1 Geschrieben Donnerstag, September 3, 2009 @ 18:07:08
Hallo allerseits,
Den meisten Menschen dürfte der Begriff "virtuelles Wasser" eher etwas abgespaced vorkommen und "Wasser-Fußabdruck" klingt auch eher nach einem alten Trapper dem man nicht mehr in die Flinte...
Dabei geht es jedoch um ein durchaus ernstes Thema und zwar um die Menge des Wassers die zur Erzeugung eines Produkts aufgewendet wird.
So werden etwa für den Anbau und Produktion einer einzigen Tasse Kaffee, insgesamt 140 Liter Wasser benötigt!
Tee ist dagegen nicht nur unter gesundheitlichen Aspekten, sondern auch aus ökonomischer Sicht vorteilhafter. Pro Tasse Tee werden nämlich "nur" 30 Liter, also vergleichsweise wenig Wasser (für Anbau etc.) verbraucht.
Die Bilanz einer solchen Liste kann man wie folgt zusammenfassen: Der direkte Verbrauch eines ganzen Produkts (wie in der Makrobiotik üblich) ist vom ökologischen und ökonomischen Standpunkt aus vorteilhafter, als dieses Produkt in stark verarbeitetem Zustand zu verwenden
Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch verbraucht 15.500 Liter Wasser - davon entfallen 15.300 Liter für Futter, die das Tier drei Jahre lang bis zur Schlachtreife frisst.
Hätte man stattdessen die Futtermittel (u.a. Getreide und Soja) selbst gegessen, wäre nicht derart viel Wasser verschwendet worden.
Reis schneidet zwar auch nicht besonders positiv ab - für den Anbau im Sumpf oder flachen Wasser werden für eine 500g Packung Reis insgesamt 1.700 Liter Wasser.
Allerdings sollte man dabei berücksichtigen, dass Reisfelder meist in Gegenden angelegt werden, in denen aufgrund der klimatischen Bedingungen, nur eine relativ geringe Bewässerung durch den Menschen notwendig ist (...man stelle sich vor, man würde in Deutschland seinen Garten ständig unter Wasser setzen, damit dort Reis wächst
)
Ob in diesen Zahlen auch der Wasserkreislauf (Verdunstung, Niederschlag etc) berücksichtigt wird, in dem die Natur ja Felder zB gratis mitbewässert (es lebe die Mutter Natur!) weiß ich allerdings nicht.
Fazit für die Makrobiotik: Vegetarier und Makrobioten leben nicht nur für sich gesünder, sondern sparen auch Wasser - und das ganze ohne unter der Dusche zu... wie bereits von anderer Stelle empfohlen worden war. *g*
PS: Wer sich näher informieren will:
Informationen und Berechnung des individuellen Wasser-Fußabdrucks (Englisch) a>
Virtuelles Wasser - Informationen auf Deutsch
LG
Tenzo