3 Geschrieben Freitag, Januar 7, 2011 @ 10:05:31


ich hätte schon lange darauf geantwortet, doch hatte mein Bedenken bezüglich der Thematik. Es gibt zwei Talmuds, in dem einen stehen schlimmere Sachen über Gojims als in dem anderen. Bekannter und verbreiteter ist letzterer, nämlich der babylonische Talmud, von dem ich ein dickes Buch als Zusammenfassung in Deutsch habe.
Mein besagtes Bedenken gilt dem Umstand, daß man durch solche "Fixierungen" auf einem bestimmten und negativen Punkt all zu leicht zur Verallgemeinerung ("die Juden") kommen kann oder aber es so mißverstanden werden könnte. Wir Muslime sind keine Judenhasser im Allgemeinen, sondern lediglich gegen jegliche Ungerechtigkeit und Verdrehung der Wahrheiten. Waren z.B. nur 10, 20 oder 30 Juden bei der Manipulation der Thora beteiligt, spricht man von "den Juden, die ihr Hl. Buch verfälscht haben". Dabei wissen die anderen gar nicht, daß es verfälscht wurde. Man kann also die Verfälschungsaktion nicht allen Juden anlasten, aber in der Theologie und Historie wird grundsätzlich in allgemeiner Form geschrieben: "die Juden", "die Christen", "die Muslime". Selbst in der Throa liest man: "Dieses betrügerische Volk", "diese Lügengeneration [zu verstehen als Lügen-Volk]" oder daß dieses Volk viele/manche Propheten verleumdet, gefoltert und getötet hätten. Es ist zuzugeben, daß eine nichtverallgemeinernde Ansprache sehr schwer ist. Denn jedes mal müßte man die Schuldigen von Unschuldigen trennende Exklusiverklärungen mit dabei schreiben, was den Text am Ende ungemein ausweiten und auch langweilig gestalten würde. Ab und zu zu erwähnen, ist auch keine so große Hilfe, weil eine einzige Ausnahme alle anderen Distanzierungen zunichte machen würde.
Wie auch immer, besonders wir Muslime sollten in dieser Hinsicht sehr empfindlich und bewußt überlegt vorgehen, weil -bekanntlich - wir Muslime die heutigen "die Juden" sind.
ws
--------------------
'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******