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    |- Leben mit Schmerzen > Wie gehen meine Freunde und Angehörigen mit meiner Erkrankung und den Schmerzen um? > Wie geht es euren Angehörigen und Freunde mit eurer Erkrankung?
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offline Bascha
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Beiträge: 2

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6 Geschrieben Samstag, Januar 20, 2018 @ 09:10:13  

Dann schreibe ich mal als Ehemann und muss euch sagen, das ich manchmal nicht weiß wie ich mich fühle?! Als beruflicher Helfer ( Rettungsdienst ) möchte ich natürlich helfen.
Das ist einfach gesagt, wenn ich nur temporär mit einem schmerzgeplagten Patienten zu tun habe. Lange Zeit habe ich versucht meine Frau zu "therapieren". Ging natürlich nach hinten los!!

Zum Verständnis: Am 31,01,2014 ist meine Frau bei einer BSV OP lebensgefährlich an der Baucharterie verletzt worden. Mit Reanimation, Koma und einer Hämathom-Ausräumung ( alle Organe entnehmen um 5 Liter Blut aus dem Bauch zu bekommen!! ). Seit dem Tag ist nichts mehr wie es war für unsere kleine Familie. Denn diese Not-OP ging ebenfalls nicht wirklich gut. Blase verletzt, Eierstock ebenfalls usw... Also der GAU im OP.

Im Prinzip gibt es eine nicht enden wollende Liste wie ich mich als Eheman, Vater, Freund und gelegentlich Pfleger fühle. Es wechselt zwischen Wut, Angst, Hilflosigkeit, Freude, Trauer, Frust und und und einfach hin und her. Ich habe damals meinen Job, für mich damals gute Freunde und fast den Mut am Leben verloren. Und daher frage ich mich oft, woher ich die Kraft nehme ohne selbst zu zerbrechen?!

Es wird wohl noch Vieles geben was ich hier schreiben kann und werde, doch für heute mache ich erstmal Schluß und freue mich auf Ansichten Betroffener und Angehöriger.

offline Christina88
frisch dabei


Registriert: Okt 2017
Beiträge: 12

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5 Geschrieben Donnerstag, Oktober 12, 2017 @ 10:58:29  

Meine Freunde sind der Meinung, dass es irgendwas geben muss, was meine Schmerzen “lahm legt“. Für sie ist es schwierig, dass ich seit Monaten auf der Suche nach Methoden bin die meine Schmerzen 24 Stunden erträglich machen. Lieben Gruß Christina

[geändert von Christina88 am Dienstag, Oktober 17, 2017 @ 16:31:57]

offline Christina88
frisch dabei


Registriert: Okt 2017
Beiträge: 12

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4 Geschrieben Donnerstag, Oktober 12, 2017 @ 10:58:27  

Meine Freunde sind der Meinung, dass es irgendwas geben muss, was meine Schmerzen “lahm legt“. Für sie ist es schwierig, dass ich seit Monaten auf der Suche nach Methoden bin die meine Schmerzen 24 Stunden erträglich machen.
offline hexe-liesbeth
hat sich eingelebt


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Geburtsdatum: 12-06-1968
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3 Geschrieben Mittwoch, August 29, 2012 @ 05:49:01  

Hallo schnully, @all,

beim Durchstöbern hier im Forum, bin ich auf Deinen Beitrag aufmerksam geworden und habe diesen mit großem Interesse gelesen. Er stimmte mich auch sehr nachdenklich und ich überprüfte daraufhin - gedanklich (!) - wer denn so aus unserem Familien- und Bekanntekreis, auch mal meine Tochter Noelle und meinen Freund Andreas danach gefragt hat, wie es denen denn damit so geht. ------ich glaube dieser Satz ist völlig verbuchselt. Egal. Trotzdem verständlich(?)------

Zwei von meinen Freundinnen fragen mich schon danach, wie es Noelle und Andreas damit geht. Und meine ältere liebe Schwester fragt auch nach. Von meinen Eltern kommt da gar nichts, wenn ich mich recht entsinne.

Dann habe ich nun auch mal überlegt, wie ich es selber denn so handhabe. Dreht sich der ganze Tag nur um mich? Erzähle ich abends nur von mir - ohne Punkt und Komma? Geht mein Gejammere zu weit? Können die das immer ertragen?
Im Grunde genommen, halte ich mich schon zurück und erzähle nur ganz kurz, wie es mir geht, denn meine Schmerzen, will ich nicht in mich hineinfressen. Aber danach sind auch die Anderen dran, obwohl ich denen oft alles aus der Nase ziehen muss.

Dein Beitrag liebe schnully hat mich wirklich richtig nachdenklich gemacht und ich bin zu dem Entschluss gekommen, noch mal mehr darauf zu achten, ob nicht nur ich im Vordergrund stehe. Auch meine Familie und Bekannten haben ein Recht darauf, zu erzählen, was sie so bedrückt, oder wie ihr Tag gewesen ist, oder was es Neues gibt in deren eigenen Familie, oder einfach nur: Wie geht es Dir?

Deine eigene Signatur, unter Deinem Beitrag, ist absolut passend. In dem Sinne,

dat hexken liesbeth

offline guenterf
frisch dabei


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Beiträge: 19

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2 Geschrieben Dienstag, August 21, 2012 @ 22:35:40  

Hallo!

Ich habe als Angehöriger hier:

http://www.homepage-dienste.com/foren/F_15817/?forum=23&thread=51

meinen ersten Beitag erstellt.

VLG

Günter

offline schnully2908
kommt häufiger vorbei


Geschlecht: Keine Angabe
aus: Niedersachsen
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Beiträge: 485

Stimmung:

Profil betrachten schnully2908 Besuchen https://sites.google.com/site/schmerzgruppewst/home E-Mail senden an schnully2908 Private Mitteilung senden an schnully2908 Finde mehr Beiträge von schnully2908 Beitrag ändern oder löschen Zitieren
1 Geschrieben Dienstag, Juli 3, 2012 @ 13:31:42  

Hallo,

wie geht es euren Partnern, Familie und Freunden mit eurer Erkrankung? Haben die Verständnis für euch und eure Erkrankung?

Mein Partner hat mich krank kennen gelernt und kann da sehr gut mit umgehen. Auch meine beiden Kinder haben sehr viel Verständnis und helfen mir, wo sie können. Und meine Familie, die hatten zu Anfang auch Schwierigkeiten es zu akzeptieren das ich nicht mehr wie vorher bin. Meine Schwester warf mir mal vor nur von Krankheit zu reden. Das hatte mich ganz schön getroffen. Also hab ich dann bei den nächsten Besuchen darauf geachtet, nicht darüber zu reden. Meine Schwester dagegen fing dann immer an: "Wie geht es dir?", ich dann "gut", sie dann wieder "hast du das von meinem Nachbarn gehört, der hat Krebs, der ist gestorben, der hat das Gleiche wie du....." und schon drehten wir uns wieder im Kreis. Ich habe dann mit meiner Schwester darüber gesprochen, dass nicht immer ich damit anfange, sondern das sie mich nur noch als Kranke sieht. Wir haben uns dann lange darüber unterhalten und ich sagte ihr dann, sie möchte mich doch wieder ganz normal als ihre Schwester behandeln. Wenn ich mit ihr darüber reden möchte, würde ich es ihr sagen. Wir haben eine Lösung gefunden. Wenn wir uns sehen und sie mich fragt reden wir nur ganz kurz drüber oder wenn ich ihr sage ich möchte nicht drüber reden akzeptiert sie es auch. Einige Freunde habe ich auch verloren, von denen hab ich mich dann getrennt. die kamen auch nicht damit klar, dass ich nicht mehr so konnte wie vorher. Wir sind nicht im Streit auseinander gegangen, wenn wir uns sehen reden wir natürlich auch noch miteinander. Zum Kaffeetrinken treffen wir uns dann aber doch nicht mehr, denn wir haben uns eigentlich nichts mehr zu sagen. Wir haben uns in verschiedenen Richtungen weiter entwickelt. Finde ich jetzt aber auch nicht schlimm. Andersrum habe ich Freunde, die schon seit 30. 25 und 20 Jahren mein Leben begleiten. Die haben alle Höhen und Tiefen meiner Erkrankung mit gemacht und sind immer für mich da. Die haben sich damit auseinander gesetzt und Fragen wenn aus Interesse. Sie sind ehrlich und sagen mir auch schon mal wenn es mir schlecht geht, dass ich nach vorne schauen soll. Meine Freunde möchte ich nicht missen. Wie es so ist, in solchen Momenten lernt man seine Freunde kennen. Ich hatte wirklich Glück, dass die meisten Freunde immer noch meine Freunde sind.

Jetzt muss ich aber auch einmal die andere Seite in Schutz nehmen. Denn für die ist es ja auch nicht einfach das alles zu verstehen. Meistens haben die ja einen ganz anderen Menschen kennen gelernt. Dazu möchte ich euch mal kurz etwas schreiben, was mir in der letzten Woche gleich zweimal passiert ist.
Mein Mann und ich trafen meinen besten Freund (30 Jahre Freundschaft) und er fragte mich wie es mir geht . Das übliche. Dann auf einemmal fragte er meinen Mann, wie es ihm denn damit geht. Das es doch bestimmt nicht einfach ist das immer auszuhalten. Mein Mann antwortete, dass schlimmste für ihn wäre die Hilflosigkeit. Daneben zu stehen und nicht helfen zu können. Das würde ihm am meisten zu schaffen machen. Ein paar Tage später trafen wir noch einen Freund, dessen Frau auch krank ist. Er fragte mich auch gleich wieder wie es mir geht. Anschließend fragte er auch meinen Mann wie es ihm denn damit geht. Dann sagte er zu meinem Mann: "Ist doch schon komisch, dass wir nie gefragt werden wie es uns geht. Uns geht es ja auch nicht gut wenn der Partner krank ist, aber das scheint keinen zu interessieren". Über diesen Satz musste ich lange nachdenken.

Wenn ich dann so richtig überlege gibt es so gut wie keine Selbsthilfegruppen für Angehörige von chronischen Schmerzpatienten. Ich weiß nicht einmal ob es überhaupt welche gibt, zumindest nicht bei mir in der Umgebung. Wir suchen in den Selbsthilfegruppen den Austausch und die Unterstützung, aber woher bekommen unsere Partner, Angehörige oder Freunde Unterstützung? Wir gehen zu Vorträgen um uns über Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Wohin können unsere Angehörigen usw. gehen? Ich habe in unserer Umgebung noch nie etwas davon gehört, dass es Vorträge für Angehörige von Schmerzpatienten gibt. Vielleicht sollten die auch mehr aufgeklärt werden um uns besser zu verstehen. Aber wo?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Liebe Grüße schnully
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Ich habe gelernt... Leid zu ertragen, Schmerzen zu verbergen und mit Tränen in den Augen zu lachen... ...nur um den anderen zu zeigen, dass es mir "Gut" geht und um sie glücklich zu machen...!!

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