1 Geschrieben Sonntag, Januar 25, 2009 @ 17:39:52
Mann oh Mann, jetzt wird es aber Zeit, dass ich endlich diese Buchempfehlung schreibe! Tut mir leid, dass sich das so verzögert hat! Also:
Mein Leben als Kamikaze Cowboy (Originaltitel: Confessions of a Kamikaze Cowboy) ist eigentlich eine Autobiografie des Schauspielers und überzeugten Makrobioten Dirk Benedict. Geschrieben hat er die bereits mit Mitte/’Ende 30, während er für das A-Team vor der Kamera gestanden hat. Das ist früh, aber sein Freund William Dufty (ja, wieder dieser Mann) hat ihn dazu überredet, nachdem Dirk in den Jahren davor dank der Makrobiotik seinen Prostatakrebs besiegt hat.
So ist sein Buch einerseits ein Rückblick auf seinen Weg von den Farmen Montanas in die Glitzerwelt Hollywoods, aber es ist durchdrungen von seinen Erfahrungen mit der Makrobiotik und enthält einiges and hilfreichen Tipps. Nicht die Weisheiten eines ausgebildeten Makrobiotik-Lehrers, sondern die Erkenntnisse eines normalen Mannes (denn das ist Dirk bis heute geblieben), der der Makrobiotik sein Leben anvertraut hat. Daher auch der Kamikaze Cowboy, denn ihm ist durchaus bewusst, was er da riskiert hat.
Dirk hatte sich bereits seit Anfang der 70er mit gesunder Lebensweise beschäftigt, aber nach der Krebsdiagnose 1975 stellte er sich von einem Tag auf den anderen auf die makrobiotische Lebensweise um. Das lief nicht ganz komplikationslos und mich persönlich haben seine Erfahrungen anfangs verunsichert. Ich hatte kein Verlangen nach derart drastischen körperlichen Reaktionen, wie er sie beschreibt, aber mittlerweile ist mir klar, dass das nicht bei jedem so laufen muss.
Nun muss ich zugeben, dass ich das Buch in Deutsch nicht gelesen habe, aber Marion hat mir gesagt, dass sie beim Lesen manches Mal laut gelacht hat und das deckt sich mit meinen Erfahrungen mit der Originalversion. Dirk hat eine lebendige Art zu erzählen, das Buch liest sich großartig, aber trotzdem möchte ich hier auch eine kleine Warnung aussprechen. Dirk ist in seinen Äußerungen oft missverstanden worden, er hat in manchen Belangen konservative und zum Teil auch ziemlich eigenwillige Ansichten, die keinesfalls für die breite Masse taugen. Und er hat keinerlei Skrupel, zu sagen was er denkt. Das zeigt sich auch immer wieder in seinem Buch, in dem er mit der Konsumgesellschaft und der Ignoranz der Menschen ziemlich deutlich ins Gericht geht. Er würzt das gut mit seinem trockenen Humor, aber leichter verdaulich wird es dadurch nicht unbedingt. In dem Buch stecken eine Menge unbequemer Wahrheiten.
Mein Leben als Kamikaze Cowboy ist das Lesen in jedem Fall wert. Es ist weit mehr als nur die Autobiografie eines Schauspielers, den eh keiner kennt. Es beschreibt Dirks Weg zur Gesundheit und ist sein Plädoyer für eine gesündere Welt, in der die Menschen mehr Verantwortung für ihr eigenes Wohlergehen übernehmen. Er selber lebt seine Überzeugung Tag für Tag, bis heute, und so falsch kann er nicht liegen, denn er ist auch mit fast 64 noch immer topfit.
Das Buch gibt es (im Gegensatz zu Zucker Blues) für kleines Geld bei ebay oder Amazon und ich bin ziemlich sicher, dass man es auch noch über den normalen Buchhandel bekommt. Es ist sein Geld wert, ich kann es nur jedem empfehlen, der sich mit Makrobiotik beschäftigt.
Viel Spaß beim Lesen!
LG Karin
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What has a front has a back - and the bigger the front, the bigger the back! (Dirk Benedict in 'Confessions of a Kamikaze Cowboy')
