3 Geschrieben Dienstag, Januar 25, 2011 @ 20:45:35
Das folgende Posting aus einer anderen Sparte finde ich für hier interessant:
1 Geschrieben Samstag, September 12, 2009 @ 00:30:16
Re: Dazu: Die Unnachahmlichkeit des Korans
Geschrieben von Cemil am 30. Dezember 2003 14:32:45:
Als Antwort auf: Dazu: Die Unnachahmlichkeit des Korans geschrieben von Gunther M. Michel am 29. Dezember 2003 02:36:53:
Grüß Gott, Gunther,
>Liebe Forumsleser,
>zum Beweis der Göttlichkeit des Korans wird muslimischerseits gern auf die im Koran ausgesprochene Herausforderung an die „Ungläubigen“ hingewiesen, selbst eine ähnliche Schrift beizubringen. Nicht einmal zehn Suren könnten sie beibringen, und auch nicht eine einzige.
Richtig ist: Zum Beweis der Göttlichkeit des Qur'ans wird muslimischerseits unter dutzenden anderen Beweismethoden, auch auf die im Qur'an und in Ahadith angesprochene Herausforderung an die Ungläubigen sowie den Islam Leugnenden hingewiesen, u.a. selbst eine ähnliche Schrift beizubringen...
>Nun, ich weiß nicht, ob jemals ein Ungläubiger diese Herausforderung angenommen hat. Aber wozu eigentlich sie annehmen?
Diese Fragestellung ist doch überflüssig, da ich sie bereits klärte, bevor Du sie aufwarfst:
"...nach der Akzeptanz dieser Wunder des Qur'ans [ergibt sich] wie von selbst, daß dieser entweder Gottes oder Teufels Werk sein müsse, da gewöhnliche Menschen ein solches Konzept, ein solches Wunder nicht vollbringen können, schon gar nicht ein Analphabet (Muhammed), der all das im Kopf (Gedächtnis) hätte organisieren müssen (ganz zu schweigen von jenen, auch wissenschaftlichen Erkenntnissen, die damals unbekannt waren und wir sie erst heute entdecken und verstehen)."
Man darf bei diesen Entdeckungen nicht die gesamten bisherigen Entdeckungen beiseite lassen und nur eine als "machbar" reproduzieren bzw. imitieren, wie dies von Gergard Nehls in seinem Buch "Christen fragen Moslems" auf Seite 217 tut, wo er 10 Sätze bringt, die jeweils 19 Buchstaben aufweisen:
"Hütet euch vor Lügnern!
Gottes Wahrheit siegt.
Liebe vergeht niemals.
Trachte nach Ewigkeit.
Denke an deine Zukunft"
usw.
Nehls meint, der muslimische Gelehrte Ahmed Deedat hätte in einem Vortrag seine Hörer "dramatisch" aufgefordert, auch nur einen einzigen Satz zu bilden, der aus 19 Buchstaben bestehe und einen Sinn ergebe. Deedat hätte gearantiert, "daß dies nicht möglich" sei.
Wenn Deedat tatsächlich dies gesagt und wie gelesen gemeint haben sollte, dann wurde er ganz klar von Nehls widerlegt. Aber ich glaube nicht, daß man so naiv und so leichtsinnig sein kann und sollte, solche Behauptungen aufzustellen. Denn irgendwelcher Satz, der auch noch einen Sinn ergibt, besteht mit Sicherheit aus 19 Buchstaben, was weder das Wunder des Qur'ans widerlegt noch in der Form, wie Nehls es darlegt, ein Argument gegen den Qur'an sein kann (gegen besagte Behauptung jedoch schon).
Behaupten möchte ich auch etwas, jedoch nicht leichtsinnig, sondern mich auf den Qur'an stützend:
"Sprich: 'Wollten sich auch die Menschen und Geister [Djinns] zusammentun, um ein Buch, dem Koran gleich, hervorzubringen, so würden sie dennoch kein ähnliches hervorbringen, und wenn sie auch so sehr sich untereinander behilflich wären'" (17:88 bzw. 89 nach L. Ullmann).
(Q.: http://f25.parsimony.net/forum63761/messages/9611.htm
Siehe auch: http://f25.parsimony.net/forum63761/messages/9399.htm
und:
http://f25.parsimony.net/forum63761/messages/9412.htm)
Dort kann man überprüfen, daß ich diesen Beitrag als Antwort an Dich verfaßt habe, was sehr wahrscheinlich macht, daß Du es gelesen haben - und folglich wissen müßtest, daß es mindestens einen Menschen, nämlich Gerhard Nehls, gibt, der die Herausforderung verstand, annahm und sogar, die des Deedats, wenn es so stimmt, widerlegte.
Daß Du die islamische Herausforderung nur auf "Ungäubige" (vielleicht im Sinne "Atheisten") reduzierst, tut nichts zur Sache, denn man kann es auch so deuten, daß Gerhard Nehls eben ungäubig gegenüber dem Islam wäre, was ja auch stimmte.
Tatsächlich jedoch nahmen seit dem Beginn des Islam mehrere die Herausforderung an und versagten offensichtlich. Es geht dabei auch nicht nur um mathematische oder statistische Perspektive, wohlgemerkt, sondern auch vielseitig wissenschaftliche, (vergessene, später entdeckte) historische, zukünftige Aussagen des Qur'ans. Hinzu kommen hunderte einzelne Aussagen, Lehren über Gott, Praktiken über Gebet, Fasten, Nahrung etc...
Wenn man das alles biseher Entdeckte und Verstandene in Kontext behält, wird man, wenn man ehrlich ist, zugestehen müssen, daß eine Nachahmung solchen kolossalen Werkes menschlicherseits unmöglich ist.
>Was würde denn die Unnachahmlichkeit der Koran-Suren beweisen?
Ganz einfach: daß er kein menschliches Werk sein kann.
>Sind etwa die kanonischen Evangelien nachahmbar?
Dazu müßtest Du erst aufzeigen, was daran unnachahmbar sein soll.
>Ist Goethes Faust nachahmbar?
Was sollte daran und an anderen aufgezählten Werken inwiefern auf deren Göttlichkeit bezogen unnahahmbar sein?
Ich habe den Verdacht, daß Du die Bedeutung qur'anischer Herausforderung gar nicht verstanden hast.
Dessen Verständnis geht allerding einher mit dem Verständnis der bisherigen Entdeckungen und Feststellungen. Wenn man diese nicht verstanden und akzeptiert hat, fragt man natürlich, was daran unnachahmbar sein solle.
In den USA gab es mal ein Experiment von seiten muslimischer und nichtmuslimischer Forschern in Bezug auf die Wirkung akustischer Wahrnehmungen. Man hat freiwilligen Probanten veschiedene Lieder, Melodien, Gedichte und auch die Qur'an-Lesung hören lassen, während sie die ganze Zeit (das Experiment dauerte Wochen oder Monate) an komplexen Meßgeräten angeschlossen waren.
Kurz: obwohl die Probanten keine Muslime waren, ergab sich bei ihnen die Qur'an-Lesung am meisten Streßabbauend und Entspannung, deren Folge ja Ausgeglichenheit und Gesundheit ist.
Nun muß man überlegen, wie man einen Text gestalten und vorlesen (oder singen) muß, um diesen Effekt hervorzurufen, gleichzeitig aber muß in diesem Text wissenschaftliche, mathematisch-statistische, vergangene und zukünftige Erkenntnisse eingebaut sein. Das ist sogar zu simpel ausgedrückt und wird dem Qur'an gar nicht gerecht.
>Was für mich in Dingen der Religion zählt, ist vor allem die Wahrheit. Als Christ habe ich diese Wahrheit gefunden, nämlich den, der von sich gesagt hat. „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“.
Die objektive Frage lautet aber, nach welchen Kriterien und Beweismethoden Du darlegen willst, daß die obige Behauptung auch stimme. Daß Du daran glaubst und festhältst, ist kein Garant für Andere, was auch für mich in Bezug auf den Islam gilt. Aus diesem Grunde ist es geradezu notwendig, zahllose Kriterien und Beweismethoden für mannigfaltige Menschen zur Verfügung zu stellen, was der Islam auch tut.
>Der Christ auf Erden ist noch in einem Zustand der Vorläufigkeit und insofern weiterhin des Suchens, aber er ist nicht der ewige Sucher, dem der Weg wichtiger ist als das Ziel. Der Christ ist einer, der gefunden hat.
Das sind Worte, die genausogut auch von Juden und Muslimen (jeweils ihre Religion nennend) stammen könnten.
>Nach Jesus Christus ist keine Offenbarung mehr möglich, es sei denn Seine Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit.
Nach Muhammed ist keine Offenbarung möglich, und dies ist schwarz auf weiß aus dem Qur'an nachweisbar, was man, nach meiner Überzeugung, vom NT nicht sagen kann, da Jesus nicht alles sagte, ja sogar auf den alles zu Sagenden Parakleten hinwies. Aber das ist eine andere Thematik.
Dieser Beitrag gilt gleichzeitig auch als eine Antwort auf Dein obiges Posting bezüglich der Wort-Statistik, die sowohl intuitive als auch mathematische Relevanz impliziert, jedoch aufgrund der Ideologiehaftigkeit der Thematik nicht von allen Menschen akzeptiert werden können.
Friedensgrüße
Cemil
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'Was du suchst, ist das, was sucht'
*******Franz von Assisi*******