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Autor Beiträge
offline Maria
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6 Geschrieben Montag, Dezember 21, 2009 @ 18:42:45  

Hallo Berthild,

es spielt immer eine Rolle, wie man Dinge selbst erlebt hat. Meine Eltern haben viel erklärt und durch Anerkennung mir ein Wertesystem gegeben, an dem ich, als ich mit Bewusstsein an Dinge rangegangen bin, selbst arbeiten konnte. Im Kleinkindalter sind es so grundlegende Dinge, wie laufen lernen, Bitte und Danke sagen, Mechanismen kennen lernen im motorischen Bereich (Löffel benutzen, Schuhe ausziehen und später anziehen, …), Ja und Nein sagen, …

Ich habe mich dann für oder gegen Dinge entschieden – immer im Bewusstsein, es ist meine Entscheidung etwas für mich gut bzw. passend zu finden oder nicht.

Wenn ich von diesem Vergangenen ausgehe, habe ich meinen eigenen Kopf entwickeln dürfen, Entscheidungen durch weitere Informationen getroffen, mich zu einem sehr friedvollen Menschen entwickelt, der Dinge hinterfragt.

Ich weiß, dass es in vielen Familien anders gelaufen ist – ich habe Jahrelang als Familienpflegerin auch in sehr kaputten Verhältnissen gearbeitet – aber für mich war und ist Erziehen auf jeden Fall „das Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben“ mitzugeben.

Inzwischen habe ich die ersten Enkelkinder und ich bin davon überzeugt, dass Kinder ein besseres Selbstbewusstsein fürs Leben erhalten, wenn sie in Liebe mit vielen Dingen Kontakt hatten und von Menschen „erzogen“ werden, die Werte vermitteln aber gleichzeitig vorleben, dass sich Werte auch verändern können, bez. in ganz andere Richtungen gehen.

Herzliche Grüße

Maria

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Das der "Traum der 10" wahr wird, ist das Beste was mir passieren kann.

offline Berthild
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5 Geschrieben Freitag, Dezember 18, 2009 @ 23:04:56  

Liebe Maria,

ich lese bei dir: "Und ohne Lob und Anerkennung wird ein Kind keinen Maßstab erhalten, für oder gegen den es sich irgendwann entscheiden kann."

Vielleicht können wir erstmal klären, was das heißt "erziehen".
Das heißt, dass ich einen Menschen in meine Denkrichtung ziehe.
Die Sprache ist gut durchdacht ...

Kinder brauchen das nicht, Kinder kann ich auch fragen: "Gefällt dir, was du gemacht hast?"
Sie lernen das, was ich ihnen vorlebe ...

Erziehung IST Manipulation ...
Weshalb soll ein Mensch für oder gegen etwas sein? Wichtiger ist doch, dass jeder Mensch versucht, von verschiedenen Blickwinkeln alles zu betrachten, denn nur so entsteht Frieden, wenn ich ALLE verstehe. Nur wenn ich alle Interessen versuche zu verstehen, kann ich die wichtigen Fragen fragen und bewusst machen helfen und dadurch Veränderung zulassen.

Herzliche Grüße
Berthild

[geändert von Berthild am Freitag, Dezember 18, 2009 @ 23:05:28]

[geändert von Berthild am Freitag, Dezember 18, 2009 @ 23:08:07]

offline Maria
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4 Geschrieben Sonntag, Dezember 13, 2009 @ 18:43:02  

Es gibt - wie überall- immer auch die andere Seite.

Wenn Lob benutzt wird, um Menschen zu manipulieren, dann ist es verwerflich.

Wenn Lob genutzt wird, um aufzubauen und das Selbstwertgefühl zu steigern - auch um dann die Stärke entwickeln zu können, nein zu sagen oder den eigenen Weg zu suchen, dann kann ich persönlich dies nur befürworten.

Das Wichtigste ist aber das Lob ehrlich ist. Bei kleinen Kindern ist es ein „Toll“ wenn was Neues geschafft ist sicherlich förderlich. Da geht es um Erziehung, aber in meinen Augen nicht um Manipulation zu irgendetwas.

Und ohne Lob und Anerkennung wird ein Kind keinen Maßstab erhalten, für oder gegen den es sich irgendwann entscheiden kann.

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offline Berthild
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3 Geschrieben Sonntag, Dezember 13, 2009 @ 16:22:32  

Lob ...

Was tue ich, wenn ich eines Menschen Tun lobe?
Ich sage ihm, dass das, was er/sie tut, in meinen Augen gut ist ...
Er wird sich meinen Vorstellungen von gut und böse anpassen ...
Ich war sehr froh, als ich Marshall Rosenbergs Buch "Gewaltfreie Kommunikation" endlich fand.
Endlich war ich nicht mehr allein mit meinem Empfinden; auch er empfindet LOBEN als Gewaltausübung ...
Loben ist erziehen, einen Menschen oder auch ein Tier meiner Vorstellung anpassen ...
Glück hab ich in mir, wenn ich mit mir in Frieden bin ...

[geändert von Berthild am Freitag, Dezember 18, 2009 @ 23:05:56]

offline Maria
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2 Geschrieben Freitag, September 25, 2009 @ 12:42:38  

Ein Aspekt, der viel Zufriedenheit bringt.
Es gibt nichts schöneres als anerkannt und gemocht zu werden.

Und es kommt immer zurück - und das Positive tut so gut.

Maria
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offline wertevollleben
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1 Geschrieben Freitag, September 25, 2009 @ 09:19:15  

Aufrichtige Komplimente sind immer ein doppelter Gewinn. Für den der sie bekommt und noch mehr für den, der sie gibt!

Es gibt nichts schöneres, als Menschen zu loben und Komplimente zu verteilen! Alleine die Dankbarkeit, die einem dadurch zu Teil wird, ist ein wunderschönes Geschenk.
Leider haben sich die meisten Menschen darauf spezialisiert, herauszufinden, was bei anderen nicht gut ist, was andere falsch gemacht haben, fehlerhaft ist, was sie nicht so gut können usw. Das geht los bei den Eltern gegenüber ihren Kindern, in der Schule und später dann am Arbeitsplatz. Manche tun das mit einer Hingabe, wie wenn sie dafür einen Preis erhalten würden. Sie registrieren absolut nicht, dass sie damit nur zerstören, demotivieren und andere frustrieren. Wenn Menschen den Eindruck entwickelt haben, das sie uns sowieso nichts recht machen können und uns „nicht genügen“, dann beginnen sie sich möglichst von uns zu distanzieren und wir verlieren den Einfluss auf sie. Wenn das dann die eigenen Kinder sind, ist es doppelt schlimm.
Dabei ist es so einfach zu loben. Wir konzentrieren uns darauf, was jemand gut gemacht hat, wo er etwas gut kann oder einfach weil es ihn gibt und loben die Menschen dafür und geben ihnen aufrichtige Komplimente. Das was dann retour kommt, ist ein Vielfaches von dem wert, was wir gegeben haben. Noch dazu entwickeln sich Menschen, die gelobt werden, viel besser und vor allem ihr Selbstwert wird dadurch gesteigert. Denken wir doch einfach an uns selbst, wie fühlen wir uns, wen wir Lob empfangen haben und Komplimente bekommen haben? Das ist doch wie Dünger für eine Pflanze und fördert unser Wachstum. Also wenn wir wollen, dass die Menschen in unserem Umfeld wachsen und aufblühen, dann müssen wir sie düngen und Ihnen Komplimente und Lob geben. Das hilft dem Anderen und steigert unsere Attraktivität und Anziehungskraft sehr wesentlich. Gerade unsere Kinder suchen dann bis ins hohe Alter gerne unsere Nähe.

Versuche einmal, eine ganze Woche niemanden zu kritisieren und bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit Komplimente zu verteilen und die Menschen zu loben! Du wirst von der Ernte, die Du dadurch bekommst, begeistert sein.

die besten Grüße

Günter

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