Makroforum PM  |  Einstellungen  |  Anmelden  |  Mitglieder  |  Suche  |  Hilfe   
    |- Fragen > Fragen zur makrobiotischen Lebensweise > Was ist ein "richtiger" Makrobiot?
Antworten  nach unten Ausdruckbare Version zeigen
Thema zurück | Thema vor
Autor Beiträge
offline Roland
Sergeant Major


Geschlecht: männlich
aus: dem kühlen Norden
Registriert: Dez 2008
Geburtsdatum: --
Beiträge: 339

Profil betrachten Roland E-Mail senden an Roland Private Mitteilung senden an Roland Finde mehr Beiträge von Roland Beitrag ändern oder löschen Zitieren
1 Geschrieben Samstag, April 18, 2009 @ 14:57:28  

Kann mir das mal jemand beantworten? Wann ist man ein "richtiger" Makro, und wann nicht? Was hat der eine, was der andere nicht hat? Bin ich schon einer, oder eher noch nicht= Ist Drago einer, weil er schon als Makro erzogen worden ist? Sind die makrobiotischen Lehrer "richtige" Makros, oder tun sie nur so? Eure Meinung dazu interessiert mich.

LG Roland {#emotions_dlg.emo_biggrin} {#emotions_dlg.emo_biggrin} {#emotions_dlg.emo_biggrin} 


--------------------

Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende {#emotions_dlg.emo_blush}


offline Kerstin
Second Lieutenant


Geschlecht: weiblich
aus: NRW
Registriert: Jan 2009
Geburtsdatum: 02-11-
Beiträge: 669

Profil betrachten Kerstin E-Mail senden an Kerstin Private Mitteilung senden an Kerstin Finde mehr Beiträge von Kerstin Beitrag ändern oder löschen Zitieren
2 Geschrieben Samstag, April 18, 2009 @ 22:41:45  

Hi Roland,

die Frage wundert mich ein bisschen. Du wirst wohl auch gemerkt haben, dass wir hier im Forum ein recht bunter Haufen sind und dazu auch noch liberal.

Was ist für DICH ein richtiger Makro? Ich bin es nicht obwohl ich kein/e/n Fleisch, Käse, Milch, Eier und Butter esse und im Gegensatz zu Dir nicht (mehr) rauche.

Liebe Grüße, Kerstin


--------------------

 senza pietà


offline Agape
Board Owner


Geschlecht: weiblich
aus: Wahlhamburgerin
Registriert: Dez 2008
Geburtsdatum: 05-01-
Beiträge: 1177

Profil betrachten Agape Besuchen http://www.sturmruhe.de E-Mail senden an Agape Private Mitteilung senden an Agape Finde mehr Beiträge von Agape Beitrag ändern oder löschen Zitieren
3 Geschrieben Samstag, April 18, 2009 @ 23:16:48  

Hallo Roland,

auf deine Frage habe ich hier einen interessanten Artikel:

http://www.natuerlich-online.ch/magazin/einzelansicht/artikel/04/02/2009/essen-nach-yin-und-yang/

Vielleicht gibt der ja ein wenig mehr Aufschluss.

LG Marion {#emotions_dlg.emo_smile}


--------------------

   

"You don't get to choose how you're going to die. Or when. You can only decide how you're going to live. Now." Joan Baez, Singer, Songwriter and Activist


offline rita
Sergeant Major


Geschlecht: weiblich
aus: ursprünglich Wyk auf Föhr
Registriert: Dez 2008
Geburtsdatum: 04-03-
Beiträge: 359

Profil betrachten rita E-Mail senden an rita Private Mitteilung senden an rita Finde mehr Beiträge von rita Beitrag ändern oder löschen Zitieren
4 Geschrieben Sonntag, April 19, 2009 @ 15:38:23  

Wie meinst du das, Roland, kann man denn überhaupt ein "richtiger" oder ein "falscher" Makrobiot sein? Gibt es da Klassifizierungen, und wollen wir uns auf solche einlassen? Ich muss erstmal darüber nachdenken, melde mich später dazu nochmal. {#emotions_dlg.emo_wink} LG Rita


--------------------

Lebe deine Träume...


offline Steve
Command Sergeant Major


Geschlecht: Keine Angabe
Registriert: Jan 2009
Geburtsdatum: --
Beiträge: 426

Profil betrachten Steve E-Mail senden an Steve Private Mitteilung senden an Steve Finde mehr Beiträge von Steve Beitrag ändern oder löschen Zitieren
5 Geschrieben Sonntag, April 19, 2009 @ 18:22:02  

Ein "richtiger" Makrobiot? Hmmmmmm... was für eine Frage! Ich glaube, wir sind alle irgendwo auf dem Weg, der eine weiter, der andere eher am Anfang, aber doch schon soweit "richtig", wie es geht. Irgendwo gleichen wir doch alle die Energien aus, die Einfluss auf uns haben, innen und außen. Allerdings denke ich, dass ein sogenannter "richtiger" Makrobiot, oder einer, der schon weiter ist als andere, weniger Extreme auf sich einwirken lässt, sowohl was äußere Einflüsse betrifft, als auch das, was sie in sich hinein tun. Und dann gibt es Veränderungen geistig-spiritueller Art, die wiederum zu Entscheidungen im Leben führen, die man vorher vielleicht nicht so getroffen hätte, und das Leben verläuft anders, als es ohne diese Entscheidung gelaufen wäre. Ich bemerke an mir, dass ich heute anders reagiere als noch vor ein paar Monaten. Ich bin heute ausgeglichener und weniger leicht aus der Fassung und vor allem in Wut zu bringen. In Wut konnte man mich früher sehr leicht versetzen. Nein, stimmt, insofern bin ich auf dem richtigen Weg. Aber ein "richtiger" Makrobiot? Das bin ich sicher (noch) nicht, und die Frage ist: Will ich das überhaupt werden? Bin ich dann nicht von einem Gefängnis in ein anderes unterwegs? Nee, das will ich keinesfalls. Aber gut, das ist meine persönliche Sicht.

Wie ist das denn bei dir, Roland, wie siehst du das? Wieso hast du diese Frage gestellt - beschäftigt sie dich gerade in Bezug auf dich selber, oder einfach nur so?

LG Steve {#emotions_dlg.emo_biggrin}


--------------------

Des einen Leid ist des andern Freud {#emotions_dlg.emo_wink}


offline Roland
Sergeant Major


Geschlecht: männlich
aus: dem kühlen Norden
Registriert: Dez 2008
Geburtsdatum: --
Beiträge: 339

Profil betrachten Roland E-Mail senden an Roland Private Mitteilung senden an Roland Finde mehr Beiträge von Roland Beitrag ändern oder löschen Zitieren
6 Geschrieben Sonntag, April 19, 2009 @ 21:04:10  

Warum ich euch diese Frage gestellt habe? Na ja, weil ich darüber nachdenke, ob man es wohl jemals perfekt hinkriegt - ich meine den Ausgleich zwischen yin und yang. Ob man wirklich merkt, was einem fehlt, an welcher Stelle Ausgleich nötig ist, wo man etwas einfach unterlassen muss, wenn man gesund bleiben will. Denn na klar, der Körper holt sich seine Homöostase, egal, was ich einpfeife. Wenn ich Alkohol trinke, will er Fisch und Salz oder sogar Fleisch, und wenn ich Eier esse, will er Süßigkeiten, und wenn ich Fleisch esse und Stress habe, will er wiederum Alkohol oder sonst irgendwas Extremes von der anderen Seite. Was ich mich frage: Wird es nicht langweilig, wenn ich immer mehr von dem Extremen lasse und mehr in die Mitte gehe? Werde ich dann auch zum Langweiler? Ich kenne Makrobioten, bei denen ist das so. Die laufen einfach nur herum wie Schlaftabletten. Reden immer nur über das Essen und was alles "verboten" ist. Und was "erlaubt" ist. Und wer ein "richtiger" Makrobiot ist, und wer diesen "Ehrentitel" eher nicht verdient hat. Also so möchte ich keinesfalls werden. Übrigens Kerstin, du hast mein Rauchen erwähnt. Soweit ich weiß, raucht Michio Kushi, der Makrobiotik-Pabst, und er trinkt Kaffee. Jedenfalls hat er das gemacht, als er in Berlin war. Jetzt ist er alt, vielleicht macht er's ja nicht mehr, keine Ahnung. Aber er hat offenbar für sich entschieden, dass Rauchen und Kaffee ein Ausgleich für seine Lebensweise ist, und dass er es riskieren kann das zu tun. Makrobiotik heißt ja auch "das große Leben", mit anderen Worten umfasst die Makrobiotik alles, was ist. Wie kann dann etwas verboten oder erlaubt sein? Es kann höchstens so sein, dass man manchmal etwas besser unterlässt und etwas anderes regelmäßig tut, weil es gerade - individuell - so am besten ist. Und das kann morgen schon anders sein, oder in zwei Wochen, oder in vier Jahren. Aber ich frage mich: Merke ich das?

Deshalb meine Frage. LG Roland {#emotions_dlg.emo_blush} {#emotions_dlg.emo_tongue} 


--------------------

Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende {#emotions_dlg.emo_blush}


offline drago
First Sergeant


Geschlecht: männlich
aus: Sevenoaks, UK
Registriert: Feb 2009
Geburtsdatum: 23-03-
Beiträge: 274

Profil betrachten drago E-Mail senden an drago Private Mitteilung senden an drago Finde mehr Beiträge von drago Beitrag ändern oder löschen Zitieren
7 Geschrieben Sonntag, April 19, 2009 @ 21:27:15  

Oh Roland, ich weiß warum du denkst vielleicht du kannst nicht schaffen. Ich frag mich auch manchmal ist richtig, was ich mache, soll ich mal ausbrechen? Hab ich auch schon gemacht und bin dann zurück, weil ich fühl mich besser nach meine makrobiotische Gerichte als wenn ich esse Fleisch und sowas. Mit Alkohol ist das so - manchmal ich trinke welchen, zum Fisch und so, auf Parties, aber ich hab keinen zu Hause. Wenn ich welchen will ich muss gehen und kaufen. Das überlege ich mir zweimal, ich hab kein Lust nur wegen Alkohol nochmal raus zu gehen, zur Tankstelle oder so. Nee, das mach ich nicht. Ich merke dass ich manchmal genau weiß ich brauch jetzt sofort Misosuppe und ganz viel Reis, und andere Tag ich muss unbedingt viel Protein haben, oder muss Fisch essen, und dann merke ich hinterher warum ich brauchte. So als wüsste ich was auf mich wartet an dem Tag. Meistens denke ich nicht wirklich drüber nach, ich denke, wir wissen sowieso was gut ist, wenn wir erstmal dran gewohnt sind so zu leben. Es gibt Richtlinien, die folgt man am Anfang, und dann muss unbedingt Experimente machen und sehen wie wirkt auf deine Körper, auch auf deine Intuition und Denken und Handeln. Wenn du viel Yin isst und anfangst rumzuspinnen, nicht konzentrieren kannst, besser du isst was yangiges. Aber dann nicht immer hin und her, du dann musst unbedingt gucken was mehr ausgeglichen ist. Besser Bohnen und sowas, Gemüse und Reis, nicht zu salzig, aber gut gewürzt. Wenn du zu verbissen rumrennst und aggressive bist, dann besser nicht auch noch Fisch essen, dann besser auch wieder Hülsenfrüchte und untierische Proteine essen, Salz reduzieren. Einfach gucken, was dir gut tut. Dann bist du "richtig". Ok? Also ganz ehrlich: Ich kenne keinen einzigen "richtigen" Makrobioten, sowas gibt nicht. Gibt nur Menschen, die mal so, mal so sind, nie perfekt. Perfekt ist auch gar nicht makrobiotisch. Die Chinesen sagen: Life is change. Und change = Veränderung ist einziges was ganz sicher ist, nichts bleibt wie ist. Und wenn wir merkt dass sich etwas verändert und wir reagieren darauf und ändern auch, dann sind wir "richtige" Makrobioten. Denke ich.

Greetings {#emotions_dlg.emo_biggrin} drago


--------------------

offline rita
Sergeant Major


Geschlecht: weiblich
aus: ursprünglich Wyk auf Föhr
Registriert: Dez 2008
Geburtsdatum: 04-03-
Beiträge: 359

Profil betrachten rita E-Mail senden an rita Private Mitteilung senden an rita Finde mehr Beiträge von rita Beitrag ändern oder löschen Zitieren
8 Geschrieben Montag, April 20, 2009 @ 01:07:16  

Also, ich glaube ein "falscher" Makrobiot ist einer, der nach außen so tut, als hätte er alles begriffen und lebte danach, macht aber eigentlich im stillen Kämmerlein alles so weiter wie vorher auch. Möglicherweise ist die Makrobiotik sein letzter Strohhalm auf dem Weg zur Heilung. Er hängt alles am Essen auf, weiß sehr gut, was "verboten" und was "erlaubt" ist, und klammert sich daran. Er redet und redet, liest Bücher, hat eine Menge Wissen zur Sache, praktiziert es aber nicht, sondern erzählt lieber anderen, wie sie es machen sollten. Wie bei uns üblich, gibt er für sich selber die Verantwortung für seine Gesundung von seinem Arzt an seinen Berater weiter. Und wenn es für ihn nicht klappt, jammert er, meckert, dass er ja immer schon wusste, dass das alles Bullshit ist. Und er hat immer einen Schuldigen, entweder die Ärzte, oder die Makrobiotikberater, seine Frau, wenn er ein Mann ist und nicht selber kocht, oder die Kochlehrer, wenn es denn eine Frau ist. ErDer "falsche" Makrobiot ist in jedem Fall das "ARME ICH".

Ein "richtiger" Makrobiot ist in meinen Augen derjenige, der begriffen hat, was in seinem Leben wesentlich ist, und danach handelt und lebt, der sich anpasst an Veränderungen und sein Leben immer wieder neu ausrichtet, wenn es notwendig ist. Er ist flexibel, packt die Dinge an, ist lernfähig und hat Spaß daran immer mehr zu lernen und zu erfahren, steht immer wieder auf, wenn er hingefallen ist, gibt nicht auf. Egal, auf welchem Streckenabschnitt seines Weges er sich befindet, solange er praktiziert, was seinem Verständnis nach Makrobiotik bedeutet, ist er in diesem Fall ein "richtiger" Makrobiot - einer, der weiß, was er will, und der das, was er tut, ernst nimmt, mit anderen Worten: Er nimmt sich selber ernst, er liebt sich selber und sorgt für sich, und zwar so, dass er dabei gesundet oder gesund bleibt, wenn er es denn (noch/schon) ist. Er wächst an seinen Erfahrungen, bleibt nicht stehen, und ist sich dessen bewusst, wie wichtig das alles für seine spirituelle Entwicklung ist. Das Wesentliche dabei: Er übernimmt die Verantwortung für seinen jeweiligen Zustand selber. Er weiß vor allem, dass die Ernährung nur Teil des Weges ist.

Du hast mich einen ganzen Sonntag lang zum Nachdenken gebracht, lieber Roland. Dies ist dabei herausgekommen.

LG Rita {#emotions_dlg.emo_tongue}


--------------------

Lebe deine Träume...


offline Roland
Sergeant Major


Geschlecht: männlich
aus: dem kühlen Norden
Registriert: Dez 2008
Geburtsdatum: --
Beiträge: 339

Profil betrachten Roland E-Mail senden an Roland Private Mitteilung senden an Roland Finde mehr Beiträge von Roland Beitrag ändern oder löschen Zitieren
9 Geschrieben Montag, April 20, 2009 @ 21:50:04  

Hallo Drago, Rita und alle anderen, danke, dass ihr eure vielfältigen Gedanken und Ideen zu meiner Frage mit mir/uns geteilt habt. Das finde ich sehr wertvoll, weil es mir hilft meinen Platz innerhalb der Makrobiotik zu finden. Wie weit will ich gehen, wie weit muss ich gehen, wo will ich Abstriche machen und wo nicht? Ich bin ja noch nicht so superalt, da läuft auch mal was mit Kneipe und so. Soll ich mich dann völlig beschränken und bei allen Freunden unten durch sein, oder darf ich auch mal ein bisschen über die Stränge schlagen? Ich meine, ich habe ja schon freiwillig umgestellt auf - meistens - alkoholfreies Bier, aber dazu habe ich auch nicht immer Lust. Muss ich nun für die Makrobiotik sagen ich verzichte für immer und ewig, oder kann ich selber entscheiden, was für mich geht, und was nicht. Eure Beiträge haben mir da sehr geholfen. Danke. LG Roland {#emotions_dlg.emo_tongue}


--------------------

Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende {#emotions_dlg.emo_blush}


Antworten  nach oben ^  
Webmaster | Sturmruhe | Nutzungsbedingungen Zeitangaben sind GMT +1 Stunden.
 
Willkommen auf den Seiten vom Makroforum, Guest!  
Login
Benutzername :
Passwort :
Melden Sie sich bitte an, um alle Foren-Funktionen nutzen zu können. Die Anmeldung ist kostenlos. Hier Anmelden!
Forum Regeln und Beschreibung
Wer darf in diesem Forum lesen ? Jedes Mitglied oder Gast
Wer darf neue Beiträge schreiben ? Jedes Mitglied
Wer darf auf Beiträge antworten ? Jedes Mitglied
Wer darf Beiträge editieren? Jeder Autor
Hier könnt Ihr Fragen rund um die Makrobiotik loswerden. {#emotions_dlg.emo_confused}
Gruß, Agape
Im Moment aktive Benutzer: 6
Im Moment sind 0 Mitglied(er) und 6 Gäste anwesend. | Besucher-Rekord war 17 am 11/08/2011 00:05:44
In diesem Forum suchen
Schlüsselwortsuche: Suchen :
»Hol Dir Dein Forum gratis« Powered by CuteCast v5.0 - Copyright © 2001-2009 ArtsCore Studios