DISKUSSIONS- und DIALOG-FORUM

JUDENTUM - CHRISTENTUM - ISLAM - RELIGION - WISSENSCHAFT - MYSTIK - METAPHYSIK - UFOLOGIE - GEHEIMGESELLSCHAFTEN

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/======================================================== Stufen zu Gott ========================================================\

»Einem jedem Volke gaben wir Norm (Religion) und einen offenen Weg. Wenn es Allah nur gewollt hätte, so hätte er euch allen nur e i n e n Glauben gegeben; so aber will er euch in dem prüfen, was euch zuteil geworden ist. Wetteifert daher in guten Werken, denn ihr werdet alle zu Allah heimkehren, und dann wird er euch über das aufklären, worüber ihr [auf der Erde] uneinig wart.« (Qur'an, 5:48)

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Es gab einmal einen Rosenstrauch. Er war mit Sorgfalt gepflanzt, und so wuchsen die Wurzeln tief in die Erde hinein, die lange darauf vorbereitet worden war, ihn zu empfangen. Diese Wurzeln waren Abraham. Als die Rose heranwuchs, musste sie richtig beschnitten werden, sonst wäre sie wild gewuchert und hätte nicht erfüllt, was der Gärtner mit ihr vorhatte. Dank der guten Erde, den tiefen Wurzeln und dem Beschneiden war der Stamm gerade und stark. Dieser Stamm war Moses. Eines Tages kam in der Knospe die vollkommenste rote Rose hervor, die man je gesehen hatte. Die Knospe war Jesus. Die Knospe ging auf; die Blüte war Muhammed

"Der, der nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn. Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn. Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn. Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm. (Sufi-Spruch)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wer Du auch bist, woher Du auch kommst, Wohin Du auch gehst,

Sei einfach anständig und freundlich zu Deinem Gegenüber,

Denn von einer Quelle stammen wir, zu ihr kehren wir einst wieder zurück.

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...bis zum 21 Dezember 2012 / 00:00 Uhr
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offline AdminKaya
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1 Geschrieben Sonntag, Dezember 30, 2007 @ 07:27:34  

Cemil Kaya, 8 Jul. 2002, 09:49

Newsgroups: de.sci.theologie
Von: Cemil Kaya
Datum: Mon, 08 Jul 2002 10:45:47 +0200
Lokal: Mo 8 Jul. 2002 09:45
Betreff: Re: Die Frage nach dem Messias

Hallo Manfred,

entschuldige bitte die verspätete Antwort, aber ich muß ehrlich
zugestehen, daß ich mehrmals um eine Antwort versucht habe, leider kam
dabei nichts verwertbares 'raus, weil ich - ebenfalls zugegebenermaßen -
emotional ziemlich berührt meine Antwort schrieb und an manchen Stellen
beleidigend wirkte. Obwohl ich wütend war, sandte ich meine Antwort
nicht - Gott sei Dank. Denn ich möchte doch niemanden verletzen, sondern
freundlich diskutieren und soweit jene informieren, die informiert
werden und erfahren wollen.

Nun fühle ich mich wieder "fit" und schreibe Dir ganz frisch, ohne
gänzlich kritiklos zu sein, zumal sachliche Kritik erwünschenswert ist
oder sein sollte.

"Manfred Hoß" schrieb:

> On Fri, 28 Jun 2002 17:47:03 +0200, Cemil Kaya <cem...@t-online.de>
> wrote:

> >Hallo Manfred,

> Hallo Cemil,

> >Nun, was das Barnabas-Evangelium und dessen Authentizitäts-Ablehnung von
> >Seiten _eines_ Muslims angeht. Es ist Dir wahrscheinlich nicht bewußt,
> >daß dies überhaupt kein Beweis darstellen kann, denn dann müßten die
> >heutigen (kanonischen) Evangelien allesamt tatsächlich manipulierte
> >Schriften sein, weil dies hunderte von _Christen_ (Gelehrten, Forscher,
> >Theologen, Bibelkritiker...) behauptet und ihre Behauptung mannigfaltig
> >darlegt wird.

> Nun, nachdem ich in deinen Postings den Begriff Barnabas-Evangelium
> (BE) gelesen hatte, wollte ich mich schlau machen. Das ist mir auch
> gelungen, doch waren die Quellen, die ich gefunden habe, fast
> ausnahmslos christliche Quellen, wobei mir klar war, dass du diese
> nicht anerkennen würdest.

Was meinst Du mit "anerkennen"? Blind daran glauben? Zurückweisen
aufgrund deren Konfrontation mit meiner Überzeugung? Ist dies zu
vergleichen mit Deiner Nicht-Anerkennung islamischer Quellen? Tatsache
ist, daß meine Nicht-Anerkennung mit meinem Wissen zu tun hat, welches
das Gegenteil vom Besagten darstellt. Mein Wissen wiederum hat
verschiedene Gründe (Fundamente, Stützen), allen voran Stichwortmäßige
Erkenntnisse über die hier behandelten Themen. Primär dieses Wissen ist
es, das bei den fundamentalen Fragen unerschütterliche Sicherheiten
besitzt.

Dann sind Vernunf und Intuition zu erwähnen, die mit dem besagten Wissen
harmonisch einhergehen. Daß ich in manchen _Details_ keine Kenntnisse
(Informationen) haben mag, spielt für die Beantwortung und Klärung der
Hauptfrage überhaupt keine entscheidende Rolle, sondern zeigt lediglich
mein Unwissen in den detaillierten Fragen. Das aber wird von den meisten
gleich als Maßstab für die _Falschheit_ meiner Behauptung (These,
Theorie, Überzeugung etc.) aufgefaßt - gern und willig aufgefaßt, denn
hier spielt das Vorurteil bei jenen, und ich glaube, bei Dir nicht
minder, eine bedeutende Rolle. Aber das ist (für mich) nicht sehr
schlimm, denn jeder mag damit letztlich sich selbst schaden.

Ich möchte Dir ein Beispiel für das besagte Wissen geben, wie ich es vor
längerer Zeit unserem Thomas Waschke gab, er jedoch es nicht verstand
oder verstehen wollte. Er hat nämlich das Beispiel ganz in seinem
vorurteiligen Sinne gegen mich gerichtet.

Nehmen wir an, ich reise in der Zeit und sehe, ob z.B. Hitler
tatsächlich Selbsmord begang oder sich in einem anderen Land absetzte,
wie manche das heute behaupten. Dabei soll ganz dahingestellt werden, ob
dies oder jenes stimmt, denn es kommt auf den Inhalt meines Beispiels
an.

Nun, ich sah in der Vergangenheit also, daß Hitler kein Selbstmord
begang, sondern sich woanders begab. Die gesamten offiziellen
Geschichtsbücher und alle Schulen lehren aber das Gegenteil mit Details,
als wären sie dabei gewesen. Die Frage ist, wer dabei recht hat. Es ist
heute leider so, daß viele nach der feife der Obrigkeiten tanzen, sich
etwaig manipulieren und beeinflussen lassen, dies jedoch keineswegs
durchschauen und auch nicht wissen wollen, ob das wahr ist oder nicht,
sondern so borniert voreingenommen, blind und taub, daß es ein
hoffnungsloser Fall ist, sie von dieser Krankheit heilen zu wollen. Im
Gegenteil! Es ist sogar gefährlich, sie heilen zu wollen, weil sie einem
selber mit ihrer Krankheit anstecken könn(t)en!

Wie aus einem Unschuldigen ein _Schuldiger_ und aus diesem ein
_Unschuldiger_ werden kann - das habe ich in meinem Leben mehrere Male
gesehen und auch selber erlebt. In diesen Foren war das sogar tagtäglich
der Fall und es betraf nicht nur mich, so daß man meinen könnte, ich
hätte emotional so empfunden haben können. Mein Horizont ist soweit
ausgedehnt, daß ich die ganze Erde und das irdische Leben nur als einen
Sprungbrett zur höheren Existenz betrachte.

Was das besagte Wissen angeht, so weiß ich z.B., daß die
Evolutionstheorie ein "Irrtum" ist, ich weiß, daß Gott existiert, der
Geist besteht und ewig lebt; daß hinter den Kullisen eine geheime
Regierung gibt, daß UFOs Realität sind; daß viele neue und
umweltfreundliche Erfindungen und Entdeckungen gibt, die unterdrückt
werden; daß manche Krankheiten nicht nur umweltbedingt auftreten,
sondern bewußt hervorgerufen werden; daß Judentum, Christentum und Islam
echte Göttliche Offenbarungen sind; daß jedoch die erstgenannten zwei
manipuliert sind usw...

Diese auf Wahrheit basierenden Erkenntnisse versuche ich nun hier und
anderswo durch Informationen und deren richtige Deutung und Erklärung zu
belegen, was mir auch bisher nicht wenig gelungen ist, unabhängig davon,
was hier offiziell abgeht. Denn es gibt sie, die "stummen Leser", und
zwar sowohl negative wie auch positive (dazwischen viele Abstufungen).
Die Positiven können unterschiedlichen Religionen angehören - oder
keiner, aber sie sind in ihrem Herzen positiv, einfach gute Menschen,
lernwillige und -fähige Menschen. Wir bewegen uns schweren Zeiten
entgegen, und ich möchte den Menschen irgendwie helfen, sei es auch nur
ganz wenig, durch meine Hinweise, meine Artikel...

> Da ich jedoch diese eine muslimische Quelle
> ebenfalls gefunden hatte, wollte ich sie dir nicht vorenthalten.

Einfach so, zufällig? Ist es nicht geradezu auffällig, mit welcher
Anstrengung Du alle meiner bisherigen Ausführungen zu _widerlegen_
versuchst? Wer ist so blind und glaubt an die Gutmütigkeit einer solchen
Arbeit? Selbst wenn ich im Großen und Ganzen mich irren würde, gäbe es
hier und dort irgendwelche Wahrheiten in meinen Worten, aber
Zugeständnisse Deinerseits ist schwerlich zu erkennen.

> Das BE selbst habe ich noch nicht in den Händen gehabt, werde es aber
> in Kürze lesen, und die verschiedenen Punkte, die ich im Internet
> gefunden habe, überprüfen können.
> Wieso ich solch einen Aufwand betreibe? Nun, mir war klar geworden,
> dass ein Teil deiner Argumentation an dem BE und dessen angenommener
> Authentizität hängt. Sollte es aber entgegen deiner Annahmen eine
> Fälschung sein, dann wäre deine Argumentation hinfällig.

Wie in manchen Argumenten, ist auch hier die Oberflächlichkeit
eigentlich leicht zu erkennen, aber nicht nur Du, sondern viele sind
heute leider so, daß sie der scheinbar richtigen Logik hereinfallen und
nicht tiefer zu erblicken vermögen.

Meine Argumente, von denen Du oben sprichst, hat tatsächlich nichts mit
der _Authentizität_ des Barnabasevangeliums zu tun, sondern hängt primär
mit den Widersprüchen und Ungereimtheiten, ergo der Manipulation der
Evangelien (und natürlich das Ganze mit der Frage nach dem Messias)
zusammen, auf welche Du übrigens nicht eingehst, sondern Dich auf eine
"Nebensache" (BE) fixierst. Ist das eine wohldurchdachte Taktik oder ist
es Dir wirklich - peinlicherweise - entgangen? Doch mittlerweile weiß
ich ganz genau, daß eine direkte Behandlung der angehenden Thematik
nichts anderes ergäbe, als das, was bisher der Fall war: alles und jedes
zu dementieren und widerlegt zu haben wähnen. Das ist mir nicht neu. Vor
Dir hatte ich viele ähnliche "Fälle".

Nun zum Eigentlichen in Deinen Worten: Ich sagte bereits, daß die
zitierten Worte in BE selbst dann einen thematischen Wert hätten, wäre
es tatsächlich eine Fälschung. Das ist weder von Dir noch von einem
anderen Mitdiskutanten begriffen worden (denn Dir geht es dabei offenbar
nicht um Verständnis der Thematik, sondern um Widerlegung meiner
Ausführungen). Es geht dabei um die Tatsache der thematischen und
textlichen Logik der behandelten Frage bezüglich Petrus. Das BE hat in
diesem Kontext genau solchen Wert, wie ein jedes von einem Bibelkritiker
geschriebene Buch, nicht mehr und nicht weniger. Ich erwarte von keinem
Christen, daß er an die Echtheit des BE glauben soll, schließlich weiß
ich, was damit zusammenhängt.

Du erwähnst oben die christlichen Quellen. Die kenne ich, und manche
haben wirklich gute Arbeit geleistet, um die Authentizität des BE zu
widerlegen. Hätten diese Apologeten die gleiche Mühe bezüglich der
Evangelien gemacht, wäre von ihrer "Echtheit" wenig übrig geblieben (was
ja auch das Ergebnis der bisherigen Bibelkritiker ist). Eine christliche
Quelle (http://www.islaminstitut.de/artikel/barnabas.htm) behauptet
beispielsweise:

"Außer dem italienischen und den beiden spanischen Handschriften wurde
nie eine griechische, lateinische oder hebräische Handschrift
aufgefunden und niemals ein echter historischer Beweis dafür erbracht,
daß das Barnabasevangelium vor dem 16. Jahrhundert existiert hat".

Was die erste Behauptung betrifft, daß nämlich bisher keine griechische,
lateinische oder hebräische (aramäische) Handschrift von BE aufgefunden
worden sei, ist richtig und zuzugestehen. Aber die Autorin baut darauf
eine Lüge oder zumindest eine falsche Behauptung auf, in dem sie sagt,
daß es niemals ein echter Beweis für die Existenz des BE _vor_ dem 16.
Jahrhundert erbracht worden sei. Dies behauptet sie trotz der
historischen Tatsache, daß das BE "als 'Evangelium unter dem Namen des
Barnabas' eine erste gesicherte Erwähnung im Decretum Gelasianum de
libris recipiendis et non recipiendis (496 n.Chr.), einem Verzeichnis
erlaubter und verbotener Bücher" erwähnt wird (Zitat aus dem Vorwort von
BE, Quelle der Erwähnung: W. Schneemelcher, "Neutestamentliche
Apokrypen", Band 1. Tübingen 1987, S. 26 u. 30 ff.).

In der türkischen Übersetzung von BE zitiert der Übersetzer (Ali Ünal)
in seinem Vorwort den islamischen Gelehrten Muhammed Ata'ür-Rahman, der
u.a. schreibt (von mir übersetzt):

"Das Barnabasevangelium galt bis 325 n.Chr. in den Alexandrischen
Kirchen als kanonisiert [legitimes Evangelium]. Aus den Schriften des
pro monotheistisch eingestellten Ireneus (130 - 200 n.Chr.) geht hervor,
daß dieses Evangelium in den ersten zwei Jahrhunderten nach Christus im
Umlauf gewesen war." (Barnabas Incili, S. 52)

"Zur Regierungszeit des Kaisers Zeno (474-91) hatte Anthemios, der
zwölfte Erzbischof von Zypern, einen Traum, in welchem Barnabas ihm
mitteilte, wo sein Grab zu finden sei. Als man am folgenden Tag der
besagten Stelle zu graben begann, stieß man auf eine Höhle, in der sich
der Leichnam des Märtyrers befand, zusammen mit dem von ihm verfaßten
Evangelium. Die Folgen dieser Entdeckung waren weitreichend: Der
Erzbischof von Zypern machte dem Kaiser von Byzanz das Evangelium zum
Geschenk und erhielt als Gegengabe kaiserliche Privilegien. So entstand
die autokephale, d.h. unabhängige, zyprische Kirche, welche durch
Jahrhunderte der Fremdherrschaft hindurch einen entscheidenden Anteil an
der Bewahrung der zyprischen Identität hatte". (Vorwort "Zur Geschichte
des Barnabas-Evangeliums" in BE-Übersetzung, Turban-Verlag, Bonndorf im
Schwarzwald, S. 8, Quelle der Geschichte im Zitat: a) eine im Buch auf
S. 2 abgebildete Bildergeschichte und b) F.G. Maier, "Zypern", Stuttgart
1964, S.58; ferner "Laudatio in Apostolum Barnabam, a.a.O., S. 24 ff.)

Angesichts dieser historischen Zeugnisse und anderer, die die Autorin
Schirrmacher unter der Überschrift "Frühchristliche Hinweise auf das
Barnabasevangelium" (!) aufzählt, ist nicht zu verstehen, warum sie
vorher das Gegenteil davon behauptet, obwohl sie weiß und selber
aufzählt, daß es mehr als Hinweise, nämlich christliche Dokumente, gibt,
in denen das BE _vor_ dem 16. Jh. _existierte_. Ob die erwähnte mit dem
heutigen _übereinstimmt_, ist zwar eine wichtige, jedoch zunächst keine
mit der besagten Behauptung seiner Existenz zusammenhängende Frage.

Nun, im Endeffekt hat keine Seite wirkliche Beweise für oder gegen die
Authentizität des heute beziehbaren BE. Es gibt verschiedene
Überlegungen, indirekte Hinweise und Schlußfolgerungen, die mich von der
Echtheit des heutigen BE überzeugen. Dieses Evangelium kann eventuell
zum Teil geändert worden sein, aber nicht insgesamt gefälscht. Das ist
meine Überzeugung, die niemand teilen muß.

Aus der Geschichtsforschung entnimmt man die Wichtigkeit des darin
erwähnten BE, so daß sich die Frage legitimiert, ob denn so ein
wichtiges oder für wichtig gehaltenes Schriftstück so leicht(sinnig)
verloren gehen konnte, wie uns weißgemacht werden will. Und wenn das
echte BE, das in den Dekreten Erwähnung findet, bisher tatsächlich in
irgendeiner Kirche oder einem Kloster (ich weiß von meinem Lehrer, daß
es sich in Geheimarchiven des Vatikans befindet) überlebt haben sollte:
warum rücken die Verantwortlichen es nicht 'raus, um endlich der Welt
die Fälschung des beziehbaren BE nachzuweisen? Das können und werden sie
nie freiwillig tun, weil es (zumindest größtenteils) dem entspricht, das
heute beziehbar ist.

Selbstverständlich bin ich innerlich rasch dazu bereit, die Echtheit des
heutigen BE zu akzeptieren, weil ich ja von der Echtheit des Islam
überzeugt bin und das BE ganz offensichtlich eine Bestätigung des Islam
darstellt, und selbstverständlich sind die Christen aus dem selben Grund
so vehement gegen dessen Echtheit. So einfach ist es eigentlich.

Vor über einem Jahr habe ich aus dem Buch "Das verheimlichte Wissen -
Tempelgeheimnisse, verschollene Evangelien und das unbekannte Leben
Jesu" (Knaur, München 1984) der beiden Autoren Peter Andreas und Rose
LIoyd Davies über den Bestand des BE in den Geheimarchiven des Vatikans
zitiert. Darin kommt der gebürtige Rumäne Dr. Edmund Szekely zu Wort,
welcher als Student der Altphilologie in den Geheimarchiven des Vatikans
verschiedene Uralte Schriftrollen sah, unter anderem nannte er auch das
Barnabasevangelium!

Als ich dies damals erwähnte, meldete sich Ulf Gerkan zu Wort und
versuchte diese Behauptung von Szekely aufgrund seiner angeblichen oder
tatsächlichen Unglaubwürdigkeit abzuschwächen, statt sich zu fragen,
warum ein _Nichtmuslim_, der es Szekely war (gest. 1979), ausgerechnet
das BE u.a. erwähnte, und zwar eine aramäische, die Muttersprache von
Jesus (a.s.). Sicher hatte Szekely auch von dem heute beziehbaren BE
gehört und davon, daß es von den Christen für eine (muslimische)
Fälschung deklariert wird, ergo ein Grund mehr, es nicht mitzuerwähnen,
um nicht noch mehr Unglaubwürdigkeit zu erzeugen. Aber er tat es
dennoch, weil er, nach meiner Überzeugung, die Wahrheit sagte, er sah
dieses Evangelium tatsächlich. Leider erwähnte er nicht von seinem
brisanten Inhalt, was auch zu erwarten ist, denn dann wäre er in den
Augen der Christen vollkommen unglaubwürdig erschienen.

> Um ein Beispiel aus einem anderen Forschungsbereich zu nennen:
> Vielleicht erinnerst du dich, dass vor einigen Jahren zwei
> Krebsforscher Daten aus angeblichen Versuchen einfach nur erfunden
> hatten und diese Daten dann auch noch in Fachblättern
> veröffentlichten. Glaubst du, dass irgendein Arzt auf Grund dieser
> manipulierten Daten eine Krebsbehandlung starten würde? Ganz sicher
> nicht.

Oh mein Freund, was für eine Logik, was für ein Argument! Ist da jemand,
der oder die die Oberflächlichkeit dieses Arguments durchschaut? Es ist
erstaunlich, wie schnell Du eine negative Meinung über das BE bilden
konntest. Das hat nur ein paar Tage gedauert, und das, ohne einmal das
BE selbst je gelesen zu haben! Die Fälschung, von der ich positiv
sprach, ist nicht eine "Erfindung", sondern eine sehr weise
geschriebenes Buch, dessen Autor ein Gelehrter gewesen sein muß, der
keine Widersprüche in "seinem" Buch (BE) begang und eine wirklich
lobenswerte Logik besaß, ein klarer Verstand. Selbst wenn das
Barnabasevangelium, ich wiederhole mich, eine _Fälschung_ sein _sollte_,
ist sein Inhalt wertvoll, weil dieser das Ergebnis einer Bibelkritik
wunderbar bestätigende Rolle spielt, siehe Petrus-Thematik, siehe den
Hinweis von Jesus (a.s.) bezüglich des Messias (als letzter Prophet zu
verstehen) und der Frage danach, wessen "Sohn" (Davids Sohn?) er sein
würde, siehe die Behauptung, er sei Gott bzw. Gottes-Sohn und seine
Antwort darauf usw. usf. Selbst also wenn es eine Fälschung sein sollte,
vorsicht, Wiederholung!, geht sein Inhalt mit der Vernunft einher, ganz
anders als die Evangelien, deren Widerlegung bzw. mißdeutende Stellung
bei manchen Punkten sehr einfach ist.

> Um auf unser Thema zurückzukommen: sollte das BE gefälscht sein, so
> ist _jedes_ Argument mit dem BE als Grundlage absolut daneben.

Was "absolut daneben steht", siehe oben. Ein Buch muß keine Offenbarung
sein, um Wahrheit zu enthalten.

> Und
> falls es dich nach wir vor stört, dass nur _ein_ Muslim von einer
> Fälschung des BE ausgeht, dann suche ich gerne nach fremdsprachigen
> Internetseiten, denn ich bin sicher, dass es im englischsprachigen
> Raum ebenfalls Muslime gibt, die denselben Gedanken haben.

Warum suchst Du stets meinen Ausführungen entgegenstehende
Informationen? Warum nicht dafür stehende? Antwort: Weil Du
Voreingenommen bist, auch wenn Du dies sehr gut zu verstecken weißt.
Freilich bist Du von Deinen Argumenten überzeugt, sonst wärst Du ja ein
bewußter Lügner und Betrüger, was ich nicht von Dir glaube. So wie ich
von meiner Sache Überzeugt bin, bist Du von Deiner, nicht wahr? Du hast
ein bestimmtes Weltbild, eine bestimmte Religion ausgewählt, nämlich das
Christentum, und ich mir den Islam. Der Unterschied: Ein Muslim glaubt
an Jesus (a.s.) als ein Gottgesandter und Wort Gottes, ein Christ
leugnet und verteufelt Muhammed (s.a.w.). So wie ich Dich von meiner
Religion nicht überzeugen kann, so vermagst Du mich von Deiner in dieser
Form, wie sie heute bekannt ist, niemals zu überzeugen. Der Sinn unserer
Diskussion sollte also u.a. sein, daß kluge Leute aus den Diskussionen
für sich das Richtige entnehmen sollen. Daß einige Dauerschreiber
(insbesondere Atheisten, Agnostiker und Fanatiker) an Deiner Seite
stehen, besagt für die Wahrheit absolut nichts. Wenn der Islam so falsch
wäre, wie Du und jene Fanatiker ihn hinzustellen versuchen, würde er
nicht an erster Stelle der weltweiten Konvertiten-Zuwachs stehen.

> >Für mich sind diese Schriften ja auch manipuliert, weil man deren
> >Manipulation historisch und textkritisch sehr gut nachvollziehen kann,
> >doch die Fälschung des BE ist Textkritisch schwerlich nachzuweisen,
> >nicht nur, weil darin keine Widersprüche (mit sich, wie es bei den
> >Evangelien der Fall ist) gibt, sondern (unter anderem) auch in sich
> >logisch ist und mit der Vernunft einhergeht, wie ich dies bezüglich
> >Petrus als "Fels" und "Satan" aufzeigte.

> Das ist das Problem: wenn jeder die Schriften des Gegenüber, mit dem
> er diskutiert, für ge- oder auch nur ver-fälscht hält, dann kann man
> immer die Argumente des Anderen ablehnen. Schließlich basiert dessen
> Meinung auf einer "ge-/ver-fälschten" Quelle. Daher sollten wir uns
> erst einmal darüber einig werden, welche Quellen unverfälscht sind.
> Darauf zielte meine Frage, wie man die unverfälschten Bibelstellen von
> den verfälschten unterscheiden kann. Vielleicht kannst du jetzt die
> Ernsthaftigkeit meiner Frage einsehen.

An Deiner _Ernshaftigkeit_ habe ich nie angezweifelt, sofern wir das
Wort als Aufrichtigkeit verstehen. Das allein ist kein Garant für die
Wahrheit. Sonst würden sich widersprechende Ernsthaftigkeiten jeweils
die Wahrheit in sich tragen. Das ist auch in subjektivem Bereich
tatsächlich so: jeder hat für sich recht, denn jeder braucht das
Recht-Haben, um seine Stellung für sich zu sichern, Vertrauen zu
gewinnen. Aber im Objektiven kann nur eine Seite recht haben, zumindest
in Grundzügen, und darauf kommt es ja auch an: in fundamentalen Dingen
recht haben. Das ist für mich das Wichtigste, was ich Eingangs auch
sagte: es geht mir nicht um kleinliche Details, sondern um die richtigen
Antworten der Grundfragen.

Ich muß eingstehen, daß ich in letzter Zeit die Lust und auch die Kraft
zu umfassenden Diskussionen hier so ziemlich verloren habe. Früher hatte
ich heiße Diskussionen z.B. mit M. Molthagen geführt. Und weil ich nicht
mehr die frühere Lust verspüre, habe ich aus den alten Diskussionen
einige Artikel ausgewählt. Es gibt mehrere davon, und sie sind
beidseitig aufschlußreich. Ich hätte bisher noch mehr davon unter diesem
Thread gestellt, aber ich habe Schwierigkeiten mit dem Finden der
richtigen Postings auf meiner neuen Festplatte, die ich seit etwa drei
Monaten habe. Ich hatte alle früheren Postings in "einem Stück" kopiert,
so daß sie alle ein paar tausend Seiten ausmachen und ich darin den
richtigen Artikel erst suchen und finden muß.

> >Und: auch wenn das BE tatsächlich eine Fälschung sein _sollte_, gelten
> >die obigen Kriterien, daß nämlich dessen Inhalt von Weisheit zeugt,
> >keine Widersprüche aufweist und mit der Vernunft einhergeht. Zudem sei
> >gesagt, daß das BE einige Widersprüche zum _Qur'an_ und Islam aufweist,
> >die ein muslimischer Gelehrte hätte nicht begangen, denn dessen Inhalt
> >zeugt geradezu offensichtlich von einer hohen Gelehrsamkeit dessen
> >Urhebers.

> Auch die gefälschten Forschungsergebnisse zeugten von "Weisheit",
> ansonsten wären sie viel früher enttarnt worden. Die Weisheit einer
> Quelle ist _keine_ Kriterium für ihre Richtigkeit.

Weisheit an sich ist Wahrheit, sonst wäre sie keine Weisheit. Wie ich es
meinte, wurde oben hinlänglich erklärt, und wenn Du es immer noch nicht
verstanden hast: Der Wert der angenommenen "Fälschung", betrifft nicht
das Gegenteilige Behauptung von dem, was in den Evangelien steht,
sondern ist logisch, vernüntig, geht mit vielen heutigen Bibelkritiken
einher, gibt klare Antworten, die man direkt oder indirekt aus der
Bibel- und Geschichstforschung ohnehin feststellt.

Im Übrigen lautet die Überschrift nicht: "Das Barnabas-Evangelium",
sondern "Die Frage nach dem Messias". Die Erwähnung des BE war
thematisch relevant, jedoch nicht notwendig. Nichtsdestotrotzt ist es
für mich gewiß, daß, auch wenn Du von nun an das eigentliche Thema
behandeln würdest, käme dabei nichts anderes heraus als Dementis von Dir
der darin befindlichen Ergebnisse. Es wäre also nicht viel anders, ja,
fast so, wie die Diskussion zwischen mir und Ulf.

> >Nein, ich glaube nicht, daß es _gänzlich_ eine Fälschung darstellt,
> >höchstens eine Teilweise, jedoch nicht von Muslimen, weil das der
> >Geschichte nicht bekannt ist. Außerdem kann man die Geschichte des BE
> >verfolgen und sehen, daß das BE fast nur in den Händen christlicher
> >Autoritäten (Päpste, Könige) war, mit Ausnahme des ersten italienischen
> >Mönches, der nach dessen Lektüre zum Islam konvertierte. Wenn es eine
> >Fälschung wäre, würden die besagten Autoritäten so viel Wert darauf
> >legen?

> Auch wenn es nur teilweise gefälscht sein sollte, so kann man dennoch
> nicht, wenn man nicht genau weiß, welche Stelle authentisch und welche
> falsch sein, damit argumentieren.

So ähnlich gilt auch für die Evangelien: mit welcher Berechtigung
vermagst Du christlich zu "argumentieren", wenn Du nicht genau weißt,
welche Stelle manipuliert ist und welche nicht? Antwort: Dogmatik sei
Dank!

Ich sagte "so ähnlich", weil es gewisse Unterschiede gibt zwischen BE
und den kanonischen Evangelien, die ich oben kurz erwähnte zugunsten des
BE.

> Übrigens, warum schreibst du nicht einfach an Herr Hoffmann, und
> fragst ihn, welche Gründe ihn davon überzeugten, dass das BE gefälscht
> sein soll?

Warum sollte ich es tun? Seine Meinung interessiert mich nicht, denn er
kann nichts anderes aufzählen als die christlichen Argumente. Ich habe
auf seine Seite, als ich las, den Einduck gewonnen, daß er sich
typisch-türkisch, das heißt, traditionell verhält und nicht muslimisch,
auch wenn er ein Deutscher ist. Und auch wenn Du noch einen oder mehrere
Muslime finden würdest, welche das BE für Fälschung erklären, bin ich
auf der anderen Seite, nämlich auf jener, die es entweder Authentisch
oder größtenteils authentisch betrachten. Es gibt zahllose Gelehrte,
Wissenschaftler, Bibelforscher usw., und nicht nur einen, wie jenen
Muslim, der die Manipulation der _kanonischen_ Evangelien und des
Christentums feststellten: warum überzeugt Dich deren Argumente und
Beweise denn nicht, wenn das ein Kriterium sein sollte?

Gruß
Cemil

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'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******


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