets _für_ einen Urheber der Konstruktionen, der meschlichen Schöpfungen z.B. in Technik und Wissenschaft. Da wir, gleichgültig, ob wir von Gott oder Zufall ausgehen wollen, alle nur Früchte des Universums sind, ahmen wir adäquat die Natur nach, erfinden eigentlich nichts fundamental Neues, was in der Natur - in welcher Form auch immer - nicht existieren würde. So vor allem elektrische und magnetische Kräfte, so die Bewegungsapparaturen, so das Fliegen usw. Wir machen diese nutzbar, modifizieren und imitieren diese.
Auf die Frage, warum es kein ewiges Universum ohne einen Schöpfer geben könne, gibt es viele Argumente, von denen das alles Entscheidende das Verständnis von der notwendigkeit gleichzeitig ewig seiende Eigenschaften ist. Einfacher ausgedrückt: Die Ewigkeit bedeutet zunächst, daß "Etwas" immer da war und immer da sein wird - also unendlich/zeitlos. Ich habe besonders in den Newsgroups dswc, dst und dswi oft versucht, das Entscheidende jeden nahe zu bringen. Doch es scheint, daß entweder ich mich schlecht ausdrücke oder das Verständnis der Betroffenen unzureichend dafür ist.
Ich mache es ganz kurz: Eine Ewigkeit ohne entsprechende schöpferische Eigenschaften würde lediglich ewig eine Ewigkeit bleiben und absolut NICHTS zustande bringen. Das ist der Kernpunkt des Verständnisses der Proble(the)matik. Wenn man das Prinzip dieser Lösung tiefergehend einmal verstanden hat, wird man es bei vielen ähnlichen Problemen heranziehen und die entsprechende Problematik klären.
Es gibt nur einen einzigen scheinbaren Ausweg für die atheistische Sichtweise, welcher lautet, daß das Universum mit all seinen Eigenschaften sowohl ewig ist als auch sich in einem ewigen _Kreislauf_ von Werden und Vergehen befindet. Nun ist dies natürlich schwerer nachzuweisen, weil die moderne Wisenschaft von einer Ur-Entstehung und von einem absoluten Ende, vom Nullpunkt spricht. Das bedeutet, das Universum ist entstanden und wird auch irgendwann ein Ende haben. Gesetzt den Fall, das ewig kreisläufige Universum wäre eine Tatsache: Eine Gedankliche Vertiefung darüber läßt den Geist (diesmal nur als Denke gemeint) in ein schwarzes Loch fallen und man sieht letzten Endes keinerlei Sinn im Sein.
MfG Cemil
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'Was du suchst, ist das, was sucht' *******Franz von Assisi*******
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2 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:16:21
Von Ijon: Cemil wrote:
> Wie ich kurz und bündig darauf geantwortet habe, dürfte es in einem > ewigen Universum ohne Gott, wenn überhaupt, keine Entwicklung geben. > Warum nicht?
Wieso denn dieses? Es gibt mehrere fundamentale Kräfte (Gravitation, Starke Wechselwirkung, Schwache Wechselwirkung, Elektromagnetische Kraft)
Die dynamische Wechselwirkung zwischen diesen Kräften erklärt alle erkennbaren Phänomene - außer Gott :-)
http://de.wikipedia.org/wiki/GUT
> Es ist wie mit der Evolutionstheorie, welche > oberflächlich und durch geschickte Konstruktionen der Fakten (die > ihrerseits als solche keine Evolution darstellen) ein theoretisch > plausibel erscheinendes Bild ergibt,
Du machst hier einen fundamentalen geistigen 'Salto Mortale': "Fakten, die ihrerseits keine Evolution darstellen". Das ist der absurdeste Schwachsinn, den ich je gehört habe. Evolution *hat* stattgefunden - die Biologie, die Geologie, Paläontologie und noch eine Reihe anderer Wissenschaften weisen das anhand von vorhandenen Spuren nach.
Die ET ist eine systematische Beschreibung dieser Fakten auf dem Gebiet der Biologie.
> tatsächlich jedoch unmöglich > zutrifft. Genauso ist es mit der Vorstellung, daß es ein ewiges > Universum ohne Gott geben könnte.
Dass du dir kein ewiges Universum ohne Gott vorstellen kannst, heißt nicht, dass das unmöglich ist. Diesen logischen Fehler nennt man "argumentum ad ignorantiam"
http://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_ignorantiam (...) Der so Argumentierende sieht seine mangelnde Vorstellungskraft oder sein Unwissen als hinreichend für die Widerlegung bzw. Bestätigung einer These an. Zitat Ende.
Formal sieht dein Argument so aus: ich, Cemil, kann mir kein Universum ohne Gott vorstellen, daher kann es so etwas nicht geben. Aber nehmen wir einmal an, es gäbe einen Gott, der vor 14-15.000.000.000 Jahren das Universum erschaffen hat, was wissen wir denn *sicher* über diesen Gott? Das einzige, was wir sicher wissen, ist das dieser alte Herr sich in diesem Universum nicht nachweisen lässt.
Zum folgenden Absatz möchte ich vorausschicken, dass, wenn man den Satz lang genug macht, irgendwas richtiges drinstehen muss. :-)
> Die Fakten, die der "Vorstellung > ohne Gott" Krücken verleihen, ist einerseits die ohnehin bestehende > Exitenz des Universums, andererseits der Evolutionsglaube des > Betroffenen (nicht nur der von Habakuk) und wiederum auf der anderen > Seite sowohl die beobachtete Entstehung von Galaxien, Sternen, die > scheinbar nur > auf eine natürliche Kraft zurückzuführen sind, als auch die Tatsache, > daß Gottes-Existenz für Ewig-Zweifler sehr schwer bis unmöglich zu > beweisen oder zumindest nahezulegen ist. >
Es fängt schon falsch an. Was hat die Existenz des Universums mit Evolution zu tun? Das ist Religiotengeschwafel unter der Voraussetzung, dass "Gott alles zusammen und gleichzeitig geschaffen" hat. Zwischen der Entstehung des Universum und der Entstehung des Lebens (zumindest auf diesem Planeten) liegen rund 10-12.000.000.000 Jahre.
Außerdem ist es eine typisch religiöse und keine atheistische Vorstellung, dass die bloße Existenz des Universums einen "Gott" beweisen soll (Siehe deinen ersten Absatz)
> Selbstverständlich sagen diese "nackten" Fakten und Tatsachen nichts > darüber aus, daß die besagte Vorstellung vom "Ewigen Universum ohne > Gott" leichter nachzuweisen wäre - im Gegenteil.
Als Atheist muss ich gar nichts nachweisen. Du behauptest, es gäbe einen Gott. Diese Behauptung wäre, wenn überhaupt, zu beweisen.
> Alle Erfahrungen > sprechen stets _für_ einen Urheber der Konstruktionen, der meschlichen > Schöpfungen z.B. in Technik und Wissenschaft.
Ja, aber nur und ausschließlich der menschlichen Konstruktionen.
> Da wir, gleichgültig, ob > wir von Gott oder Zufall ausgehen wollen, alle nur Früchte des > Universums sind, ahmen wir adäquat die Natur nach, erfinden eigentlich > nichts fundamental Neues,
Ich wäre bass erstaunt, wenn du etwas neues erfändest. Das einzige, dass die Menschen demnach wirklich als neu erfunden haben, wäre ein 'Schöpfergott' - der kommt in der Natur nämlich nicht vor.
> was in der Natur - in welcher Form auch > immer - nicht existieren würde. So vor allem elektrische und > magnetische Kräfte, so die Bewegungsapparaturen, so das Fliegen usw. > Wir machen diese nutzbar, modifizieren und imitieren diese. > > Auf die Frage, warum es kein ewiges Universum ohne einen Schöpfer > geben könne, gibt es viele Argumente, von denen das alles > Entscheidende das Verständnis von der notwendigkeit gleichzeitig ewig > seiende Eigenschaften ist.
????????
Du verstehst selbst aber noch, was du das schreibst?
> Einfacher ausgedrückt: Die Ewigkeit > bedeutet zunächst, daß "Etwas" immer da war und immer da sein wird - > also unendlich/zeitlos.
Schön, und, was nun?
> Ich habe besonders in den Newsgroups dswc, dst > und dswi oft versucht, das Entscheidende jeden nahe zu bringen. Doch > es scheint, daß entweder ich mich schlecht ausdrücke oder das > Verständnis der Betroffenen unzureichend dafür ist. >
Hast du schon mal erwogen, dass das, was du da schreibst einfach Unsinn sein könnte.
> Ich mache es ganz kurz: Eine Ewigkeit ohne entsprechende schöpferische > Eigenschaften würde lediglich ewig eine Ewigkeit bleiben und absolut > NICHTS zustande bringen.
Nein. Offensichtlich ist dem nicht so.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernfusion
Im Sonnenkern werden alle chemische Elemente (außer Wasserstoff) durch Kernfusion 'gebacken' und durch die letztendliche Nova in den Raum geblasen. Diese Staub- und Gaswolken kollabieren und neue Sterne und Planeten entstehen. Bei geeigneten Parametern entsteht daraus sogar Leben.
> Das ist der Kernpunkt des Verständnisses der > Proble(the)matik. Wenn man das Prinzip dieser Lösung tiefergehend > einmal verstanden hat, wird man es bei vielen ähnlichen Problemen > heranziehen und die entsprechende Problematik klären.
Nein, wird man nicht. Die Prämisse der schöpferischen Eigenschaften ist falsch.
> > Es gibt nur einen einzigen scheinbaren Ausweg für die atheistische > Sichtweise, welcher lautet, daß das Universum mit all seinen > Eigenschaften sowohl ewig ist als auch sich in einem ewigen > _Kreislauf_ von Werden und Vergehen befindet. Nun ist dies natürlich > schwerer nachzuweisen, weil die moderne Wisenschaft von einer > Ur-Entstehung und von einem absoluten Ende, vom Nullpunkt spricht. Das > bedeutet, das Universum ist entstanden und wird auch irgendwann ein > Ende haben.
Cemil, wenn du dich auf moderne Wissenschaften berufst, solltest du genau prüfen, was dort gesagt wird (und vor allem was nicht) und was du darüber meinst.
Die Astrophysik sagt über den Anfang des Universums nichts aus, außer dass vor der sog. Planck-Ära die Physik zusammenbricht und keine Aussage möglich ist. (Planck-Ära ist ein astrophysikalischer Fachbegriff, der nichts über den Glauben von Herrn Planck aussagt, bevor du damit wieder anfängst).
> Gesetzt den Fall, das ewig kreisläufige Universum wäre > eine Tatsache:
Was es nicht ist.
> Eine Gedankliche Vertiefung darüber läßt den Geist > (diesmal nur als Denke gemeint) in ein schwarzes Loch fallen und man > sieht letzten Endes keinerlei Sinn im Sein.
Deine Logik ist schon ein wenig wirr, aber ich will dir zugestehen, du hast recht, in einem materialistischen Universum ohne Gott gibt es logischerweise keinen *gottgebenen* Sinn. Das ist aber nicht weiter schlimm, tragisch oder gar notwendig und heißt auch nicht, dass es überhaupt keinen Sinn im Leben gäbe.
Zur Illustration dieses Sachverhaltes:
http://hpd.de/node/7694
Abschließend gebe ich dir den Rat, dich mal mit atheistischer Philosophie und Geschichte zu befassen - ein wenig Naturwissenschaften würden auch nicht schaden, und sei es nur, um festzustellen, welche deiner Argumente schon (wie und warum) widerlegt sind.
mit freundlichen Grüßen Ijon Tichy
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3 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:17:27
Von Heinz Blüml: On Mon, 15 Mar 2010 21:15:17 +0100, Ijon Tichy <invalid@invalid.invalid> wrote:
> Evolution *hat* stattgefunden - >die Biologie, die Geologie, Paläontologie und noch eine Reihe anderer >Wissenschaften weisen das anhand von vorhandenen Spuren nach. > Kenntnisse aus diesen Bereichen werden mißbräuchlich als "Beweise" in der ET verwurstet. Sie können sich ja auch nicht wehren.
>Die ET ist eine systematische Beschreibung dieser Fakten auf dem Gebiet >der Biologie. > Ist ein phantasievoller, verunglückter Erklärungsversuch. Kein wesentlicher Part davon hält einer Überprüfung stand.
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4 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:19:01
Von Cemil Kaya: "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag news:hnm486$hi$1@news.albasani.net... Cemil wrote:
>> Wie ich kurz und bündig darauf geantwortet habe, dürfte es in einem >> ewigen Universum ohne Gott, wenn überhaupt, keine Entwicklung geben. >> Warum nicht?
>Wieso denn dieses? Es gibt mehrere fundamentale Kräfte (Gravitation, >Starke Wechselwirkung, Schwache Wechselwirkung, Elektromagnetische >Kraft)
Jede noch so große Kraft ist endlich - außer Gottes Allmacht.
> Die dynamische Wechselwirkung zwischen diesen Kräften erklärt alle > erkennbaren Phänomene - außer Gott :-)
Da mußt du noch viel essen, um groß und stark zu werden :-) Die Wissenschaft ist - unter vielen anderen - nicht in der Lage, das Leben wirklich zu erklären. Es gibt darüber nur Spekulationen, Thesen, Theorien, nichts weiter.
> http://de.wikipedia.org/wiki/GUT
> > Es ist wie mit der Evolutionstheorie, welche > > oberflächlich und durch geschickte Konstruktionen der Fakten (die > > ihrerseits als solche keine Evolution darstellen) ein theoretisch > > plausibel erscheinendes Bild ergibt,
> Du machst hier einen fundamentalen geistigen 'Salto Mortale': "Fakten, > die ihrerseits keine Evolution darstellen". Das ist der absurdeste > Schwachsinn, den ich je gehört habe.
Du bist entweder außerstande, mitzudenken, oder die Sachlage überfordert dich intellektuell. Der Satz: "Fakten, die ihrerseits keine Evolution darstellen" bezieht sich nicht, wie offenbar von dir eingebildet, auf "evolutionistische Fakten", sondern z.B. darauf, daß es ausgestorbene Tierarten gibt, die zu unterschiedlichen Zeiten existiert haben. Daran zu glauben, dies sei ein "evolutionistischer Fakt", wäre triftigerweise einer von zahlreichen "absurdesten Schwachsinnigkeiten".
> Evolution *hat* stattgefunden - > die Biologie, die Geologie, Paläontologie und noch eine Reihe anderer > Wissenschaften weisen das anhand von vorhandenen Spuren nach.
Und die wichtigsten Spuren sind die besagten ausgestorbenen Tierarten, was tatsächlich eine Null-Aussage bezüglich der Evolution besitzt.
Aber ich möchte hier das Thema der Evolution nicht speziell behandeln. Das gegenwärtige Thema ist "Dasein ohne Gott?".
>> tatsächlich jedoch unmöglich >> zutrifft. Genauso ist es mit der Vorstellung, daß es ein ewiges >> Universum ohne Gott geben könnte.
>Dass du dir kein ewiges Universum ohne Gott vorstellen kannst, heißt >nicht, dass das unmöglich ist. Diesen logischen Fehler nennt >man "argumentum ad ignorantiam"
Du solltest schon richtig lesen, wenn du gegenargumentieren willst. Das Argument lautet keinesfalls, Gott müsse es geben, weil ich mir das Gegenteil nicht "vorstellen" könne, sondern ich habe begründet, was die Voraussetzungen dafür wären, nämlich die entsprechenden Eigenschaften der Ewigkeit bzw. des ewigen Universums. Doch du stehst nicht alleine mit dem Unvermögen, zu begreifen, daß und welche Eigenschaften vorhanden sein müßten, damit es die Dinge gibt, die wir kennen. Oder hast du schon mal erlebt, daß aus dem Feuer bspw. Wasser hervortrat (Wunder, die es gibt, sind von der Erklärung bzw. Antwort ausgeschlossen)? Und woraus ist das Feuer (-Element = Elektrizität, elektrische Kraft) entstanden? Natürlich aus dem Akasha - woher denn sonst?
>http://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_ignorantiam >(...) >Der so Argumentierende sieht seine mangelnde Vorstellungskraft oder sein >Unwissen als hinreichend für die Widerlegung bzw. Bestätigung einer >These an. >Zitat Ende.
Blödsinn - weil es dabei nicht um die Vorstellungskraft oder Vorstellungsmängel an sich ging, sondern ich benutzte diesen Begriff anstelle von Behauptung, Glaube, These... Doch wenn es tatsächlich um die Vorstellungskraft gehen sollte, dann aber bitte richtig, und zwar, korrekte und konkrete Erklärung der ewigen Eigenschaften. Mehr dazu unten.
>Formal sieht dein Argument so aus: ich, Cemil, kann mir kein Universum >ohne Gott vorstellen, daher kann es so etwas nicht geben. Aber nehmen >wir einmal an, es gäbe einen Gott, der vor 14-15.000.000.000 Jahren das >Universum erschaffen hat, was wissen wir denn *sicher* über diesen >Gott? Das einzige, was wir sicher wissen, ist das dieser alte Herr sich >in diesem Universum nicht nachweisen lässt.
Diesen Absatz, der eine Wiederholung des obigen ist, kannst du streichen, nicht nur, weil es eine Wiederholung ist, sondern insbesondere, weil es ein kurioses Mißverständnis darstellt.
> Zum folgenden Absatz möchte ich vorausschicken, dass, wenn man den Satz > lang genug macht, irgendwas richtiges drinstehen muss. :-)
>> Die Fakten, die der "Vorstellung >> ohne Gott" Krücken verleihen, ist einerseits die ohnehin bestehende >> Exitenz des Universums, andererseits der Evolutionsglaube des > > Betroffenen (nicht nur der von Habakuk) und wiederum auf der anderen >> Seite sowohl die beobachtete Entstehung von Galaxien, Sternen, die >> scheinbar nur > > auf eine natürliche Kraft zurückzuführen sind, als auch die Tatsache, > > daß Gottes-Existenz für Ewig-Zweifler sehr schwer bis unmöglich zu > > beweisen oder zumindest nahezulegen ist.
>Es fängt schon falsch an.
Nö, du bist nicht in der Lage, es zu verstehen. Fakt ist, daß es ausgestorbene Tierarten mal existierten, und diese dienen den Evolutionisten tatsächlich als Krücken, doch eingebildet werden sie als "Evolutionsfakten", was mitnichten der Fall ist.
Und themenbezogen war es die Existenz des Universums, die als Fakt genannt wurde. Doch die "Vorstellung" (Annahme, Behauptung, Glaube), daß es ohne Gott ginge, ist kein Fakt mehr, sondern eine innere Einstellung zum Thema.
> Was hat die Existenz des Universums mit >Evolution zu tun?
Ganze Menge, denn es wird geglaubt, daß es eine physikalische Entwicklung stattfand wie die chemische und biologische auch, und zwar: Spontan, zufällig, ohne Intelligenz.
> Das ist Religiotengeschwafel unter der Voraussetzung, > dass "Gott alles zusammen und gleichzeitig geschaffen" hat. Zwischen > der Entstehung des Universum und der Entstehung des Lebens (zumindest > auf diesem Planeten) liegen rund 10-12.000.000.000 Jahre.
Das ist kein Fakt, sondern eine vorübergehende Schätzung, weil je länger die Objekte in der Zeit zurückliegen, desto ungenauer werden die Messungen. Es gibt noch keine Meßmethode, die genau wäre. Das wird einem noch klarer, wenn man weiß, daß nicht selten sehr widersprüchliche Altersbestimmungen von zwei oder mehr voneinander unabhängigen Instituten oder Forschungseinrichtungen heraus kamen. Aber das ist ja jetzt kein Thema. Wenn man streng betrachtet, ist die Aussage "Entstehung des Lebens" eigentlich eine falsche Formulierung. Richtig ist: "Entstehung der Lebewesen". Denn tatsächlich ist das Leben niemals entstanden, sondern es gehört zu den besagten ewigen Eigenschaften des Schöpfers. Aus diesem Grund weiß die Wissenschaft bis heute nicht, was das Leben wirklich ist. Die bisherigen Definitionsversuche sind untauglich, weil sie lediglich von der (Grob-)Materie ausgehen.
> Außerdem ist es eine typisch religiöse und keine atheistische > Vorstellung, dass die bloße Existenz des Universums einen "Gott" > beweisen soll (Siehe deinen ersten Absatz)
Das wesentliche in meinem ersten Absatz lautet:
"[es] dürfte ... in einem ewigen Universum ohne Gott, wenn überhaupt, keine Entwicklung geben."
Wenn man jetzt deine Unterstellung liest, erkennt man daran die Kontextlosigkeit. Denn ich ging nicht von der "bloßen Existenz" des Universums aus, um auf Gott zu gelangen, sondern sprach von der Entwicklung im Universum, die es selbstständig nicht geben würde. Für die Entstehung und Entwicklung der Dinge bedarf es, wie gesagt, einiger Eigenschaften, die ein "ewig seiendes Universum" nicht haben kann, weil es weder intelligent ist noch einen Willen hat, etwas hervorzubringen. Wenn du meinst, solche und ähnliche Eigenschaften sind dafür nicht nötig, so solltest du in der Lage sein, das von dir Geglaubte (Enstehung und Entwicklung ohne Eigenschaften) in einem absoluten Vakuum zu erklären. Gebe dir keine Mühe, das wirst weder du noch sonst jemand schaffen.
Ach übrigens, siehe da, ich lese in deinen Worten, Zitat: "es eine typisch religiöse und keine atheistische Vorstellung". Aha, sollte ich etwa jetzt auch darauf entgegnen:
"Formal sieht dein Argument so aus: ich, TICHY, kann mir kein Gott vorstellen, Der das Universum erschaffen hat, daher kann es so etwas nicht geben."
Oder wie dein erstes Mißverständnis (stets den Spieß umgedreht):
"Dass du dir kein Gott vorstellen kannst, Der das Universum erschaffen hat, heißt nicht, dass das unmöglich ist. Diesen logischen Fehler nennt man "argumentum ad ignorantiam"
Warum diese "umgedrehte" Entgegnung? Ganz einfach: weil Atheisten sich diesen Fakt nicht vorstellen können.
>> Selbstverständlich sagen diese "nackten" Fakten und Tatsachen nichts >> darüber aus, daß die besagte Vorstellung vom "Ewigen Universum ohne >> Gott" leichter nachzuweisen wäre - im Gegenteil.
>Als Atheist muss ich gar nichts nachweisen. Du behauptest, es gäbe einen >Gott. Diese Behauptung wäre, wenn überhaupt, zu beweisen.
Da täuschst du dich leider schon wieder. Deine Rede ist eine von allen Atheisten auswendig gelernte Schablone. Die materialistischen Wissenschaftler, die zugleich Atheisten sind, bemühen sich nicht umsonst z.B. um die Erzeugung von Leben (denke an Miller-Experiment).
>> Alle Erfahrungen >> sprechen stets _für_ einen Urheber der Konstruktionen, der meschlichen >> Schöpfungen z.B. in Technik und Wissenschaft.
>Ja, aber nur und ausschließlich der menschlichen Konstruktionen.
Auch das ist eine all zu bekannte atheistische Ansicht, welche die Schwäche des Atheismus indirekt ausdrückt bzw. ungewollt eingesteht. Denn zwei Tatsachen, wovon eine ich bereits nannte, machen den Vergleich von mir legitim: 1. Wir sind Früchte oder Ergebnis des Universums, daher imitieren oder ahmen wir die Natur nach, handeln quasi naturgemäß, und könnten auch nichts etwas Neues erfinden (das bestätigst du sogar unten) und 2. wir Menschen werden bald in der Lage sein, Naturprodukte selber herzustellen bzw. die Natur auf natürliche Weise zu imitieren. Dies bedeutet eine vollkommene Legitimation der Vergleiche!
>> Da wir, gleichgültig, ob >> wir von Gott oder Zufall ausgehen wollen, alle nur Früchte des >> Universums sind, ahmen wir adäquat die Natur nach, erfinden eigentlich >> nichts fundamental Neues,
> Ich wäre bass erstaunt, wenn du etwas neues erfändest. Das einzige, > dass die Menschen demnach wirklich als neu erfunden haben, wäre > ein 'Schöpfergott' - der kommt in der Natur nämlich nicht vor.
Anders ist richtig: die Natur kommt in Gott vor. Es ist in etwa so, wie wenn die Mikroorganismen im menschlichen Körper sagen würden: "Nirgendwo im Universum (= im Inneren des Körpers des Menschen) kommt so was wie ein 'Mensch' vor." Du kannst dir natürlich vorstellen, daß die "Propheten der Mikroorganismen", die von der Existenz des Menschen reden, vollkommen recht haben. Dazu gehören aber auch ihre Eingeweihten, ihre Gläubigen. Daß es unter ihnen bezüglich der Frage des Menschen unterschiedliche Ansichten existiert, macht die Existenz des Menschen nicht ungültig.
>> was in der Natur - in welcher Form auch >> immer - nicht existieren würde. So vor allem elektrische und >> magnetische Kräfte, so die Bewegungsapparaturen, so das Fliegen usw. >> Wir machen diese nutzbar, modifizieren und imitieren diese. >> >> Auf die Frage, warum es kein ewiges Universum ohne einen Schöpfer >> geben könne, gibt es viele Argumente, von denen das alles >> Entscheidende das Verständnis von der notwendigkeit gleichzeitig ewig >> seiende Eigenschaften ist.
> ????????
> Du verstehst selbst aber noch, was du das schreibst?
Selbstverständlich, sonst würde ich es nicht sagen.
>> Einfacher ausgedrückt: Die Ewigkeit >> bedeutet zunächst, daß "Etwas" immer da war und immer da sein wird - >> also unendlich/zeitlos.
> Schön, und, was nun?
Wart's ab.
>> Ich habe besonders in den Newsgroups dswc, dst >> und dswi oft versucht, das Entscheidende jeden nahe zu bringen. Doch >> es scheint, daß entweder ich mich schlecht ausdrücke oder das >> Verständnis der Betroffenen unzureichend dafür ist.
>Hast du schon mal erwogen, dass das, was du da schreibst einfach Unsinn >sein könnte.
Was ich weiß, das weiß ich und brauche es nicht ständig zu überprüfen.
>> Ich mache es ganz kurz: Eine Ewigkeit ohne entsprechende schöpferische >> Eigenschaften würde lediglich ewig eine Ewigkeit bleiben und absolut >> NICHTS zustande bringen.
>Nein. Offensichtlich ist dem nicht so.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Kernfusion
>Im Sonnenkern werden alle chemische Elemente (außer Wasserstoff) durch >Kernfusion 'gebacken' und durch die letztendliche Nova in den Raum >geblasen. Diese Staub- und Gaswolken kollabieren und neue Sterne und >Planeten entstehen. Bei geeigneten Parametern entsteht daraus sogar >Leben.
Abgesehen davon, daß das Leben niemals _daraus_ entsteht und entstehen kann, nimmst du ein vorhandenes Etwas, nämlich die Sonne(n), die nicht mal ewig währt (währen) und baust deine Philosophie darauf auf. Alle Sonnen werden irgendwann verlöschen und die Elemente sich zersetzen; es kommt zum Nullpunkt, Nichts und Nada.
> Das ist der Kernpunkt des Verständnisses der > Proble(the)matik. Wenn man das Prinzip dieser Lösung tiefergehend > einmal verstanden hat, wird man es bei vielen ähnlichen Problemen > heranziehen und die entsprechende Problematik klären.
>Nein, wird man nicht. Die Prämisse der schöpferischen Eigenschaften ist > falsch.
Ich muß mir ernsthafte Gedanken darüber machen, daß das, was ich nahezubringen versuche, also doch nicht so einfach zu verstehen ist. Ich gehe bis zum Grund aller Dinge und du kommst mit der Sonne und den vorhandenen, natürlich erst später entstandenen und eines Tages zu funktionieren aufhörenden Chemischen Elementen, physikalischen Gesetzen.
Es ist schon spät und ich muß um 6 Uhr Aufstehen. Gute Nacht.
MfG Cemil
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Von Ijon Tichy: Cemil wrote:
> > "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag > news:hnm486$hi$1@news.albasani.net... > Cemil wrote: > > >>> Wie ich kurz und bündig darauf geantwortet habe, dürfte es in einem >>> ewigen Universum ohne Gott, wenn überhaupt, keine Entwicklung geben. >>> Warum nicht? > >>Wieso denn dieses? Es gibt mehrere fundamentale Kräfte (Gravitation, >>Starke Wechselwirkung, Schwache Wechselwirkung, Elektromagnetische >>Kraft) > > Jede noch so große Kraft ist endlich - außer Gottes Allmacht. >
Hallo Cemil,
ich sprach von *fundamentalen* Kräften, nicht von unendlichen.
>> Die dynamische Wechselwirkung zwischen diesen Kräften erklärt alle >> erkennbaren Phänomene - außer Gott :-) > > Da mußt du noch viel essen, um groß und stark zu werden :-) > Die Wissenschaft ist - unter vielen anderen - nicht in der Lage, das > Leben wirklich zu erklären. Es gibt darüber nur Spekulationen, Thesen, > Theorien, nichts weiter. >
Hallo Cemil,
die Naturwissenschaften haben, wie der Name schon sagt, die Natur zum Forschungsgegenstand. Dass eine Erklärung für einen gegebenen Sachverhalt nicht vorliegt, heißt nicht, dass es keine gibt oder noch schlimmer, nicht geben könnte.
Außerdem verkünden die Naturwissenschaften keine 'ewigen' Wahrheiten.
Eventuell vorhandene Götter sind explizit nicht Gegenstand naturwissenschaftlichen Forschens.
http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#Wissenschaft In der wissenschaftlichen Erforschung der Welt stellte sich schon frühzeitig ein Dilemma heraus: Die Hypothese, "Aus A folgt B und A folgt aus nichts, weil A von Gott gemacht wurde", brachte bezüglich A keinen Erkenntnisgewinn. Im Gegenteil, man musste sich neben den Gedanken zu A nun auch noch Gedanken zu Gott machen. Man hatte also de facto eine zusätzliche Unbekannte in der Rechnung. Die Alternativen, den Forschungsprozess abzubrechen und auf weitere Erkenntnisse bezüglich A zu verzichten oder aber die Existenz Gottes in Frage zu stellen, waren je nach historischem Hintergrund beide unangenehm. Daher wird unabhängig von der Religiosität oder Areligiosität der beteiligten Wissenschaftler unterstellt, dass die "Gotteshypothese" kein zulässiges Explanans, d. h. kein legitimer Faktor bei der ursächlichen Erklärung naturwissenschaftlicher Phänomene, sei. Zitat Ende.
Bekanntlich hat der Islam die Option gewählt, den Forschungsprozess abzubrechen - mit der Folge, dass es seit Jahrhunderten keine nennenswerten originär islamische Naturwissenschaften mehr gibt. Stattdessen finden wir solche Phänomene wie 'boko haram'.
Dessenungeachtet heißt es da, dass Gott als Erklärung nicht zulässig ist - es heißt nicht, dass es ihn nicht gibt oder geben könnte.
Nach Lektüre deiner Meinungen komme ich jedoch zu der Ansicht, dass deinen Überlegungen auch ein grundsätzlicher logischer Fehler anhaftet, nämlich ein Zirkelschluss. Der Zirkelschluss besteht darin, dass etwas, das zu beweisen wäre, als Prämisse genommen wird. Bei dir sieht dieser Fehlschluss so aus:
Conditio Major: Das Universum funktioniert nicht ohne Gott.
Conditio Minor: Das Universum funktioniert.
Conclusio: Es gibt einen Gott.
Das zu beweisende Element 'Gott' ist als eine *notwendige* VORAUSsetzung in der Conditio Major bereits vor der logischen Operation enthalten. Ich habe das 'Voraus' hervorgehoben, weil daran zu erkennen ist, dass sie VOR dem Ergebnis einer logischen Operation steht. Das Ergebnis (Es gibt einen Gott) kommt in der Logik DANACH.
Die obige 'Conditio Major' ist aber kein feststehendes Faktum, sondern eine Vermutung (eine Glaubensaussage), die ihrerseits wiederum auf der *vermuteten* Wahrheit religiöser Schriften beruht, denen man glauben kann, aber nicht zwingend glauben muss. Daher ist die Folgerung, es gäbe einen Gott, ebenfalls (aufgrund mangelnder Faktizität der Conditio Major) bestenfalls eine Vermutung, selbst wenn kein Zirkelschluss vorläge.
mit freundlichen Grüßen Ijon Tichy
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6 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:21:56
Von C.K.: "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag news:hnnera$tfc$1@news.albasani.net... Cemil wrote:
> > "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag > news:hnm486$hi$1@news.albasani.net... >> Cemil wrote: > > > > >>>> Wie ich kurz und bündig darauf geantwortet habe, dürfte es in einem >>>> ewigen Universum ohne Gott, wenn überhaupt, keine Entwicklung geben. >>>> Warum nicht? > >>>Wieso denn dieses? Es gibt mehrere fundamentale Kräfte (Gravitation, >>>Starke Wechselwirkung, Schwache Wechselwirkung, Elektromagnetische >>>Kraft) > >> Jede noch so große Kraft ist endlich - außer Gottes Allmacht.
> Hallo Cemil,
> ich sprach von *fundamentalen* Kräften, nicht von unendlichen.
Abgesehen davon, daß die Genannten keine wirklich fundamentalen Kräfte sind (die Wissenschaft ist auf der Suche nach dem Einheitsprinzip, also nach deren Urheber, aus dem sie hervorgingen bzw. hervorgehen), macht allein ihre Endlichkeit die besagte Entwicklung zu ihren späteren Funktionen notwendig. Somit wäre also meine Aussage indirekt bestätigt, wonach das Universum (Sterne, Galaxien und die besagten Kräfte) nicht ewig ist (sind). Wenn aber es (das Universum ohne die später entstandenen Kräfte) ewig wäre, so müßte auch die _Urkraft_ ewig sein, mehr noch: diese Urkraft müßte zugleich und folglich auch unendlich, unversiegbar sein (sonst würde sie nicht ewig währen, ewig sein).
>>> Die dynamische Wechselwirkung zwischen diesen Kräften erklärt alle >>> erkennbaren Phänomene - außer Gott :-) > >> Da mußt du noch viel essen, um groß und stark zu werden :-) >> Die Wissenschaft ist - unter vielen anderen - nicht in der Lage, das >> Leben wirklich zu erklären. Es gibt darüber nur Spekulationen, Thesen, >> Theorien, nichts weiter. >
>Hallo Cemil, > >die Naturwissenschaften haben, wie der Name schon sagt, die Natur zum >Forschungsgegenstand. Dass eine Erklärung für einen gegebenen >Sachverhalt nicht vorliegt, heißt nicht, dass es keine gibt oder noch >schlimmer, nicht geben könnte.
Richtig. Der Prophet Muhammed (s.a.w.) sagte, wer der Wissenschaft ein Ende voraussetzt, tut ihr Unrecht. Diese Tatsache rührt aus der Eigenschaft "Allwissenheit" Gottes.
> Außerdem verkünden die Naturwissenschaften keine 'ewigen' Wahrheiten.
Tatsächlich kommt es aber darauf an, ob man von relativen oder absoluten Wahrheiten spricht - und darauf, was genau du damit meinst. Ewige Wahrheiten im Sinne von Ewigsein von Etwas oder im Sinne absoluter ("ewiger") Gültigkeit von Etwas?
>Eventuell vorhandene Götter sind explizit nicht Gegenstand >naturwissenschaftlichen Forschens.
Auch hier kommt es darauf an, was man unter Natur und Wissenschaft versteht - und auf die Frage, ob du glaubst, daß WissenschaftsZWEIGE künftig nicht noch mehr auszudehnen sind. Manche Wissenschaftler, namentlich Physiker, sagen: "Wir brauchen bald eine 'neue Physik', denn manche Dinge sind nicht mehr durch die klassische versteh und definierbar". "Chemo-Physik", "Neuro-Physik", "Genetik"u.ä. sind relativ junge Zweige; die gab es nicht immer.
Kurz gesagt, ich könnte dir hunderte Wissenschaftler zitieren, die Gott oder eine schöpferische Intelligenz in ihr Denksystem zur Klärung der Hintergründe herangezogen haben. Hier einige wenige Zitate:
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(Es hat) mehr Ähnlichkeiten mit dem Geistigen als mit dem Materiellen, und zwar in dem Sinne, dass es ganzheitlich ist, dass es keine Teilchen hat und dass es nicht materiell ist ... ... Das Geistige braucht aber nicht einmal diesen materiellen Träger. Deshalb ist es für mich etwas Allgemeineres. Das Feld durchdringt alles, und das Gegenständliche ist für mich eine Vergröberung des Geistigen. (8)
H.-P. DÜRR
Geist und Materie erscheinen nicht länger als zwei getrennte Kategorien, wie DESCARTES glaubte, sondern man kann sie als unterschiedliche Aspekte desselben universalen Geschehens betrachten. (9)
FRITJOF CAPRA
Da wir aber die Selbstorganisations-Dynamik jedes Systems seinen Geist genannt haben, können wir nun sagen, Gott sei zwar nicht der Schöpfer, wohl aber der Geist des Universums. (10)
ERICH JANTSCH ==============================
Daß Gott kein konkreter, analysierbarer Gegenstand der praktischen Forschung ist und sein kann, ist selbstverständlich.
MfG Cemil
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7 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:23:13
Auf meine obige Posting erhielt ich noch keine Antwort. Nun folgt die Diskussion zwischen mir und Habakuk. --------------------
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8 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:23:58
Von Habakuk:
"Cemil" schrieb:
> > "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag > news:hnm486$hi$1@news.albasani.net... [] > Die Wissenschaft ist - unter vielen anderen - nicht in der Lage, das Leben > wirklich zu erklären. Es gibt darüber nur Spekulationen, Thesen, Theorien, > nichts weiter.
Bitte mache dir klar, daß Spekulationen und Thesen das eine sind, Theorien aber etwas ganz anderes, viel viel verläßlicheres! Wenn du über ein profundes Wissen in Biochemie, Physiologie, Morphologie, etc. verfügen würdest, dann wüßtest du in der Tat viel und könntest dir viel erklären. Zu glauben, daß Gott die Welt geschaffen hat, ist einmal kein Wissen und erklärt dir außerdem übers Leben nichts! []
> Doch du stehst nicht alleine mit dem > Unvermögen, zu begreifen, daß und welche Eigenschaften vorhanden sein > müßten, damit es die Dinge gibt, die wir kennen. Oder hast du schon mal > erlebt, daß aus dem Feuer bspw. Wasser hervortrat (Wunder, die es gibt, sind > von der Erklärung bzw. Antwort ausgeschlossen)?
Das ist einfach: du mußt nur Wasserstoff verbrennen. Dabei entsteht Wasser.
> Und woraus ist das Feuer > (-Element = Elektrizität, elektrische Kraft) entstanden? Natürlich aus dem > Akasha - woher denn sonst?
Aha. Akasha. Na klar.
Mit freundlichen Grüßen
Der Habakuk.
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9 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:24:28
Von C.K.: "Der Habakuk" <Habakuk@linuxmail.org> schrieb im Newsbeitrag news:C7C5921A.3036F%Habakuk@linuxmail.org... > > > > "Cemil" schrieb: > >> >> "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag >> news:hnm486$hi$1@news.albasani.net... > [] >> Die Wissenschaft ist - unter vielen anderen - nicht in der Lage, das >> Leben >> wirklich zu erklären. Es gibt darüber nur Spekulationen, Thesen, >> Theorien, >> nichts weiter. > > Bitte mache dir klar, daß Spekulationen und Thesen das eine sind, Theorien > aber etwas ganz anderes, viel viel verläßlicheres! > Wenn du über ein profundes Wissen in Biochemie, Physiologie, Morphologie, > etc. verfügen würdest, dann wüßtest du in der Tat viel und könntest dir > viel > erklären. Zu glauben, daß Gott die Welt geschaffen hat, ist einmal kein > Wissen und erklärt dir außerdem übers Leben nichts! > []
Ich habe sie zwar nicht gezählt, aber ich sage mal, daß es fünf sind: Fünf verschiedene Theorien über das Leben, wobei sie sich gegenseitig widersprechen bzw. ausschließen: Wo bleibt deren jeweilige Verläßlichkeit?
>> Doch du stehst nicht alleine mit dem >> Unvermögen, zu begreifen, daß und welche Eigenschaften vorhanden sein >> müßten, damit es die Dinge gibt, die wir kennen. Oder hast du schon mal >> erlebt, daß aus dem Feuer bspw. Wasser hervortrat (Wunder, die es gibt, >> sind >> von der Erklärung bzw. Antwort ausgeschlossen)? > > Das ist einfach: du mußt nur Wasserstoff verbrennen. Dabei entsteht > Wasser.
So wie die Wunder von der Antwort ausgeschlossen wurde, muß auch diese Erklärung, an die ich schon vorher natürlich dachte, ausgeschlossen werden, weil es in dem obigen Beispiel um ein alltägliches Feuer und alltägliches Wasser geht, nicht um den Selektions- oder Umwandlungsprozeß, den die Metaphysik seit Urzeiten kennt.
>> Und woraus ist das Feuer >> (-Element = Elektrizität, elektrische Kraft) entstanden? Natürlich aus >> dem >> Akasha - woher denn sonst? > > Aha. Akasha. Na klar.
Aha, du weißt es, dann ist's ja gut.
MfG Cemil
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10 Geschrieben Freitag, März 19, 2010 @ 17:25:09
Von Habakuk:
"Cemil" schrieb:
> > "Der Habakuk" <Habakuk@linuxmail.org> schrieb im Newsbeitrag > news:C7C5921A.3036F%Habakuk@linuxmail.org... >> >> >> >> "Cemil" schrieb: >> >>> >>> "Ijon Tichy" <invalid@invalid.invalid> schrieb im Newsbeitrag >>> news:hnm486$hi$1@news.albasani.net... >> [] >>> Die Wissenschaft ist - unter vielen anderen - nicht in der Lage, das >>> Leben >>> wirklich zu erklären. Es gibt darüber nur Spekulationen, Thesen, >>> Theorien, >>> nichts weiter. >> >> Bitte mache dir klar, daß Spekulationen und Thesen das eine sind, Theorien >> aber etwas ganz anderes, viel viel verläßlicheres! >> Wenn du über ein profundes Wissen in Biochemie, Physiologie, Morphologie, >> etc. verfügen würdest, dann wüßtest du in der Tat viel und könntest dir >> viel >> erklären. Zu glauben, daß Gott die Welt geschaffen hat, ist einmal kein >> Wissen und erklärt dir außerdem übers Leben nichts! >> [] > > Ich habe sie zwar nicht gezählt, aber ich sage mal, daß es fünf sind: Fünf > verschiedene Theorien über das Leben,
Ich vermute, daß du jetzt die Entstehung des Lebens meinst. Ich finde, du mißt dieser Frage im Vergleich zu den Wissenschaften über das bestehende Leben zuviel Bedeutung zu. Über die Entstehung des Lebens gibt es bislang nur Hypothesen, also letztendlich Vermutungen und keine verläßlichen Erkenntnisse (Theorien).
> wobei sie sich gegenseitig > widersprechen bzw. ausschließen: Wo bleibt deren jeweilige Verläßlichkeit?
Siehe oben. Und selbst diese Hypothesen können sich meist auf gewisse Erkenntnisse stützen, die sie wenigstens mehr oder weniger plausibel machen, über eine bloße Gedankenmöglichkeit hin hinaus.
Und dann gibt's natürlich noch die diversen religiösen Schöpfungsmythen und Welterklärungen. Von den monotheistischen der Juden/Christen/Moslems, über die Vorstellungen der Hindus und Buddhisten, der Schamanen und diverser anderer Religionen bzw Volksgruppen. > >>> Doch du stehst nicht alleine mit dem >>> Unvermögen, zu begreifen, daß und welche Eigenschaften vorhanden sein >>> müßten, damit es die Dinge gibt, die wir kennen. Oder hast du schon mal >>> erlebt, daß aus dem Feuer bspw. Wasser hervortrat (Wunder, die es gibt, >>> sind >>> von der Erklärung bzw. Antwort ausgeschlossen)? >> >> Das ist einfach: du mußt nur Wasserstoff verbrennen. Dabei entsteht >> Wasser. > > So wie die Wunder von der Antwort ausgeschlossen wurde, muß auch diese > Erklärung, an die ich schon vorher natürlich dachte, ausgeschlossen werden,
Ach? Muß es? Na wenn du es sagst ...
> weil es in dem obigen Beispiel um ein alltägliches Feuer und alltägliches > Wasser geht,
Das ist ein ganz alltägliches Feuer mit ganz "normaler" Flamme und es kommt auch ganz "normales" Wasser dabei heraus. :-)
> nicht um den Selektions- oder Umwandlungsprozeß, den die > Metaphysik seit Urzeiten kennt.
An der Wasserstoffverbrennung ist nichts Metaphysisches. Das ist nur Physik und Chemie. > >>> Und woraus ist das Feuer >>> (-Element = Elektrizität, elektrische Kraft) entstanden? Natürlich aus >>> dem >>> Akasha - woher denn sonst? >> >> Aha. Akasha. Na klar. > > Aha, du weißt es, dann ist's ja gut.
Ach weißt du, ich könnt auch zu allem irgendwelche Begriffe wie Akasha oder Äther erfinden. Aber das hat doch keinerlei Erklärungs- oder Erkenntniswert, wenns dabei bleibt. Denn dann ist es nur belangloses Esoterikgebrabbel oder eben Religionsgeschwätz, wenns dabei bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Der Habakuk.
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