3 Geschrieben Dienstag, Juni 5, 2007 @ 09:26:58
So. Ich mal wieder. In der letzten Woche trudelten zwei Rezensionsexemplare bei mir ein. Erstens "Die Verschlossene Stadt" aus dem Atlantis-Verlag und dann "Goweli - Der letzte Engel" aus dem Sieben-Verlag.
Die Verschlossene Stadt las sich mit leichten Anfangsschwierigkeiten. Irgendwie wollte ich nicht so recht in die Story reinkommen. Das lag wahrscheinlich an den vielen Rechtschreib und Zeichensetzungsfehler, die das Lesen ungemein erschwerten, da sie wirklich störend wirkten. Ab Seite 20 (so ca.) scheint der Verlag den Lektor gewechselt zu haben. Entweder das, oder aber ich habe mich an die Fehler gewöhnt. Auf jeden Fall wurde es von da an immer besser. Was man dem Autoren lassen muss: Er kann Charaktere hervorragend gestalten. MAn findet bei ihm keine schwarz-weiß-Gestalten, wie sie in der Fantasy-Literatur so häufig vorkommen. Außerdem ist gerade die Hauptperson so vielschichtig, dass man regelrecht das Gefühl hat, man würde einen realen Menschen kennen lernen. Diese Fähigkeit haben nicht viele Autoren.
Die Handlung plätscherte eher so vor sich hin und auch das Ende war nicht wirklich überraschend. Unterm Strich ein Roman, den man lesen kann, aber nicht gelesen haben muss.
Tja und dann machte ich gestern Abend den Fehler mit Goweli anzufangen. Ich zwang mich schon nach wenigen Seiten das Buch wieder aus der Hand zu legen, da ich so langsam ins Bett mußte. Dafür wurde es dann auf der heutigen Zugfahrt bemüht. Sechzig Seite in nicht ganz 1,5 Stunden, und ich fiebere dem Moment entgegen, in dem ich weiterlesen kann. Wer auf Spannung steht, sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen. Und wer dazu auch noch witzige Charaktere, mit innerer Zerrissenheit und einer großen Portion Charme gern hat, der kann mit dem Romandebut von Gian Carlo Ronelli nichts verkehrt machen.
LG
Jean-Pierre
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