DISKUSSIONS- und DIALOG-FORUM

JUDENTUM - CHRISTENTUM - ISLAM - RELIGION - WISSENSCHAFT - MYSTIK - METAPHYSIK - UFOLOGIE - GEHEIMGESELLSCHAFTEN

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»Einem jedem Volke gaben wir Norm (Religion) und einen offenen Weg. Wenn es Allah nur gewollt hätte, so hätte er euch allen nur e i n e n Glauben gegeben; so aber will er euch in dem prüfen, was euch zuteil geworden ist. Wetteifert daher in guten Werken, denn ihr werdet alle zu Allah heimkehren, und dann wird er euch über das aufklären, worüber ihr [auf der Erde] uneinig wart.« (Qur'an, 5:48)

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Es gab einmal einen Rosenstrauch. Er war mit Sorgfalt gepflanzt, und so wuchsen die Wurzeln tief in die Erde hinein, die lange darauf vorbereitet worden war, ihn zu empfangen. Diese Wurzeln waren Abraham. Als die Rose heranwuchs, musste sie richtig beschnitten werden, sonst wäre sie wild gewuchert und hätte nicht erfüllt, was der Gärtner mit ihr vorhatte. Dank der guten Erde, den tiefen Wurzeln und dem Beschneiden war der Stamm gerade und stark. Dieser Stamm war Moses. Eines Tages kam in der Knospe die vollkommenste rote Rose hervor, die man je gesehen hatte. Die Knospe war Jesus. Die Knospe ging auf; die Blüte war Muhammed

"Der, der nicht weiß, daß er nicht weiß, ist ein Narr - meide ihn. Der, der nicht weiß, und weiß, daß er nicht weiß, ist ein Kind - lehre ihn. Der, der weiß, und nicht weiß, daß er weiß, schläft - erwecke ihn. Doch der, der weiß, und weiß, daß er weiß, ist ein Weiser - folge ihm. (Sufi-Spruch)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Wer Du auch bist, woher Du auch kommst, Wohin Du auch gehst,

Sei einfach anständig und freundlich zu Deinem Gegenüber,

Denn von einer Quelle stammen wir, zu ihr kehren wir einst wieder zurück.

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offline Habakuk
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31 Geschrieben Mittwoch, April 21, 2010 @ 20:00:48  

Hi Cemil,

Es bedrückt mich ebenfalls, daß du zwischen den Erfundenen Glaubensakten (Ritualen) und derenVoraussetzung, nämlich der Eigenschaft "Glaube", keinen Unterschied machst

Wie kommst du denn darauf? Habe ich nicht schon in einigen Vorpostings erwähnt, daß der Mensch, und natürlich auch Tiere, in Umwelten leben, die nur unvollständige Informationen bieten und auf solcher Basis handeln müssen? Dazu gehört auch, Vermutungen anzustellen. jedenfalls beim Menschen. Diese Tauben dressierten sich sozusagen selber, weil sie nicht die Regelhaftigkeit des Futterautomaten erkannten. Sie erkannten nicht, daß der Apparat völlig unabhängig von ihnen und ihrem Verhalten funktionierte und meinten, ihn "beeinflussen" zu können. 

 Hierbei ist es von ziemlicher Relevanz, an die Voraussetzung zu denken. Die Tauben haben die zum Glauben nötige Voraussetzung, also die Eigenschaft, nicht selber erfunden und kreiert, sondern wurden durch den vorherigen Akt und durch die Fütterung, sozusagen manipuliert.

Nein. wenn du so denkst, hast du vielleicht das Experiment nicht ganz verstanden. Sie wurden überhaupt nicht manipuliert, außer, daß man sie dieser künstlich geschaffenen Situation ausgesetzt hatte. Die Futterkörner fallen aber in diesem Experiment ganz und gar unabhängig vom Verhalten der Tauben! 

So haben sie halb von außen (Fütterung) und halb von innen (Glaubenseigenschaft) einen falschen Kausalzusammenhang geschaffen/hergestellt.

Nun, das Futterkorn wirkt als Verstärker von Verhalten. Das Verhalten, das die Tauben zufällig gerade zeigten, als/bevor das Futterkorn fiel, wurde verstärkt. Was man daraus erkennen kann ist, daß solche zufälligen Verstärker sehr wirksam sein können. Das Experiment zeigt auch, daß es gar keiner Kausalbeziehung für diese Art von Lernen bedarf. Es funktioniert auch ohne Kausalbeziehung, nur allein aufgrund eines raumzeitlöichen Zusammentreffens von Verstärker (Futterkorn) und Reaktion (gezeigte Verhaltensreaktion).

Doch die Eigenschaft "Glauben", ergo glauben zu können, haben weder sie noch der Zufall oder Selektion „erschaffen“.

Das ist eine Behauptung. Wie willst du sie begründen? 

Ist dies bei den Menschen etwa viel anders? Nein.

Genau! Die Menschen funktionieren im Prinzip ganz ähnlich. Da hat z.B. ein Vulkan Feuer gespuckt, oder ein Unwetter ging über ihnen nieder und die angsterfüllten Menschen versuchten den Donnergott und den "Gott des Vulkans" zu beschwichtigen, denn sie vermuteten in solchen zufälligen, oder jedenfalls völlig unabhängig von ihnen stattfindenden Phänomenen das absichtsvolle Handeln  eines Gottes. Dazu probierten  sie alle möglichen Verhaltensweisen aus. Irgendwann hörte Donner oder Feuer auf und die zeitnahe gezeigten Verhaltensmuster wurden dadurch positiv bestätigt und verstärkt. So entwickelten sich auch bei den Menschen entsprechende komplizierte Rituale für solche Situationen. Außerdem ist es psychologisch hilfreich, sich vorzustellen, man könnte solchen Gefahren aktiv beschwichtigend begegnen. Auch das wirkt nochmals verstärkend und bahnend für solche Verhaltensweisen. 

 Es gibt also falsche Religionen mit falschen Kausalzusammenhängen. Das ist folglich das „Falschgold“. Die Frage ist nicht, ob es falsche Religionen, falsche Rituale, falsche Dogmen… gibt und möglich sind, sondern vielmehr, wie man zwischen der falschen und echten Religion unterscheidet und das Richtige erkennt, feststellt.

Wenn es nur falsche Götter gibt (also nur imaginierte), dann gibt es auch nur falsche Religionen! Du setzt einfach voraus, daß es auch einen richtigen, tatsächlichen Gott gibt. Das ist dir natürlich unbestritten. Aber was macht dich so sicher, daß du dabei nicht auch nur wie die Tauben oder die Menschen, die den Donnergott besänftigen wollen bist, die aus einer reinen Kontiguität (einem zufälligen räumlich-zeitlichen  Zusammenhang) auf eine Kausalität zurückschließen, die aber real gar nicht gegeben sein muß?

An anderer Stelle sprach ich davon, daß es den Menschen nicht möglich ist, eine nicht vorhandene Eigenschaft zu erfinden und dies bei allen Menschen zu etablieren.

Und was soll das zeigen? Ich bestreite ja nicht, daß bei vielen Menschen solche Taubenartigen religiösen Autoshapingprozesse stattfinden. Ich hatte schon geschrieben, daß es einige gute Denkansätze gibt, die von Religiosität und religiösen Verhaltensweisen evolutiv und psychologisch zu erklären. 


Quote:
Es ist und bleibt nun mal so: aus der bloßen Existenz eines Glaubens an Gott folgt nicht, daß es diesen Gott auch geben müsse. 

 

Du wirst nicht glauben, aber es ist doch der Fall. Aus der bloßen Existenz des Durstens folgt, daß es auch Wasser geben müsse. Der Vergleich wird dir nicht gefallen, weil du gleich sagen wirst, daß ja dies überprüfbar sei, Gottes Existenz hingegen nicht.

Das ist das Eine. Aber ich halte den Vergleich auch für problematisch aus verschiedenen Gründen. 

Den wichtigsten zuerst: Aus der Existenz eines "Gottesbedürfnisses" folgt nur, daß es auch eine GottesVORSTELLUNG geben müsse. Und das ist ja auch so, es gibt Gottesvorstellungen. Aber das sagt eben nichts darüber aus, ob es diesen imaginierten Gott auch real geben gibt! Schließlich ist das Gottesbedürfnis und der Glaube bereits durch die Imagination eines Gottes und die gläubige Verehrung dieses vorgestellten Gottes voll befriedigt.

Durst aber ist ein physiologisches Bedürfnis (bei allen Menschen) und kann nur physiologisch, durch reales Wasser gestillt werden. 

Das Gottesbedürfnis, der Glauben und das Glaubenwollen ist ein psychologisches Bedürfnis (bei vielen aber nicht allen) und kann daher durch die bloße Gottesvorstellung, durch einen imaginierten Gott gestillt und befriedigt werden. 

 

Abgesehen davon, sind auch schon viele verdurstet, die irgendwohin gingen, weil sie annahmen, daß es "dort" Wasser gab. was nicht stimmte. ;-)

Der Qur'an ist der Beweis Gottes.

Allenfalls für Muslime. Den Koran als Beweis zu werten, setzt aber voraus, daß jemand bereits gläubiger Muslim ist. Andere werden ihn nicht als Beweis akzeptieren. beweise sind aber allgemeingültig und nicht vom Glaubenwollen oder Glaubenkönnen abhängig. Also ist deine Aussage nur für die gültig, die es eh schon *glauben*  Wirkliche Beweise aber sehen ganz anders aus!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Der Habakuk.



offline AdminKaya
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32 Geschrieben Freitag, Mai 21, 2010 @ 16:10:15  

Hallo Habakuk,

Quote:
C.K.:
Es bedrückt mich ebenfalls, daß du zwischen den Erfundenen Glaubensakten (Ritualen) und deren Voraussetzung, nämlich der Eigenschaft "Glaube", keinen Unterschied machst

Habakuk:
Wie kommst du denn darauf? Habe ich nicht schon in einigen Vorpostings erwähnt, daß der Mensch, und natürlich auch Tiere, in Umwelten leben, die nur unvollständige Informationen bieten und auf solcher Basis handeln müssen? Dazu gehört auch, Vermutungen anzustellen. jedenfalls beim Menschen. Diese Tauben dressierten sich sozusagen selber, weil sie nicht die Regelhaftigkeit des Futterautomaten erkannten. Sie erkannten nicht, daß der Apparat völlig unabhängig von ihnen und ihrem Verhalten funktionierte und meinten, ihn "beeinflussen" zu können.

Deine Beschreibung des Glaubens trifft diesen nicht so ganz. Zunächst einmal hinkt der Vergleich zwischen Menschen und Tieren, die aufgrund der fehlenden Informationen Vermutungen anstellen würden, denn bei den Tauben und dem Fütterungsbeispiel fehlen keine Informationen, sondern ausreichende Intelligenz, um das Experiment hinter den Vorgängen zu erkennen. Das Erkennen würde sie von falschen Vermutungen befreien. Die äußeren Informationen liegen also ihnen zwar vor, aber sie haben keine sprachliche (was die Experimentatoren darüber vor ihnen alles offen gesprochen haben) oder optische Erkennungsmöglichkeiten (durch sehen, beobachten und testen erkennen, daß es keine Kausalität zwischen ihrem Verhalten und der Fütterung gibt).

Durch diese Erklärung gab ich eigentlich dir ein weiteres und scheinbar Zugunsten deiner Ansicht ausfallendes Argument in die Hand: Du könntest jetzt entgegnen, daß dies auch bei den Gläubigen (Menschen) der Fall wäre, daß also sie aufgrund von fehlender Intelligenz und Erkenntnis der Natur (des Seins) falsche Vermutungen anstellen, ergo an einen Schöpfer glauben, würden. Das wäre halbrichtig, womit wir beim zweiten wichtigen Teil deiner Äußerungen angelangt wären.

Nach der Klärung der fehlenden Informationen, eigentlich: fehlenden Intelligenz/Erkenntnis, kommt die (falsche) "Vermutung" an die Reihe. Vermutung an sich ist neutral, sie kann richtig oder falsch sein. Hinzu kommt, daß der fundamentale Glaube nicht gleich Vermutung bedeutet, sondern letztere ein Aspekt des ersteren darstellt, genauso wie Überzeugung, Vertrauen, Annahmen alle nur Aspekte des fundamentalen Glaubens sind. Das ist sehr wichtig zu wissen, sowie es wichtig ist zu wissen, daß auch die Erkenntnis von Etwas stets mit der Überzeugung verbunden ist, die ja, wie hier und woanders schon gesagt, Aspekt des fundamentalen Glaubens darstellt. Es gibt also kein menschliches und lebendiges Wissen ohne den Glauben bzw. die Überzeugung darüber. Anderenfalls wäre man eine Maschine, ein Automat, Ein Computer. Ein Rechner weiß nicht, daß 1+1=2 bedeutet, aber er gibt trotzdem die richtige Lösung wieder. Die Gefühle, Empfindungen, Intuitionen, Eingebungen etc. sind also außerordentlich wichtig und entscheidend für den Menschen. Bei der Überzeugung hinsichtlich des Wissens handelt es sich um die bedeutungs- und sinnvolle Annahme, Integration des Wissens, der Erkenntnis ins Bewußtsein.

Obwohl dies sehr wichtig ist, wissen nur wenige Menschen den tieferen Zusammenhang zwischen dem Wissen und den Glauben. Deshalb sprechen viele von Wissen oder Glauben. Selbst jemand, der einen falschen Glauben ohne Wissen durch pures Wissen entlarvt, glaubt an sein Wissen (ist überzeugt davon). Zu wissen, daß man weiß, worüber ich dir aus einem sufischen Spruch zitierte, hat diesen Hintergrund. Das eine Wissen, der das Wissen um das Wissen ausmacht, ist die Weisheit. Die Weisheit ist eine Göttliche Eingebung mit zahlreichen Stufen und Intensitäten. Deren unterste Stufe ist die alltägliche Intuition, das sogenannte "Bauchgefühl".

Bei dem Bauchgefühl muß man aber unterscheiden zwischen der echten Intuition, die immer richtig ist, und dem Gefühl, das aus Ängsten und Sorgen entsteht und beeinflußt wird, das ihrerseits richtig oder falsch sein kann.

Ich weiß, daß ich etwas ausgeholt und das Thema ein wenig woanders hin expandiert habe. Aber die Dinge sind im Großen und Ganzen zusammenhängend, gehören zusammen und machen das ganze Bewußtsein aus.

Ich sprach von Wissen um das Wissen. jetzt nenne ich die eine Eigenschaft des Schöpfers, die - soweit mir bekannt ist - im Juden- und Christentum fehlt: Al-Mü'min. Dies bedeutet: Der Glaubige. Wie kann Gott/Allah "Der Gläubige" sein, wo Er doch allwissend ist? Das kann Er nicht nur, sondern daß muß Er sogar als Schöpfer und Allwissender. Denn erst der Glaube macht das Wissen lebendig und bewußt. Der Glaube in der Göttlichen Stufe hängt auch untrennbar mit der Allmacht zusammen. An anderer Stelle sprach ich davon, daß der menschliche Glaube ein Teil des Willens ist oder damit zusammenhängt. Der Wille in der Göttlichen Stufe ist die Allmacht selbst.

Das Thema hat auch was mit der Tatsache zu tun, daß nichts aus dem Nichts entstehe. Alles entsteht aus Gott - und Gott wiederum ist ewig, daher nicht entstanden. Warum ich das jetzt noch hinzufüge: Weil du darüber was sagtest und meintest, dies sei ein Widerspruch, es müsse auch für Gott gelten. In Wirklichkeit ist dies ein Widerspruch, denn ein Mal Nichts bedeutet für immer Nichts. Es gäbe nichts, das (aus sich selbst heraus) etwas hervorbringen könnte. Daher ist die Ewigkeit eines Schöpfers - egal, wie man sich Ihn zunächst auch vorstellt - eine absolute Notwendigkeit.

Wenn man auf der Suche nach tieferen Wahrheiten ist, macht man sich Gedanken darüber, was genau das Wesen der Gedanken und Gefühle sind. Du hattest mich auch bezüglich der Eigenschaften gefragt, was ich mit dem Wesen der Dinge meine. Es ist eine sehr schwierige Frage, weil die Dinge in ihren Einzelteilen immer kleiner werden und aus den Augen und Analyseverfahren verschwinden. So haben wir das Wesen z.B. der Atome immer noch nicht gefunden, denn die Dinge spalten sich immer zu noch winzigeren Bestandteilen auf und - wie gesagt - verschwinden aus unseren Analyse- oder Erkennungs-Möglichkeiten. Werden sie immer und ewig kleiner, die Dinge, hören nirgends auf? Wie ist das überhaupt vorzustellen, daß etwas nie aufhörend immer und ewig winziger wird? Ist dies möglich, wahr? Oder hören die Dinge irgendwo auf, sich zu spalten und beginnen mit der Auflösung ihres vorübergehenden Selbst in ein raum-zeit-loses "Etwas"; etwa in Geist? So beginnt die Frage von vorne: was ist das Wesen des Geistes...?

Die heutige Wissenschaft ist ziemlich fern von der Lösung dieser und verwandter Fragen. Durch einerseits die erstaunlichen Technologien, die wir heute besitzen, und andererseits durch die vielen komplexen und nicht von jeden auf Anhieb zu verstehenden Theorien scheint so, als ob sie, die heutige (Natur-) Wissenschaft, so ziemlich alles in der Natur oder im Sein verstanden hätte und es nur noch wenig Unbekannte gäbe. Das täuscht. Wir haben nicht mal uns selbst, den Menschen, hinreichend verstanden, ganz zu schweigen von insgesamt, samt also der Seele, des Geistes, des Bewußtseins. Wenn wenigstens ein Konsens darin erreicht werden würde, daß es überhaupt den Geist und die Seele existiere, wäre in der Tat viel erreicht. Es ist beinahe belustigend, zu wissen, daß der Mensch im Allgemeinen und die Wissenschaft im Besonderen nicht mal weiß, ob der Mensch eine Seele und einen Geist in der von den Religionen und spirituellen Schulen vertretenen Weise besitze oder nicht. Der Mensch weiß also nicht, was er ist, woraus er besteht! Belustigend oder doch eine traurige Angelegenheit?

 

MfG
Cemil


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33 Geschrieben Samstag, Mai 22, 2010 @ 20:45:24  

Hallo Habakuk,

Hier behandle ich einen weiteren Teil deines Postings:

http://www.homepage-dienste.com/foren/F_9295/cutecast.pl?session=P3b7KNACGPHYrYDwxVhMkolfDq&forum=19&thread=720&page=3#22

Quote:
Stell dir mal kurz vor, du würdest zu einem abgelegenen Indianerstamm am Orinoko kommen und die würden dich als einen "Verleugner des Wakatonka" bezeichnen. Du hast vorher noch nie von einem Wakatonka gehört und fühlst dich diesem Vorwurf gegenüber also ziemlich unschuldig. Nachdem du dich schlaugemacht hast und die Indianer dir erzählt haben, was so ein Wakatonka ist, glaubst du immer noch nicht dran. Bist aber plötzlich zum tatsächlichen "Wakatonkaleugner" mutiert! Komisch, nicht? Und das ist noch nicht alles: die Pastafari, die Verehrer des großen Spaghettimonsters dürfen dich zu Recht (in ihren Augen!) als Spaghettimonsterverleugner bezeichnen. Weil du nicht an die rosa unsichtbaren Einhörner in Ijons Garten glaubst, bist du vielleicht für ihn ein hartnäckiger Rosa-Einhornleugner. Und so weiter und so fort.

Fazit: das sind Etiketten, die einem von außen aufgeklebt werden. An der Sache an sich ändert es nichts. Auch wenn es manche Atheisten geben mag, die ebenso "missionarisch" wie die Moslems oder Christen für ihre Überzeugung eintreten.

Ist es dir bewußt, daß und inwiefern du mit deinem "Fazit" gegen deine eigenen obigen Beispiele argumentierst? Zunächst einmal kann jeder, der deine Postings hier und an anderen Stellen, namentlich in der NG "de.soc.weltanschauung.islam", liest, erkennen, daß du aus atheistischer Sicht tagtäglich und unermüdlich gegen den Islam und Muslime "missionarisch" vorgehst. Und was für ein Vorgehen!

Sodann: "Ebenso 'missionarisch wie die Moslems oder Christen für ihre Überzeugung eintreten" bedeutet, daß es sich hierbei um eine Weltanschauung (-s-Überzeugung) handelt, um also einen (individuell oder allgemeingültig) klar definierten weltanschaulichen Standpunkt, damit es überhaupt vertreten und "missioniert" werden kann. Somit ist das, was ich vorher bezüglich des Atheismus sagte, deinerseits bestätigt worden. Hier insgesamt, was ich darüber schrieb:

Also ich brauche für den Begriff "Atheismus" wirklich kein Wörterbuch, da es all zu bekannt ist, daß er eine Weltanschauung darstellt. Es ist sehr harmlos, wenn man einen Atheisten nur als "einen Menschen, der nicht die Behauptung aufstellt, dass ein oder mehrere göttliche Wesen existieren" , beschreibt. Duden sagt dazu:

"Atheismus: der; [zu griech. átheos = gottlos]: Weltanschauung, die die Existenz Gottes leugnet;..."

 Deutsches Wörterbuch nach Karl-Dieter Bünting:

"Atheismus: Einstellung, Bewegung, die die Existenz eines Gottes bestreitet".

Es ist in der Tat sehr harmlos und sogar falsch, den Atheismus als etwas darzustellen, das etwas, nämlich Gottes Existenz, nicht behaupten würde. 

Richtiger ist hingegen der erste Satz bei Wikipedia:

"Atheismus bezeichnet die weltanschauliche Grundauffassung, dass es keinen Gott gibt"

Also keine "Nicht-Behauptung", sondern eine verneinde Behauptung.

 (siehe: http://www.homepage-dienste.com/foren/F_9295/cutecast.pl?session=P3b7KNACGPHYrYDwxVhMkolfDq&forum=19&thread=720&page=2#18

MfG
Cemil


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34 Geschrieben Donnerstag, Juni 3, 2010 @ 20:55:16  

Ich glaube, diese Seite:

http://www.hilpers.com/1392895-wie-entstehen-tarnfarben-bei-tieren

paßt gut zum thema.


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