1 Geschrieben Sonntag, Januar 25, 2009 @ 22:39:59
Bei Kerstins Beitrag zum Algenbad fällt mir ein:
Noriblätter lassen sich nicht nur für Sushi und zum Zerbröseln über Reis verwenden, sondern wirken - äußerlich angewendet - auch blutstillend und heilend, und die Wunde schmerzt nicht lange! Wenn ihr euch mal schneidet oder sonst irgendwie verletzt, reinigt die Wunde und legt ein angefeuchtetes Stück Norialge darüber. Gut andrücken, evtl. einmal austauschen, falls es zu sehr blutet. Aber normalerweise wirkt Nori blut- und schmerzstillend, und es scheint die Heilung massiv zu beschleunigen. Die Wunden hören erstaunlich schnell auf zu bluten, und der Schmerz geht auffällig zurück, sobald die Alge darauf liegt. Wenn es nicht mehr blutet, Nori drauflassen oder frisches draufkleben, Pflaster oder Binde drumherum und wirken lassen. In den ersten beiden Tagen muss man einmal nachschauen, ob alles in Ordnung ist. Neues Noristück drüber, einwickeln, fertig. Danach könnt ihr die Heilung getrost sich selbst überlassen.
Ich schätze, das sind die Inhaltsstoffe der Algen, vorausgesetzt die Haut kann sie von außen wirklich aufnehmen - aber müsste sie ja eigentlich, denn sonst würde die nachfolgende Wirkung ja nicht eintreten:
aus dem Artikel, dessen Link uns Kerstin gegeben hat:
Gerade die Radikalfänger Vitamin E und Selen machen Algen zu einem wahren Jungbrunnen. Vitamin A und Zink sorgen für die Erneuerung von Hautzellen und für gesundes Haar. Die Vitamine C und B5, B2 versorgen Haut und Haare mit Feuchtigkeit und steigern die Durchblutung der oberen Hautschichten. Und eine gute Durchblutung ist das A und O für eine strahlende und gesunde Haut.
Dreimal habe ich bisher wirklich erstaunliche Erfahrungen damit gemacht, neben den unzähligen ganz normalen Schnittverletzungen. Zweimal habe ich mir (immer sonntags) die Stirn aufgeschlagen und mit Nori erreicht, dass die Schnittverletzungen fast unsichtbar zusammengewachsen sind, und einmal habe ich mir damit eine zu 2/3 abgeschnittene Daumenkuppe wieder angeklebt - sie ist angewachsen! Später ist sie dann mit Nachwachsen der neuen Haut langsam abgetrocknet, und heute sieht man nichts mehr. Das Tolle: Nori zieht sich beim Trocknen zusammen und behält dann die Form - z.B. über die Fingerkuppe geklebt hat man eine Art harten Fingerhut, der bei versehentlichem Gegenstoßen die Wunde schützt.
Auf der Stirn (die 2. Verletzung ging ganz durch die obersten Hautschichten hindurch, ich hatte mich über die Wanne gebeugt, um das Wasser anzudrehen, war ausgerutscht und mit der Stirn auf die Armatur geknallt) habe ich die beiden Schnittstellen zusammengedrückt, das Stück Nori daraufgeklebt und sofort ein Pflaster draufgetan. Als das Nori getrocknet war, hatte es sich zusammengezogen, während es auf der Haut festklebte, und hielt dadurch die beiden Schnittstellen weiter gegeneinander. Heute - drei Monate später - sieht man nur noch einen ganz feinen Strich, aber auch nur, wenn das Licht von der Seite kommt.
Entzündungshemmend scheínt es auch zu wirken: In keinem Fall ist es zu Entzündungen gekommen. Man kann Noriblätter auch auf großflächigen Schürfwunden nach Fahrradunfällen etc. verwenden. Aber vorher natürlich gut reinigen, Steine raus etc., und über Tetanus nachdenken. Wenn euch das erst mal erwischt hat, gibt es keine Heilung, dann ist Schluss mit Lustig...
Nori ist wirklich toll! Das habe ich immer in meiner Hausapotheke.
Hamburger Grüßlis
Marion 
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