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11 Geschrieben Donnerstag, Mai 13, 2010 @ 11:55:14
Selam Schwester Sunrise, danke für deine Antwort. Die Infos über die Sterbenden fand ich gut und nachdenklich machend. Ich hoffe, daß gilt auch für Habakuk. Bei einer Antwort würde ich empfehlen, nicht auf "quote" zu klicken, weil dann dies den früheren, alten Format-Modus aktiviert. Lieber einfach auf "Antworten" unten links klicken und beim Zitieren z.B. auf das Anführungszeichen ("Zitatenblok") und oder farblich vom Rest unterscheiden. Man kann auch eine Tabelle erstellen und das Zitat darin integrieren, aber das sind teilweise zeitraubende Möglichkeiten. So wie ich es mache ist dies: quote hier kommt der zu zitierende Text /quote am besten. Beide, "quote" sowie "/quote" in eckigen Klammern einschließen. Diese erzeugt man durch Alt Gr und 8 bzw. 9. (gleichzeitig drücken). WS Cemil --------------------
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12 Geschrieben Donnerstag, Mai 13, 2010 @ 14:00:14
Hallo Habakuk, die Diskussionen über den Buddhismus ähneln im Allgemeinen die über die Evolutionstheorie: hier wie dort gibt es kompetentere, mich informativ weit übertreffende Poster. So einer war z.B. der Poster Egon aus dem ehemaligen Forum von Thomas Waschke. Es gibt hier: http://www.homepage-dienste.com/foren/F_9295/ausgewaehlte-denk-und-diskussionswuerdige-beitraege_5_.html und hier: http://www.homepage-dienste.com/foren/F_9295/reinkarnations-forschung-religioese-lehren_23_.html viele Diskussionen über die Reinkarnation oder den Buddhismus. Du zitierst: "Der Vorgang der Wiedergeburt ist keine Seelenwanderung: es gibt kein Ich, keine Seele oder dergl., das von einem Zustand zum anderen wandern könnte. Nein, Wiedergeburt ist ein reiner Bedingungszusammenhang, bei dem ein vorhergehender Zustand einen späteren bedingt, ohne dass irgendein substantielles Substrat bleiben würde. Darin unterscheidet sich übrigens Wiedergeburt nicht von dem, was während des Lebens ständig geschieht."
Wir sollten mal den ganzen Absatz dort lesen: 4.3.2. Der Wiedergeburtsvorgang
Dieser letzte Bewusstseinsmoment ist deswegen so wichtig, weil durch ihn die Wiedergeburt bedingt wird. Auf die äußerst komplizierten Bewusstseins-Vorgänge bei der Wiedergeburt kann ich hier nicht eingehen: das würde ein Semester Abhidharma voraussetzen. Nur einige Bemerkungen seien mir gestattet: - Der Vorgang der Wiedergeburt findet unmittelbar nach dem Tode statt, egal wo die Wiedergeburt stattfindet.
- Der Vorgang der Wiedergeburt wird primär von Bewusstseinsprozessen gesteuert, materielle Prozesse treten erst sekundär auf. So wird auch das Geschlecht durch Karma bestimmt und nicht durch das zufällige Aufeinandertreffen von x- und y-Chromosomen, d.h. Karma bestimmt welcher Samen das Ei befruchtet.
- Der Vorgang der Wiedergeburt ist keine Seelenwanderung: es gibt kein Ich, keine Seele oder dergl., das von einem Zustand zum anderen wandern könnte. Nein, Wiedergeburt ist ein reiner Bedingungszusammenhang, bei dem ein vorhergehender Zustand einen späteren bedingt, ohne dass irgendein substantielles Substrat bleiben würde. Darin unterscheidet sich übrigens Wiedergeburt nicht von dem, was während des Lebens ständig geschieht.
Von diesen drei Punkten sind zwei falsch, und zwar der erste und der letzte Punkt. Der Vorgang der Wiedergeburt findet nur bei Ausnahmen gleich nach dem Tode statt. Normalerweise dauert es etwas und ist sehr individuell, nicht bei jedem gleich lang. Selbstmörder beispielsweise erleben ihren Selbstmord-Prozess immer wieder von Neuem, unaufhörlich, bis sie „irgendwann“ (Astralwelt kennt keine Zeit) davon befreit werden. Das ist gewöhnlich der Zeitpunkt, in welchem der Selbstmörder natürlicherweise (wie karmisch/schicksalsmäßig vorgesehen) verstorben wäre. Wenn ich von Fehlern und Irrtümern im Buddhismus spreche, so unterstelle ich diese nicht dem großen Buddha, der unschuldig darin ist, sondern den späteren Nachfolgern und Schülern. Die Buddhisten oder die informativen und ehrlichen von ihnen geben selber zu, daß der B. nachträglich verändert wurde. Das nennen sie zuweilen und fälschlicherweise „Entwicklung“ und „Anpassung“. Wenn man von Wiedergeburt spricht, und aber die Individualität des Ichs dementiert, hat man bereits einen Widerspruch per se. Denn wenn die Individualität verschwindet, ist keine Rede mehr von „wieder“, sondern von etwas „Neuem“. Dann wäre es auch jedem Individuum vollkommen egal, wie er auf der Erde lebte, denn sowohl ein Unreifer wie auch ein Buddha würde nach dem Tode nicht mehr sein. Wie absurd und widersprüchlich diese Vorstellung ist, erkennt man relativ einfach. Man möchte ins Nirwana eingehen. Was möchte denn ins Nirwana eingehen, wenn die Individualität, die persönliche Wahrnehmung nicht mehr existiert? Nirwana ist übrigens nicht das Nichts, sondern der vollkommene Frieden, die vollkommene Glückseligkeit. Auch im Verständnis des Nirwana gibt es irrtümliche Vorstellungen. | Quote: |  | C.K.: Man kann aus dem (ein wenig Wort-Korrekturbedürftigen) Teil zumindest erkennen, daß der Dalai Lama dir und jedem anderen, selbst Buddhisten, widerspricht, in dem er den Fortbestand des eigenen Ichs oder Selbst bestätigt und hinzu noch eine entsprechende Aussage Buddhas wiedergibt.Habakuk: Daß man ihn und Buddha so völlig mißverstehen kann, will ich gar nicht bestreiten. Du bist ja ein lebendiges Beispiel dafür. Aber du hast in dem Fall den Buddhismus wirklich grundlegend falsch verstanden. |
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Offenbar hast du es nicht oder nicht richtig gelesen. Ich sprach von Dalai Lama! Zitat aus seinem Buch „Der Weg zur Freiheit“: „Das Nirwana hat nichts anderes als den Geist zur Basis und Voraussetzung. Das ist die buddhistishe Auffassung.“ (S. 119 f.).
Das völlige Mißverstehen geht aufs Konto jener Buddhisten zurück, welche die Wiedergeburt als ein völlig anderes und neues Wesen (Geist, Seele, Ich, Bewußtsein) deuten bzw. umdeuten. So hat der Buddha nicht gelehrt, nicht gemeint. Wie er gelehrt und gemeint hat, das erfahren wir von Dalai Lama: „Ferner gibt es das Leiden, den Körper immer wieder ablegen zu müssen…“ (S. 125)
Was legt den Körper ab? Und warum „immer wieder“? Weiter: „…Bis zum heutigen Tag haben wir so viele Leben gelebt und so viele Körper gehabt,…“ (ebd.)
Wer ist/sind die „Wir“? „So viele Leben und so viele Körper…“! Weiter: „…und noch immer sind wir nicht imstande, von ihnen auf sinnvolle Weise Gebrauch zu machen. Dadurch, daß wir lediglich diese zahllosen Körper annahmen, haben wir nichts erreicht. Immer wieder haben wir die Empfängnis durchmachen müssen. Der Buddha sagte, wenn wir unsere Mütter zählen wollten, in dem wir Kieselsteine aneinanderreihten, von denen jeder einzelne eine Mutter darstellte, dann nähme diese Reihe kein Ende.“ (ebd.)
Klare, deutliche, unmißverständliche Worte. Oben sagte ich, daß es Evolutionisten wie Buddhisten gebe, die jeweils viel mehr informatives Wissen hätten, als ich. Das ist ein gutes Beispiel dafür, daß informatives Wissen nicht alles ist und schon gar nicht entscheidend. Einfach ausgedrückt, ist es die geistige und seelische Reife, die thematisch etwas begreift und fühlt. Intellektuelle Kenntnisse sind der Stoff, über den der Geist und die Seele beurteilen. Dalai Lama: „Weitere Typen irriger Ansicht würden etwa die Meinung verfechten, daß es kein Leben nach dem Tode … gibt.“ (S. 130).
In Wikipedia lesen wir: Der Buddhismus (entstanden etwa im 5. Jh. v. Chr.) schließt an die Wiedergeburts- und Karma-Lehre der Upanishaden an, lehnt jedoch die Existenz einer ewigen, die Inkarnationen überdauernden Seele ab (Anatta- oder Anatman-Lehre). Wiedergeburt wird hier verstanden als „Bedingtes Entstehen“, indem die Taten eines Menschen und das sich aus ihnen ergebende Karma eine neue Geburt bedingen, ohne dass etwas von der einen Person in die andere übergeht.[5] In der neueren Forschung wird allerdings die Möglichkeit diskutiert, dass der Religionsstifter Siddhartha Gautama selbst nur einer damals herrschenden, bestimmten Vorstellung des Atman widersprochen habe und dass das erst später verabsolutiert wurde.[6]
http://de.wikipedia.org/wiki/Reinkarnation#cite_ref-5 Wichtig und richtig ist der Teil ab „In der neueren Forschung…“ Es ist in der Tat schwierig, zu unterscheiden, wenn man keine genauen Kenntnisse über den Geist und die Seele besitzt. Oft, allzu oft, werden diese beiden Komponenten miteinander verwechselt. Die Seele z.B. ist nicht unsterblich. Der Geist schon (ist unsterblich). Wenn jemand nun die beiden etwa synonym betrachtet, wird aus dieser Lehre die Sterblichkeit des Ichs ableiten. Dies wird dann eine Kettenreaktion nach sich ziehen, entsprechende Vorstellungen erzeugen. So geschah es auch im Buddhismus. Selbst Dalai Lama spricht einmal von Geist und ein andermal von der Seele, wobei er letztere wie den ersteren beschreibt, wahrscheinlich, weil er sich dem mehrheitlichen Verständnis von der Seele (von der „unsterblichen Seele“ ) anpassen will. Das führt jedoch zu Mißverständnissen, weshalb ich fast immer darauf hinweise. MfG Cemil --------------------
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14 Geschrieben Donnerstag, Mai 13, 2010 @ 15:39:12
Hallo Habakuk, | Quote: |  | | Ich weiß nicht, ob du den großen Mathematiker, Philosophen und Humanisten Bertrand Russell kennst. Er wurde 97 Jahre alt (Gläubige würden vielleicht sagen, Gott gab ihm lange Gelegenheit zu bereuen *g*). Als er 90 war, wurde er gefragt, was er sagen würde, wenn er wider Erwarten nach seinem Tod doch Gott gegenüber stünde. Russell hat geantwortet: ich würde ihn fragen warum er mir nicht mehr Beweise gegeben hat. |
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Gott wird ihm entgegnen, warum er die vorhandenen nicht sehen, erkennen und begreifen konnte. Außerdem: "nicht mehr Beweise" bedeutet, daß es doch welche gab/gibt. Warum hat er diese nicht erkannt (bzw. eingesehen, akzeptiert, da er deren Bestand im Satz implizit zugibt)? MfG Cemil --------------------
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16 Geschrieben Donnerstag, Mai 13, 2010 @ 17:10:23
Hi Habakuk, | Quote: |  | | ...ich bin kein Buddhist. Vielleicht meldet sich ja hier noch einer. |
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Man muß kein Buddhist sein, um den Buddhismus zu verstehen. Und man muß nicht alles, was gibt, persönlich durchmachen, um vollkommener Mensch zu werden. Nach einem bestimmten Reifegrad ist man imstande, die Dinge durch Imaginationskraft oder durch Bewußtseinsversetzung zu verstehen. Der bereits erwähnte Egon war mal lange Jahre Buddhist und stieg sogar dort einige buddhistische Rang-Stufen hoch, wie er mal selber sagte. Ihn und andere, eigentlich alle, Poster vom ehemaligen Waschke-Forum hatte ich mehrmals zu meinem Forum eingeladen. Ich weiß nicht, ob es falscher Stolz war oder etwas anderes, aber sie kamen nicht. Schade eigentlich. In deinem Posting erkenne ich eine lobenswert revidierte Haltung. Und das, gleich nach ein paar Postings. Bei Egon hatte ich es nach dutzenden oder gar hunderten Postings nicht erreichen können, daß er mal seine Fehler und Irrtümer – auch wenn nur indirekt – zugibt. Er war stur wie ein Bock. Ich habe noch alle Diskussionen auf der Festplatte. Wenn ich Zeit habe, werde ich sie thematisch ordnen und hierher kopieren. MfG Cemil --------------------
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17 Geschrieben Freitag, Mai 14, 2010 @ 10:40:13
Hallo Habakuk, | Quote: |  | C.K.: Wenn das Leben für den Atheisten Sinnlos ist, das heißt also keinen universalen Sinn beinhaltet,Habakuk: Warum soll es sinnlos sein, nur weil es keinen allgemeingültigen Sinn gibt? Es langt doch für jeden ein individueller! |
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Die Frage beantwortet sich eigentlich und bereits durch die zwei atheistischen Aussagen im Zitat selber. Darauf wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit entgegnen, daß man diese zwei nicht auf alle Atheisten übertragen und es verallgemeinern solle. Richtig. Und genau das ist ja auch der Punkt: Atheistische Sinn-Aussagen kann, darf und/oder soll man nicht verallgemeinern. Mit anderen Worten: Es sind individuell-subjektive Sinngebungen, die im Endeffekt alle auf Sinnlosigkeit oder zumindest auf Sinnleerheit des Lebens hinauslaufen. Das ist eine sachliche Feststellung, egal, wie man sie durch nachträgliche Sinngebung auch abzuschwächen versuchen sollte. Deine Frage, lieber Habakuk, ist jenen Atheisten, die das Leben an sich als sinnlos betrachten, zu richten, nicht in erster Linie an mich. Danach aber natürlich mir zu stellen, der ich aus der atheistischen (und materialistischen, a-spirituellen) Sicht betrachtend ebenfalls den Schluß ziehe, daß das Leben an sich keinerlei Sinn besitzt, da alles zufällig, spontan, vernunft- und gefühllos entstanden sei und sich ebenso entwickelt habe. Die atheistisch nachträgliche, individuell-subjektive Sinngebung ist ein Resultat der persönlichen Empfindungen und kann lediglich formuliert werden in: "Geboren, gelebt, geliebt, gestorben". Fertig. Aus. Punkt. Sonst nichts. Jetzt, vermute ich mal, kommt die Entgegnung, ob und was denn bei den Theisten, Spiritualisten, mehr geben solle. Eine berechtigte Frage. Um diese Frage bis zur letzten Konsequenz behandeln zu können, müßte ich weit ausholen und z.B. vorher den Punkt klar stellen, daß theistische wie atheistische Weltanschauungen zunächst - und um auf einen gemeinsamen Nenner kommen zu können - beide gleichberechtigte Theorien sind. Erst wenn wir von diesem gemeinsam zu erreichenden Konsens ausgehen, können wir Früchte der weiteren Überlegungen sammeln. Das würde hier zu weit führen. Nur soviel für jetzt: Hat der Atheist recht, wird es dem Theisten nicht schaden; hat aber der Theist recht, wird der Atheist nach seinem Tode mehr oder minder Probleme haben. Denn es erwarten ihn "Drüben" nicht nur Barmherzigkeit und Liebe, sondern auch Gerechtigkeit, ganz zu schweigen von der Enttäuschung und den Überrschungen, die nicht alle angenehm sein dürften. | Quote: |  | C.K.: er aber seinem Leben individuell und subjektiv einen Sinn geben möchte, der jedoch bei seinem Tode mit ihm mit stirbt, da es kein „Danach“ gibt,Habakuk: Nur ne kurze Anmerkung, die schon Argutus r. e. in dswi gemacht hatte: man kann durchaus an ein Weiterleben nach dem Tode glauben, auch wenn man nicht an einen Schöpfergott glaubt! |
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Das glauben Atheisten im Allgemeinen nicht. Ausnahmen sind keine Regel und stellen eine ganz andere Weltanschauung dar, als den "normalen" Atheismus, der fast immer den Materialismus mit umfaßt. Nein, der Buddhismus ist keine so gute Unterstützung für den "reinen" Atheismus. Wie im obigen Thema, ist auch hier zu sagen, daß man diesen Punkt, d.h. man könne als Atheist vielleicht an das Weiterleben nach dem physischen Tode glauben, ziemlich umfassend behandeln müßte, um der Sache gerecht zu werden und vielleicht verstehen zu können, daß diese Sicht der Dinge ohne Gott die Sache noch kompilizierter gestaltet. Der Ausschluß des einen Gottes mündet nämlich (und eigentlich unweigerlich) in Polytheismus. Denn zumindest die ersten verstorbenen Menschen hätten sich bis zur Gegenwart soweit im Geiste entwickelt, daß sie quasi den "Göttern" gleichen müßten. Wohlgemerkt: du sprachst von der Möglichkeit, als Atheist an das Leben nach dem Tode glauben zu können, und ich führte sie nur weiter aus. Schließlich sei darauf hingewiesen, daß bei dieser Betrachtung ein allgemeingültiger Sinn des Lebens sehr wohl existieren müßte, da es ja für alle Menschen ein Leben nach dem Tode gäbe. MfG Cemil --------------------
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18 Geschrieben Freitag, Mai 14, 2010 @ 21:28:39
Hallo Habakuk, ich hatte aus Versehen ein Posting von dir gelöscht, das auf dem Forum als doppelt gepostet erschien. Nach dem Löschen war das andere (dessen "Geist") auch veschwunden. Glücklicherweise konnte ich es durch Zurückblättern doch retten, aber ich konnte es nicht mehr als deins Posten. Daher kopiere ich es hierher und poste von hier aus: HABAKUKs POSTING: Hi Cemil, [Wiedergeburt] Von diesen drei Punkten sind zwei falsch, und zwar der erste und der letzte Punkt.
Wie auch immer. Aber es ist eben buddhistischer Standpunkt. Wenn man von Wiedergeburt spricht, und aber die Individualität des Ichs dementiert, hat man bereits einen Widerspruch per se.
Ich glaube nicht, daß Buddhisten abstreiten, daß es individuelle Ichs gibt. Aber deswegen muß es ja nicht ewig, unvergänglich sein. Buddhisten gehen von der Bedingtheit des Selbst aus, also davon, daß das, was wir als Ich oder als unser Selbst empfinden, nicht unabhängig von diesen Bedingungsfaktoren (Khandas) existiert. Offenbar hast du es nicht oder nicht richtig gelesen.
Das war wohl durch deine Fehlermeldungen etwas überdeckt. Ich sprach von Dalai Lama! Zitat aus seinem Buch „Der Weg zur Freiheit“:
„Das Nirwana hat nichts anderes als den Geist zur Basis und Voraussetzung. Das ist die buddhistishe Auffassung.“ (S. 119 f.). Da steht aber nichts von einem ewigen Selbst, nichts von einem unveränderlichen Ich-Kern! „Ferner gibt es das Leiden, den Körper immer wieder ablegen zu müssen…“ (S. 125)
Was legt den Körper ab? Und warum „immer wieder“? Der Mensch der stirbt. Es werden immer wieder neue geboren. Also immer wieder. Weiter:
„…Bis zum heutigen Tag haben wir so viele Leben gelebt und so viele Körper gehabt,…“ (ebd.)
Wer ist/sind die „Wir“? „So viele Leben und so viele Körper…“! Die Menschen. Jedenfalls gehen die Buddhisten nicht von einem unveränderlichen Selbst aus, das sich wiederverkörpert. In Wikipedia lesen wir:
Buddhismus [Bearbeiten]
Der Buddhismus (entstanden etwa im 5. Jh. v. Chr.) schließt an die Wiedergeburts- und Karma-Lehre der Upanishaden an, lehnt jedoch die Existenz einer ewigen, die Inkarnationen überdauernden Seele ab (Anatta- oder Anatman-Lehre). Wiedergeburt wird hier verstanden als „Bedingtes Entstehen“, indem die Taten eines Menschen und das sich aus ihnen ergebende Karma eine neue Geburt bedingen, ohne dass etwas von der einen Person in die andere übergeht.[5] In der neueren Forschung wird allerdings die Möglichkeit diskutiert, dass der Religionsstifter Siddhartha Gautama selbst nur einer damals herrschenden, bestimmten Vorstellung des Atman widersprochen habe und dass das erst später verabsolutiert wurde.[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Reinkarnation#cite_ref-5 Wichtig und richtig ist der Teil ab „In der neueren Forschung…“
Ich glaube nicht, daß dies der herrschenden buddhistischen Auffassung entspricht. Aber ich bin kein Buddhist. Vielleicht meldet sich ja hier noch einer. Mit freundlichen Grüßen Der Habakuk.
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19 Geschrieben Freitag, Mai 14, 2010 @ 21:36:48
Hallo Habakuk, | Quote: |  | C.K.: Offenbar hast du es nicht oder nicht richtig gelesen.Habakuk: Das war wohl durch deine Fehlermeldungen etwas überdeckt. |
| Das war leider nicht wegzuklicken, bevor ich das Bildschirmbild machte. Wegklicken verursacht das Schließen des Browsers, wobei der Text verloren geht. | Quote: |  | C.K.: Ich sprach von Dalai Lama! Zitat aus seinem Buch „Der Weg zur Freiheit“:„Das Nirwana hat nichts anderes als den Geist zur Basis und Voraussetzung. Das ist die buddhistishe Auffassung.“ (S. 119 f.). Hab.: Da steht aber nichts von einem ewigen Selbst, nichts von einem unveränderlichen Ich-Kern! |
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Bei der Frage nach dem Jenseits oder nach dem den physischen Tod überlebenden Geist geht es zunächst gar nicht um die Ewigkeit des Selbst, sondern schlicht um dessen Weiterexistenz in höheren, feinstofflichen Dimensionen (=Jenseits). Der Geist diene als Basis und Voraussetzung für das Nirwana, das ebenfalls immateriell ist und nur immateriell wahrzunehmen, zu empfinden ist. Wo du soviel Ahnung vom Buddhismus hast, müßtest du wissen, daß es den Erleuchteten (Buddhas) das Erleben des Nirwana bereits zu Lebzeiten möglich ist. Jetzt mußt du nur noch eins und eins zusammenzählen: Das Nirwana ist der zu erlebende vollkommene Frieden, die vollkommene Glückseligkeit, eine Befreiung von allem Leiden. Der Mensch kann es als Erleuchtete bereits zu Lebzeiten erleben. Nicht der Körper, sondern der Geist ist die Basis und Voraussetzung für das Nirwana. Schließlich: Das größte Ziel der Buddhisten ist das Eingehen ins Nirwana. Hast du die Rechnung nun zusammen? Und richtig zusammengezählt  | Quote: |  | Dalai Lama: „Ferner gibt es das Leiden, den Körper immer wieder ablegen zu müssen…“ (S. 125)C.K.: Was legt den Körper ab? Und warum „immer wieder“? Habakuk: Der Mensch der stirbt. Es werden immer wieder neue geboren. Also immer wieder. |
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Nein, siehe: der Geist, der als Basis und Voraussetzung für das Nirwana dient. | Quote: |  | C.K.: Weiter:D.L.: „…Bis zum heutigen Tag haben wir so viele Leben gelebt und so viele Körper gehabt,…“ (ebd.) C.K.: Wer ist/sind die „Wir“? „So viele Leben und so viele Körper…“!
Hab.: Die Menschen. Jedenfalls gehen die Buddhisten nicht von einem unveränderlichen Selbst aus, das sich wiederverkörpert. |
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Natürlich die Menschen, aber nicht der Körper, sondern der Geist, der mehrmals seine Körper wechselt und mehrmals materiell lebt. Ansonsten ergibt der Satz von D.L. keinen Sinn. Um sagen zu können, daß man mehrmals lebte und mehrmals den materiellen Körper ablegte, muß man konsequenterweise ein Ich-Kern, ein Geist, voraussetzen und es oder ihn und seine bewußte/lebendige Weiterexistenz nach dem Tode logisch erkennen und ehrlich anerkennen. Mir ist aufgefallen, daß du den wichtigsten Satz von Dalai Lama weg gelassen hast. Der Lautet: Dalai Lama: „Weitere Typen irriger Ansicht würden etwa die Meinung verfechten, daß es kein Leben nach dem Tode … gibt.“ Ich glaube, der Satz braucht keine Extra-Kommentierung. Er spricht für sich und flüstert ganz leise den Grund seiner Weglassung. MfG Cemil ----------------- NACHTRAG: Ein anderes, "flüsterndes", Zitat war das folgende, das du leider ebenfalls weggelassen hast: „…und noch immer sind wir nicht imstande, von ihnen auf sinnvolle Weise Gebrauch zu machen. Dadurch, daß wir lediglich diese zahllosen Körper annahmen, haben wir nichts erreicht. Immer wieder haben wir die Empfängnis durchmachen müssen. Der Buddha sagte, wenn wir unsere Mütter zählen wollten, in dem wir Kieselsteine aneinanderreihten, von denen jeder einzelne eine Mutter darstellte, dann nähme diese Reihe kein Ende.“ --------------------
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20 Geschrieben Dienstag, Mai 18, 2010 @ 08:09:09
Hallo Habakuk, ich kommentiere kurz dein Posting an Sunrise. | Quote: |  | Sunrise: Für den Atheisten gibt es in der Regel keine Ewigkeit.Habakuk: Jedenfalls nicht aus eigenem Erleben. :-) |
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Manches muß man nicht erleben, nicht durchmachen, um es zu verstehen oder zu fühlen. Ich habe noch nie ein Körperteil wie Arm oder Bein amputiert bekommen und dennoch kann ich mir ganz gut vorstellen, daß und wie schwer das Leben ohne das eine oder das andere wäre. Für den gläubigen Muslimen kommen mindestens diese Indizienbeweise in Frage: - Der Islam mit all seinen Beweisen;
- der Glaube, das Gefühl und die vernünftigen Schlüsse;
- alle bislang bekannten parapsychologischen Phänomene, Experimente, Erfahrungen;
- alle Menschen, die einen Eingeweihten als Lehrer hatten oder noch haben.
Es ist eine typische atheistisch-materialistische Haltung oder Reaktion, immer nur die höchsten, fast unmöglichen Beweise zu fordern. Es wäre so, wie wenn man von den ET-Vetretern verlangen würde, konkret aufzuzeigen, wie Leben aus Toter Materie entstehen oder wie aus einem Tier ein völlig anderes hervorgehen konnte. Vermögen sie dieser Aufforderung nicht nachzukommen, so ist die ET ein Irrtum. Ewigkeit oder aber auch Jenseitsleben aus eigenem Erleben? Ja. All die Nahtoderfahrungen, spontane Erinnerungen insbesondere zahlreicher Kinder, deren Geschichten nachgeprüft und als wahr festgetellt wurden, all die hypnotischen Rückführungen in früheres Leben, deren Geschichten ebenfalls nach der Überprüfung oft als zutreffend festgestellt werden konnten usw. sind zusammengenommen ein starker Beweis für das Jenseits, folglich und implizit auch für die Ewigkeit bzw. für eine sehr lange bewußte Existenz. | Quote: |  | Sunrise: Deshalb ist sein Leben für ihn kein kurzer Moment, sondern alles was für ihn existent ist.Habakuk: Da die Gläubischen ja auch noch nicht in ihrer Ewigkeit leben, sondern im Jetzt, ist insofern für beide gar kein Unterschied. |
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Zunächst einmal gilt, daß hier primär der Glaube und die Empfindungen sowie die gesamte Lebenshaltung u. -gestaltung von der Einstellung her betroffen sind. Deshalb wird ja auch gesagt: "Für den Gläubigen" oder "Für den Atheisten/Materialisten". Es ist genauso, wie wenn ich dich fragen würde: "Existiert für dich Gott/Jenseits/Ewigkeit...?" | Quote: |  | Sunrise: Deshalb haben viele Atheisten dann wahrscheinlich auch so große Angst vor dem Tod.Habakuk: Ich weiß nicht, ob man das so sagen kann. Schließlich gibts auch genug Berichte von Gläubigen, die angstschlotternd vor dem ewigen Gericht im Jenseits sterben. Abgesehen davon: den Tod hat nun mal noch niemand überlebt. *g* Alles Unbekannte hat Angstpotential. |
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Darauf gebe ich ein passendes Beispiel und du sagst mir, ob es qualitative Unterschiede darin gibt oder nicht. Der Chef einer Firma gibt zwei seinen Vertretern volle Verantwortung und volle Freiheiten. Der eine vergißt seine Verantwortung, erfüllt seinen Status in voller Freiheit, wobei er alles oder vieles falsch macht; der andere benutzt seine Freiheit primär für seine Verantwortung/Aufgabe und macht alles nach bestem Wissen und Gewissen. Nun kommt die Zeit der Rückkehr zum Chef. Beide haben Ängste. Der eine, weil er das Vertrauen mißbraucht, die Verantwortung vergessen und nach persönlichen Leidenschaften gelebt zu haben, und der andere, weil er nicht genau weiß, ob er auch alles richtig und so gemacht habe, wie der Chef es selber gemacht oder gern gewollt hätte. Du siehst nur die Ängste von beiden und machst keine Unterschiede, zumal die meisten Gläubigen keine Angst haben und die meisten der Nichtgläubigen schon, und die Qualitäten von beiden sind...? | Quote: |  | Sunrise: Alles was sie haben ist nun vorbei. Und dann bleibt auch noch die Unsicherheit ob es vielleicht doch weiter geht nach dem Tod.Habakuk: Das wäre nach deiner Logik dann ja eher tröstlich. |
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Tröstlich für den Verantwortungs- u. Auftragsbewußten oder für den Anderen? | Quote: |  | Sunrise: Diese Unsicherheit ist wohl dann das unterste Unterbewußtsein was sich da meldet.Habakuk: Vielleicht ist ja Religion und der Glaube an ein ewiges Leben dann nur eine mehr oder weniger raffinierte Methode, sich selber zu beschwichtigen? Bei manchen wirkt sie eben und bei anderen wirkt sie nicht. |
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Was sind die Wirkursachen und -mechanismen? Was bewirken sie in Körper, Seele und Geist? Wer oder was wendet diese "raffienerte Methode" bei Todesgefahr an, so daß auch der hartnäckigste Atheist zu glauben und zu beten beginnt (aber ein bereits Glaubender verliert dabei nie seinen Glauben, sondern spürt ihn am stärksten in jenem Moment!)? MfG Cemil --------------------
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21 Geschrieben Dienstag, Mai 18, 2010 @ 09:27:10
Was ist denn nun, der Sinn des Lebens? Den Sinn des Lebens erkannte ich am besten in jenem Kudsi-Hadis, der - in etwa - Lautet: "Ich [Allah] war ein verborgener Schatz, und wollte erkannt werden. Darum erschuf ich die Welt." Der Sinn des Lebens ist also das Erkennen des Schatzes. Bis zu diesem größten Schatz, gibt es unendlich viele Schätze zu finden und zu erkennen, die aber alle Aspekte des einen wahren Schatzes sind. Seien es die Wissenschaften, die Technologien, neue Länder, andere Menschen, neue Planeten und deren Bewohner, die Erforschung des Alls, des Mikrokosmos, die Lust am Essen, Trinken, das familäre Glück, die Kinder, Verwandten, die Hilfe den Hilfsbedürftigen gegenüber usw. usf. sind alles Schätze des Lebens. Der Sinn des Lebens ist die Entwicklung des Bewußtseins, die Vervollkommnung, das Erkennen der Geheimnisse, des Unbekannten im Sichtbaren und Unsichtbaren. Denn gemäß einem Hadith sollen wir über alles nachdenken, alles Forschen, was es zu erforschen gibt, und das ist unendlich viel. Der Verlauf eines ganzen Lebens erinnert - trotz der Unterschiede - an den Verlauf der Kindheit. Was alles in der Kindheit so schön und wichtig ist...! Kaum hat man das Erwachsenen-Alter erreicht, hat man ganz andere Interessen, Sorgen, Wünsche, als in der Kindheit. So wie der Unterschied zwischen Kindheit und Erwachsenheit, so gibt es auch den Untershied zwischen Erwachsenheit und Erleuchtung. Man hat dann ganz andere Interessen und Ziele. Das heißt, diese sind sowohl Unterschiede als auch Ergänzungen. Die Ähnlichkeiten haben sie insofern, als es um das Entdecken und Genießen der zahllosen und unterschiedlichen Schätze geht. Mir fällt hier selber auf, daß ich sehr, vielleicht zu sehr, optimistisch bin. Denn es gibt ja auch die ganzen Übel in der Welt, wie Krankheiten, Todesfälle, Kriminalitäten, Betrug, Egoismus etc. Geht es mir denn zu gut, als daß ich nicht in der Lage sein würde, dem Negativen mehr Gewicht zu veleihen? Nein. Objektiv gesehen habe ich auch meine Probleme, meine Beschwerden. Man sollte aber erkennen und akzeptieren, daß Leiden mit zur Entwcklung gehört und daß es ohne ihn keine (menschliche) Vollkommenheit erreicht werden könnte. Je entwickelter man im Geiste, in der Seele ist, desto ehtischer wird man. Trotzdem gibt aber keinen Zeitpunkt in der höheren Entwicklung, wo man auf das Negative, auf die negative Kraft und Macht verzichten könnte, würde oder dürfte. Für uns Muslimen gibt es unter den Menschen keinen Barmherzigeren und Liebevollen als den Gesandten (s.a.w.). Und trotzdem konnte er Kriege führen, Menschen töten oder bestrafen. Die richtigen Relationen der Dinge, das richtige Gleichwicht der (Universal-)Gesetze, muß man gut kennen und mitberücksichtigen. Es ist ein großes Geheimnis, daß das Gute im Sein am Ende dominiert, trotz der gleichgewichtigen Polaritätsgesetze. Im Qur'an lesen wir, daß Gott/Allah sich die Barmherzigkeit (Liebe) als Gesetz vorgeschrieben habe (in etwa aus dem Gedächtnis zitiert). Dieses Gesetz, die Liebe, ist es, die das Sein sein läßt. Dies ist auch vernünftig. Denn weder das absolute Gleichgewicht noch die Dominanz des Negativen würde es geben und gehen. An anderer Stelle des Qur'ans lesen wir, wenn es viele Götter gäbe, es ein Chaos geben würde. Der Qur'an gibt uns die höchsten Geheimnisse auf einfache Weise wieder. Das hat den Grund, das auch die einfachsten Menschen sie verstehen mögen. Doch auch wenn manches einfach zu vestehen sind, können sie von manchen, namentlich von Atheisten oder atheistisch angehauchten (Intellektuellen, Philosophen, Gelehrten...), nicht so leicht oder gar nicht verstanden verden. Ich möchte es kurz so formulieren: Mehrere voneinander unabhängigen Götter würden entweder jeweils eine einzige oder jeder alle Eigenschaften besitzen. Im ersten Fall müßten sie sich zusammentun, um vollkommene Einigkeit zu erreichen und das Gleichgewicht zu erreichen. Dies bewirkt im Geiste ein Einssein, wonach es keine mehrere Götter mehr gäbe. Im zweiten Fall würde der eine Gott das Werk des anderen zunichte machen, weil es keine Einigkeit zwischen ihnen herrschen würde und die Gesetze sich gegenseitig aufheben bzw. bekämpfen würden. Es gibt nichts schöneres und höheres auf dieser Welt, als den Einen Schöpfer zu erkennen und Ihm zu dienen. In der höchsten Dienerschaft existiert die wahre Freiheit und Herrschaft. WS Cemil --------------------
'Was du suchst, ist das, was sucht' *******Franz von Assisi*******
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