AdminKaya
Administrator
L â - i l â h e - I l l - A l l a h - M u h a m m e d - R e s u l u l l a h
Geschlecht: männlich aus: Türkei/Istanbul Registriert: Dez 2007 Geburtsdatum: 25-02-1959
Beiträge: 3170
Stimmung:
|
1 Geschrieben Montag, Dezember 31, 2007 @ 12:24:07
Im buddhistischen Forum:
http://www.dharma.de/dbu/frameset.php?content=http://www.dharma.de/dbu/forum/
fand ich einige Fragen eines Buddhisten, die ich hier zitieren und kurz aus meiner Sicht behandeln, beantworten möchte:
| Quote: |  | Kann ich mir meiner Art der Wiedergeburt so sicher sein?
30.11.2007 01:14
Hallo!
Die Frage habe ich bereits in einem anderen Thread gestellt, aber hier möchte ich nochmal konkret drauf eingehen, da mich das sehr verwirrt und ich noch keine Antwort bekommen hab, die mir die Angst komplett nimmt.
Es wird gesagt, man kann die Erleuchtung nicht nur in diesem Leben erreichen. Ich habe Zeit. Viele Leben Zeit.
Was aber, wenn ich als Tier oder als Asura wiedergeboren werde? Wie stehen da die Chancen zur Erleuchtung und weiß man da überhaupt von der Lehre? Was bestimmt das Karma eines Tieres? Was ist, wenn ich Tier war und dann Menshc werde...werde ich Zugang zur Lehre kriegen? Und wer versichert mir eigentlich, dass ich im nächsten Leben Kontakt zum Buddhismus haben werde?
Und wieso gibt es Mörder auf dieser Welt? Wenn sie doch Menschen sind, dann hatten sie im früheren Leben ein gutes Karma und die erstrebenswerteste Wiedergeburt erlangt. Nun sind sie aber vielleicht Atheisten, Christen oder New-Age'ler und haben andere Menschen umgebracht.
-> Wie kann ich mir sicher sein, dass ich im nächsten Leben als Mensch wiedergeboren werde, der weiter den Weg gehen wird?
Danke |
|
Zunächst stelle ich darin fest, daß man als Buddhist gar nicht automatisch von der Angst des Todes und was "danach" wohl komme, befreit würde, wie manche Buddhisten oder (nur) dem Buddhismus Nahestehenden in Kontext mit der Höllenvorstellung anderer, namentlich monotheistischer Religionen, es hin- oder darstellen. Die Angst ist bei vielen allgegenwärtig. Wenn also nicht vor einer Hölle, dann davor, daß man evtl. als ein "armes Tier" wiedergeboren werden könnte. Bei den Atheisten und Materialisten gibt es auch die Angst vor dem Tode; sie kommt zunächst von dem durchaus nützlichen Selbsterhaltungstrieb, welchen jeder, ob Theist, Spiritualist oder Atheist, hat. Dann kommt sie von der Ungewissheit und Unwissenheit der tatsächlichen Situation und des wirklichen Zustands nach dem Tode: kommt vielleicht doch etwas 'danach'? Was ist, wenn es doch ein Leben nach dem (physischen) Tode gibt und die Religionen doch recht haben? Komme ich dann in die Hölle, wie sie auch sein oder aussehen mag, oder vielleicht als ein Tier, als ein elendig lebender und elendig sterben müssender Mensch auf die Erde zurück?
Wenn der Mensch mehrere Inkarnationen zur Erleuchtung braucht, was an sich ja sehr logisch und nach m. Überzeugung auch richtig ist, wieso wird das Ich (Geist, Bewußtsein) dann als eine vorübergehende, sich (nach dem physischen Tode) in Nichts auflösende Existenz betrachtet? Dies stellt einer der größeren Widersprüche des buddhistischen Glaubens dar. Doch so nehme ich die Lehre selbst nicht wahr, denn Buddha selbst spricht von unzähligen Müttern (aus früheren Existenzen), womit nicht entsprechend viele Menschen und deren Mütter, sondern ein einziger Mensch und dessen Mütter in der Kette seiner mehrmaligen Existenzen gemeint sind. Das Mißverständnis rührt vermutlich daher, weil jeder Mensch sein Vorleben vergißt. Die "Auflösung" des Vorherigen wäre also nur ein Vergessen vorherigen Lebens, nicht des Vergehen des eigentlichen Ichs.
Bereits die Vorstellung, daß der Mensch das nächste Mal als ein Tier oder andere Kreatur auf die Erde kommen könnte, macht die Auffassung von der Auslöschung des eigentlichen Ichs zunichte. Denn es wäre fast genauso wie atheistisch-materialistische Sichtweise: Nach dem physischen Tode ist man ein Nichts, kein Bewußtsein, kein Ich mehr. Was wo wer auf die Erde kommt, hat dann mit dem Verstorbenen gar nichts mehr zu tun. So ähnlich ist also die Vostellung von der Auslöschung des Ichs nach dem physischen Tode in der buddhistischen (mißverstandenen) Auffassung. Ich sage "Mißverständnis" dazu, weil, wie gesagt, man aus der Lehre von Buddha und vieler anderer buddhistischen Meister (Lehrer) den Fortbestand des Ichs, des Geistes nach dem körperlichen Tode unschwer entnehmen kann. Ansonsten würde ich die diesbezügliche Lehre aus meiner Sicht für falsch erklären.
(Fortsetzung folgt)
--------------------
'Was du suchst, ist das, was sucht' *******Franz von Assisi*******
|