1 Geschrieben Samstag, April 11, 2009 @ 00:23:39
Hallo ihr Lieben,
es ist wieder Reisezeit - die Sonne scheint, und mich hält nichts mehr in meinen vier Wänden. Ich bin froh, dass Nord- und Ostsee von Hamburg aus so schnell zu erreichen sind. Letzte Woche bin ich ganz spontan nach Travemünde gefahren, nachdem ein paar Unterrichtsstunden am Nachmittag kurzfristig abgesagt worden waren. Die Distanz ist in 45 Minuten zu schaffen, und es war toll, zum ersten Mal wieder das Gesicht in Wind und Sonne zu halten. Schaut mal, kann man da widerstehen?

Travemünder Strandimpressionen
Mittags war es schon richtig schön warm, und es gab tatsächlich ein paar wagemutige Leichtbekleidete, die am gerade erst neu aufgeschütteten Strand entlangflanierten. Allerdings ist es noch grenzwertig, es waren auch noch keine Strandkörbe aufgestellt, und sich so an den Strand zu legen, dazu war es mir persönlich zu ungemütlich, der Sand war nämlich feucht vom Regen am Tag zuvor. Ich bin dann nach Travemünde hinein gelaufen, ein schöner, schneller Walk, der gut in meinen Diät- und Bewegungsplan passte, und habe dort ein Restaurant entdeckt, ganz am Ende direkt am Wasser, wo ich mir auf der windgeschützten Terrasse einen riesigen, aber leichten Salat und ein alkoholfreies Bier gegönnt und ein paar Stunden in der Sonne verbracht habe - abends war ich wieder zu Hause und konnte mit Buddy spielen.
Gestern haben Werner und ich - wiederum spontan - beschlossen, Karfreitag gemeinsam nach St. Peter Ording an der Nordsee zu fahren. Heute Morgen um acht ging es los. Allerdings gefiel es uns gar nicht, war wohl für diesen speziellen Strand noch zu früh im Jahr. Das Seegras am Südstrand sah graubräunlich aus, es war matschig, außerdem hätte es noch Stunden gedauert, bis die Flut kommen würde - so haben wir uns in das einzige - auf Stelzen gebaute - Restaurant gesetzt und dort ein spätes Frühstück eingenommen, uns dort einigermaßen windgeschützt die Sonne auf den Pelz brennen lassen und die Kitesurfer beobachtet, die mit ihren riesigen, bunten Lenkdrachen in Neoprenanzügen durch die Wellen bretterten.

Brötchen, Honig, Biomarmelade (!!!), Krabben
Dann haben wir - wiederum spontan - beschlossen, weiterzufahren nach Dagebüll und mit der Fähre nach Wyk auf Föhr überzusetzen. Gesagt getan, wir sind losgedüst - haben aber dummerweise die 15.00 Uhr Fähre verpasst. Doch da das Wetter einfach traumhaft schön und warm war, auch an der Festlandküste, haben wir uns in Dagebüll einen - sogar bis zu 5 Stunden Parkzeit kostenlosen - Parkplatz gesucht und sind oben am Deich entlang in Richtung Hafen gelaufen. Dort haben wir uns auf dem Deich niedergelassen und in der Sonne geschmort, mit unseren mitgebrachten Goodies (Sandwiches, Knabbergemüse, Äpfel
und Tee) ein Picknick veranstaltet. Der Rasen war, anders als der in St. Peter Ording, schon schön sattgrün und auch nicht feucht.

Dagebüller Deichimpressionen
Gegen 18.00 Uhr hatte ich DIE Idee: Wir könnten doch über Husum zurückfahren, kurz in die Stadt hineinfahren zum Hafen und uns den Sonnenuntergang ansehen. Auf diese Weise würde ich ganz nebenbei zu meinem für Nordseebesuche obligatorischen Fischbrötchen mit fangfrischem Nordseefisch kommen. Gesagt getam, eine weitere spontane Entscheidung, und wir waren auf dem Weg. Leider gab es aber so früh im Jahr noch keine Hökerstände, und so landeten wir schließlich in einem italienischen Restaurant mit für Hamburger lächerlich niedrigen Preisen. Ich bestellte mir den "Teller mit 2 Sorten Fisch, Salzkartoffeln und Salat", Werner hatte "Fischfilet mit Bratkartoffeln und Salat", für jeweils € 7,90. angenehm überrascht stellten wir fest, dass der Fisch natur gebraten war, in sehr wenig Fett, meine Kartoffeln waren komplett butterfrei, und der Salat war mit einem leichten Dressing angemacht. Der Merlot, den ich dazu hatte, war schön trocken. Werner, der nicht makrobiotisch lebt, hatte kein Problem mit dem Räucherspeck in seinen Bratkartoffeln, die ansonsten ebenfalls sehr fettarm waren. Angenehm gesättigt, aber nicht voll, zahlten wir unseren Obulus und landeten gegen 23.00 Uhr wieder in Hamburg.
Ein toller Ausflug, und was die Verpflegung unterwegs betrifft, für mich akzeptabel. Nichts, worüber ich mir Sorgen machen müsste. Nichtsdestotrotz werde ich jetzt vier Umepillen einwerfen, zum Neutralisieren eventueller Zuckerinhalte im Dressing - und ein bisschen auch wegen des Alkohols
, und morgen koche ich wieder brav makrobiotisch - vor allem ein paar Tage lang fischfrei - und genieße Balkonien. Es soll genauso warm werden wie heute.
Wie ist das mit euch? Wohin hat es euch in diesen ersten schönen Tagen gezogen, und wie macht ihr das mit der Verpflegung unterwegs? Esst ihr in Restaurants, oder seid ihr ausschließliche Selbstverpfleger mit "linientreuen" Lunchpaketen?
Liebe Grüße und ein schönes Osterfest euch allen 
Marion
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"You don't get to choose how you're going to die. Or when. You can only decide how you're going to live. Now." Joan Baez, Singer, Songwriter and Activist