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Autor Beiträge
offline Moron
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1 Geschrieben Donnerstag, August 2, 2007 @ 08:05:28  

Müssen Plotplanung und Exposé unbedingt einer guten Geschichte vorangehen?
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offline AndiE
Corporal


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2 Geschrieben Sonntag, August 5, 2007 @ 15:45:35  

Hallo,

die Frage ist ziemlich abstrakt, weil die beiden Begriffe oft unterschiedlich gebraucht werden.
Ich verstehe unter "Plot" einen Satz der den Inhalt des Romanes umreißt.
Das Expose' ist für mich eine kurz gehaltene Zusammenfassung des Inhaltes des Romanes/der Erzählung( 50-300 Seiten Text) ( 1 Seite Text = 1 zeile Expose').
Ich brauche das Expose um festzulegen, was in den Kapiteln passieren soll. Ich brauche den Plot um festzustellen, ob mein Text noch das ist, was ich schreiben wollte.
Ob man dies vorher oder während des Schreibens erstellt, ist meiner Meinung nach abhängig vom Charakter und der Arbeitsweise des Autors.

Sweit
MfG

AndiE

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offline eldariel
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3 Geschrieben Sonntag, August 5, 2007 @ 16:06:52  

Hi

Quote:
Ich verstehe unter "Plot" einen Satz der den Inhalt des Romanes umreißt.

So ist das nicht richtig. Der Plot einer Geschichte ist ja sozusagen die ganze Handlung, der Handlungsstrang mit einem Anfang, einem Mittelteil und einem Ende. Der Plot legt sozusagen auch den Spannungsbogen fest.
siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Plot

VG
Eldariel
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offline AndiE
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4 Geschrieben Sonntag, August 5, 2007 @ 20:20:16  

Danke,

da hatte ich doch glatt Plot mit Thema verwechselt.

MfG

AndiE
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offline eldariel
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5 Geschrieben Montag, August 6, 2007 @ 08:43:00  

Die Frage von Moron bezieht sich, denke ich, auf eure Meinung, ob einer Geschichte immer eine Plotplanung und / oder ein Exposé vorausgehen muss. Wie handhabt ihr das als Autor?

VG
Eldariel
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offline Grimmer
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6 Geschrieben Montag, August 6, 2007 @ 10:22:25  

Also wenn ich da mal meine Erfahrungen beisteuern darf:

Für Kurzgeschichten plotte ich eigentlich nur im Kopf und dann auch nur ganz grob, also über den Ort der Handlung, die ein oder zwei Hauptpersonen, eine eventuelle Pointe. Der Rest entwickelt sich dann beim schreiben.

Bei größeren Sachen versuche ich mir vorab schon alles zurecht zu legen. Dafür erstelle ich dann neben dem Plot auch ein Expose, so kann ich nicht den Faden verlieren. Beim schreiben selber bleibt dann immer noch genug Raum, um dem ganzen andere Impulse mitzugeben oder tatsächlich einiges noch zu ändern. Aber die Grundstruktur verbleibt meist.
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Keine Geschichte ist jemals fertig, sie wird nur vorher aufgegeben. Dan Simmons, 1987 Phantastische Geschichten auf www.carsten-steenbergen.de oder www.carsten-steenbergen.blog.de


offline AndiE
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7 Geschrieben Montag, August 6, 2007 @ 13:09:20  

Hallo,

Ich habe eine andere Erfahrung.
Meine längeren Texte schreibe ich nicht im Sinne von Aristoteles, sondern als "Quest".

Für alle, die nicht wissen, was das ist eine kurze Vorstellung:
Eine Quest bezeichnet eine "Suche" nach :
-Dingen(realen oder abstrakten) , z.B. Schwert, Amulett, Liebe,
-oder auch nach Personen, z.B. Ritter, Verbündete
-oder sich selbst

wikipedia.org/wiki/quest
Im Wikipedia ist das keine Form des Plot.

Beispiel für eine Quest:
Eine Prinzessin lebt mit ihrem Vater auf einer Burg. Nach dem Tod ihres Vaters wird ihre Adelszugehörigkeit angezweifelt. Sie macht sich auf, ihre adlige Abstammung zu beweisen. Als sie mit den beweisen zum Schloß zurückkommt, hat sich schon ein anderer ihres Thrones bemächtigt. Die Prinzessin ist an ihren erlebten Abenteuern gewachsen. Da sie nun beweisen kann, daß sie legitime Nachfolgerin des alten Königs ist, wird der andere verjagt und sie auf den Thron gesetzt.

Eine Suche-Quest hat eine typische Struktur:
1. Ausgangsituation
2. Problem
3. Suche nach der Problemlösung und Wachsen der Person
4. Problemlösung
5. Neue Situation

Ich habe auch schon aus einer Anfangssituation mehere Leute losgeschickt, die parallel nach verschiedenen Dingen suchen. Wichtig erscheint mir das Wachsen der Personen dabei.

Was haltet Ihr davon?

MfG

AndiE


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offline eldariel
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8 Geschrieben Montag, August 6, 2007 @ 13:20:23  

Hi

Hmm, das ist eine Möglichkeit.
Aber ist deine Quest schon fertig, bevor du das Schreiben anfängst, oder entwickeln sich während der Quest (beim Schreiben) noch neue Verästelungen und Handlungsstränge?

VG
Eldariel
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offline AndiE
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9 Geschrieben Montag, August 6, 2007 @ 18:11:08  

Hallo,

idealerweise sollte die Quest, die Orte und Personen schon vor dem Schreiben des Textes feststehen.
Aber ich arbeite noch daran .
Im Ernst:
Bei mir ist es eher so, daß ich erst eine Szene schreibe und mir dann über den Fortgang der Geschichte ud der Charaktere Gedanken mache und das in Expose', Charakterblättern oder Ortsbeschreibungen zusammenfasse. Ich mache zur Zeit also beides abwechselnd.

Bis später

AndiE


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offline Isena
First Sergeant


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10 Geschrieben Montag, August 6, 2007 @ 18:19:09  

Hi,

ich denke, die Unterscheidung zwischen Kurzgeschichte und Roman spielt auch eine maßgebliche Rolle.

Bei einer Kurzgeschichte verändert sich der Protagonist nicht und es wird nur EINE Quest oder ein Erlebnis beschrieben. Als Momentaufnahme. Im Roman müssen sich die Charaktere entwickeln, um die Spannung zu halten.

Viele Grüße
Isena
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