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    |- Fragen > Fragen zur makrobiotischen Lebensweise > Sojaprodukte sehr ungesund ?!?
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offline makrojasmin
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1 Geschrieben Freitag, Januar 15, 2010 @ 15:36:22  

Folgende Seite habe ich über Sojaprodukte gefunden:

http://www.sylt-gesund-leben.de/texten/soja.htm

Würde gerne etwas darüber diskutieren. Dies hört sich ja alles sehr gefährlich an.

Was sagt ihr dazu?


offline Agape
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2 Geschrieben Freitag, Januar 15, 2010 @ 17:39:57  

Hi Jasmin, ich verstehe deine Bedenken, gerade weil du ein kleines Kind ernähren musst. Aber: Erstens essen wir nicht ausschließlich Sojaprodukte, dann kaufen wir - jedenfalls ich - ausschließlich Sojaprodukte aus traditioneller Herstellung, z. B. im Bioladen oder der Bioecke im Supermarkt, und drittens muss man mal schauen, wer das geschrieben hat und warum? Wenn es darum geht etwas schlecht zu reden, könnte ich dasselbe ganz leicht auch über Fleisch, Milch und sonstige "Normalprodukte" bewerkstelligen. Glaubwürdig. Nur würde kein Normalverbraucher sich sein Fleisch schlechtreden lassen. Und genauso geht es mir andersherum. Nur ein Beispiel - hier das Zitat, um das es mir geht:

Soja und "Menopause"

 Fünf neue Studien haben gezeigt, daß Soja wertlos ist bei der Behandlung von Symptomen der sog. Menopause. In Australien haben 188 mg Isoflavone täglich, drei Monate lang, keine Verbesserung der Symptome bei 94 älteren Frauen gebracht.(2000) Eine amerikanische Studie mit isoflavonreicher Nahrung 24 Wochen lang in drei Gruppen: 80 mg Isoflavone, 4 mg und keine: es gab keinen Behandlungseffekt bei Häufigkeit, Dauer und Stärke von Hitzewallungen und nächtlichem Schwitzen.(2001) Bei 72 mg Soja-Isoflavonen gegen Placebo berichteten beide Gruppen über eine Reduktion der Hitzewallungen um etwa 40 Prozent. (2003) Hitzewallungen, Nachtschweiß und Vaginaltrockenheit verbesserten sich in der Placebo-Gruppe, nicht in der Soja-Gruppe (6 Monate). Zusätzlich war Schlaflosigkeit häufiger in der Soja-Gruppe (2002). Eine Studie in Helsinki fand keinen Unterschied zwischen Soja-Phytoestrogenen und Placebo bei der Behandlung von Symptomen der Menopause bei Brustkrebsüberlebenden( 2003). (siehe More Studies)

Meine Erfahrung ist eine andere - ich hatte nämlich bis heute keinerlei Wechseljahrbeschwerden und werde jetzt wohl auch davon verschont bleiben. Seit ca. 20 Jahren esse ich nämlich regelmäßig Tof, verwende Sojamilch, aber nur erhitzt, um sie zu yangisieren, auch nicht täglich, sondern immer mal wieder. Das ist wohl der Trick. Man soll abwechslungsreich kochen, mal dies, mal das, mal Tofu.

Und wenn es wirklich wahr wäre, dass Tofu so gefährlich ist, wären ersten nicht mehr soviele Japaner am Leben, und zweitens wären sie inzwischen vollkommen verblödet - was aber offensichtlich nicht der Fall ist. Soviel zu diesem Artikel. Bestimmt findest du auch einen, der all die Vorzüge beschreibt. Und am besten, du bleibst irgendwo dazwischen, baust es ein, aber nicht jeden Tag.

LG Marion {#emotions_dlg.emo_tongue}

P.S.: Nach 20 Jahren mit Tofu und Tofuprodukten müsste ich übrigens auch inzwischen verblödet sein. Den Eindruck habe ich allerdings eher nicht... Ihr hoffentlich auch nicht!


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offline Tenzo
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3 Geschrieben Freitag, Januar 15, 2010 @ 17:50:58  

Quote:
Erstellt von AgapeP.S.: Nach 20 Jahren mit Tofu und Tofuprodukten müsste ich übrigens auch inzwischen verblödet sein. Den Eindruck habe ich allerdings eher nicht... Ihr hoffentlich auch nicht!

Na manchmal sind wir alle ein wenig blu..äh...Bionade - ob mit Tofu oder ohne.

LG

Tenzo

offline makrojasmin
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4 Geschrieben Samstag, Januar 16, 2010 @ 00:29:41  

Irgendwo hatte ich gelesen, dass da die traditonellen Sojaprodukte aus Japan/China nicht gemeint sind wie Shoyu, Miso. Die wären gesund! Aber alle Sojaprodukte wie Sojamilch, Tofu, Sojafleisch wären ungesund. Sie würden in aufwendigen Verfahren hergestellt und sich verändern dadurch. Es ist ja kein natürliches Lebensmittel mehr. Das leuchtet mir ein. Ich denke, wenn man sie ab und zu isst, werden sie nicht weiter schaden. Ich habe sie die letzten 3 Tage aber zB sehr oft benutzt! Sojasahne, Sojajoghurt, Sojapudding, Sojafrischkäse, Tofu etc. 

Hier noch ein Artikel aus der SZ:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/189/423948/text/

Echt blöd eigentlich! Wenn man einmal googlet, findet man wirklich sehr viel negatives über Soja. 

Wenn ich von meinem Gefühl aus gehe, sage ich immer, umso natürlicher umso gesünder. Aber wie natürlich ist zB Sojajoghurt, Sojamilch oder Tofu eigentlich?!?

LG


offline Agape
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5 Geschrieben Samstag, Januar 16, 2010 @ 16:55:09  

Hi Jasmin,

ich habe selber Sojamilch und daraus auch Tofu hergestellt, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Die Sojamilch wird auf ganz natürliche Weise aus der aufgekochten und pürierten Sojabohne gepresst. Das ist einfach viel Arbeit und etwas Schweinerei, deshalb mache ich das nicht mehr selber. Aber aus dieser Sojamlich wird Tofu gewonnen. Auf natürliche Weise, indem man die Milch durch Beigabe von Nigari ausflocken lässt. Kannst ja mal nachlesen, was Nigari ist - jedenfalls nichts Ungesundes. Man kann auch Zitronensaft dafür nehmen, wird aber nicht so gut. Und Sojajoghurt mache ich ebenfalls meistens selber aus der Sojamilch, indem ich den ersten Ansatz mit Sojaferment mische - wie bei normaler Milch - und die nächsten 10 bis 15 Mal nehme ich als Starter einen Esslöffel von der letzten Joghurt. Was ist daran unnatürlich oder ungesund?

Aufpassen musst du bei den Produkten aus den Supermärkten - die sind meistens mit Hilfe von Chemie auf schnellere Produktion getrimmt worden. Die kaufe ich aber auch nicht.

Sojamilch ist sehr yin und sollte auf keinen Fall einfach so aus dem Tetrapack getrunken werden, sondern man muss sie aufkochen, das yangisiert. Die Sojabohne als solche ist extrem yin, und man isst sie normalerweise nicht als Bohnensuppe oder so, deshalb haben die Asiaten gelernt sie auf andere Weise zu nutzen. Und diese Produkte würden ganz sicher nicht in der makrobiotischen Ernährung enthalten sein, wenn irgend etwas daran nicht stimmen würde.

Tofu musst du als Block ein paar Minuten in kochendem Wasser blanchieren, bevor du ihn roh weiterverarbeitest, z.B. für Sojanaise oder Dips. Dann ist er schon yangisiert.

Natürlich wird nicht empfohlen, diese Produkte täglich zu verwenden, wichtig ist wie schon vorher des öfteren erwähnt die Abwechslung. Aber nicht nur bei Sojaprodukten, sondern ebenso bei Gemüse, und sonstigen Beilagen.

Außerdem ist natürlich essentiell wichtig, dass du die Sojaprodukte entweder im Bioladen, im Reformhaus oder in der Bioecke des Supermarktes oder bei Schlecker kaufst. Alnatura hat inzwischen auch überall Filialen, und hier in Hamburg gibt es sogar einen Biomarkt in der Osterstraße, wo man relativ preiswert alles bekommt, was wir so brauchen.

Übrigens gibt es in der Presse sehr viel Netatives über Milch, ebenso wie es sehr viel Positives darüber gibt. Nur: Da Milch zur westlichen Tagesernährung gehört, würde niemand von den Normalverbrauchern auf die Idee kommen sie abzusetzen. Aber was der Bauer nicht kennt - muss er erstmal runtermachen.

Schau einfach mal nach positiven Einträgen bei Google. Die gibt es ganz bestimmt auch.

LG und ein schönes WE {#emotions_dlg.emo_tongue}

Marion


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offline Roland
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6 Geschrieben Samstag, Januar 16, 2010 @ 17:20:20  

Hi Jasmin, ich würde mich nicht verrückt machen. Lies einfach mal, wie unglaublich gefährlich es angeblich ist sich makrobiotisch zu ernähren. Und dann schau dir an, welche gesundheitlichen Verbesserungen bei dir bereits nach Tagen eingetreten ist. Wir alle hatten unsere Gesundheitsprobleme - außer Kerstin, schätze ich mal, die ist perfekt *ggg* - und Steve hat z.B. seine Neurodermitis in den Griff gekriegt, Marion hat uns erzählt dass sie vor langer, langer Zeit ein Paniksyndrom hatte, das macj 3 Monaten Makrobiotik völlig verschwunden war und auch nie wieder aufgetreten ist. So können wahrscheinlich viele Leute berichten, wie gut ihnen diese Ernährung tut - mit und ohne Tofu, Sojamilch und Sojajoghurt.

Ein ganz einfacher Tipp: Iss diese Produkte einfach nicht, wenn du Bedenken hast. Oder reduziere ihre Verwendung auf einmal wöchentlich oder so. Es gibt genügend andere Eiweißbeilagen. Die sind auch lecker. Und für Sojamilch kannst du Hafermilch, Reismilch etc. nehmen, die kann auch Milch ersetzen. Nur Joghurt kann man daraus wohl nicht machen, denke ich. Aber ich hab auch schon Hafersahne im Mimitetrapack gesehen, neulich im Reformhaus. Nimm doch sowas, und dann geht's dir gut. Für Tofu kannst du doch auch Lupino nehmen, das hatte ich neulich mal versehentlich gekauft. Grundstoff sind unsere heimischen Lupinen. Der Tufinoblock war nicht ganz so fest wie Tofu, und etwas gelblich. Aber geschmeckt haben die gebratenen Lupinoscheiben fpr mein Sandwich sehr gut.

In diesem Sinne: Sei kreativ!

LG Roland {#emotions_dlg.emo_tongue}


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Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende {#emotions_dlg.emo_blush}


offline makrojasmin
Sergeant


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7 Geschrieben Sonntag, Januar 17, 2010 @ 19:35:54  

Liebe Marion,

vielen Dank für deine Erklärungen! Diese Herstellung hört sich sehr natürlich an!

Lieber Roland, 

danke für deine Alternativen!

 

Ich denke, ich werde auf jeden Fall den Sojakonsum etwas einschränken. Vielleicht mal eine Sojasahne benutzen oder mal Tofuwürsten o.ä., aber halt nur mal! Dann brauch man sich auch keine Sorgen zu machen. Shoyu und Miso benutze ich aber jeden Tag Wer weiß, was da alles hintersteht Soja schlecht zu machen. Im Endeffekt braucht man ja nicht jeden Tag Sojaprodukte.

Ich danke euch auf jeden Fall für eure Antworten!


offline Agape
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8 Geschrieben Sonntag, Januar 17, 2010 @ 20:16:07  

Liebe Jasmin, es gibt halt inzwischen Sojaprodukte aus genmanipulierten Bohnen. Die kaufe ich nicht. Aber die in den Bioläden verkauften Produkte werden aus natürlich belassenen Sojabohnen gemacht. Also immer schön draufgucken und lieber mal ein paar Euro mehr ausgeben. Das sparst du schon allein an nicht gekaufter Milch und Milchprodukten ein.

LG Marion {#emotions_dlg.emo_tongue}


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