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- Chronische Schmerzen (http://www.homepage-dienste.com/foren/F_15817/#22808)
-- Post-Vasektomie Schmerzsyndrom (http://www.homepage-dienste.com/foren/F_15817/?forum=44)
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Erstellt von Philli am Dienstag, Oktober 17, 2017 @ 14:26:35:

Hallo zusammen,

Meine Geschichte geht folgendermaßen:

Vasektomie im Mai 2017. Danach hatte ich etwa 4 Wochen Schmerzen, die dann nach und nach weniger wurden und schließlich ganz verschwunden sind. Schwein gehabt, dachte ich. Denn in der Zwischenzeit hatte ich mich auch über das Post Vasektomie Schmerz Syndrom schlau gemacht und es schon mit der Angst bekommen.

Zweieinhalb Monate ging es mir gut. Alles da unten fühlte sich an wie vor der OP. Dann vor 2 Wochen waren die Schmerzen von einem Tag auf den andren wieder da. Ich muss sagen, dass der Schmerz erträglich ist, aber das Permanente und die Unsicherheit machen einen fertig. Wenn ich liege, ist es gut auszuhalten. Längeres sitzen jedoch lässt den Schmerz steigen.

Gestern war ich das erste mal wieder arbeiten (sitzend) und am Abend waren die Schmerzen so groß wie nie. In meiner Verzweiflung habe ich spontan den (hier bekannten) Refetilisierungsspezialisten aus Westdeutschland angeschrieben und ihn nach seiner Meinung gebeten. Bislang noch keine Rückmeldung.

Heute war ich dann noch mal bei meinem Urologen und habe mich noch mal zwei Wochen krank schreiben lassen. Er hat so einen Fall wie mich in seiner Karriere (2000 Vasektomien) noch nie gehabt und ist auch ratlos. Für eine Refertilisierung ist es seiner Meinung nach noch zu früh. Ich glaube hier habe ich keine weitere Hilfe zu erwarten. Daher meine Frage: kann mir jemand einen guten Urologen in Süddeutschland empfehlen (PN), der Erfahrung mit dem PVS hat?

Danke schon mal.


Erstellt von Dominik RIEDO am Dienstag, Oktober 17, 2017 @ 15:32:24:

Ich bin ja auch ziemlich neu hier. Aber weil ich mich für meinen Blog (http://vasektomie-gegner.blogspot.ch) stark in das Thema eingearbeitet habe, kann ich einfach nicht glauben, dass dieser Arzt bei 2000 Vasektomien noch nie so einen Fall hatte. Die Studien in Amerika und auch alle anderen Hinweise auf Therapiemöglichkeiten, derer nicht wenige sind, sagen einfach etwas anderes ...

Erstellt von Philli am Dienstag, Oktober 17, 2017 @ 15:39:59:

Hallo Dominik,

Danke für deine Antwort. Ich kann das natürlich nicht verifizieren. Entweder er flunkert oder er hat bisher Glück gehabt. Oder die Patienten sind gleich zu einem anderen Urologen und er hat es nicht mitbekommen. Wie auch immer, offensichtlich hat er keine Erfahrung in der Behandlung des PVS und wird mir nicht weiterhelfen können.


Erstellt von SUEDBALKON am Dienstag, Oktober 17, 2017 @ 16:51:22:

kannst mal googln im alten Forum, user Wolfgang Gegend TÜ, oder ich Ulm und B 30 rauf und runter

http://www.patienten-selbsthilfegruppen.de/forum/index.php?page=Thread&postID=193

und einer aus der Gegend ( username entfallen ) der einen Professor dort kennt und sich nicht mehr gemeldet hat. Vasektomie Schäden gibt es dort nicht, sagen alle Ärzte bei denen ich Patient war, in ihren Internetseiten.

Nach Flucht ca 2004 aus der Gegend meiner Wahlheimat durch eher Zufall Nachop erreicht.

Ich war nach Pfusch op 1993 bis 2001 völlig ohne Nachsorge.


Erstellt von Philli am Dienstag, Januar 29, 2019 @ 17:38:03:

Hallo zusammen,

Nachdem ich mich lange nicht gemeldet habe, wollte ich Mal ein Update geben. Vor allem nachdem ich den Beitrag von Mitch gelesen habe, da ich mich bei seinen Symptomen wiedererkannt habe.

Zur Erinnerung Vasektomie war im Mai 2017. Danach hatte ich immer wieder Phasen mit mehr und Phasen mit weniger Schmerzen. Bei den Phasen mit weniger bis kaum Schmerzen hoffte ich immer, es überstanden zu haben bis dann der nächste Rückschlag kam. In der Zwischenzeit habe ich mich intensiv mit dem Gedanken einer Refi auseinander gesetzt. Ich hatte schon für Juli 2018 einen Termin in Düsseldorf vereinbart. Nachdem ich wieder eine gute Phase hatte, habe ich den allerdings cecancelt.

Aber der nächste Rückfall ließ nicht lange auf sich warten. Also neuen Termin gemacht für August. Obwohl es mir dann besser ging, habe ich es dann durchgezogen. Im Vorgespräch war der Operateur sich sicher, dass es mir helfen wird und ich danach schmerzfrei wäre.

OP ist dann seiner Aussage nach gut verlaufen. Allerdings war ich noch Wochen nach der OP sehr eingeschränkt. So nach sechs Wochen trat jedoch spürbar eine Verbesserung ein und ich erreichte nahezu Schmerzfreiheit. Was ein herrliches Gefühl, endlich wieder einfach so im Bett schlafen zu können, wie ich will. Oder auf die Bettkante zu sitzen ohne ganz vorsichtig zu sein. Leider hat die Geschichte kein Happy End. Nach einem Monat Schmerzfreiheit ging es wieder los. Seitdem sind die meisten Tage schlecht. Ab und zu habe ich auch Tage die nahezu schmerzfrei sind, aber das halt maximal 3 Tage an, dann kommt es wieder. Längere schmerzfreie Phasen wir vor der Refi habe ich seitdem gar nicht mehr gehabt. Insofern hat sich die Lage durch die Refi bei mir eher verschlechtert.

Folgende Schmerzen wechseln sich bei mir ab.

Ein Stechen seitlich unten am Hoden, ähnlich wie wenn man einen Ball rein gekriegt hat.

Leistenschmerzen (lassen sich kurzfristig durch Dehnen beheben)

Brennen/Umklammern des Hodens (verstärkt sich beim Sitzen) , da würde ich mir den Hoden am liebsten rausreißen.

Schmerzen in der Flanke, vermehrt nach der Refi. Mittlerweile nur noch selten.

Schmerzen/Verspannung an der Oberschenkel Innenseite. Völlig neu nach der Refi.

Stechender Schmerz an der OP Stelle. Mittlerweile nur noch sehr selten. War vor der Refi mehr.

Hautempfindlichkeit an der OP Naht der Refi. Wird mit der Zeit auch weniger.

Alle Beschwerden nur rechts. Links hatte ich seit der Vasektomie überhaupt keine Beschwerden. Gott sei Dank.

Jetzt hoffe ich einfach, dass die Zeit für mich arbeitet und es besser wird. Was mir bisher geholfen hat:

- Osteopathie, vor allem bei den Leistenschmerzen
- Tens Gerät gegen die Verspannung am Oberschenkel
- körperliche Aktivität
- psychischer Reboot durch Schlaf
- IBU 600: ist aber keine Dauerlösung. Versuche das grad durch CBD Öl zu ersetzen mit mäßigem Erfolg
- Magnesium Öl: brennt erst aber danach löst sich die Spannung ein bisschen.


Erstellt von Uwe am Mittwoch, Januar 30, 2019 @ 18:14:53:

@Philli: Von den "normalen" Scherzmitteln hilft bei mir am besten Naproxen (ist rezeptfrei) gegen die Vasektomie-Schmerzen. Vielleicht wäre das bei ihnen auch einen Versuch wert.

Erstellt von Philli am Mittwoch, Januar 30, 2019 @ 21:42:50:

Hallo Uwe, danke für den Tipp. Das werde ich mal
versuchen.

Erstellt von SUEDBALKON am Donnerstag, Januar 31, 2019 @ 23:10:43:

ich hab jahrelang mit Tramal uind Ibu experi mentiert. Jeweils dann wenn ich nicht arbeiten musste.

Nach der ersten Nachop, Entfernung des Nebenhoden links hatte ich auch den kompletten beidseitigen Schmerzausfall, so dass ich fast frei joggen konnte. Der Körper wird sich neu sortieren in Gehirn, Nervenknoten und Enden. Neue Reaktion auf Kälte und Nässereiz.

Etwa 22 j nach Pfuschvas hatte meine Mutter eine kleine Op, sie erhielt ein Medikament geg Schmerzen nach op, Tumor usw:Novaminsulfon 500. Zufällig hatte ich starke Schmerzen als die auf dem Tisch standen.
Eine Pille genommen und Schmerzen waren weg.
Mutti wollte mich natürlich retten und warf die abgelaufenen Pillen weg, obwohl ich es ihr verboten hatte. Verpackung konnte gerettet werden, drum hab ich den Namen noch.

Novaminsulfon 500mg, Wirkstoff: Metamizol, ist wohl verschreibungspflichtig
https://www.onmeda.de/Medikament/Novaminsulfon+Lichtenstein+500mg+Tabletten--wirkung+dosierung.html

ACHTUNG bei Arbeit und führen von Maschinen und KFZ

von Uwe:
Naproxen, Wirkstoff: Naproxen
https://www.netdoktor.de/medikamente/naproxen/

Wär gut wenn Du beide auch mal ausprobieren würdest, mit Rückmeldung. Jedenfalls werde noch mir beide verschreiben lassen.

Der Arzt soll schön wissen dass du durch Vasektomie Schmerzmedikation in Stärke von geg Tumorschmerzen und geg Op brauchst.

weiter:

NDR Visite vom 31.01.2019 Videotext 524 möglicherweise auch über Internet oder Youtube

CRPS-Complexes-Regionales-Schmerzsyndrom-Morbus Sudek - Dauerschmerz nach Verletzung oder Op
Entgleiste Heilentzündung

als nächstes:
Visite Polyneuropathie

wären vielleicht jeweils ne eigene Aufmachung wert

[size=small][geändert von SUEDBALKON am [TIME]1548972829[/TIME]][/size]


Erstellt von Philli am Freitag, Februar 8, 2019 @ 09:22:30:

Hab jetzt mal Naproxen eine Woche lang ausprobiert. Die Wirkung war in meinen Augen deutlich besser als bei IBU. Ich nehme jetzt morgens eine mit 250mg und komme damit ganz gut durch den Tag. Wenn es irgendwie geht, versuche ich dann abends (wenn ich wieder nehmen dürfte) zu verzichten. Der Vorteil von Naproxen ist die lange Wirkzeit. Ist halt immer ein Abwägen zwischen:
- ich möchte möglichst wenig nehmen wegen der Nebenwirkungen
und:
- ich möchte keine Schmerzen und habe Angst, dass sich ein Schmerzgedächtnis ausbildet (wobei ich hoffe, dass ich das nicht schon habe, da ich immer wieder schmerzfreie Phasen hatte)

Von Novaminsulfon nehme ich erst mal Abstand, nachdem ich mich dazu ein bisschen eingelesen habe. Ich schau jetzt mal wie ich mit Naproxen hinkomme. wenn es irgendwie geht, werde ich auch Pausen einlegen, um die Nebenwirkungen zu vermeiden und keinen Gewöhnungseffekt zu bekommen. bislang bin ich sowohl bei IBU als auch bei Naproxen von Nebenwirkungen verschont geblieben, aber die Gefahr steigt ja mit Dauer der Nutzung.

Ende April mache ich eine 2-wöchige Heilfastenkur. Das soll ja auch bei chronischen Schmerzen helfen. In der Regel geht es da natürlich um Schmerzen des Bewegungsapparates, aber einen Versuch ist es wert. Ich werde dann mal berichten, wie es war.

Ich bin aber weiterhin auf der Suche nach (nebenwirkungsfreien) Alternativen.


Erstellt von Uwe am Freitag, Februar 8, 2019 @ 12:23:53:

@Philli: Schön, dass Naproxen auch bei ihnen eine gute Wirkung zeigt. Alles Gute!

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