1 Geschrieben Freitag, Mai 15, 2009 @ 10:05:28
ORLANDO ---- Beim Golfen ein Birdie zu erzielen, also für eine Spielbahn um einen Schlag weniger als vorgesehen zu benötigen, ist eine gute Sache. Beim Golfen einen Vogel abzuschießen weniger. Besonders, wenn das Tier mit Absicht getroffen wird und sich die ganze Angelegenheit in den USA abspielt. Dann drohen nämlich bis zu 14 Monaten Haft und 1500 Dollar Geldstrafe.
John Henry „Tripp“ Isenhour III. war im Grand Cypress Golf Club nach Orlando in Florida gerade dabei ein Lehrvideo für die TV-Show „Shoot like a Pro“ zu drehen, als sich ein Rotschulterbussard 300 Yards, knapp 275 Meter, von ihm entfernt auf die Spielbahn setzte. Als der gut einen halben Meter große Vogel zu kreischen begann und eine neuerlich Aufnahme von Isenhours Abschlag erzwang, fuhr der Golf-Profi, der im Vorjahr seine PGA-Tour-Karte nicht verlängern konnte und seither wieder auf der Nationwide-Tour spielt, mit seinem Golfcart zu dem Tier hin, um es zu verscheuchen – nach vergeblichen Versuchen machte Isenhour kehrt. Der Bussard aber schien nun interessiert und näherte sich dem Abschlagpunkt „todesmutig“ auf 70 Meter. Sehr zum Ärger Isenhours. „Den hole ich mir“, soll er gesagt haben, bevor er begann, auf das Tier zu zielen. „Ungefähr der sechste Ball kam dem Kopf des Vogels sehr nahe“, schrieb Brian Baine von der „Florida Fish and Wildlife Conservation Commission“ in seiner Anzeige. „Isenhour war ganz aufgeregt, dass er so gut zielte.“ Wenig Versuche später war das „Birdie“ perfekt – blutend fiel der Vogel am Kopf getroffen um.
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