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offline Rauschebart
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1 Geschrieben Mittwoch, Juni 14, 2017 @ 20:34:38  

Meine Wenigkeit ist 29 Jahre alt, stamme aus dem westfälischen Sauerland und lebe nun mit meiner Freundin im benachbarten Siegerland. Derzeit mache ich meine Ausbildung zum Altenpflegehelfer.
Zu meiner Anamnese: Seit Kindauf hatte ich schon Probleme mit dem Laufen was sich vornehmlich in einem "abstrakten" Gang mit gelegentlichem Humpeln äußerte. Ich war schon immer "schwächlich" auf den Beinen, lief / laufe Schlangenlinien wegen Koordinatsstörungen. Hab seitdem auch Einschränkungen in der Augen-Hand-Koordination. Da mir das aber in der Kindheit so nie bewusst war und ich bis vor einigen Jahren noch der Auffassung war, alles liege an einem mit ca. 5 Jahren erlittenem Beinbruch, kümmerte ich mich nicht weiter drum. Das mit mir aber etwas nicht stimmt, bedrückte mich schon immer. In den letzten sieben Jahren kamen gelegentlich Blockaden in der Sprach- & Schluckmuskulatur hinzu, sogar ab und zu Einnässen. Auch gelegentliches Schielen, Schluckbeschwerden & Atemnot. Nicht konstante Schwerhörigkeit. Zwischenzeitlich wurde bei mir, während der Behandlung einer Skoliose eine Fußfehlstellung festgestellt und dass die linke Körperhälfte "weniger Reaktion" zeigt. Wann genau kann ich nicht mehr benennen aber es muss in der frühsten Jugend gewesen sein dass sich zu längerem Laufen Schmerzen gesellten. Mit der Zeit waren lange Wanderungen oder Klettern nicht oder kaum noch möglich. Nachts kam es zu schmerzhaften Verkrampfungen der großen Zehen und / oder der Füße. Als jemand der viel und täglich per Hand schreibt war es dramatisch dass es mittlerweile auch zu schmerzhaften Verkrampfungen der Hand kam mit zeitweiliger Starre der Muskulatur sodass ich nachwievor auf den PC ausweichen muss. Da ich mich künstlerisch betätige bedeutete es einen Exodus auch nicht mehr malen und zeichnen zu können ohne solche Attacken zu erleben. Vor vier Jahren beobachtete ich erstmals ein sich wiederholendes Anschwellen der Beine und Hände. Der mittlerweile zigste HNO -Termin erbrachte endlich dass diese Schwerhörigkeit kein Problem des Gehörs ist sondern nervliche Ursachen hat. Weiter wurde aber keine Untersuchungen anberaumt. Seit zwei Jahren dann erreichten die Schmerzen in den Armen und Beinen den bislang schlimmsten Grad, wobei ich meine, einen Schub erlebt zu haben. Ich machte mich Ende letzten Jahres zum Orthopäden auf der mittels Testungen auf eine "spastische Parese" tippte. Der Gang zum Neurologen folgte wo der Verdacht bestätigt und sogar erweitert wurde: "progrediente spastische Tetraparese mit Neuropathiezeichen, Ataxie und chronisches Schmerzsyndrom". Ich bekam zunächst niedrigdosiertes Gabapentin. Seit vier Jahren sind die Schmerzen zeitweise unerträglich und in den Beinen durchgehend ohne Pause. In den Armen nicht so stark und scheinbar nicht "chronisch". Meine Beine werden zudem von plötzlichem Juckreiz befallen, die Haut sieht durch mein Gegenkratzen dementsprechend aus. Auch Taubheitsempfinden muss ich benennen. Ich hab einen enormen Hass gegen meine Beine entwickelt und bemerke wie ich wieder depressiv werde (hab ohnehin eine Tendenz dazu). Diese ständigen Schmerzen haben mir viel an Lebensqualität genommen und wie ich zugeben muss lebe ich, abgesehen von der Arbeit recht isoliert. Von Mobilität kann ich kaum noch sprechen und nehme so gut wie keine freiheitliche Aktivität mehr wahr. Die Schmerzen drängen leider immer mehr zum Lebensmittelpunkt. Wie ich kürzlich erfahren habe wurde bei mir vom Kinderarzt eine leichte "infantile Cerebralparese" festgestellt die aber nie behandelt wurde, etwa durch Ergotherapie. Diese Läsion im Hirn ist laut Neurologie Ursache der resultierenden "Tetraparese".

Hab also schon einen langen Leidensweg hinter mir und der enorme Leidensdruck ist seit zwei Jahren kaum noch zu stämmen, aber ich kämpf mich durch. In der Altenpflegearbeit hab ich so keine Probleme (vom Laufen abgesehen) das ich mir hilfreiche Techniken beigebracht habe. Nach einjähriger Berufserfahrung wurde mir ein gutes Zeugnis ausgestellt die mich für das Berufsbild qualitativ geeignet zeigen.
Da es immer Ewigkeiten dauert bis mal ein neuer Neurologie -Termin ansteht hänge ich auf lächerlichen 100 mg Gabapentin. Wahrscheinlich ein Problem was hier viele kennen werden.

Ich hoffe ich erschlag hier niemanden mit dem langen Text.
Grüße an alle

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