1 Geschrieben Dienstag, Januar 27, 2009 @ 13:14:14
Ich beginne mal mit Nori, das nicht nur ein perfektes Wundheilmittel ist, wie andernorts beschrieben, dazu ein wahrer Mineralienspeicher, sondern auch noch gut schmeckt - und nicht nur als Hülle für Sushi, sondern als lecker-knusprige Beilage, oder auch als Kondiment. Geröstet kann man es zerbröseln und über Getreide oder Misosuppe streuen.

Noriblatt, geröstet
Eine meiner Lieblingsbeilagen sind Norichips:

Norichips
Für die Norichips schneidet ihr 1 Blatt Nori in Viertel, legt die Viertel übereinander und viertelt sie nochmals, dann aus den Vierteln Dreiecke schneiden. Zieht jedes dieser Dreiecke von einer Seite durch den restlichen Tempurateig - nicht dick, die Oberfläche soll nur leicht bedeckt sein - und gebt die Dreiecke sofort in das heiße Frittieröl. Nicht zu viele auf einmal, damit sie nicht aneinander kleben. Herausnehmen, wenn Sie knusprig goldbraun sind. Aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Auf Haushaltspapier gut abtropfen lassen. Alle Noridreiecke auf diese Art verarbeiten und als knusprig-knackige Beilage servieren. Sie bleiben auch knackig, wenn sie erkaltet sind und ergeben dann eine leckere Knabberei am Abend oder auf Parties zu einem Gläschen Rotwein - natürlich genauso zu einem alkoholfreien Getränk - statt Kartoffelchips.
Serviert zu diesen Chips immer einen Dip aus 1/3 Shoyu, 2/3 Wasser, 1 TL Zitronensaft und 1TL Ingwersaft. Damit helft ihr der Leber das Fett besser zu verkraften.

Ingwer-Zitronendip zu Fettgebackenem
Und hier ist ein Nori-Kondiment, das ihr teelöffelweise zu Reis servieren könnt:
Zutaten:
4 Noriblätter
1/2 Tasse Wasser
1 - 2 TL Shoyu (oder nach Geschmack)
1 EL Reisessig
1 TL Senf
Senfblätter (oder andere Kräuter, z.B. Dill, Zitronenmelisse, Minze, oder Schnittlauch)
Statt Shoyu, Reisessig und Senf eignen sich auch andere Gewürze, z.B. Umeboshipaste.
Zubereitung:
Die Noriblätter zerkleinern und in dem Wasser einweichen. Gewürze hinzugeben und die Mischung kurz aufkochen. Das Kondiment köcheln lassen, bis alle Flüssigkeit verkocht und eine dickliche Paste entstanden ist. Die fein geschnittenen Kräuter unter das Kondiment mischen und in kleinen Mengen als Würzbeilage servieren.
Dieses Kondiment eignet sich gut zum Mitnehmen, z.B. auf Reisen.
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 mit Kresse bestreut servieren |
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Und noch ein Nori-Würzmittel:
Walnuss-Nori-Kondiment
Ihr braucht 1 Noriblatt, geröstet, und 10 Walnusshälften, geröstet. Ich habe versucht, sie in einem Suribashi miteinander zu vermahlen, aber das Nori wurde nicht so fein, wie ich es mir gedacht hatte. Deshalb habe ich schließlich beides gemeinsam in einem Mixer püriert. Das Gewürz schmeckt gut über Cremesuppen, Porridge, Nudeln, aber auch über blanchiertem Gemüse und Salaten.
fertiges Kondiment
Walnüsse und Nori im Suribashi
Und last but not least:
Italian Sushi - ein Experiment:
Polenta-Sushi bestrichen mit Olivenpaste und Thymian, gefüllt mit Tofurührei mit Champignons, roter Paprika und Frühlingszwiebeln
Ich streiche die warme Polenta auf das Noriblatt (geht nach dem Abkühlen nicht mehr), verteile eine Paste aus pürierten schwarzen oder grünen Oliven darauf, und belege die Mitte dann mit blanchierten roten Paprikastückchen, Thunfisch, Thymian und Frühlingszwiebeln. Oder mit einem Rest Tofurührei, Krabben oder Lachsresten und grünen Erbsen. Oder mit Miesmuscheln. Sieht toll aus: die leuchtend gelbe Polenta mit dem ebenso leuchtenden Grün und Rot bzw. Pink der anderen Zutaten zu dem Schwarz der Norihülle. Sie sehen aber nicht nur schön aus - sie schmecken auch.

Italian Sushi
Guten Appetit wünsche ich, und viel Spaß beim Experimentieren!
Liebe Grüße
Marion 
Italian Sushi
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"You don't get to choose how you're going to die. Or when. You can only decide how you're going to live. Now." Joan Baez, Singer, Songwriter and Activist