2 Geschrieben Donnerstag, Februar 17, 2011 @ 16:31:22
Re: Der Feind ist ein Typ namens Satan
Geschrieben von Cemil am 21. Oktober 2003 01:18:22:
Als Antwort auf: Re: Der Feind ist ein Typ namens Satan geschrieben von Gunther M. Michel am 20. Oktober 2003 19:57:13:
>Salam, Cemil,
Wesselam Gunther,
>>Denken wir doch ein wenig nach, daß Wasser weder nur gut noch nur schlecht sein kann, ergo muß dessen negative Seite (Überflutung, Ertränken, Vernichten...), die mit ungemein komplexen und vielseitigen biologischen, physikalischen... Gesetzen zu tun hat, ein Werk des Satans gewesen sein; Gott war also unfähig, die polaren Gesetze und Prinzipien ins Dasein zu rufen, brauchte den Satan dafür. Man kann hier noch unendlich viele andere Beispiele von Luft (Sauerstoff, Wasserstoff, Winde...), Feuer, Erde, Krankheiten usw. geben und erkennen, daß die Hälfte der Schöpfung (nach christlichem Verständnis) das Werk Satans sein müsse.
>Du musst aufpassen, dass es Dir nicht geht wie jemand anders in diesem Forum, der oft darüber schreibt, was angeblich katholischer Glaube ist - aber was dafür gehalten wird, ist es in Wirklichkeit nicht. Man meint, gegen Zauberriesen zu kämpfen, in Wirklichkeit rennt man gegen Windmühlen.
Zunächst einmal habe ich nirgends vom katholischen Glauben gesprochen, sondern allgemein von christlichem Glauben.
>Wer hält denn die Polaritäten für ein Werk Satans? Wir nicht, Cemil.
Wann hat denn das Christentum eine Reformation erfahren, so daß ich kein Wind davon bekam? Natürlich lehrt es, daß das Böse das Werk Satans sei. Das Böse und das Gute sind Gegensätze, mit anderen Worten polare Gesetze, durch das in der Welt Etwas entsteht, gedeiht und vergeht. Das Gute und das Böse sind oft, wenn nicht immer, relative Begriffe, die in Relation zu den Sach- und Tatbeständen gebracht werden müssen. Nur dann kann über die Sache oder Tat richtig beurteilt werden.
Man kann beispielsweise nicht der Liebe absolut unveränderliches Positives zuschreiben; zu viel Liebe z.B. gegenüber der (dem) Partner(in), dem Kind oder wem und was auch immer, kann schädlich sein, ergo ist auch die Liebe relativ.
Du kannst ohne die Gegensätze die Welt nicht erklären und nicht verstehen. Keiner kann das , da es eine absolute Notwendigkeit darstllt.
-Was ist Gesundheit ohne Krankheit?
-Was ist Licht ohne Schatten?
-Was ist gut, richtig, angnehm oder das Glück, ohne das Schlechte, Falsche, Unangenehme und ohne das Unglück?
-Was ist Schönheit ohne Häßlichkeit?
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
>Satan ist nach christlichem Glauben ein von Gott abgefallener Engel, dessen Willen im Bösen erstarrt ist.
Das bedeutet also, daß das Böse (die Negativität) vor dem Fall des Engels (nach christlichem Glauben) Bestand gehabt haben muß. Wer oder was war denn vor dem "Fall" böse (negativ), so daß der Engel abfallen konnte?
Du kannst nur dort schwimmen, wo dafür geeignetes Wasser gibt; Du kannst nur dort laufen, wo ein Weg dafür gibt usw., ansonsten nicht.
Aus diesem Dilemma kommst Du auch mit dem "freien Willen" nicht heraus, denn der benötigt die Möglichkeiten des Schwimmens, des Laufens, nicht nur die Existens des Wassers: Arme, Füße, den Körper..., ergo benötigt er, der freie Wille jenes Engels, den Bestand des Bösen, um Böse zu sein bzw. "abzufallen".
Diese Tatsachen führen zur Konsequenz, daß das sogenannte "Böse" eine Erschaffung Gottes sein muß. Wer hat den Engel dazu verführt, abzufallen?
Tatsächlich ist noch kein Engel abgefallen, da Engel keinen freien Willen und keinen emotionalen, lidenschaftlichen Hang zum Abfallen besitzen; ein jeder von ihnen ist von Anfang bis zu ihrem Ende stets auf der gleichen Stufe, weder werden sie erhöht, noch erniedrigt. bereits hier macht ine jede Rligion den Fehler, den Satan als abgefallener Engel zu definieren. Auch die Teufeln, Dämonen, sind wie Engel stets auf gleicher Höhe, weder können sie sich zu Engeln umwandeln noch (zurück-)entwickeln. Ein jeder hat seine Aufgabe zu erfüllen.
Die in der BIbel vorkommenden "Söhne Gottes", welche die Menschentöchter für schön erachten und sich auf der Erde inkarnieren/materialisieren, um mit ihnen zu schlafen und Kinder zu zeugen, sind weder "Söhne" Gottes, noch sind es Engel, sondern einfach Djinns, die in ihrer Welt ebenso sich vermehren. Engel haben weder sexuelle Eigenschaften noch das Bedürfnis danach.
>Mit Vulkanausbrüchen und Erdbeben hat das nichts direkt zu tun.
Habe ich behauptet, es habe damit direkt zu tun? Du hast ja recht: es hat damit nichts direkt zu tun - aber indirekt! Oder haben wir, Du und ich, die - christlich geglaubte - Ursünde direkt begangen? Was meinst Du?
Freundliche Grüße
Cemil