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offline blueelli
hat viel zu sagen


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3 Geschrieben Donnerstag, Dezember 5, 2013 @ 07:00:10  

Hallo Janne,

da ich die betroffenen Patienten nicht kenne, habe ich es einfach mal an die Ärztin direkt weiter gegeben.

Ob sie sich nun bei euch meldet, liegt in ihrem Ermessen.

Liebe Grüße blueelli
--------------------

offline Janne
kommt häufiger vorbei


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2 Geschrieben Mittwoch, Dezember 4, 2013 @ 12:42:44  

Hallo blueelli,
das klingt ja fast so ähnlich, wie die Situation, die wir im Sommer hatten, als unserem Schmerztherapeuten die Ermächtigung nicht verlängert wurde, so dass wir keine Schmerztherapie mehr vr Ort hatten.
Damals haben wir mit der Unterstützung von SchmerzLOS e.V. eine Lösung hinbekommen, so dass unser Schmerztherapeut weiter praktizieren darf und sogar demnächst seine Sprechstunden ausweiten wird.
Die betroffenen Patienten können sich gern an SchmerzLOS wenden. Dort wird man sich bestimmt für ihren Fall einsetzen.

Viele Grüße
Janne

offline blueelli
hat viel zu sagen


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1 Geschrieben Mittwoch, Dezember 4, 2013 @ 11:12:42  

Habe einen interessanten Artikel in der hiesigen Zeitung entdeckt...es gibt immer weniger Schmerztherapeuten!!!!

FACHÄRZTE
Bochumer beklagen immer weniger Schmerztherapeuten vor Ort
02.12.2013 | 18:44 Uhr

Schmerztherapie ist heikel. Die Medikation von Schmerzpatienten muss eingestellt und überwacht werden. Um einen Patienten kennen zu lernen, brauche sie ein einstündiges Anamnese-Gespräch, sagt Dr. Bettina Claßen.Foto: Alois Mueller
Bochum-Wattenscheid. 500 Schmerzpatienten in Bochum-Wattenscheid stehen kurzfristig ohne ihre Stammärztin da. Und das ist kein Einzelfall. Laut dem Berufsverband Schmerztherapeuten NRW ist die Versorgung in ganz Deutschland mangelhaft, „im Ruhrgebiet sowieso“. Der Personalmangel soll strukturelle Gründe haben.

Heinz Schmidt (Name geändert) und seine Frau haben Schmerzen. Die Wattenscheider sind über 70, gegen Schmerzen in Wirbelsäule, Hüfte und Knie bekommen sie Opiate, verschreibungspflichtige. Mitte September bekamen sie von ihrer Schmerztherapeutin einen Brief: Nach Weggang ihrer Kollegin sei diese nunmehr von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) „auf die Behandlung von 550 Schmerzpatienten pro Quartal beschränkt“, heißt es, „was bedeutet, dass wir uns nun von mehr als 500 chronischen Schmerzpatienten verabschieden müssen.“

Es wäre, so Dr. Bettina Claßen, grober Leichtsinn und nicht vertretbar, starke Schmerzmedikamente zu verschreiben, wenn man nicht mindestens einmal im Quartal im persönlichen Gespräch die Therapie überprüfen könnte.

Das Fachgebiet trocknet aus
Die Ärztin weist auf ein allgemeines Kapazitätsproblem in der speziellen Schmerztherapie hin: „Erklären sie mal einem Über-80-Jährigen mit erheblichen Schmerzen, dass er erst in einem halben Jahr einen Termin bekommt“, berichtet sie aus der Praxis. Sie listet für ihre Patienten alternative Anlaufstellen in Bochum und Umgebung auf, darunter auch das Bergmannsheil als größte Schmerzambulanz in Bochum. Doch auch diese verzeichnet jüngst „eine erhöhte Nachfrage“, so Sprecher Robin Jopp. „In diesem Zuge kann es zu höheren Wartezeiten kommen.“ Dr. Kemal Salem, Sprecher des Berufsverbands Schmerztherapeuten NRW, sagt der WAZ, die Versorgung in ganz Deutschland sei mangelhaft, „im Ruhrgebiet sowieso“.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) genehmigte Dr. Claßen schließlich eine zweite Schmerztherapeutenstelle als Sonderbedarf. Doch habe die Ärztin diese schlicht nicht besetzen können. Etliche Fachzeitschriften sei sie durchgegangen und habe telefoniert -- ohne Ergebnis. Der Grund: unnötig hohe Zulassungshürden für eigentlich längst ausgebildete Schmerztherapeuten. Die bundesweite „Qualitätssicherungsvereinbarung zur schmerztherapeutischen Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten [...]“ enthalte u.a. die für niedergelassene Ärzte und Chefärzte demotivierende Anforderung, zur Vervollständigung ihrer Ausbildung ihre reguläre Tätigkeit zwölf Monate ruhen zu lassen, um in einer zugelassenen Schmerzambulanz zu arbeiten, von denen es jedoch auch immer weniger gebe. So trockne das Fachgebiet auf Dauer aus.

Der Bund ist gefragt
Bettina Claßens Forderung: Die Qualitätsvereinbarung müsse abgeändert werden, ferner solle die Schmerztherapie – aktuell kein eigener Bestandteil der gesetzlichen Bedarfsplanung – in den regulären Bedarfsplan der KVen aufgenommen werden. Beides Punkte, die ggf. auf Bundesebene erkannt und gelöst werden müssten, etwa von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der Krankenkassen, verweist die hiesige KV weiter.

CHRONIK DER WEGGÄNGE
Seit 2008 vier Therapeuten weniger
Elf Ärzte mit der Qualifikation „spezielle Schmerztherapie“ seien im Bochumer Stadtgebiet tätig, so die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (Stand November). 2008 und 2009 hätten nacheinander drei Bochumer Schmerzambulanzen dicht gemacht, fasst Schmerztherapeutin Dr. Bettina Claßen die Rezession in ihrem Spezialgebiet zusammen.
Dr. Kemal Salem vom Berufsverband Schmerztherapeuten NRW führt als eine der Ursachen die komplizierte Ausbildung und „die Hürde von einem Jahr“ an. Die Bundesregierung habe das Problem erkannt, indem sie nun Schmerztherapie an den Unis forciere, was langfristig helfen könnte. Kurzfristige Lösungen seien aber aktuell „nicht einmal in der Diskussion“.

Dr. Bettina Claßen bemüht sich indes weiter um eine Lösung vor Ort; die Patienten suchen zeitnahe Schmerzbehandlung. Die Schmidts aus Wattenscheids hatten Glück: Sie haben nach nur sechs Wochen Wartezeit einen Termin in einer Praxis in Herne bekommen. Die beiden Senioren suchen allerdings weiter nach Praxen in der Nähe.

Fabian May

[geändert von blueelli am Mittwoch, Dezember 4, 2013 @ 11:13:34]

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