1 Geschrieben Mittwoch, März 25, 2009 @ 20:18:57
Cemil Kaya
Cemil Kaya
In Dankbarkeit
Für meine Mutter
Hilmiye Yunusoglu
Copyright 2000 by Cemil Kaya, 10. April 2000
In geistiger Verbundenheit ..................................................................................................................................... 1
Erklärung der Schreibweise ................................................................................................................................. 2
1. Vorstellung der Thematik............................................................................... 3
1.1 Das Phänomen von Fatima..................................................................................................................... 5
1.2 Islam und UFOs (Extraterrestrier)....................................................................................................... 8
1.3 Islam und Vatikan (Christentum)........................................................................................................ 16
1.4 Der Islam und das Geheimnis von Fatima........................................................................................ 24
2. Die Engelerscheinungen................................................................................. 34
2.1 Der Beginn der Geschichte................................................................................................................... 37
2.2 „Fürchtet euch nicht!“........................................................................................................................... 39
2.3 „Was macht ihr da?“............................................................................................................................. 41
2.4 Die letzte Engelerscheinung und die Kommunion.......................................................................... 42
2.4.1 Exkurs I. – Gedanken über die Engelerscheinungen –.............................................................. 43
3. Die Marienerscheinungen................................................................................ 49
3.1 Die erste Marienerscheinung............................................................................................................... 50
3.2 Die zweite Marienerscheinung............................................................................................................. 54
3.2.1 Exkurs II. – Wunderheilungen –................................................................................................... 59
3.3 Die dritte Marienerscheinung.............................................................................................................. 71
3.4 Die vierte Marienerscheinung............................................................................................................. 81
3.5 Die fünfte Marienerscheinung............................................................................................................. 84
3.6 Die sechste und letzte Marienerscheinung – Das „Sonnenwunder“............................................ 86
4. Zeichen & Hinweise............................................................................................ 89
4.1.1 Zur Erinnerung................................................................................................................................. 96
5. Die „Diplomatische Version“......................................................................... 101
6. Das Geheimnis wird gelüftet....................................................................... 108
6.1 Ortsbestimmung = Ortsbedeutung.................................................................................................... 109
6.2 Zeitbestimmung = Zeitbedeutung (I)................................................................................................ 118
6.3 Zeitbestimmung = Zeitbedeutung (II).............................................................................................. 122
6.4 Der Name des „Engels des Friedens“.............................................................................................. 126
6.5 Das „Gebet des Engels“ (I)................................................................................................................. 139
6.6 Das „Gebet des Engels“ (II)................................................................................................................ 143
6.7 Das Geheimnis des „Bittgebets“........................................................................................................ 149
6.8 Das Geheimnis der 112. Sure............................................................................................................. 157
7. Die Frage nach dem Warum............................................................................ 165
7.1 Vorbereitung zur Behandlung biblischer Prophezeiungen........................................................ 172
7.1.1 Drei unterschiedliche Ergebnisse................................................................................................. 173
7.2 Die Frage nach dem „Messias“ (I).................................................................................................... 179
7.2.1 Exkurs III. – Jesus = der Herr? –................................................................................................ 181
7.3 Die Frage nach dem „Messias“ (II).................................................................................................. 184
7.3.1 Konkrete Analysen....................................................................................................................... 187
Nachwort und Rückblick ....................................................................................................................... 213 – 217
Literaturverzeichnis ............................................................................................................................... 218 – 222
ie der Leser es selber feststellen wird, bringe ich viele Erklärungen und Zusatzinformationen in Fußnoten, die im Grunde nicht gern gesehen werden, weil sie die Leser vom Haupttext abbrächten und das Thema fragmentieren würden. Indes meine ich: so sehr dies im Allgemeinen auch zutreffen mag, sind sie in diesem Buch und bei solch einer kontroversen & komplexen Thematik unumgänglich – das umso mehr, wenn sein Autor als ein Muslim hauptsächlich die nichtmuslimische d.h. konkret christliche, kritische und jene Leserschaft anspricht, deren Ideologie die Ufologie im weitesten Sinne geworden ist. Ihnen allen wird in diesem Buch Rechnung getragen und eine Theorie vorgestellt, die erstmals das Geheimnis von Fatima aus völlig anderen Perspektiven betrachtet.
Aus diesem und bald zu ersehenden Gründen werden im Haupttext sicherlich oft Mißverständnisse entstehen, welche durch entsprechende Erklärungen und Zusatzinformationen in Fußnoten bestmöglich beseitigt werden. Sie sind also dafür da, um den leicht zu entstehenden Mißverständnissen entgegenzuwirken, durch Randbemerkungen sekundär auftretende Fragen nach Vermögen zu klären und schließlich Zitatenquellen anzugeben. Am Ende des Buches ist das Quellen- bzw. Literaturverzeichnis Separat aufgelistet.
Soweit nicht speziell vermerkt, sind die in [eckigen Klammern] befindlichen Anmerkungen und Erklärungen innerhalb der Zitate von mir. Die ins Gewicht fallenden Worte und Sätze sind fettgedruckt , wobei die Hauptbetonungen kursiv hervorgehoben sind.
Die Konjunktion „und“ wird manchmal durch die sie entsprechende Et-Zeichen „&“ ersetzt, um lange Sätze zu kürzen sowie Wiederholungen zu „würzen“.
Es gibt einige wiederkehrende Zitate oder Aussagen und Schlußfolgerungen, welche unterschiedliche Aspekte der gleichen Thematik beleuchten, sie ergänzen oder einfach die Leser erneut darauf aufmerksam machen, deshalb nicht als überflüssig zu betrachten sind.
Die Absätze der allgemeinen Zitate
sind etwas eingerückt und fettgedruckt, wobei die darin vorkommenden Fremdzitate, sofern sie nicht zu kurz sind, werden in getrenntem Absatz wiedergegeben und
etwas mehr eingerückt sowie durch andere Schriftart vom vorigen Zitat unterschieden.
Die
seitlich eingerahmten Zitate
beinhalten ausschließlich Korantexte, sind somit auffällig und leichter zu finden.
Ich wünsche allen Lesern, ob männlich oder weiblich, ob religiös oder nicht, außer viel Spaß bei der Lektüre dieses Buches, auch oder besonders einen wachen und scharfsinnigen Verstand, um die Ausführungen und Hypothesen hinsichtlich wichtiger Fragen darin treffend zu beurteilen. Schließlich ist niemand perfekt – und gefeit vor Fehlern.
Der Kontext zwischen Islam, Vatikan, UFOs und dem Geheimnis von Fatima
as vorliegende Buch behandelt die Frage nach dem wahren Inhalt des dritten und letzten Geheimnisses von Fatima, über das bisher viel gesagt und geschrieben wurde und worüber ich der Öffentlichkeit hiermit eine neue Theorie vorstelle, welche einen Teil größerer Zusammenhänge durch die im Geschehen von Fatima verankerten Zeichen & Hinweise aufzeigt, sodann diese mit gewichtigen & entscheidenden religionswissenschaftlichen Fragen verbindet, analysiert und nahtlos zu einem Gesamtbild zusammenfügt das heißt u.a. durch sie das Geheimnis lüftet. Ob dem tatsächlich so ist, wird letztlich wohl jeder für sich entscheiden müssen. Denn das eigentliche Geheimnis wird uns, der Öffentlichkeit, bis heute vorenthalten. Ergo hat jeder Forscher nur den intellektuellen und indirekten Weg zur Lüftung des dritten Geheimnisses, nämlich den der Entdeckung der Hinweise und Zeichen von Fatima, Erklärung und Interpretation deren nächstliegende Bedeutung sowie den der Analyse Kontext bezogener Aussagen, Verhaltens- und Vorgehensweisen der Insider.
Auch wenn das in diesem Buch Vorgestellte „nur“ eine Theorie“ ist, wird der Leser Nichtsdestoweniger bald feststellen, daß sie kein Sammelsurium noch eine „geschickt kombinierte“ Wiederholung der bestehenden Theorien über das Geheimnis von Fatima darstellt oder so konstruiert wurde, daß man ihre einzelnen Elemente nicht selbst verifizieren und nachvollziehen könnte, wie dies bei manchen Werken leider der Fall ist und man „verzweifelt“ nach den sie bestätigenden Fakten Ausschau hält, jedoch – aufgrund der fehlenden oder mangelhaften Überprüfbarkeit – so gut wie keinen findet.
Es wird u.a. behauptet, das dritte Geheimnis sage den letzten Papst voraus oder enthalte Informationen über die zweite Ankunft Jesu‘, – Thesen, die zwar reelle Hintergründe haben, wie die Papstweissagungen von Malachias über die Päpste und den letzten Papst sowie die Prophezeiungen der Bibel und des Korans (bzw. der Hadithen – Aussprüche Muhammeds) über Jesu‘ Wiederkunft, jedoch nicht direkt und konkret in Verbindung zu bringen sind mit dem Geschehen von Fatima, weil entweder darin keine sie unterstützenden Hinweise enthalten sind oder die Geheimhaltung der Botschaft selbst dementiert solche für die Kirche eigentlich positiv ausfallenden Thesen.
Wenn hingegen in diesem Buch die Überzeugung vertreten wird, das Geheimnis hinge mit dem Islam zusammen, wofür als ein Ansatz und kleiner Indizienbeweis der Name des Dorfes „Fatima“ herangezogen und seine Bedeutung sowie sein Sinn entsprechend dargelegt wird, so besitzt dies einen reellen d.h. thematisch verifizierbaren Hintergrund, von dem jeder forschender Leser konkret ausgehend für sich eine positive oder negative Meinung darüber bilden kann. Gewiß wäre eine auf solche oder ähnlich logische Querverbindung basierende Behauptung keine ernst zu nehmende Hypothese, weil sie alleinstehend einfach zu wage, schwach fundiert oder nicht hinreichend überzeugend wirkt.
Andererseits bekämen solche Querverbindungen Als Ansatz eine größere Bedeutung und mehr Wert für die Sache selbst und verdienten gewisse Beachtung, kämen sie von westlicher, christlicher und insbesondere kirchlicher Seite, als von einem Muslim wie mir, den man für subjektiv und also voreingenommen halten könnte.
Und siehe da, genau das ist der Fall, das heißt, lange vor mir und auch während ich an diesem Buch arbeitete, haben sich einige westliche Forscher, Autoren und Geistliche Gedanken darüber gemacht und sich gefragt, warum ausgerechnet „Fatima“ der gezielte Erscheinungsort des ganzen Geschehens sei.
Merkwürdigerweise hatte jedoch von ihnen keiner (außer geringfügig einer, den ich später zu Wort kommen lasse) den Mut oder die nötigen Kenntnisse und Erkenntnisse, seine Querverbindungen darüber etwas mehr zu vertiefen und die daraus entstehenden „kettenreaktionsartigen“ Konsequenzen zu verfolgen und zu akzeptieren. So ließen alle die notwendige Frage nach dem wahren und tiefergehenden Zusammenhang ihrer besagten Feststellung in der Luft hängen – Gott sei Dank, möchte ich fast sagen, weil dies karmisch offenbar mir gegönnt war und es meine Aufgabe sein sollte, die entschlüsselte Botschaft der breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen.
Wie auch immer, es waren christliche Autoren, die den muslimischen Verfasser dieses Buches auf die Idee brachten, daß das Geheimnis von Fatima mit dem Islam zusammenhängen könnte; und sie waren es auch, welche durch die Schilderung der Umstände von Fatima mir jene Zeichen und Hinweise für den Islam nahebrachten. Von daher bin ich ihnen im Namen der Wahrheit dankbar und ich wünsche mir, daß jeder, der dieses Buch liest und darüber seine Gedanken macht, möglichst viel für sich daraus zu entnehmen imstande ist und nicht einfach aus ideologischen oder dogmatischen Gründen alles über Bord wirft. Denn kein Mensch, der einigermaßen intelligent ist und zudem ein Sachbuch welchen Ranges und Faches auch immer über diese besondere Thematik verfaßt, kann sich in sämtlichen Punkten irren, sowie er nicht alle Fragen und Probleme fehlerfrei zu lösen vermag. Das gleiche gilt natürlich für alle Autoren, deren Thesen und Theorien ich in diesem Buch zum Teil kritisiere und teils auch bestätige.
rei Kinder (Jacinta, 6 Jahre alt, ihr Bruder Francisco, 8 Jahre, und deren Cousine Lucia, 9 Jahre) erlebten im Jahre 1916/-17 in der nähe ihres Dorfes Fatima mehrere Engel- und Marienerscheinungen. Während dieser Zeitspanne bekamen sie drei Botschaften übermittelt, die später von der Hauptperson, Lucia, schriftlich fixiert und versiegelt 1944 dem Erzbischof von Leiria, Monsignor Jose Alvas Cerreida da Silva übergeben, 1957 wiederum seinerseits an den Vatikan weitergeleitet wurden, wovon die ersten zwei seit 1942 bzw. 1943 offiziell bekannt sind. Das Ganze sieht folgendermaßen aus:
Ø Die erste Botschaft sagte bereits 1917 zunächst das baldige Ende des ersten, sodann den Ausbruch des zweiten Weltkriegs voraus.
Ø Die zweite Botschaft kündigte die Entstehung des (Sowjet-) Kommunismus, seine verheerenden Folgen und schließlich seinen Untergang bzw. Zerfall an, den wir 1991 miterlebten.
Ø Die dritte und letzte Botschaft, um die es in diesem Buch geht, das berühmte dritte Geheimnis von Fatima, hingegen sollte dem Vatikan übergeben und von diesem zunächst bis 1960 geheimgehalten, jedoch danach vermeintlich veröffentlicht werden.
Als gezielt ausgewählter Adressat der geheimen Botschaft hält er diese bis heute unter strengstem Verschluß und zieht offenbar nicht im geringsten in Erwägung, sie der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Diese „Geheimnistuerei“ führte konsequenterweise zu unterschiedlichsten Reaktionen und Spekulationen, jedoch auch zu ernst zu nehmenden Hypothesen und Theorien. Manche vermuten in der dritten Botschaft von Fatima Prophezeiungen über den dritten Weltkrieg, einige andere über das Ende der Kirche respektive der kirchlichen Institution oder gar der Welt durch verheerende Naturkatastrophen. Auch Jesu‘ zweites Kommen als Richter der Menschheit wurde in Erwägung gezogen.
Nicht zu vergessen sind dabei die Ufologen, Präastronautik-, oder Paläo-Seti-Forscher, die hinter dem Fall von Fatima ausschließlich UFOs und Extraterrestrier sehen wollen und dessen Geheimnis damit in Verbindung bringen. Sie machen zwischen „nichtirdisch“ und „außerirdisch“ oft keinen Unterschied, was zu Mißverständnissen führt oder führen kann, da das „Außerirdische“ sowohl die Stofflichkeit als auch die Räumlichkeit impliziert (d.h. die Außerirdischen besitzen einen materiellen Körper und leben auf einem bestimmten Planeten), wogegen das „Nichtirdische“ meistens spirituell zu verstehen ist. Dieses kann allerdings u.U. sowohl „Außer-“ als auch „Überirdische“ bedeuten. Begriffe können uns zuweilen wirklich zu völlig falschen Fährten bringen, wobei die daraus entstehenden Ungereimtheiten später nicht oder nicht gänzlich wieder zu beseitigen wären.
Ließen wir jedoch die weniger wichtigen Aspekte als Widersprüche innerhalb einer Theorie oder Ideologie beiseite, stellten wir rasch fest, daß es bezüglich des Geheimnis von Fatima zwei Grundvorstellungen existieren, nämlich die
Ø (christlich) religiöse und die
Ø extraterrestrische,
... aus welchen alle anderen bekannten oder weniger bekannten und bedeutenden Thesen hervorgingen. So betrachten gläubige Menschen die Quelle solcher Phänomene – wie das von Fatima – bekanntlich als Gott & spirituelle Wesen (Engel, Maria...), wobei die ETH-Vertreter (Ufologen, Präastronautik-Forscher) sie für physikalische Intelligenzen halten, die auf unserer Erde selbständig und ohne Verantwortung gegenüber höheren Mächten agierten. Mehr noch: während die Gläubigen von der übernatürlichen – d.h. also göttlichen – Erschaffung des Menschen überzeugt sind, gehen die meisten Vertreter der extraterrestrischen Hypothese von der spontanen und zufälligen Entstehung des Lebens und dessen Evolution aus, wobei sie bei den Menschen wiederum eine Ausnahme machen und ihn als ein „genetisches Produkt der Außerirdischen“ betrachten. Besonders kraß und verwirrend finde ich jene Widersprüche innerhalb der ETH, die nicht so ohne weiteres von den Außenstehenden oder sich nur flüchtig damit Befassenden durchschaut werden können. In diesem Buch werde ich thematisch auch darauf eingehen und mich damit auseinandersetzen.
Abgesehen von aller Uneinigkeit und auch davon, daß es manche gibt, welche selbst die Realität des Phänomens leugnen, besteht unter den oben aufgezählten Parteien Einigkeit darüber, daß das außergewöhnliche Phänomen von Fatima tatsächlich stattfand und offiziell unter christlichen Bedingungen ablief, und: der Vatikan ist der bewußt ausgewählter Adressat der geheimen Botschaft seitens jener Wesen, die in Fatima erschienen und agierten. Dieses von allen an die Diskussion Beteiligten anzuerkennende Faktum ermöglicht, ja führt uns gar beinahe zwangsläufig zu dem logischen Schluß, daß das dritte Geheimnis von Fatima mehr oder minder, in positiver oder negativer, jedoch, und darauf ist unbedingt zu achten: direkter Form mit dem Christentum unbedingt zusammenhängen muß. Jene in Fatima erschienene Wesen (wer oder was sie auch sein mögen, spielt bis zum gewissen Punkt keine bedeutende Rolle) wählten das Christentum und speziell den Vatikan nicht ohne einen triftigen und historisch wichtigen Grund aus.
Leider gilt diese Feststellung hinsichtlich des gezielten Adressaten nicht für die Exponenten der Präastronautik, welche nicht nur die theologische Interpretation fast gänzlich verwerfen, sondern auch der Sinnfrage sehr wenig Beachtung schenken. Dadurch entsteht natürlich der Eindruck, als ob die Frage nach dem Sinn und Zweck des Ganzen etwas völlig Sekundäres, ja „Unseriöses“ wäre. Wir werden im laufe unserer Ausführungen noch zur genüge darauf zurückkommen und aufzeigen, daß ihr Versäumnis der Forschung dieser Sinnfrage der einzig wahre Kritik- und Schwachpunkt ihrer Ideologie darstellt. Daraus resultieren sich nämlich fast alle ihrer markanten Fehler.
Nun wird es Zeit, Ihnen konkret einige Bezugspunkte zwischen Vatikan (Christentum), Islam sowie UFOs (gemeint sind deren Insassen, die Extraterrestrier) und natürlich dem Geheimnis von Fatima bekanntzumachen. Erst danach gehe ich – im 2. Kapitel – auf die ausführliche Geschichte von Fatima ein. Im 4. Kapitel sind mehr von der Korrespondenz mit Fiebag enthalten als bis dahin verteilt zitiert. Zwischen 5. Und 7. Kapitel endlich stelle ich meine Theorie vor.
ie Frage, ob es irgendwelche extraterrestrische Entitäten d.h. physisch aufgebaute, von uns Irdischen auch physisch kontaktierbare Wesen im Weltall existieren, verkoppelt mit der Frage, mit wem oder was die uns bekannten Propheten in der Geschichte Kontakt hatten, führen uns gemeinsam schließlich zu der thematisch belangvollen konsequenten Frage, wie der Islam zu diesen Themen steht, und ob er nach einem offiziellen Kontakt mit den ETs sich noch als eine echte d.h. göttliche Offenbarung behaupten könnte. Konkrete und direkte Fragen, die auf direkte und verständliche Antworten harren...
Manche Leser werden überrascht sein zu erfahren, daß der Islam die Frage nach der Existenz von ETs längst positiv und unmißverständlich geklärt hat. Zudem hat er sogar eine zukünftige Kommunikation mit ihnen vorausgesagt, so daß ein Teil der ETH-Vertreter damit offenbar nicht klarkommen (könnten), weil sie von keiner Religion bewußte Information darüber erwarten. Dieser Teil der Exponenten von ETH sind die sog. Präastronautik-Forscher und haben mit ihren Thesen natürlich auch andere UFO-Forscher mehr oder minder beeinflußt.
Die islamische Lehre von der Existenz der UFOs bzw. ETs ist keineswegs zu vergleichen mit den heutigen und zwangsläufig geäußerten Geständnissen der Kirche, welche die Pluralität exobiologischer Entitäten für denkbar erklärt. Der Islam lehrte dies von Anfang an, ohne also durch einen Druck von „Außen“, der sich mit der stufenweise Entwicklung der Ufologie, welche wiederum durch das massierte Auftreten der UFOs, zwangsläufig ergeben hätte, wie dies beim aktuellen Christentum der Fall ist, und auch ohne Übertreibung, wie dies bei der ETH der Fall ist und sie den ETs die absolute und höchste Priorität der Forschungen in bezug auf die menschlichen Geheimnisse einräumt.
Michael Hesemann fragt in seinem Buch „Geheimsache Fatima“:
UFOs, Außerirdische und Christentum – sind sie überhaupt miteinander vereinbar?
...um ein geschichtliches Beispiel dafür zu geben:
Als Giordano Bruno von der Pluralität bewohnter Welten sprach, wurde er im Jahre 1600 auf dem Campo de Fiori in Rom von der Heiligen Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt. (S. 331 f.).
Die islamische Geschichte verzeichnet keinerlei solche Vorgehensweisen, in denen Wissenschaftler und angebliche „Hexen“ verfolgt oder gar verbrannt worden wären. Wie könnte demnach eine solche Religion, die universale Realitäten lehrt, sodann auch die extraterrestrische Thematik positiv klärt, unter einem „offiziellen Kontakt“ mit den Außerirdischen leiden, wie die ETH-Vertreter dies geradezu mit einer leichten Brise von Schadenfroh immer wieder behaupten? Als ein Beispiel dafür können wir Luc Bürgin heranziehen, der den alten UFO-Report mit leider nicht ganz aktualisierten d.h. der revidierten Fassung der ETH angepaßten Vorstellungen neu aufrollt, meint diesbezüglich:
...die führenden Weltreligionen... würden [bei einer offiziellen Kontakt mit Außerirdischen] gnadenlos erschüttert. (Luc Bürgin: Götterspuren. Der neue UFO-Report. Herbig-Verlag, München 1993, S. 226).
Sicherlich steht Bürgin mit dieser Ansicht nicht allein – im Gegenteil. Es ist geradezu eine „extraterrestrische Pflicht“, daran zu glauben und diesen Glauben bei jeder passenden Gelegenheit zu propagieren. Auch Fiebag geht bzw. ging dieser „Pflicht“ nach. Zitat:
Insbesondere die religiösen Konsequenzen, die in vielen, vor allem islamischen Staaten, auch politische Konsequenzen zeitigten, dürften unabsehbar sein. Jede Weltreligion, die sich auf die Verehrung oder Anbetung menschenähnlicher Götter oder Gottesfiguren stützt (Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus), ginge dann ihres universellen Anspruchs verlustig, wie überhaupt die Frage, ob nicht sämtliche dieser Glaubensrichtungen ihren Ursprung aus früheren Kontakten beziehen, dann in einem völlig neuen Rahmen gestellt werden müßte. (Johannes & Peter Fiebag: „Himmelszeichen“, S. 349 f.).
Däniken hingegen widerspricht in seinem Buch „Erscheinungen“ Fiebag (obwohl er, Däniken, allgemein die gleiche Meinung vertritt), wenn er den wissenschaftlichen Theologen Pucceti bestätigend zitiert:
„...Es könnte tatsächlich dazu kommen, daß das Christentum – womöglich als einzige der großen lebendigen Religionen – durch Versuche mit der interstellaren Kommunikation als unwahr erwiesen würde... (S. 136)
Warum die religiösen, auch politischen, Konsequenzen einer offiziellen Begegnung mit Außerirdischen besonders dem Islam schaden sollte, ist von Fiebag leider nicht ausführlich zu erfahren. Denn in keinem muslimischen Land wird heute eine vollständig auf den Islam basierende Politik, Wirtschaft und Rechtssystem praktiziert. Es sind dort entweder sozialistisch oder demokratisch geprägten Systeme anzutreffen, die, in manchen Ländern, wie in Saudi Arabien oder Iran, nur gering von der Scharia, von der islamischen Gesetzgebung also, enthalten, viel dagegen vom Willkür und/oder westlichem Stil.
Wie wir die Sachlage auch betrachten, ergibt die Schlußfolgerung Fiebags oder Bürgins keine annehmbare Logik. Im Gegenteil. Die Religionen enthalten – nach ihnen! – außerirdische Botschaften und Informationen, um nicht zu sagen: religiöse Gebote, Verbote, Verhaltensmuster..., worauf Menschen nachträglich subjektive und egoistische Vorstellungen konstruiert haben, so daß bei einem offiziellen Kontakt jene Wesen uns dafür tadeln und eventuell auch „bestrafen“ könnten, daß wir uns nicht an ihren Geboten hielten! Däniken schreibt Themen bezogen:
Die „Götter“ ließen die junge Menschheit [unsere Vorfahren] mit klaren Geboten zurück. Wären diese eingehalten worden, gäbe es eine intakte, reibungslose, zukunftssichere Zivilisation, und eine Kultur auf hohem Niveau wäre garantiert. (E. v. Däniken: Prophet der Vergangenheit. S. 273).
Wir brauchen hier lediglich ein weiteres „Geständnis“, das von Fiebag gemacht wurde, um all die unstimmigen, unsinnigen und womöglich mit gewisser „Hoffnung“ behafteten Aussagen, die wir oben stellvertretend für die gesamte ETH von Bürgin und Fiebag zitierten ad absurdum zu führen. Und wir finden es auch. Schließlich heißt es ja, „wer sucht, der findet“! Zitat:
Schon bald nach dem Aufbruch aus Ägypten jedenfalls verkünden die „Sternengötter“ ihre Gesetze für die sich neu bildende Gesellschaft, zusammengefaßt in zehn kurzen, eindringlichen Punkten [die Zehn Gebote], die bis heute Grundlage der abendländischen Gesellschaftsordnungen geblieben sind. Das ganze gipfelt bereits im ersten Gebot mit der endgültigen Einsetzung des Monotheismus, einer Glaubensrichtung, der sich offenbar auch die „Götter“ von den Sternen verpflichtet fühlten. (Johannes Fiebag: „Gesandter im Altertum“, in: „Gesandter des Alls“, eine Co-Produktion von: Johannes & Peter Fiebag/ Hans-Werner Sachmann, IPE-Publikationen, Essen e.V., 1. Auflage 1993, S. 39).
Im selben Buch, auf Seite 192 f. erfahren wir von ihm, daß diese Gebote eigentlich bis heute gültig seien:
Was wir tun sollten, ist nichts anderes, als den Weg, den sie uns gezeigt haben, einzuschlagen. Wenn wir die Gebote, die sie einst Mose gaben, befolgen,... wird das „Experiment Menschheit“ eines Tages – vielleicht – von Erfolg gekrönt sein.
Auch Däniken meint in seinem besagten Buch, „daß unser Planet sowas wie ein Paradies wäre, wenn die Menschen sich an die simplen Gebote der ‚Götter‘ gehalten hätten“ (S.276). Gleichzeitig macht er sich Gedanken darüber, was die Außerirdischen denn bei ihrer Wiederkehr von uns erwarteten und wie sie auf den Zustand unserer Gesellschaft mit ihren dubiosen Errungenschaften reagieren würden. Auch stellt er zwischen heute und der Geschichte eine Verbindung hinsichtlich der Vorgehensweisen der „Götter“ her, welche „in prähistorischer Zeit nicht eben zimperlich mit den Erdbewohnern umgingen.“ (S. 277).
Alles schön und gut, wo aber bleibt die Hoffnung, Pardon, die Schlußfolgerung, daß bei einem offiziellen Kontakt mit den „Sternengöttern“ alle Religionen zugrunde gingen, wovon insbesondere der Islam betroffen wäre? Falls die Begründung Fiebags jedoch nur aus dem bestehen sollte, was er über die „Anbetung“ sagt, wäre in diesem Fall der Islam womöglich die einzige Religion, welche nach einem eventuellen Kontakt und Informationsaustausch mit den ETs sich noch behaupten könnte. Denn er verehrt weder „menschenähnliche Götter“ noch irgendwelche „Götterfiguren“, sondern lehrt den reinsten Monotheismus! Nicht zuletzt gehen seine Lehren mit den wissenschaftlichen Entdeckungen, mit Vernunft und Intuition der Intellektuellen & Sensitiven einher, so daß in der islamischen Geschichte der Verstand & Glaube, die Religion & Wissenschaft sich immer harmonisch miteinander vertragen und gegenseitig unterstützt haben.
Indessen weiß ich, was Fiebag und andere ETH-Vertreter mit den negativen Schlußfolgerungen tatsächlich meinen: nämlich die „Tatsache“, daß bei einem offiziellen Kontakt die „wahre“ Quelle der Religionen, und zwar die „außerirdische“ – statt also göttliche –, ans Licht käme und die Konsequenz, logischerweise, ein Chaos sein würde. Das wäre in der Tat zu erwarten, wenn die Quelle weder direkt noch indirekt mit Gott, dem Schöpfer und mit den spirituellen Wesen, genannt Engel, zusammenhinge, sondern lediglich mit Außerirdischen, mit „Sternengöttern“, die selbst in Ungewissem lebten und nicht wüßten, wovon sie da eigentlich sprechen.
Doch diese Rechnung geht aus mehreren in diesem Buch verteilt zu findenden Gründen nicht auf. Hauptsächlich jedoch der unschwer nachzuweisende Tatbestand, daß der Islam eine wahre Religion und keine menschliche Erfindung ist, widerlegt die oben zitierten negativen Vorstellungen und Schlußfolgerungen der ETH und ihren widersprüchlichsten und mannigfaltigsten Vertretern. Damit meine ich schlicht die Wahrheit der Offenbarung, deren Quelle göttlich, Überbringer geistig (Engel) und praktizierender Verkünder ein in der Bibel vielseitig beschriebener Prophet ist.
In welchem Punkt könnte also ein offizieller Kontakt, um somit auf die Aussagen der Ufologen zurückzukommen, mit ETs denn nachteilig auf den Islam auswirken? Er könnte nur dann, wären die mit uns zu kontaktierenden ETs entweder negative Wesen und hegten entsprechende Absichten oder nicht sehr entwickelt, wie eben manche Menschen auf dieser Erde. Zumal die Ergebnisse der Forschungen zeigen, daß auch sie der Polarität der Schöpfung unterworfen sind d.h. daß unter ihnen sowohl positive wie auch negative Wesen gibt. Wie auf Erden, so auch im Himmel.
Warum der Islam – und nicht jene ihn zu kritisierenden oder verwerfenden Wesen – das Prädikat „positiv“ erhalten soll, geht aus seiner allseitig positiven d.h. zu allem Guten führenden Lehren hervor. Es gibt nichts in ihm, daß dem Gläubigen ethisch-moralisch-geistig und gesellschaftlich oder physisch und psychisch irgendwie Schaden könnte – es sei denn, man praktiziert ihn nach belieben oder falsch, wie etwa beim Fasten im Ramadan (Fastenmonat im Islam) und ernährt sich unausgewogen oder übertreibt in seinem Ehrgeiz. Aber das ist und kann ihm (dem Islam) nicht als Vorwurf angetastet werden, denn das harmonische Fasten an sich (um bei diesem Beispiel zu bleiben) ist eine gesunde, natürliche und sehr erfolgreiche Vorbeugung gegen alle möglichen Krankheiten, ja es ist zugleich ein sehr effektives „Medizin“ für Körper, Seele und Geist.
Nun zur Frage der Existenz von Außerirdischen. Der Koran äußert sich darüber unter anderem:
Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und die lebenden Wesen, welche Himmel und Erde füllen, und Er besitzt die Macht, sie alle vor sich zu versammeln, wenn Er nur will. (42:30; nach Ludwig Ullmann, kursiv von mir).
Unter dem Lichte der Erkenntnis, daß der Koran sich begrifflich exakt ausdrückt, erklären sich die hervorgehobenen Begriffe wie folgt direkt aus dem Original:
Ø „Zeichen“: Arab. „Ajet“. In der koranischen Terminologie wird es für Zeichen, Hinweis, Beweis, Chiffre, Wunder u.ä. gebraucht.
Ø „Himmel“: Arab. „Sema“ bzw. „Semawat“ (plural); der Sternenhimmel (wohlgemerkt, nicht Jenseits!)
Ø „Lebende Wesen“: Arab. „Dabbe“ oder „Dabbetun“ (plural), bedeutet eigentlich „Getier“, wird im Koran jedoch ausschließlich für physisch und biologisch aufgebaute Lebewesen verwendet, wobei der Mensch oder ein anderes intelligentes Wesen (ETs) inbegriffen ist.
Ø „Wenn Er es nur will“: eine falsche oder leicht zu mißverstehende Übersetzung des berühmten Wortes „Inschallah“ = „So Gott es will“, was weder einen Willkür ausdrückt noch die Eventualität besagt, das um so weniger, weil die Aussage vom göttlichen Aspekt kommt. Tatsächlich ist es eine Voraussage und Versprechung.
Auch der Satz „Er besitzt die Macht, sie alle vor sich zu versammeln“ verfehlt den wahren Sinn des Verses. Ohne ergänzende Erklärung vermittelt er den Eindruck, als ob die „Versammlung“ nach dem Tode im Jenseits, vor Gott im Geiste stattfände. Der Gesamtzusammenhang läßt aber ohne weiteres darauf schließen, daß diese Versammlung ein offizieller Kontakt, eine Zusammenkunft mit ETs im materiellen Bereich des Universums sein wird, was „vor Gott“ nicht verletzt, da Er überall allgegenwärtig ist. Das ist auch das allgemeine Verständnis der muslimischen Gelehrten. So schreibt der deutsche Muslim Hadayatullah Hübsch in seinem Buch „Der Weg Mohammeds„ über diesen Vers:
Dieser Vers des Korans spricht, wie andere auch (Sure 10:67), von intelligenten, menschenähnlichen Wesen im All und prophezeit, daß es einst Kommunikation zwischen den Erdbewohnern und Außerirdischen geben wird. So bestätigt der Koran zum Beispiel: „Und daß Er der Herr des Sirius ist“ (Sure 53:50).
Gäben es wiederum im Sirius-System keine intelligenten Lebewesen, deren Herr Gott der Allschöpfer ist, so wäre der namentliche Hinweis darauf sinnlos. Denn Er ist Herr der Lebenden und nicht der Toten (Materie). Ansonsten müßte Er „Schöpfer“ (des Belebten und Unbelebten) heißen. Denn der Begriff „Herr“ braucht seinen Gegenüber, um als solchen zu gelten, und das ist der „Diener“ mit „Bewußtsein“.
Um kurz noch einmal auf den Begriff „Dabbetun“ = „Getier“ = „Lebewesen“, zurückzukommen. Der zitierte Korantext benützt diesen Begriff bewußt so, weil er damit die Vielfalt der physischen und biologisch aufgebauten Wesen auf der Erde wie auch im Universum gleichzeitig zum Ausdruck bringen will. Ein anderer Vers verdeutlicht die Relation des Begriffs „Dabbetun“ zum Menschen:
Es gibt keine Tiere [Dabbetun] auf Erden und keine Vögel, die mit ihren Flügeln fliegen, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. (6:38, nach A.T. Khoury, unter Mitwirkung von M. S. Abdullah).
Es finden sich sowohl im Koran als auch in den Hadithen noch viele Hinweise für die Existenz außerirdischer Zivilisationen. So sagte beispielsweise der Prophet, daß es sechs andere bewohnte Planeten (außer unseren) gebe, auf denen Menschen wie wir lebten und ebenso wie wir ihre Propheten hätten. Er fügte zudem hinzu, daß deren jeweilige Entfernung fünfhundert Jahre betrage. Moderne muslimische Forscher fanden in einem anderen Hadith von Muhammed, worin er eindeutig vom „Lichtjahr“ spricht, und verbanden diesen mit den obigen Hadith, so daß dort unklar gebliebene „500 Jahre“ durch „500 Lichtjahre“ nachvollziehbar wurde.
In der Sure 19 (betitelt mit „Maria&ldquo
ist zu lesen:
Niemand in den Himmeln und auf der Erde wird zum Erbarmer [Gott] anders denn als Diener kommen können.
Er hat sie [alle] erfaßt und genau aufgezählt. Und sie alle werden zu ihm am Tag der Auferstehung allein kommen. Denen, die glauben und die guten Werke tun, wird der Erbarmer Liebe bereiten. (19:93-96
Außer dem Begriff „Himmel“ (Sema = Sternenhimmel), ist der Hinweis auf die Auferstehung relevant, da sie nur für solche Geschöpfe gilt, die (körperlich) sterben und wieder (körperlich) auferstehen können. Hier ist noch etwas von außerordentlicher Wichtigkeit. Nämlich die Tatsache, daß Gott alle Seine Diener „erfaßt und genau aufgezählt“ habe, was deren eigentliches Wesen betrifft, welches der Geist ist, der in der Schöpfung eine bestimmte und genaue Zahl aufweist, die unter anderem die These der ETH widerlegt, daß es durch Gentechnologie neue Menschen „erschaffen“ werden könne. Der genveränderte Körper, falls er lebensfähig sein sollte, bekommt einen bereits bestehenden Geist und eine Seele. Diese werden also nicht durch und mit der Gentechnologie „erschaffen“.
In einem Hadith lesen wir:
Gott, die Engel und die Bewohner des Himmels und der Erde ... erbitten den Segen für den, der die Menschen das Gute lehrt. („So sprach der Prophet“, ausgewählt und übersetzt von Adel Theodor Khoury, Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1988, Hadith Nr. 32, kursiv von mir).
Wer sind die „Bewohner des Himmels“? natürlich die Außerirdischen, da die Engel vorher separat erwähnt werden.
In einem anderen Hadith wiederum schwört der Prophet auf ein Sternzeichen hindeutend, daß seine (zukünftige) Gemeinschaft den Islam dorthin bringen werde, was zweierlei zugleich bedeutet: erstens werden die Muslime (allein oder gemeinsam mit Nichtmuslimen) in Zukunft Raumfahrt betreiben, und zweitens auf anderen Sonnensystemen bewohnte Planeten vorfinden, auf welchen sie den Islam bekannt machen können. Gäben es auf dem vom Propheten Hingewiesenen Sternsystem keine intelligente Lebewesen, wen sollten die Muslime dort den Islam dann predigen?
Daß der Koran diese Thematik allerdings nicht ausführlich erörtert, geschieht mit Bedacht auf die allgemeinen wissenschaftlichen Forschungen und nimmt außerdem Rücksicht auf das Erkenntnis- und Entwicklungsniveau der damaligen Menschen. Schließlich geht es dem Islam – verständlicherweise – nicht um eine extraterrestrische Lehre, wie dies in der Ufologie der Fall ist, sondern hauptsächlich um individuelle und gesellschaftliche Entwicklung und Vervollkommnung. Wäre er indessen heute geoffenbart, sähe seine inhaltliche Struktur mit Sicherheit etwas anders aus. So würde er zwar von „Flugzeugen“, „Autos“, „Fernsehen“, „Computern“ usw. offen sprechen, aber dennoch auch solche Informationen, Chiffren und Botschaften beinhalten, die erst in der Zukunft zu verstehen sein würden. Der Grund dafür ist schlicht der, daß eine letzte und universale Religion auch an die künftige Menschheit gerichtet sein muß, um auch ihnen etwas bieten zu können.
Da es nun klar geworden ist, daß der Islam schon vor über 1400 Jahren als einzige unter den monotheistischen Religionen, nicht nur von den Engel und anderen geistigen Wesen spricht, sondern auch die Existenz exobiologischer Entitäten konkret nennt und lehrt, müßte bereits diese Feststellung einem zu Bedenken geben hinsichtlich der Quelle des Korans: Wer oder was gab Muhammed diese zutreffenden Informationen? Jene Wesen, die mit der Offenbarung des Korans beauftragt waren, nennen sich selber Engel (und keine „Außerirdischen&ldquo
– und werden im Koran definiert als: Lichtwesen. Inwiefern sind Ufologen und ETH-Vertreter überhaupt berechtigt zu urteilen, daß diese Wesen keine Engel, sondern ETs, d.h. also in seinem allgemeinen Sinn biologisch aufgebaute Wesen, seien, gänzlich also konträr stehend zu deren eigenen Aussagen?
Wohl haben sie, die Präastronautik-Forscher, im Alten Testament, beispielsweise im Hesekiel, Beschreibungen von UFOs, im Sinne von Raumschiffen und Flugkörpern, entdeckt und sie entsprechend interpretiert, um daraus die Schlußfolgerung abzuleiten, daß alle biblischen Aussagen über die Engel, Teufel und anderen himmlischen und geistigen Wesen als „Außerirdische“ zu verstehen seien. Damit haben sie sich allerdings selbst ein Dilemma geschaffen, aus dem sie nicht mehr oder so lange nicht heraus können, bis sie es erkannt und voll akzeptiert haben werden, daß
1. Gott Der Schöpfer allen Seins ist und Er, nur Er, zunächst den unsterblichen Geist aus Seinem Wort („Es Werde!&ldquo
heraus schuf, sodann ihm eine Seele und schließlich einen materiellen Körper gab. Weder der Körper noch die Seele vermag ohne den Geist zu bestehen, zu „denken“ (Bewußtsein) und zu handeln;
2. Er, Gott, weder pantheistisch noch deistisch zu verstehen, sondern in der Mitte von beiden Begriffen zu suchen ist (Panentheismus).
3. es sowohl positive wie auch negative geistige Wesen imstande sind, materielle Phänomene und Wirkungen hervorzurufen, wie beispielsweise Objekte sprich „UFOs“ zu erzeugen, sich in beliebiger Form zu materialisieren. Dabei kann es sehr wohl geschehen, daß wir durch die letztgenannten (negativen Wesen) falsche und irreführende Botschaften erhalten, die von manchen für bare Münze gehalten werden. Allerdings liefern auch positive Wesen uns zuweilen „falsche“ Informationen, die jedoch taktisch positiven Hintergrund für unsere Entwicklung haben.
4. ohne Unterschied alle Propheten und andere astral-mental vollkommen entwickelten Menschen tief in die Geheimnisse der Schöpfung eingedrungen sind, jedoch aus Unreife der Massen sie nicht oder nicht ohne Symbolik preisgegeben haben. Sie waren keine „zufälligen Zeugen“ irgendwelcher Raumschiffe, so daß sie von deren Insassen, sprich ETs, für gewisse Missionen benützt worden seien, und schließlich, daß
5. der Sinn und Zweck unseres Daseins mitnichten darin besteht, einen gewissen technologischen Stand zu erreichen, um einen offiziellen Kontakt mit ETs herzustellen. Es ergibt absolut keinen Sinn, weshalb „sie“ in der Vergangenheit oft für längerer Zeit unter den Menschen geweilt und erst in den letzten paar Jahrhunderten scheu davor bekommen haben sollen. (Das frühere Argument, z.B. des von Dänikens, wonach die ETs zuletzt vor Jahrtausenden uns besuchten und bis heute ausblieben, ist durch stetige Erscheinungen von Wesen und UFOs längst widerlegt und wird selbst von ihm verworfen, auch wenn er nicht ganz davon weg kommt.)
Warum stellen die Ufologen oder ETH-Vertreter die Geistesgrößen (Propheten) indirekt als armer Irrer dar? Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach: Im Allgemeinen werden nur solche Menschen vehemente oder fanatische Verteidiger der ETH, die zuvor nichts oder nicht viel von Religionen hielten. Oder aber: sie waren einfach unwissende bzw. von ihrer Kirche enttäuschte Gläubige. Wer vorher religiös gewesen war, nach extraterrestrischer Überzeugung auch weiterhin gläubig bleibt, versucht seinen religiösen Glauben mit der Ufologie, doch insbesondere mit der Präastronautik, zu vereinbaren, da diese den Menschen als ein außerirdisches Produkt betrachtet und ihn nicht von Gott erschaffen wissen will.
Man kann allerdings nicht gleichzeitig und vollständig an beiden Ideologien glauben, sowie man nicht zwei Herren gleichzeitig zu dienen vermag. Man muß hier und dort einige subjektive Revisionen vornehmen. Revision in der Religion bedeutet allerdings Manipulation und somit ihre – wenn auch unbewußte, ungewollte – Verfälschung, es sei denn, die Revisionen betreffen die Interpolationen d.h. die bereits vorgenommenen Verfälschungen und Hinzufügungen. Und auch hierbei kann keiner sich absolut sicher sein, ob seine Revision wirklich eine Rekonstruktion (Wiederherstellung) oder Verfälschung des Originals ist. Wie auch immer, Tatsache ist und bleibt, daß mit der Entdeckung des außerirdischen Teils in der Bibel und anderen heiligen Büchern sowie Mythen und Legenden, man das Kind mit dem Bade ausgeschüttet d.h. auch andere wertvolle Wahrheiten darin verworfen hat.
Indem der Islam die Existenz der Außerirdischen lehrt, fühlt er sich von der Ufologie oder der Präastronautik logischerweise angesprochen, womit der Zusammenhang oder die thematische Verbindung zwischen beiden allgemein hergestellt wäre. Doch es geht weiter und viel tiefer – im nächsten Artikel.
ür die Informierten liegt der Zusammenhang zwischen diesen beiden eigentlich auf der Hand: Der Islam versteht und definiert sich nicht als eine „neue“ Religion, sondern als eine Fortsetzung der einzig wahren und ewig gültigen Universalreligion, welche die Universalgesetze & -harmonie widerspiegelt und deren Verkünder von Gott auserwählte und auf die Welt gesandte Propheten sind wie Abraham, Moses, Jesus und schließlich, ihr letztes Glied in der Kette: Muhammed.
Die „Fortsetzung“ betrifft u.a. die biblischen Voraussagen über einen letzten und die Offenbarungskette abschließenden Propheten, der da kommen und die Jahrtausende alte Offenbarungen in einer endgültigen Form zusammengefaßt zur Vollendung bringen sollte. Wie die meisten der Leser es sicherlich wissen, erwarten die Juden den in der Bibel Verheißenen bis zum heutigen Tag, den sie „Messias“ nennen. Dieser „Titel“ ist keine göttliche Betitelung des Kommenden im Alten Testament; er bedeutet lediglich „der Gesalbte“, und drückte im alten Israel die mit Öl gesalbten Könige aus, die auch Propheten waren wie David, Salamon...
Da jedes „Ding“ in der Schöpfung einen „Namen“ hat, womit man es identifiziert, müßte ein Mensch, ein Prophet schlechthin, sich um so mehr konkret bekanntgeben, damit man ihn als solchen erkennen und gegebenenfalls auch anerkennen könnte. Nun hat Jesus selbst sich niemals als den erwarteten letzten Propheten ausgegeben, sondern man hat ihn nachträglich zu diesem erhoben, was logischerweise nicht das selbe ist. Denn es reimt sich wirklich nicht, daß der Verheißene im Alten Testament beinahe aufdringlich prophezeit, beschrieben und sehnlichst erwartet wird, und er sich später, bei seinem Erscheinen, diesbezüglich gänzlich in Schweigen hüllt, ja, fast es von sich weist. Genau so aber verhält es sich mit Jesus, der seine Gemeinde sogar vor künftigen falschen Propheten warnt, was absolut keinen Sinn ergibt, nimmt man ihn als den letzten Propheten an. Dann nämlich gäbe es nach ihm keine Propheten mehr, weder „echte“ noch „falsche“, da das „Falsche“ nur geben kann, wenn es auch das „Echte“ geben sollte. So einfach ist es. „Falsches Gold existiert nur, weil es echtes Gold auch gibt“ (Sufi-Spruch).
Nach Jesus, und zwar erst nach Jesus, kamen tatsächlich so einige, die behaupteten, der letzte Prophet zu sein, nämlich sowohl unter den Juden als auch unter den Christen, wobei die Ersten sich dem Alten Testament und die Letzten sich dem Neuen Testament bzw. den Aussagen und Voraussagen Jesu‘ beriefen, wie beispielsweise Mani und Montanus, die sich als den „Parakleten“ ausgaben, den Jesus im Johannes Evangelium prophezeit und der, mit anderen Worten, das „Gegenstück“ zu den von Jesus erwähnten „falschen Propheten“ angesehen werden muß. Es würde hier zu weit führen, darüber ausführlich zu berichten. Doch für einen objektiven und seriösen Forscher sagen diese Einzelheiten sehr viel aus und man kann daraus nur den einen vernünftigen Schluß ziehen, daß der im Alten Testament Verheißene nicht Jesus ist und sein kann, sowie auch, daß der letzte Prophet nach Jesus kommen sollte. Im 7. Kapitel behandle ich diese Thematik etwas ausführlicher und zeige für unser Hauptthema ausreichend auf, daß und warum der in der Bibel Verheißene Muhammed sein muß.
Daß Muhammed von den Juden und Christen – um bei den monotheistischen Religionen zu bleiben – nicht als echter Prophet anerkannt wird, ist gleichzusetzen mit der Ablehnung Jesus‘ von seiten der Juden. Hier gibt es eigentlich keinen nennenswerten Unterschied, es sei denn, man beachtet die künstlich erzeugten Begründungen, wie etwa, daß Muhammed kein Jude gewesen sei. Das wird vom Koran sehr einleuchtend für unbegründet erklärt, und zwar u.a. damit, daß auch Abraham, Vater Isaaks und Ismaels und somit der Ursprung der Israeliten und Ismaeliten bzw. von Juden und Arabern zugleich, kein Jude gewesen war (Deshalb ruft der Koran Juden, Christen und Muslime unter dem Banner Abrahams zum interreligiösen Dialog auf.).
Währenddessen gibt es für Juden & Christen selbst jeweils tausend Gründe für ihre Ablehnung von Jesus (Juden) & Muhammed (Juden und Christen). Und es ist auch ihr gutes Recht, selber zu entscheiden, wen sie glauben wollen und wen nicht, denn, wie der Koran lehrt (2:256/257), gibt es im Glauben keinen Zwang, womit die freie individuelle Entwicklung und Entfaltung gewährleistet wird. Doch in diesem Buch geht es nicht um Toleranzausübung, sondern um die Feststellung der Wahrheit, unabhängig von unseren Wunschvorstellungen.
Wie man wiederum die Wahrheit objektiv herausfindet, liegt zunächst und primär in der ethisch-moralischen und seelisch-geistigen Entwicklung der Individuen d.h. also in der allseitigen Reife der Gesamtpersönlichkeit, sodann, damit zusammenhängend, darin, daß man Selbstkritik bzw. Introspektion übt und durch Intuition und gesammelte Kenntnisse sowie Erkenntnisse hinter den Kulissen aller Religionen zu schauen vermag, wohinter man den esoterischen d.h. verborgenen Schatz findet. Danach kommen alle vehemente Verteidiger der Religionen einem wie kleine Kinder vor, die man als solche betrachtend weder verachtet noch auf die leichte Schulter nimmt, sondern sie in diesem Rahmen versteht und ihnen gebührende Achtung (als Geschöpfe Gottes) schenkt.
Je mehr man Selbsterkenntnis erlangt und durch äußerer und vor allem innerer Erforschung Fragmente der (vielschichtigen) Wahrheit erkennt, um so mehr Fehler und Schwachpunkte findet man bei sich. Wenn ich also den Islam als meine Religion annehme und sie praktiziere, so bedeutet das für mich, daß gleichzeitig alle Religionen in mir konzentriert sind. Denn alle vergangenen Propheten wie Abraham, Moses, David, Buddha, Jesus..., sind meine Propheten und alle vergangenen Religionen sind ebenfalls meine Religionen, da der Islam sie alle als seine Vorgänger im engsten und weitesten Sinne d.h. im Sinne göttlicher Offenbarungen betrachtet (u.a.: 20:35;5:49), ehrt und lehrt. Ein Muslim ist demnach bereits von seiner Religion her verpflichtet, an alle Religionen und ihre Propheten zu glauben bzw. er betrachtet diese als seine eigenen und macht keinen Unterschied zwischen ihnen.
Wie glücklich also kann einer sich schätzen, der die Propheten nicht subjektiv und rassenspezifisch oder traditionell bedingt vorurteilig selektiert, sondern ihnen allen gebührenden Glauben und Respekt entgegenbringt!
Natürlich spräche das Argument, daß man an einem falschen Propheten und seinen Lehren nicht glauben könne und dürfe, gegen meiner obigen Feststellung, was ja absolut richtig wäre, sofern dessen Falschheit und Betrügerei objektiv bewiesen würde. Ist aber Muhammed ein falscher Prophet? Ein Betrüger? Ein Besessener? Bereits die islamische Entstehungsgeschichte dementiert alle diese und andere Beschuldigungen; doch auch die Zahl und Qualität jener, die sich heute zum Islam bekennen, ist ein konkreter Beweis für seine Echtheit. Abgesehen von all dem, steht der Koran, das heilige Buch des Islam, als primäre und hinreichende Beweisführung seiner wirklichen Herkunft jeden zur Verfügung. Und zwar, und das ist nicht minder relevant, worauf wir Muslime zu recht stolz sein dürfen: er ist das einzige heilige Buch, das sogar von seinen Gegnern nie für gefälscht oder verfälscht erklärt worden ist. Mit anderen Worten, besteht er heute nachweislich genauso in seiner Originalität wie damals vor 1400 Jahren. Wie wichtig dieses Faktum ist, kann ja gewiß jeder sich leicht vorstellen.
Im vorigen Artikel sprach ich von der Mannigfaltigkeit und Widersprüchlichkeit der ETH-Vertreter. Warum ich es tat und was das auf sich hat, soll nun hier kurz erörtert werden. Es gibt unter ihnen welche, die sich lediglich mit der Frage nach den UFOs und ihren Insassen als Außerirdische in der Geschichte und heute befassen; diese haben nur einige nebulöse und oberflächliche Vorstellungen davon, reichlich jedoch Zweifel säende Fragen, deren Antworten sie zwar nicht (wirklich) kennen, dagegen aber Thesen auf Thesen aufbauen, ähnlich einem Kartenhaus.
Dann gibt es welche, die sehr umfassende und konkrete Vorstellungen von den ETs, irdischen sowie außerirdischen „UFOs“ in Verbindung mit Geheimgesellschaften, Verschwörungsplänen usw. haben. Eine Ideologie, die komplexe Form hat und in sich „stimmig“ zu sein scheint. Doch darf man nicht vergessen, daß bei einer Bau zwischen den Ziegelsteinen auch – wissentlich oder unwissentlich – Lücken gelassen oder schwache Materialien mit einbaut werden können, ohne daß man nach der „fertigen“ Konstruktion auch den geringsten „Schimmer“ davon haben kann. Dies beteuert zwar die „Unschuld“ der „Baumeister“, liefert aber keine Legitimation der Konstruktion selber.
Zu den letzteren gehört beispielsweise der aktuell umstrittene Autor Jan van Helsing (u.a.: „Geheimgesellschaften“), der in seinen jungen Jahren viel gesehen und erlebt hat, der auch viel Wissen und Intelligenz besitzt, weshalb ich von ihm eigentlich mehr Erkenntnis in Bezug auf die Quelle der echten Religionen erwartet hätte, äußert sich indirekt unser Thema betreffend zunächst über den Vatikan (meint aber offenbar als Repräsentant des Christentums):
Das Ziel einer Weltregierung ist nichts neues, da dem Vatikan noch heute daran liegt, aus unserer Welt eine katholische Welt zu machen. Und daß er dafür Millionen von Menschen foltern und abschlachten ließ, zeigt uns die Geschichte.
Wonach gleich über den Islam ähnlich negativ geurteilt wird:
Der Islam hat sich das gleiche Ziel gesteckt und hat dadurch, daß er inzwischen mit die größte und dazu fanatischste Religion der Welt ist, auch die besten Chancen dazu.
Es sei hier dahingestellt, daß Jan van Helsing in seinem Buch ausschließlich über die Pläne der sogenannten „Iluminaten“ d.h. Führer und hochrangiger Mitglieder geheimer Gesellschaften berichtet und in diesem Zusammenhang mit der Aussage über den Vatikan nicht so sehr unrecht hat. Zu beachten und zu korrigieren ist darin jedoch, was er über den Islam sagt, der weder dem Vatikan noch gar den besagten Geheimgesellschaften gleichgestellt und in den selben Topf geworfen werden kann. Das gilt selbstredend auch für die Urlehre und Botschaft von Jesus, wenn wir sie richtig verstehen d.h. das Authentische darin vom nachträglich Manipulierten trennen und das Ganze zutreffend interpretieren können.
In seinem eigentlich sehr interessanten Buch „Geheimgesellschaften“ (Band 1), bringt van Helsing Beispiele der Methoden und Vorgehensweisen der sogenannten Iluminaten, wobei er schreibt, daß in der „hierarchischen Ordnung außer dem ‚Führer‘ oder ‚Obersten‘ keinem anderen der freie Wille erlaubt“ sei, und gibt ein Beispiel davon:
Ich zeige dem Anwärter für den nächsten Grad ein weißes Buch, sage ihm aber, daß es schwarz ist. Nun frage ich ihn, welche Farbe dieses Buch hat. Sagt er weiß, ist er durchgefallen, sagt er jedoch schwarz, ist er für den nächst höheren Grad zugelassen und damit vielen neuen Auflagen, die er ebenso willenlos zu befolgen hat wie diese. (S.69)
Danach fragt und kommentiert er:
Fällt Ihnen auf, daß nach diesem Prinzip alle Hierarchien der Welt aufgebaut sind? Daß alle Schulsysteme, fast alle Religionen, einschließlich der christlichen, islamischen, hinduistischen, buddhistischen, den Mormonen, Zeugen Jehovas, Scientologen... genauso aufgebaut sind wie dieses? Eigene Meinung, bzw. freie Entwicklung und eigenständiges Denken ist nicht erlaubt, sondern nur das Befolgen der Auflagen, die man vom Höheren bekommt. (ebd.)
Was Helsing in der ersten Passage über die Blindgläubigkeit und Vorgehensweisen der Geheimgesellschaften an sich sagt, ist richtig d.h. ein solches Vorgehen unterdrückt die Persönlichkeit und freie Entfaltung des Geistes. Doch dies gleich danach auf allen Schulsystemen und Religionen zu expandieren, sie alle über ein Kamm zu scheren, ist ein fataler Fehler. Die Schulsysteme müssen irgendwelche „Auflagen“ haben und die Religion an sich ist keinem Willkür zu überlassen; sie muß ebenfalls irgendwelche „Auflagen“ (Verpflichtungen) haben – natürlich nicht gegenüber einzelner Gruppen oder Institutionen (als eine Art „göttlich legitimierte Instanzen&ldquo
wie die Kirche bzw. der Vatikan.
Ist die Religion echt d.h. in sich nachweislich eine göttliche Offenbarung, so hat ihr Anhänger selbstverständlich irgendwelche Verpflichtungen sowohl gegenüber sich selbst als auch gegenüber der Gesellschaft, deren Teil er ist. Im Islam zeigt sich dies beispielsweise in „Zekat“, der sogenannten „Armensteuer“, die im Grunde freiwillig und aus dem Glauben heraus den Armen und Bedürftigen abzugeben ist, die jedoch in einer vollständig auf den Islam basierenden Staatsform eventuell Steuerlich und gesetzlich geregelt werden könnte, was jedoch mit dem Beispiel Helsings überhaupt nichts zu tun hätte. Er bringt es jedoch trotzdem in Verbindung mit dem Islam, auch wenn er seine Unterstellung vorher mit dem Satz „fast alle Religionen“ zu revidieren versucht. Welche Religion bliebe denn noch zu erwähnen, die nicht dazu gehörte? Sosehr Helsing ein Intelligenter und Wissender ist, begeht er zuweilen unverzeihliche Fehler in seinen Büchern, die heutzutage ziemlich bekannt sind und von vielen gelesen werden, weshalb ich sie bei der Gelegenheit in diesem Buch mit einflechten wollte.
Aus seinen Büchern entnimmt man viel über die Pläne und Vorgehensweisen der sogenannten „Iluminaten“, doch muß man bei ihrer Lektüre sehr vorsichtig sein, da er so einiges von sich läßt, die „harmlos“ zu sein scheinen, aber große Wirkungen hervorrufen können, wie die obigen Worte von ihm über die Religionen, insbesondere über den Islam, dessen Heiliges Buch an einigen hundert Stellen seine Gläubigen geradezu dringlich dazu auffordert, ihren Verstand und ihre Vernunft zu gebrauchen, um nicht in „Blindgläubigkeit“ der Anhänger anderer Religionen zu verfallen. In Sure 2:45 (nach Ulmann) werden insbesondere Juden und Christen angesprochen:
Ihr liest die Schrift [die Bibel], wollt ihr sie denn nicht auch begreifen?
Und:
Zwar gibt es unwissende Leute unter ihnen, welche die Schrift nicht verstehen... (2:79)
Und für alle:
Allahs Befehl [eigentlich „Zeichen“] ist klar. Begreift ihn! (2:243)
Und:
Streitet über Dinge, die ihr wissen könnt, aber warum über Dinge streiten, die ihr nicht wissen könnt? (3:67)
Und:
Noch tiefer als das Vieh sind bei Allah die angesehen, welche taub und stumm und ohne Einsicht [Verstand] sind. (8:23)
Ich glaube, das reicht voll und ganz, um zu begreifen, daß der Verstand und das Wissen, sowie die Erforschung der gesamten Schöpfung im Islam auffallend hochgeschätzt wird und derjenige ohne Verstand so gut wie keinen Wert erhält. Nichts ist hassenswert, wenn aber doch, dann das, was die Wahrheit zu manipulieren und Unwahres über etwas zu verbreiten, das durch und durch wahr und positiv ist. Schämen sollte sich jeder, der Lügen über den Islam verstreut und seine Qualitäten bewußt denunziert.
Man muß Helsing unter anderem die Frage stellen, auf was man sich auf dieser Erde verlassen könnte, woran man sich festhalten sollte, wollte man eine harmonische Familie, harmonische Gesellschaft, harmonische Lebensweise gestalten, ganz zu schweigen von schwierigen und schwerwiegenden Fragen. Es wäre zu einfach und gleichzeitig auch verantwortungslos, darauf zu erwidern, jeder solle machen, was er wolle und wie er es für richtig halte – Chaos und Anarchie wäre nämlich die Folge davon. Genau das aber entnimmt man aus seinen Büchern. Er kritisiert alles und jedes, richtet sich nur nach seiner Nase, wohlweislich, daß er vieles nicht versteht und wissen kann, da er, genauso wie wir alle, ein Mensch mit begrenztem Wissen, begrenzten Kapazitäten ist.
Über die Frage der freiheitlichen Entscheidung der Nichtmuslime (aber auch jener Muslime, die ihre Religion nicht oder nicht vollständig praktizieren) finden wir im Koran folgende fundamentale Aussage:
Zwingt keinen zum Glauben, da die wahre Lehre vom Irrglauben ja deutlich zu unterscheiden ist. (2:257, nach L. Ullmann Übersetzung)
Man beachte, daß die Begründung in der Zuversicht und Entspannung liegt, die durch die Kenntnis der Wahrheit erlangt wird: Wer sie hat und sich danach richtet, befindet sich in einer entspannten Lage und kann im Grunde nicht verbissen oder fanatisch gegenüber Andersgläubigen werden.
Und was den Glauben der Juden, Sabäar (Johanniten d.h. jene, welche Johannes dem Täufer folgen) und Christen betrifft, sagt der Koran:
Wahrlich die, welche glauben, die Juden, Sabäer und Christen, wenn sie an Allah und den Jüngsten Tag glauben und nur tun, was recht ist, so kommt weder Furcht noch Trauer über sie. (5:69, nach L. U.)
Trotz allem muß man bei der Behandlung der Fragen nach der christlichen Lehre klar unterscheiden zwischen der Urlehre Jesu‘ und dem später konstituierten und konstruierten Christentum, dessen ersten Urheber wie Saulus/Paulus aus geheimgesellschaftlichen und machtpolitischen Gründen handelten. Sie hatten nicht vor, durch ihre Vorgehensweisen und durch die Vervielfältigung der Evangelien die wahre Lehre Jesu zu verbreiten, sondern ganz im Gegenteil, sie so viel wie möglich zu verfälschen, um ihre egoistischen Ziele und Pläne zu verwirklichen. Die Frage nach dem Grund dieser Verfälschung ist ohnehin ein gewaltiges Thema, die mit unserem eng zusammenhängt und ich sie später etwas ausführlicher behandeln werde. Der von Helsing negativ angesprochene Islam hat nichts mit dem Islam zu tun, den die meisten Muslime kennen und praktizieren, sondern mit jenem, der uns in den Massenmedien serviert wird, wobei darin selbstverständlich auch fanatische Muslime eine Rolle spielen d.h. diese mitschuldig sind bei der Meinungsbildung über den Islam.
Keine Religionsgemeinschaft ist in der deutschen Literatur so schlecht behandelt worden wie der Islam,
beschwert sich zu recht der deutsche Muslim Muhammad Salim Abdullah in seinem Buch „Islam für das Geschpräch mit Christen“, und fährt fort:
Obwohl keine Kultur und Zivilisation das mittelalterliche Europa so sehr und positiv beeinflußt hat wie die islamische [weit müssen wir nicht gehen – Sie brauchen lediglich die arabischen Zahlen, vor allem die „0“ – Null – aus der heutigen Zivilisation wegzudenken!], obwohl die deutsche Orientalistik imponierende Leistungen vorweisen kann, stößt der Leser auch moderner Literaturerzeugnisse über den Bereich Islam auf erschreckende antiislamische Ressentiments. (S.116)
Ist denn Jan van Helsing nicht in der intellektuellen Lage, zwischen den fanatischen und unwissenden Muslimen und dem eigentlichen Islam den entscheidenden Unterschied auszumachen? Was kann denn ein guter Rezept dazu, wenn der Koch ihn nicht authentisch umsetzt, sondern vielleicht sogar Gift ins Essen mischt und es ungenießbar macht?
Tatsächlich ist über den Islam wie weiter oben zu argumentieren, daß nämlich er die toleranteste und flexibelste Religion ist, die es auf unserem Globus gibt, denn, und hierin liegt sein Geheimnis: er ist die letzte Religion, was unter anderem bedeutet, daß diese Eigenschaft, verbunden mit der klaren Aussage, andere Religionen seien ein Teil seiner selbst, ihn automatisch zur höchsten Ebene der Toleranzattribute erhebt. Nur einer Religion der wahren Toleranz und Flexibilität ist es überhaupt möglich, in unseren heutigen Zeiten unzählige Herzen zu gewinnen.
Helsing hat nämlich versäumt, sich in Kontext seiner Äußerungen zu fragen, wie denn überhaupt der Islam heute das Prädikat die „größte Religion“ zu sein erreichen konnte, wenn er doch die „fanatischste Religion“ sein soll!?
Gegenwärtig wird niemand in Europa, Asien oder Amerika zum Islam zwangsbekehrt (was sowieso allgemein nie der Fall war), und dennoch kommt er heute an erster Stelle der Religionen. Helsing sollte einmal die sich zum Islam Bekennenden über ihre Bekenntnisgründe fragen. Er wird finden, daß es unter anderem seine Toleranz und Flexibilität ist. Die Toleranz des Islam ist etwas Besonderes und gilt nicht einfach der freien Ausübung der Religion, sondern hauptsächlich dem menschlichen Verstand, den er dermaßen schätzt, daß Muhammed beispielsweise die Tinte des Gelehrten höher bewertete, als das Blut eines Märtyrers. An dieser Stelle könnte ich unschwer etliche positive Aussagen über die Toleranz des Islam von seiten christlicher Autoren auflisten, doch sollte eine dafür stellvertretend für viele ausreichen:
Was den Islam charakterisiert – auch wenn dies vielen übernommenen Vorstellungen widerspricht – ist seine Toleranz und Flexibilität. So wird zum Beispiel gesagt, daß „kein Araber einem Nichtaraber überlegen ist.“ Und die Tatsache, daß es keine eigentliche wirkliche Hierarchie gibt, erlaubt es dem Islam, sich mühelos den nichtarabischen Kulturen anzupassen.
Es ist ungemein schwierig, die alle Rekorde durchbrechende Zuwachsrate des Islam durch Konvertiten zu erklären und zu begründen, weil dabei einfach sehr verschiedene Faktoren eine Rolle spielen d.h. es gibt so viele überragende Eigenschaften des Islam, die allein er in kompletter Form besitzt und keine andere Religion. Ich persönlich würde seine Originalität (authentische Geschichte, authentische Schriften und Lehren), seinen Monotheismus (reinste Ein-Gott-Lehre und allumfassender Autoritätsbereich Gottes...) und seine Universalität (Einheit der Schöpfung & der Menschheit; keine Trennung zwischen Geist & Körper, Wissenschaft & Religion...) als drei jener Hauptpunkte bezeichnen, die Nichtmuslime anziehen.
Als Hauptmotive für ihren Religionswechsel gaben die Befragten [Konvertiten] an, ihnen sei die christliche Trinitätslehre unverständlich geblieben, sie hätten einen „genuinen Monotheismus“ gesucht. Ferner hätten sie in der christlichen Gemeinde keine „Wärme“ empfunden, man habe sie mit ihren religiösen Problemen allein gelassen. Die Predigt des Pfarrers sei ihnen nicht glaubwürdig erschienen. Dagegen habe der Islam auf sie in vielerlei Weise anziehend gewirkt. Am häufigsten wurde neben dem Monotheismus genannt: Durchsichtigkeit, Einfachheit, Offenheit der Lehre, Logik, praktizierte Brüderlichkeit.
Selbstverständlich gibt es auch im Islam Mißverständnisse und falsche Interpretationen oder Meinungsverschiedenheiten unter den Muslimen. Kommt’s aber nicht primär auf die unverfälschte Quelle (der Koran und die Hadith) zum richtigen Verständnis der Botschaft an, welche wiederum uns für die Erforschung und Überprüfung seines Wahrheitsgehalts jederzeit zur Verfügung steht? Gewiß.
Somit dürfte auch die Frage nach dem besagten Zusammenhang in Grundzügen geklärt sein: Der Vatikan als Stellvertreter für das Christentum und dieses ein Teil der Gesamtoffenbarung Gottes; der Islam als die Fortsetzung und Vollendung des göttlichen Plans.
n diesem Artikel kann ich der Überschrift nur insofern gerecht werden, als es sich um eine allgemeine Betrachtung und Gedankenausführung mancher Grundzüge, auch Ansichten und Äußerungen anderer Autoren geht. Die ausführliche Darlegung der Theorie erfolgt schließlich im sechsten und, als Begründung dessen wiederum, im siebten Kapitel.
Man wird mir gewiß beistehen, wenn ich sage, daß der Islam nicht weniger eine Rolle auf unserem Globus spielt als das Christentum oder der Buddhismus – wenn nicht gar mehr, da er eine in vieler Hinsicht anpassungsfähige Religion ist. Seine Flexibilität verletzt seine Sensibilität in manchen fundamentalen Punkten nicht, sondern verleiht ihm im Gegenteil eine dynamische und somit in jeder Generation annehmbare Atmosphäre, so daß er gleichzeitig und überall auf der Erde sowohl den Durchschnittsmenschen als auch Gelehrten Wissenschaftlern und Philosophen anspricht und stets etwas (neues) bietet. Dies scheinen zwar auch in anderen Religionen vorhanden zu sein, aber näherer und umfangreicherer Betrachtung der Äußerungen ihrer kompetenten Vertreter fallen so einige Ungereimtheiten auf, die als solche nicht von der jeweiligen Person ausgehen, sondern von der Grundlehre entsprechender Religion. Deren Vertreter können und wollen natürlich nicht konträre Aussagen zu besagten Grundlehren und –Dogmen von sich geben, da sie ansonsten diese und somit das ganze Gebäude ihrer Religion zum Einsturz brächten.
Beispiele gibt es dafür en Masse, so daß ich hier verständlicherweise nicht ausführlich darauf eingehen kann. Die Dreieinigkeitsdogma, verbunden mit der Aussage, daß Jesus Gottessohn und Gott zugleich sei, als ein explizites Geschöpf und Schöpfer sozusagen; unverständliche und unnahvollziehbare Gedanken bezüglich der Ur- und Erbsünde; unzählige Widersprüche in den Evangelien, verbunden mit dem nicht zu leugnenden Fakt, daß sie im 4. Jahrhundert aus mehreren hundert im Umlauf befindlichen Evangelien nach Ermessen des Konstantins des Großen sowie seinen Untergebenen nach dem „Würfelprinzip“ (subjektiv und nach persönlichen Motiven) ausgesucht und „kanonisiert“ worden sind; daß Jesus als der seit Tausenden von Jahren erwartete „Messias“ verstanden und alle Beschreibungen im Alten Testament auf ihn bezogen wird, obwohl dies vernünftig, analytisch und logisch absolut unhaltbar ist; daß das Christentum die Gesetze und Gebote von Moses größtenteils verwirft, obwohl Jesus sie nicht aufhob und auch keine göttliche Berechtigung dazu besaß; daß manche Apokryphen den kanonischen Evangelien haushoch überlegen, in sich stimmig sind und größere Weisheiten tragen.... All das und vieles mehr muß ein christlicher Gelehrter zwangsläufig annehmen bzw. ablehnen, je nach dem, worum es geht, und seine Philosophien oder Gedanken, seine Weisheiten und weiteren Hypothesen darauf aufbauen, die logischerweise entsprechende Fehler aufweisen müssen.
Religion alle Aspekte und Bereiche des Lebens umfaßt, und zwar existieren da hunderte von Millionen Menschen, unter denen es Durchschnittsbürger genauso wie einflußreiche Persönlichkeiten gibt.
Die meisten Muslime wollen primär ihre Religion bzw. deren Gebote und Lehren so gut es geht befolgen und keinem Andersgläubigen zwangsbekehren oder auf sie sonstwie Druck ausüben. Im Gegenteil haben sie selber mit verschiedensten Schwierigkeiten zu „kämpfen“, nicht nur mit den aus der atheistisch-materialistisch-kapitalistischen Seite her produzierten, sondern auch mit den der Namensmuslimen, die zuweilen schlimmer sein können, als so manche Nichtmuslime, die meist verbal über den Islam spotten, ihn geschickt manipulieren und negativ wie nur es geht darstellen. Für viele Nichtmuslime ist der Islam aufgrund besagter Manipulation und negativer Darstellung nicht ganz geheuer, ja fast furchterregend und abstoßend.
Dabei ist der Islam eine für unser wissenschaftliches und technologisches Zeitalter sehr zugeschnitten, da er diesen sehr hochschätzt. Die Geschichte ist voller Beispiele dafür und wir müssen dies nicht erst mühevoll beweisen. Im dunkelsten Mittelalter leuchtete der Islam wie die Sonne über die damals bekannte Welt; die Wissenschaften erhielten ihren höchsten Stand, technische Errungenschaften waren kein „Teufelswerk“, Geisteskranke wurden entsprechend moderner Erkenntnis behandelt, nicht verfolgt noch als Hexen verbrannt. Diese und unendlich viele andere positive Entwicklungen und Errungenschaften im Islam waren damals etwas ganz Besonderes, heute sind sie alltäglich geworden. Doch was damals gab und es aber heute reduziert wurde, ist die einheitliche Betrachtung der Gesamtschöpfung.
Sicher weiß ich, daß die Spiritualität und Religiosität heute wieder lebendig und zunehmend praktiziert wird, doch ist die Sachlage unterschwellig gespannt und die Menschen sind wie noch nie in der Geschichte gespalten. Es gibt kein familiärer Zusammenhalt mehr, ja sogar Ehepaare gehen oft jeweils ihren eigenen Weg; Kinder haben fast kein Respekt mehr gegenüber ihren Eltern und Jugendliche ihrerseits haben diesen Begriff schon fast vergessen oder sie definieren ihn völlig falsch, genauso wie die Begriffe „Toleranz“, „Freiheit“, Ethik“ und „Moral“ usw. längst von ihrem wahren Sinn entfernt worden sind. Man braucht auch das nicht speziell nachzuweisen.
Obwohl ich im Grunde kein Pessimist bin, da ich an den Schöpfer und daran glaube, daß der Geist sowohl nach dem körperlichen Tode weiter lebt, als auch ein stetig reifendes Wesen ist, stelle ich mit Bedrückung fest, daß die negative Entwicklung auf der Erde leider überwiegt und wir uns schleunigst Gedanken darüber machen müssen, wie wir unsere kranke Erde heilen und die Gesellschaften wieder harmonisch gestalten, wenn es dafür nicht überhaupt schon zu spät geworden ist.
Der Islam ist eine Alternative – eine von mehreren, die nicht alle konstruktiv und wünschenswert sein kann angesichts der eben telegrafisch aufgezählten Sachlage. Der Islam möchte sich aber auch nicht aufzwingen, auf seinen „Kontrahenten“ Druck ausüben, es sei denn, es geht darum, die Wahrheit herauszufinden. In diesem Fall, und nur wenn sein „Gegenüber“ es auch will, fordert er diesen auf, seine Beweise vorzubringen, wobei er die seinigen darlegt. Dies müßte dann genau so sein und aussehen, wie in der objektiven und positiven Wissenschaft der Fall ist oder sein sollte: Die Fakten und angehende Faktoren werden vorgetragen, analysiert und, wenn sie wahr sind, willig akzeptiert.
Leider mischen sich hier, wie übrigens auch in der Wissenschaft, individuelle Vorstellungen, Ansichten und Empfindungen mit ein, so daß man sich schließlich verwundert fragt, ob denn die geleugnete Seite überhaupt recht in irgendeinem fundamentalen Punkt habe. Und die „geleugnete Seite“, das muß der Leser eingestehen, ist immer nur jene Religion, die jeweils später entstand: Christentum beispielsweise nach dem Judentum, und der Islam nach diesen beiden. Die Erstgenannten (Christen) glauben an das Judentum und die Letztgenannten (Muslime) an beiden, da man durch diese Akzeptanz nichts zu verlieren hat!
Worin sonst geraten die Religionen in Konflikt miteinander, wenn nicht in der Frage, welche nun aktuell legitim sei und zu befolgen wäre? Was bringen die Juden gegenüber den Christen vor und diese gegenüber den Muslimen – und umgekehrt? Wenn man für sich entschieden hat, die „nackte“ Wahrheit durch Objektivität bzw. Neutralität zu finden, nimmt man alle diese Religionen vor sich und geht wie der Goldwäscher vor: man sucht ausschließlich Gold – die Wahrheit, und nichts anderes.
Doch das Gold befindet sich in jedem Fluß, in manchem weniger, in anderem wiederum mehr. So ist es mit der Wahrheit in den Religionen, und man müßte sich eigentlich für jene Religion entscheiden, welche am meisten und authentischsten der Wahrheit entspricht. Franz Bardon schreibt über die Wahrheit der Religionen folgendes:
Es gibt zwei Grundarten von Religionsanschauungen. Die erste ist die relative und die zweite die absolute oder universale Religionsanschauung.
Unter die relativen Religionsanschauungen gehören alle vom Anbeginn der Menschheit bis zum heutigen Tage entstandenen Religionen, die ihr Anfangsstadium durchmachten, ihre Blütezeit erlebten und im Laufe der Zeiten ihr Ende genommen haben. Jede relative Religion hatte ihren eigenen Gründer [...]
Alle unterliegen ein- und demselben Gesetz der Vergänglichkeit, ohne Rücksicht darauf, ob die Dauer des einen oder anderen Religionssystems hunderte oder tausende von Jahren zählte. Die Zeitdauer des Bestehens einer Religion richtete sich stets nach ihren Gründern und Lehrern. Je mehr universale Gesetze eine Religion beinhaltete, je mehr universale Wahrheiten sie vertrat und verkündete, umso länger war ihr Bestand. Dagegen war ihre Zeitdauer umso kürzer, je einseitiger, fanatischer, diktatorischer und autoritativer die Grundbegriffe waren. („Frabato“, S. 185).
Bardon ist nicht irgendein Philosoph oder Wissenschaftler, und seine Äußerungen sind kein Ergebnis analytischer Betrachtungen und Schlußfolgerungen. Er ist ein wahrhafter Hermetiker und Quabbalist, so daß er sein Wissen aus göttlicher Quelle bezog d.h. er selbst kam, wie die Propheten und Apostel früherer Zeiten, bewußt in Kontakt mit den höchsten Lichtwesen (Engel) und war auch so hoch entwickelt, daß er mit der Göttlichen Vorsehung „Eins“ wurde und seine Informationen direkt daraus beziehen konnte. Er ist also keineswegs zu vergleichen mit den heutigen „Esoterikern“.
Was Bardon sagt, leuchtet dem Verstand voll und ganz ein: Die Universalgesetze in der Schöpfung waren, sind und werden immer dieselben bleiben, gänzlich also konträr stehend zur „gängigen“ Auffassung von wechselnden „Evolutionsgesetzen“ sowohl in der Schöpfung als auch in den gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und juristischen Angelegenheiten. Tatsächlich ist und bleibt auch der Mensch den Universalgesetzen verbunden, so daß Distanzierung davon, früher oder später jeglicher Art von Dekadenz nach sich zieht. Und wenn die negativen, ethisch-moralisch-gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich bedingten Umstände so komplex geworden sind wie heute, wundern sich sogar Kompetenzen darüber und blicken nicht mehr durch.
Kehren wir aber wieder zurück zu unserem Thema.
Inwiefern vermag zum Beispiel die Vorstellung, daß nur die Juden ein „auserwähltes Volk“ seien und der „Messias“ ebenso nur aus ihrer Mitte kommen könne und müsse, mit den Universalgesetzen in Harmonie stehen? Oder daß Jesus der Sohn Gottes und „Herrgott“ selbst sei, absolut also konträr stehend zu den Lehren von Moses und anderen Propheten?
Im Islam dagegen wird Muhammed anderen Propheten als solchen absolut gleichgestellt, nur mit dem Unterschied, daß er der letzte Prophet ist, was allerdings ihn nicht zu etwas „Göttlichem“ erhöbe.
Hinzu kommt die Tatsache, daß uns von keiner Religion – außer Islam – das Original ihrer gesamten Lehren vorliegt. Man kann die Wichtigkeit dieser Feststellung nicht oft genug betonen, denn sie ist das „A“ und „O“ einer göttlichen Offenbarung. Andernfalls wird die Religion, deren Originalschriften verloren ging, oft dem Willkür einiger weniger überlassen, wie beispielsweise dem des Vatikans, der wichtige Dokumente in seinen Geheimarchiven verbirgt, und dem es eine Leichtigkeit wäre, diese gelinde und stufenweise bekanntzumachen und so einen wirklich konstruktiven Dialog zwischen dem Islam und Christentum zu schaffen. Stattdessen dementiert er vehement den Bestand von solchen Dokumenten, unter anderem und insbesondere den von einigen Schriften in seinen Geheimarchiven, welche die authentischen Lehren und Predigten Jesu‘ beinhalten und somit uns allen bei der Suche nach der Wahrheit des Urchristentums weiterhelfen könnten.
Ich glaube, wir Muslime würden uns am meisten auf eine Veröffentlichung sowohl der geheimen Botschaft von Fatima als auch der besagten Dokumente freuen, weil wir teils direkt und teils indirekt nachweisbar der Überzeugung sind, daß die Wahrheit des Christentums, gleichzeitig die Wahrheit des Islam ausdrückt. Und genau das ist auch der Hauptgrund der Geheimhaltung beider Botschaften bzw. Dokumente.
Bei ihrer Enthüllung bekäme Jesus seinen wahren prophetischen Status zurück, und zwar nicht mehr und nicht weniger als das, was der Islam darüber lehrt und was man aus den bestehenden Evangelien und Apokryphen teilweise auch entnehmen kann, der Vatikan hingegen verlöre dabei ihn, d.h. seinen bisherigen Status, für immer. Und er würde nie wieder so viel Macht und Einfluß wie heute gewinnen können. Vermutlich ist auch dies bei vielen (christlichen!) Prophezeiungen gemeint, die vom Ende des Vatikans bzw. des Christentums sprechen. Ich glaube jedoch nicht, daß dabei die Urlehre Jesus oder das Urchristentum schlichtweg verlorenginge. Nur das Verständnis von Jesus, von Gott und von dem Weg zur Wahrheit wird sich meiner Ansicht nach transformieren, einen Umbruch erleben.
Ein neues Verständnis wird sicher in anderen Religionen, gering auch im Islam, stattfinden, ob wir das mögen oder nicht. Denn auch wenn sein Heiliges Buch, der Koran, und die Aussprüche des Propheten, im Original existieren, finden wir unter seinen Anhängern ganze Menge von Uneinigkeit und Streitereien. Allein die Vorstellung von der Reinkarnation des Geistes wird sich meines Erachtens nicht so einfach und allgemein durchsetzen, da der Islam, wie das Juden- und Christentum auch, sie offiziell nicht lehrt, wohl aber „inoffiziell“ d.h. insgeheim. Der Grund für diese Geheimhaltung ist die negative Wirkung des Reinkarnationsglaubens, die schwerer wiegt als dessen positive Wirkung.
Forscher und Autoren wie Jan van Helsing, die hauptsächlich über den Buddhismus zur Wahrheit der Reinkarnation kamen, erklären das Fehlen deren Lehre im Christentum (und Judentum) ausschließlich mit der Manipulation des Urchristentums (und Urjudentums) und damit, daß negative Mächte und Geheimgesellschaften dahinter steckten. Tatsächlich lehrte weder Moses noch Jesus oder Muhammed offen und offiziell – wie etwa Buddha – die Reinkarnation des Geistes. Dies war eines der Geheimnisse der monotheistischen Religionen, in welchen noch viele andere Geheimnisse existieren und sie erst dann ins Tageslicht kommen sollen, wenn die Zeit für die Allgemeinheit reif geworden ist. Zudem sollte hier auch darauf hingewiesen werden, daß nicht nur negative, sondern auch positive Mächte und Geheimgesellschaften auf dieser Erde gibt, sozusagen als „Gegenkraft“ zur negativen Seite. Weder die positiven noch die negativen Geheimgesellschaften vermögen frei und willkürlich unbegrenzt nach belieben handeln. Sie alle sind den höchsten spirituellen Wesen und vor allem der Göttlichen Vorsehung untergeordnet und tragen jeweils große Verantwortung.
Was nun das Geheimnis von Fatima anbetrifft, kann dies mit der Reinkarnationslehre verglichen werden: Sowohl die Propheten, Adepten, Sufimeister und die höchsten Metaphysiker, Mystiker und Heiligen als auch jene in Fatima erschienene oder andere hohe Wesen könnten heute an jedem Ort und zu jeder Zeit alle Geheimnisse unserer Erde und des Universums offenbaren; es gäbe hierin weder informativer noch technischer Art von Schwierigkeiten, sondern es gibt lediglich einen göttlichen bzw. karmischen Grund: Es darf nichts (vorzeitig und aus Entwicklungsgründen) preisgegeben werden! Aus diesem und keinem anderen Grunde wurde und wird das Geheimnis von Fatima uns, der Allgemeinheit, von den Intelligenzen nach 1960 offiziell verkündet. Der Vatikan seinerseits hält es teils aus diesem Grund und teils aus Selbstzweck bis heute geheim.
Was die Aussagen und Äußerungen mancher Autoren im Hinblick auf das Geheimnis angeht, sagte ich weiter oben schon teilweise, daß es zwei fundamentale Vorstellungen darüber gibt, welche die extraterrestrische und die christliche Thesen sind. In beiden haben wir jeweils mit unterschiedlichen Lesarten zu tun. Doch fast alle – mich eingeschlossen – sind der Überzeugung, daß es ein Geheimnis gibt, dessen Inhalt negativ den Vatikan betrifft.
Manfred Adler, der in seinem Buch „Das ‚dritte Geheimnis‘ von Fatima“ zunächst eine Äußerung des Bischofs Alberto do Amaral und des Kardinals Joseph Ratzinger bezüglich der dritten Botschaft zitiert, wonach das Geheimnis mit dem „Zusammenbruch des katholischen Glaubens in Europa“ (Amaral) und „in der ganzen Welt“ (Ratzinger) zusammenhänge, schlußfolgert anschließend daraus:
Eine sorgfältige Analyse der beiden Äußerungen kommt zu dem Schluß: Der dritte und letzte Teil des Geheimnisses von Fatima spricht schwerpunktmäßig von dem Zusammenbruch des Katholischen Glaubens in Europa (Cosme do Amaral) und in der Welt (Ratzinger). Da der Glaube aber heilsnotwendig und die Bekehrung vom Unglauben zum Glauben eine „wesentliche Bedingung zum Heil“ ist, droht Maria apokalyptische und ewige Strafgerichte für den Fall an, daß die von Gott geforderte Umkehr ausbleibt und die eindringlichen Mahnrufe bei „vielen anderen Marienerscheinungen“ überhört werden. (Verlag Pro Fide Catholica, Durach 1989 – 2. Aufl., S. 60.)
Nun kann man auf die beiden konkreten Aussagen stützend mannigfaltige Thesen aufstellen. Ob sie zutreffend wären, ist natürlich eine andere Sache.
Auf dem Schutzumschlag des Buches „Geheimsache Fatima“ (1997) von Michael Hesemann ist zu lesen:
„Aufgrund von Insiderinformationen aus höchsten Kirchenkreisen rekonstruiert der Autor [M. Hesemann] das mysteriöse ‚Dritte Geheimnis‘ von Fatima, das vom Vatikan noch immer geheimgehalten wird, und enthüllt erstmals seinen hochbrisanten Inhalt, der eine bevorstehende Weltkatastrophe und die Krise der Kirche betrifft.“
Sosehr ich Hesemanns Buch als eines der besten Fatima-Werke bewerte, kann ich mir nicht erwähren, die obigen Aussagen zu kritisieren darin, daß er dafür wirklich nicht hätte nach Fatima zu gehen brauchen, wie er damit sein Buch eröffnet („Einführung. Reise nach Fatima“), es sei denn, er wollte damit lediglich die Orte kennenlernen, an welchen die Seherkinder lebten, die Erscheinungen und das große Sonnenwunder stattfanden. Das wäre ihm selbstverständlich auch zu gönnen.
Tatsächlich ist Hesemann weder der erste („erstmals“!) noch wahrscheinlich der letzte, der im Fatima-Geheimnis eine Weltkatastrophe und das Ende der Kirche erblickt.
Bereits 1981 (deutsche Veröffentlichung 1984) nahm der französische Fatima-Autor Daniel Reju all diese Möglichkeiten in seinem Buch „Das dritte Geheimnis von Fatima“ vorweg, Zitat:
„Eine Frage drängt sich dabei förmlich auf: weigert sich der Vatikan, das Geheimnis zu enthüllen, vielleicht gerade deswegen, weil es ihn sowie die hohen Würdenträger der Kirche direkt oder indirekt betrifft? ... Würde der vollständige Wortlaut [der geheimen Botschaft] an die Öffentlichkeit dringen, so würden zugleich die eigenen internen Schwierigkeiten des Vatikan aufgedeckt, sowie möglicherweise das baldige Ende des Papsttums und der Kirche in ihrer traditionellen Gestalt offenbar werden – was diese natürlich nicht zulassen wird.“ (S. 118).
Man sieht deutlich eine übereinstimmende Linie bei allen Autoren, auch bei den der ETH, daß das Geheimnis von Fatima dem Vatikan, der Kirche und eigentlich dem gesamten Christentum schadende Botschaften enthalte. Nur gehen die Ansichten rasch auseinander, wenn es um die Antwort auf die Frage nach dem konkreten Inhalt geht. Ist das bei meiner Theorie etwa anders? Natürlich nicht. Sie ist mit der Herausforderung der ETH zu vergleichen, vielleicht sogar etwas mehr, da der Islam im Westen nicht wenig negativ geurteilt wird (obwohl – vielleicht gerade weil? – es Millionen von europäischen und amerikanischen Konvertiten gibt). Nach den ETH-Vertretern gäbe es nach der Bekanntmachung so gut wie keine Christen mehr, ja eigentlich keine gültigen Religion mehr, da sie meinen, alle Religionen seien durch die „Besuche“ der Außerirdischen entstanden, wenn auch sie, deren Vertreter, einige Gebote und Botschaften darin, zwar nicht göttlich, aber doch extraterrestrisch, hochschätzen.
Das Geheimnis von Fatima dagegen als Islam zu verstehen, bekommt eine ganz andere Dimension und eine ganz andere Wertstellung. Danach würde die Religion als solche erst recht eine erstaunlich starke Legitimation erhalten, denn, stellen Sie sich vor, man erfährt – vom Vatikan freiwillig oder unfreiwillig herausgegeben - die geheime Botschaft als den Islam! Was würde in diesem Fall passieren? Teils das, was die meisten Autoren es postulieren: Das Ende der Kirche in ihrer heutigen Form. Nur die Fanatischsten und die der Kirche „Treuesten“ oder aber die ohnehin Ungläubigen würden sich nicht zum Islam bekennen wollen. Doch stimmt diese Annahme nicht so ganz. Denn die Propheten zeigten Wunder, und es gab trotzdem viele, die sie entweder als solches leugneten und für „Zauberei“ oder „Hexerei“ erklärten oder sonstwie begründend – oder auch nicht – ablehnten. Sicherlich wirkten Propheten nicht Tag für Tag Wunder, um zu überzeugen, insbesondere der Islam – anders als das Christentum – baut nicht auf Wunder, sondern auf die Vernunft und Intuition auf, welche beide ein Ganzes ergeben und sich nicht gegenseitig ausschließen.
Hier komme ich nochmals auf Adlers „Das ‚dritte Geheimnis‘ von Fatima“ zu sprechen. Nach dem er den bereits erwähnten Bischof Alberto do Amaral und den deutschen Kardinal Ratzinger zitierte sowie aus ihren Äußerungen den Schluß zog, daß das Geheimnis sowohl mit dem Zusammenbruch des katholischen (eigentlich christlichen) Glaubens als auch mit „apokalyptischen Strafgerichte“ zusammenhänge, fährt er mit seiner Überlegung fort und konstatiert zutreffend:
Damit kann aber noch nicht der ganze Inhalt des „dritten Geheimnisses“ erschöpft sein. Um diesen besser zu verstehen, müssen wir noch eine andere Bemerkung Ratzingers genauer unter die Lupe nehmen. Und zwar seine Sorge, daß die „religiöse Prophethie“ von Fatima „mit Sensationsmacherei verwechselt“ werden könnte. Hier hat uns der Kardinal sicher mehr verraten als er wollte. Seine Aussage erlaubt uns nämlich den Schluß, daß das „dritte Geheimnis“ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine wirkliche Sensation enthält, nach Lage der Dinge vielleicht sogar eine unglaubliche Sensation.
Da es im Ganzen ja um den Abfall der Massen vom Glauben und den Glaubenszusammenbruch in der Kirche nach 1960, d.h. nach dem II. Vatikanischen Konzil, geht, kann diese Sensation nur eine extrem negative sein. Sie muß außerdem in einem inneren Zusammenhang mit dem erwähnten Glaubensverlußt stehen. Und gerade hierin liegt auch einzig und allein der Grund, weshalb das „dritte Geheimnis“ der Öffentlichkeit vorenthalten wird. (S. 60-61).
Leider kommt er nicht sehr weit mit seinen Analysen, was eigentlich schade ist, denn er begann damit wirklich dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.
Warum er in dem „extrem negativen“ Inhalt dessen lediglich eine den Papst persönlich betreffende – negative – Aussage vermutet und er dies als das Geheimnis betrachtet, ist mir, ehrlich gesagt, genauso schleierhaft wie das merkwürdige Verständnis der ETH-Vertreter, wonach das Geheimnis die ETs seien. Denn jene vom Vatikan auf Umwegen publizierte „diplomatische Version“ (mehr darüber später) enthält ja bereits solche Äußerungen. Ein entsprechender Auszug davon verdeutlicht dies folgendermaßen:
Nirgends mehr herrscht Ordnung. Selbst in den höchsten Stellen regiert Satan und bestimmt den Gang der Dinge. Er wird es verstehen, sogar in die höchsten Spitzen der Kirche einzudringen ...
Das wird sogar von Adler erkannt:
Erst recht wäre es [ein Grund, das Geheimnis nicht zu veröffentlichen], wenn darin gar Kritik am „Heiligen Vater“ geübt würde. Das wäre in der Tat eine große oder „unglaubliche“ Sensation. Indirekt klingt nun solche Kritik auch in einigen Kernsätzen der sog. „diplomatischen Version“ an,... (S. 64).
Direkter geht es nun wirklich nicht, als wenn in der „Diplomatischen Version“ geschrieben steht, der Satan werde es verstehen, sogar in die höchsten Spitzen der Kirche einzudringen! Die höchste Spitze der Kirche wird vom Papst repräsentiert, höher und direkter geht es nicht. Es sei denn, der entsprechender Papst wird namentlich angesprochen, was ich mir in diesem Zusammenhang nicht vorstellen kann, auch dann nicht, wäre der namentlich angesprochene Papst jener in der Endzeit zu erscheinende „Antichrist“ höchstpersönlich. Denn hierin ergäbe es keinen Sinn, diesen anzusprechen und von ihm die Veröffentlichung der Botschaft zu verlangen, die ihrerseits seine „Demaskierung“ bedeuten würde! So naiv können wohl jene himmlischen Wesen nicht sein.
Auch ich vermute allerdings im dritten Geheimnis von Fatima eine Kritik an den Vatikan. Doch weshalb und in welcher Hinsicht, in welchen Angelegenheiten, wird er darin kritisiert? – das ist überhaupt die entscheidende Frage! Sicherlich nicht, weil er die „Antibabypille“ oder die „Abtreibung“ verbietet!
Zu dem logischen und notwendigen Schluß, daß der letzte Teil des Fatima-Geheimnisses negativ den Glauben der Kirche betrifft und mit ziemlicher Sicherheit deren Ende – zumindest der heutigen Form – verkündet, kommen, wie gesagt, fast alle unabhängigen Forscher und Autoren. Leider jedoch gehen ihre Schlußfolgerungen entweder dahin, zu behaupten, das Geheimnis seien die Außerirdischen als solche, oder bringen etwaige bekannte Vorstellungen ins Thema ein, die für sich zwar Tatsachen sind wie Jesu‘ Wiederkunft, die Erscheinung Antichrists usw., deren Beweis sie uns jedoch stets schulden, oder aber sie lassen sie bei dieser Feststellung („Kritik“ an der Kirche und Ankündigung deren Ende) in der Luft hängen, verbinden sie nicht mit den absolut notwendigen Schlüsselfragen und der Behandlung des wahren Christentums.
Tut man dies, wird man unschwer feststellen, daß so manche der fundamentalen Dogmen und Lehren des Christentums später erfundene und manipulierte Aspekte enthalten (was heute vielen westlichen, ergo christlichen, Forschern hinreichend bekannt ist). Vor allem begreift man am Ende, daß das Christentum vom Ursprung her keineswegs zur Universalität konzipiert wurde. Jesus, wie er einmal selber ausdrückte, brachte es nämlich nur „zu den verlorenen Schafen Israels“, was man höchstens darauf beziehen kann, daß er lediglich für die Juden oder das Volk Israel kam. Nach Jesus sollte noch einer kommen, der die Universalität seiner Botschaft unzweideutig an den Tag legen d.h. äußern und sie auch selber in die Praxis umsetzen sollte. Nun, Muhammed, der Heilige Prophet, welcher Jesus oft als seinen „Bruder“ nannte (unter anderem weil Israel das Brudervolk des Ismael d.h. der Araber ist) kam, und brachte eine Religion, die legitim und nachweislich den Anspruch erhebt, das zu sein, was das (verfälschte) Christentum fälschlich von sich behauptet: Die Vollendung der Religion und die Erfüllung biblischer Prophezeiungen in bezug auf den letzten Propheten, den sogenannten „Messias“.
Mir ist schon bewußt, daß dies eine gewaltige, jedoch bekannte, auch etwas „peinliche“, Behauptung darstellt, und zwar deshalb, weil sie in jeder Religion und Sekte anzutreffen ist. Dabei ist die Mehrheit der Menschheit fern von der tiefergehenden Erkenntnis, daß es nämlich keine einzige Religion vom Ursprung her weder auf die Universalität noch auf die Endgültigkeit (welche ja eigentlich zusammengehören) Anspruch erhoben hat – mit Ausnahme des Islam!
Die „Universalisierung“ aller anderen bekannten Religionen, vor allem die des Christentums, geht auf das Konto ihrer Propagandisten (wie Saulus/Paulus, Konstantin d. Gr.) zurück, nicht auf deren Empfänger und Verkünder – Mit Ausnahme des Islam!
Es gab und gibt es keine Religion auf dieser Erde, deren Lehren alle Aspekte des Lebens gleichzeitig umfaßte (ausgenommen Judentum, dessen Gültigkeit und Gemeinde auf Israeliten begrenzt war und zeitlich ebenso bis Jesus), seien es die weltlichen und geistigen Bereiche oder die ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen, wie auch medizinischen und wissenschaftlichen Sektoren – mit Ausnahme des Islam! Dies ist keine Erfindung, keine Werbung und auch keine Wunschvorstellung, sondern hat einen tausendjährigen (das „Tausendjährige Reich“!), real nachvollziehbaren geschichtlichen Hintergrund.
Unabhängig von der objektiven Realität der Echtheit & Universalität einer Religion, sind ihre entsprechenden Aussagen von ausschlaggebender Bedeutung. Denn, wird eine Religion in sich nachweislich zeitlich begrenzt deklariert, vermag keine Weisheit und Macht der Welt ihr eine Zeitlosigkeit und/oder Universalität zu verleihen, es sei denn, künstlich, wie das Juden- und Christentum, die ursprünglich weder für die ganze Welt noch für alle Zeiten konzipiert bzw. offenbart wurden, ganz zu schweigen von indischen Religionen, dem Hinduismus und besonders Buddhismus, welche mehr eine Philosophie darstellen und niemals in der Lage sind, von westlicher Welt gänzlich in ihre Kultur aufgenommen und integriert zu werden (denn er ist weltfremder als das Christentum und hat der Praxis im vielseitigen und komplexen Leben wenig zu bieten, auch wenn er heute zu „Mode“ geworden ist. Mode kommt und geht.).
Der Islam zeigt hier eine Ausnahme, in dem er sich uns nicht nur als eine Religion, eine Weltanschauung und Lebenselixier eines einzigen Propheten bietet, sondern gleichzeitig alle Religionen und deren Verkünder als seine legitimen Vorgänger betrachtet und unter seinen Sittichen aufnimmt. Denn Gott, der Schöpfer allen Seins, ist Eins, auch wenn alle Wege zu Ihm führen. Infolgedessen dürfte es tatsächlich keine Feindschaft zwischen den Religionen herrschen, sondern eine harmonische und brüderliche Dialogbereitschaft, die uns alle in ihrer Folge zur objektiven Wahrheit führen müßte. Doch leider sieht die Praxis anders aus.
Wenn das bisher Gesagte zutrifft, wenn also der Islam eine echte und die letzte göttliche Offenbarung sein sollte, dann ist es zunächst theoretisch möglich, ja sehr wahrscheinlich, daß das Geheimnis von Fatima damit zusammenhängt, und zwar nicht nur deshalb, weil etwa der Ort der Erscheinungen „Fatima“ heißt und dies mit Muhammed und Islam zu assoziieren ist. Wäre es dem so, hätte ich dieses Buch nicht zu schreiben brauchen.
Alles in allem sei nochmals daran erinnert, daß in diesem Buch kritische Äußerungen gegenüber dem Juden- und Christentum zu finden sind, welche leider für einen Gläubigen verletzend wirken können, die jedoch bei dieser Thematik unumgänglich sind und natürlich eine ehrliche und positive Absicht der intellektuellen und erkenntnistheoretischen Früchte tragen. Ohne konstruktive Kritik, keine Trennung der Spreu vom Weizen, bin ich der Überzeugung.
Einführung in die Geschichte des „Engels des Friedens“
anz anders als in den bisherigen Fatima-Werken nehmen die Engelerscheinungen in meiner Theorie qualitativ einen außerordentlichen Platz ein. Ich bin der Ansicht, daß deren Wichtigkeit und Bedeutung bis heute grundsätzlich verkannt oder aber bewußt ignoriert wurden. Die bewußte Ignoranz muß den Grund haben, daß die Engelerscheinungen ganz offenbare Zeichen enthalten, die weder ufologisch (extraterrestrisch) noch christlich zu interpretieren sind. Sie leuchten einem erst dann ein und befriedigen den (von falschen Vorstellungen und emotionalen Einflüssen befreiten) Verstand, wenn man sie auf den Islam bezieht – dann, nur dann werden nämlich manche Dinge in der Tat besser erklärbar – und zu begründen.
Vor über sechs Jahren schrieb ich Fiebag in einem meiner an ihm gesandten Briefe:
Speziell beim angehenden Thema (Fatima) dreht sich eigentlich alles um die große Frage nach der wirklichen Botschaft, und ich bin davon überzeugt, daß ihr Inhalt viele unserer gewichtigsten Fragen direkt beantwortet. Da sie jedoch bis heute unter Verschluß steht, sind wir auf die offiziell bekannten und beziehbaren Informationen sowie deren Deutungen unsererseits angewiesen.
Deshalb, das heißt, weil wir auf Besagtes angewiesen sind, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, und könnte beliebig d.h. seine eigene Weltanschauung entsprechende Theorien darüber aufstellen. Doch müßte eine gute Theorie auf der realistischen Grundlage basieren und bestimmte allgemeingültige Fragen unbedingt beachten – auch wenn sie sie nicht zu erklären oder gar zu begründen vermögen sollte...
Unter „allgemeingültige Fragen“ verstehe ich insbesondere die den Sinn und Zweck betreffende Fragen. Ich glaube, es keine brisantere und für uns mehr Bedeutung implizierende Fragen als diese, u.a. deshalb nicht, weil sich die meisten, wenn nicht alle wichtigen Fragen darin komprimiert sind. Und gerade diese zwei Fragen werden in der Präastronautik fast völlig vernachlässigt oder zuweilen lediglich oberflächlich berührt.
Es gibt sinnvolle, sinnlose und nichts bringende Fragen, die man bezüglich der behandelten Thematik stellen kann; der Wert der gestellten Fragen gibt Auskunft über die Intelligenz und Scharfsinnigkeit des Forschers. Fragen sind also nicht so einfach zu stellen; man muß die richtigen stellen und versuchen, sie nach Möglichkeit zu klären. Eine gute Frage beinhaltet oft die halbe Antwort, so daß jene leichter zu lösen wird. Die Frage beispielsweise nach der „Natur“ des in Fatima agierten Engels ist nur insofern relevant, bis wir sie für uns gelöst haben; danach führt sie zu keiner weiteren Lösungen, es sei denn, wir konstruieren darauf eine künstliche Sinngebung der Sache, die weiteren Fragen oberflächlich zu klären erscheint.
So hat die Frage, „was“ jener „Engel“ gewesen sei, in meinen Augen minderwertigere Bedeutung als die wirkliche Sinn- und Zweckfrage dessen Erscheinen und Agieren. Wenn wir die ganze Aktion so leichtsinnig lediglich als ein „Experiment der ETs“ betrachten, verlieren auch einige zutreffende Feststellungen der Präastronautik-Vertreter hinsichtlich der religiösen Botschaften, Lehren und Gebote ihr respektablen Fundament.
Während ich in diesem Buch versuche, aufzuzeigen, daß das Geheimnis von Fatima sehr eng mit dem Islam zusammenhängt, verwerfe ich keineswegs alle anderen Thesen und Theorien, zumindest nicht komplett, die sich vielleicht erst mit meiner Theorie komplettieren – und umgekehrt. In dieser Theorie sind UFOs und die Möglichkeit, daß sie teilweise außerirdischen Herkunft sind, implizite. Doch vermag niemand wirklich nachzuweisen, daß diese ETs seit Jahrhunderten oder gar seit Jahrtausenden völlig unabhängig von göttlichen Gesetzen wie auch von den Urintelligenzen (Erz-/Engel, Astral-, Mental- und Lichtwesen,...) wären und lediglich zu „experimentellen“ Zwecken auf unserer Erde agierten.
Wie sehr ich auch für die Existenz und wahrscheinlicher Präsenz der ETs – auf der Erde – bin, muß ich immer wieder darauf hinweisen, daß deren Vorgehensweisen auf der Erde nicht im entferntesten vergleichbar sind mit den imaginären Aktivitäten unserer Astro- bzw. Kosmonauten der Zukunft auf bewohnten Planeten im All, wie dies dazu konträr stehend besonders und oft von den Präastronautik-Autoren uns als Vergleich präsentiert wird.
Wir würden auf anderen Planeten mitnichten so lange ohne Kontakt agieren und auf diese Weise vorgehen. Die Dauer, das Fernbleiben und etwaige Rätselgebung sind die drei Hauptpunkte, welche gegen den besagten Vergleich sprechen und uns auf den Verdacht bringen, hinter all diesen Aktivitäten mehr zu vermuten, als lediglich eine „gewöhnliche“ Begegnung zweierlei Intelligenzen (ETs und Menschen).
Die Wahrheit im sichtbaren und unsichtbaren Sein ist unermeßlich größer, ungemein vielschichtiger und läßt sich nicht mit ein paar Dogmen oder Theorien einrahmen und definieren. Auch nicht mit meiner Theorie, die eigentlich nur einen – wenn auch gewichtigen – Aspekt der Gesamtwahrheit darstellt.
Nun folgen die Engelerscheinungen, die zwar viel kürzer gefaßt sind als die Marienerscheinungen im 3. Kapitel, dafür aber mehr Hinweise und Anhaltspunkte zur Feststellung des dritten Geheimnisses bieten als die letztgenannten. Daß diese Behauptung zutrifft, erkennt man auch daran, daß z. B. Johannes Fiebag seine Beweise meistens daraus abzuleiten versuchte, wiewohl er die Engelerscheinungen im Grunde lediglich als „Vorbereitung zu Marienerscheinungen“ verstand. Dabei wäre seine ufologisch interpretierte Fatima-Hypothese (wie natürlich auch meine Theorie) ohne die Berücksichtigung der Engelerscheinungen völlig wertlos. Denn die Marienerscheinungen bieten so gut wie keine ufologischen (bzw. islamischen) Interpretationsmöglichkeiten.
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'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******