4 Geschrieben Mittwoch, Oktober 13, 2010 @ 05:46:08
Hallo Jako,
bei den Algen, die zum Verzehr angeboten werden, wirst du immer Warnhinweise finden. Algen enthalten Jod, und man sollte nicht zuviel davon zu sich nehmen. In Deutschland geht man sogar noch weiter. Algen dürfen hier nur mit dem Hinweis "Badezusatz" verkauft werden - aus Vorsicht. In Irland und Frankreich dagegen, wo Algen traditionell zur Ernährung gehören, kann man sie auf den Märkten sogar frisch kaufen. Dort werden sie als Lebensmittel verkauft.
Ich persönlich nehme täglich etwas Wakame zu mir, die ich in der Misosuppe mitkoche. Gerichte aus Hülsenfrüchten koche ich mit einem Stück Kombu. Einige Male pro Woche esse ich Aramé, Hiziki oder eine der anderen Algen als kleine Beilage, wobei sich die Portion auf ca. 1 EL (fertig gekocht) beschränkt. Vorsicht ist bei Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion geboten. Zuviel Jod würde in diesem Fall zu Problemen führen. Allerdings findet man in unseren Breiten eher das Gegenteil vor.
Warum hat dein Berater ausgerechnet Hiziki vorgeschlagen? Der Geschmack ist ziemlich intensiv und ungewohnt, und zum Einstieg - vor allem, wenn man noch nicht gelernt hat diese Sorte schmackhaft zuzubereiten, kann das dazu führen, dass es beim einmaligen Versuch bleibt. Ich würde eher mit Wakame in der Misosuppe, Kombu in Hülsenfrüchten und Aramé als Beilage beginnen, Nori geröstet und zerbröselt oder in Dreiecke geschnitten oder als Wrap für Sushi sind eine Einstiegsalternative - und erst dann würde ich die intensiveren Sorten wie Hiziki und Mekabu ausprobieren. Dann hat man sich an den Algengeschmack und den Geruch bei der Zubereitung gewöhnt. Richtig zubereitet schmecken Hiziki sehr lecker.
LG Marion
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"You don't get to choose how you're going to die. Or when. You can only decide how you're going to live. Now." Joan Baez, Singer, Songwriter and Activist