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Ab vor Gericht 18.6.2012
Wir waren gestern bei einem Anwalt und der meinte, dass es als Hauseigentümer nur sehr schwer sei, einen Mieter aus der Wohnung zu bekommen. Allerdings wäre das ja in unserem Fall etwas anderes, da der Mietvertrag mit dem Besitzerwechsel des Hauses ungültig geworden wäre. Ich war sehr erleichtert als ich das gehört haben, allerdings ändert das ja nichts an der Situation, dass die Mieter einfach nicht ausziehen. Also wird uns wohl oder übel nichts anders übrig bleiben als gegen sie zu klagen. Zum Glück haben wir eine Rechtsschutzversicherung. Ich war damals ja gegen eine solche Versicherung, aber jetzt lohnt es sich wirklich diese damals abgeschlossen zu haben.
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Und der Stress nimmt kein Ende…11.6.2012
Hört das eigentlich nie auf! Jetzt haben wir endlich eine neue Wohnung, mit der wir beide gut leben können, Julias Eltern sind halbwegs zufriedengestellt und ich freue mich darauf bald endlich wieder meine Ruhe zu haben – aber soweit ist es leider noch lange nicht. So wie es aussieht, wird sich unser Umzug noch ein wenig hinziehen, da die Vormieter sich einfach weigern das Haus zu verlassen. Das ist ja mal wieder typisch. Man hat uns beim Kauf des Hauses zwar gesagt, dass es noch vermietet ist, aber nicht das die jetzigen Mieter einen Jahresvertrag haben, der noch 8 Monate läuft! Das kann ja wohl nicht wahr sein. Wir haben uns wirklich tief verschuldet um dieses Haus kaufen zu könne, da können wir es uns jetzt auf keinen Fall leisten noch weitere 8 Monate Miete zu zahlen!
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Man sollte es nicht glauben! 18.5.2012
Julia hat ihrer Mutter mittlerweile von unserer neuen Wohnung erzählt und wir haben von ihr ein Geschenk bekommen. Ich war ja wirklich überrascht. Sie hat uns ein Besteckset geschenkt, weil sie weiß, dass uns das noch fehlt. Darüber habe ich mich wirklich gewundert. Aber vielleicht ist ihr jetzt auch klar geworden, dass es wirklich ernst ist zwischen uns und dass sie das entweder akzeptieren kann, oder auf lange Sicht den Kürzeren ziehen muss. Und sie hat sich wohl für das Ersteres entschieden. Vor allem freue ich mich für Julia. Das letzte Jahr war nicht gerade leicht für sie. Mütter sind halt doch irgendwie eine Sache für sich. Ich bin froh, dass das mit meiner Mutter meist alles so problemlos verläuft. Sie hat sich eigentlich von Anfang an mit Julia verstanden und mein Vater hat sie auch gleich mit offenen Armen aufgenommen. Da bin ich auch wirklich dankbar.
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Jetzt müssen wir nur noch das Finanzielle regeln!11.5.2012
Eigentlich haben wir uns für die Wohnung entschieden, nun müssen wir nur noch die finanziellen Angelegenheiten abwickeln. Ich freu mich wirklich schon auf die Wohnung und den Umzug. Und ich bin so erleichtert, dass wir da nun alleine einziehen und nicht mit Julias Eltern. Ich bin mir ganz sicher, dass das nun die richtige Entscheidung ist. Jetzt fühlt es sich einfach gut und richtig an und ich kann auch gut schlafen mit dieser Entscheidung. Ich hoffe nur, dass Bärbel uns auch mal in der neuen Wohnung besuchen kommt. Julia hat sich noch nicht getraut, ihr von unserer neuen Wohnung zu erzählen, aber ich schätze, irgendwann wird sie das tun müssen. Ihre Mutter wird ja auch merken, dass wir ausziehen, außerdem wollten wir Jörg um Hilfe bitten. Er hat einen Führerschein für einen LKW und könnte dann das Umzugsauto fahren. Aber es wird schon alles gut werden.
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Sie kam und es war okay! 17.4.2012
Bärbel kam zu meinem Geburtstag und es war okay. Die Stimmung war jetzt nicht berauschend, aber es war in Ordnung. Ich habe das Gefühl, dass nun ein Anfang gemacht ist. Man darf da auch nicht zu viel erwarten. Was ich aber bemerkt habe ist, dass das Thema Wohnung bzw. Haus ein absolutes Tabu ist. Und ich bin da auch froh darüber. Ich möchte da wirklich nicht mehr darüber sprechen. Wir würden uns ohnehin nur wieder streiten weil wir da einfach keine gemeinsame Basis finden. Seit meinem Geburtstag war Bärbel noch ein weiteres Mal bei uns. Herzlich ist es nicht zwischen uns, aber das war es eigentlich nie. Bärbel ist eine ziemlich distanzierte Person. Erstaunlich,  dass Julia so ganz anders ist. Aber sie hat viel von ihrem Vater, finde ich. Jörg ist wirklich in Ordnung. Er lässt sich nur von Bärbel zu viel sagen.
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Ich glaube, wir haben sie! 17.4.2012
Ich glaube, wir haben uns in eine Wohnung verliebt. Es ist keine der Wohnungen, die wir vor drei Wochen angeschaut hatten, sondern eine Wohnung, die wird eigentlich über Sven bekommen haben. Er hat durch Zufall diese Wohnung gesehen, da hing ein Schild am Fenster und dann hat er uns Bescheid gesagt. Uns hat die Wohnung sofort gut gefallen. Die Wohnung hat genau das, was wir an den anderen Wohnungen vermisst haben: Einen Wohlfühlfaktor. Man kommt rein und fühlt sich direkt Zuhause. Jedenfalls ist das bei uns so. Das ist wahrscheinlich auch für jeden dann eine andere Wohnung. Die Wohnung hat sogar vier Zimmer, was ziemlich perfekt ist für uns und unsere Zukunftsplanung. Außerdem hat die Wohnung einen schönen großen Balkon und sogar eine Eckbadewanne. Julia war ganz aus dem Häuschen. Einziges Manko ist die fehlende Küche. Wir müssten noch eine Küche kaufen für die Wohnung.
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Mein Geburtstag wäre ja vielleicht eine Möglichkeit! 10.4.2012
Ich habe nächste Woche Geburtstag und das wäre ja vielleicht eine gute Möglichkeit für eine Versöhnung. Ich habe mir überlegt, Geburtstagskarten zu schreiben. Ich würde dann eine Karte an Julias Eltern schicken und explizit beide zu meiner Feier einladen. Eigentlich wollte ich ja gerne eine Party mit Kumpels machen, aber ich glaube auch, dass man die Gelegenheit nun nutzen sollte. Es kann ja nicht ewig so weitergehen. Wir werden uns irgendwie verstehen müssen. Man stelle sich vor, wir haben wirklich mal Kinder, die wollen ihre Großmutter ja dann auch sehen und das will ich Bärbel ja auch gar nicht verwehren. Ich muss nun noch darüber nachdenken, was ich auf die Karte schreibe. Ich bin wirklich gespannt, ob sie kommt. Wenn sie es nicht tut, dann war das sicher jetzt vorerst die letzte Chance für eine baldige Versöhnung. Ich hoffe, sie tut das Richtige.
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Wohnungstermine! 10.4.2012
Wir haben diese Sache in den letzten Wochen etwas schleifenlassen aber Julia hat nun einige Termine vereinbart. Wir werden in den nächsten zwei Wochen fünf Wohnungen anschauen. Alle entsprechen so im Großen und Ganzen unseren Vorstellungen. Wir wollen mindestens drei Zimmer haben, ideal wären vier Zimmer. Außerdem wollen wir einen Balkon oder eine Terrasse haben. Wir rauchen beide ab und zu und wollen dann vor allem jetzt im Sommer abends schön draußen sitzen können, einen Wein trinken und eine rauchen. Ansonsten wäre es schön, wenn man nicht allzu viel neu machen müsste in der Wohnung. Ich mache so etwas zwar ganz gerne, aber das kostet ja auch immer Geld. Vielleicht kann ich noch einen Kredit aufnehmen, wenn das Geld nicht reichen sollte. Aber schauen wir jetzt erst mal. Ich habe schon einen Favoriten. Eine Altbauwohnung mit Hinterhof zum Grillen. Das hörte sich für mich ziemlich ideal an.
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Der Klügere gibt nach? 13.3.2012
Ich bin mir da nicht so sicher. Aber Julia behauptet das. Ich denke, sie will einfach nur, dass ich der Klügere in ihren Augen bin. Sie sagt, dass Bärbel darunter leidet, dass unser Verhältnis so schlecht ist. Und dass sie vor allem darunter leidet, dass Jörg uns besuchen kommt und wir dann Spaß haben und sie nicht dabei ist. Ich frage mich, warum sie dann nicht einfach vorbei kommt. Ich hätte zwar gerne, dass sie sich dafür entschuldigt, dass sie so schlecht über mich gesprochen hat und dass sie mich von einer Familienfeier ausgeschlossen hat, aber ich erwarte es nicht. Wenn sie zu stolz ist dafür, dann ist es eben so. Man wird sie in dem Alter nicht mehr ändern können. Und ich muss ja nun nicht mit ihr zusammenwohnen und dann wäre das schon okay. Julia würde sich wünschen, dass ich sie einlade, aber soweit bin ich noch nicht.
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Die Wohnung wars noch nicht! 9.3.2012

Die Wohnung wars irgendwie nicht. Ich finde, man muss reinkommen und dann spüren, dass das die richtige Wohnung ist. So war es bei der Wohnung jedoch nicht. Es war okay, aber es war nicht perfekt. Wir haben uns einfach nicht wohlgefühlt. Ich kann noch nicht einmal genau erklären woran das lag. Die Wohnung hat einfach nicht zu uns gepasst. Wir werden nun weiterschauen. Es eilt ja auch nicht. Es gibt ja jetzt niemanden mehr, der uns drängt. Wir können uns Zeit lassen und dann irgendwann zuschlagen. Mit Julias Mutter hat sich nichts Neues ergeben. Ihr Vater kommt ab und zu mal zum Kaffee vorbei. Ich weiß nicht, ob er das seiner Frau auch erzählt. Sie würde dann sicher wieder ausrasten. Das ist wirklich schlimm, wenn ein Vater seine Tochter heimlich besuchen muss. Bei meinen Eltern würde so etwas nie vorkommen, da bin ich mir sicher.
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Wir schauen uns heute eine Wohnung an! 13.2.2012
Wir haben weiterhin die Augen offen gehalten und haben nun etwas entdeckt, was uns beiden zusagt. Julia hat mittlerweile eingesehen, dass es etwas kleiner sein muss und hat sich damit arrangiert. Dafür kann sie dann alles so einrichten, wie sie es möchte und kann sich dort frei bewegen. So wie sie ihre Mutter jetzt erlebt, weiß sie wahrscheinlich im Grunde, dass das niemals gutgegangen wäre. Sie würde das aber wahrscheinlich niemals zugeben. Aber das muss sie auch nicht. Ich nehme ihr das nicht übel. Die Wohnung, die wir uns heute anschauen, ist eine Dachgeschosswohnung mit einem schönen Balkon. Sie hat drei Zimmer und es gibt in dem Haus einen Aufzug und unten ist direkt ein Supermarkt drin. Ich finde das eigentlich ideal und theoretisch wäre da auch für ein Kind noch Platz. Aber nun müssen wir uns die Wohnung erst einmal anschauen.
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Ich habe Jörg zum Zahnarzt gefahren! 9.2.2012
Jörg musste gestern zum Zahnarzt und hat dort eine kleine Operation bekommen und ich habe ihn hingefahren und dann wieder nach Hause gebracht. Julia hat mich gefragt, ob ich das machen würde, weil ihr Vater dann nicht fahren durfte nach dem Zahnarzt. Ich hab das natürlich gemacht. Nach dem Treffen bei der Bank weiß ich ja auch, dass er mich nicht hasst. Es war eigentlich ein ganz schönes Zusammentreffen gestern. Er hat sich bedankt bei mir dafür, dass ich ihn gefahren habe. Er meinte, dass Bärbel ziemlich verbittert wäre zurzeit und dass er auch hofft, dass das mit der Zeit besser werden wird. Ich habe ihn dann auch auf dem Rückweg auf der Straße raus gelassen weil es einfach keine gute Idee wäre, Bärbel unter die Augen zu treten. Sie hatte wohl auch mit Jörg gestritten, weil er sich von mir hat fahren lassen.
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Ich habe Jörg bei der Bank getroffen! 16.1.2012
Ich hatte mich schon gewundert, warum ich Bärbel nie durch Zufall mal getroffen habe. Früher ist das wirklich öfter mal passiert. Aber ich habe sie nie gesehen und ich bin auch wirklich froh darüber. Ich wüsste überhaupt nicht, wie ich mich dann verhalten würde. Ich denke, sie würde einfach an mir vorbeigehen. Ich glaube noch nicht einmal, dass sie mich beschimpfen würde oder dergleichen. Ich glaube, sie würde mich einfach ignorieren und so tun, als würde sie mich nicht kennen. Zum Glück habe ich sie nicht getroffen. Dafür habe ich heute Jörg bei der Bank getroffen. Ich hab mir gerade einen Kontoauszug geholt, als er kam. Ich war zuerst irgendwie erstarrt. Ich wusste überhaupt nicht, was ich tun sollte. Er kam dann zum Glück auf mich zu und hat mich begrüßt. Er hat auch gesagt, dass er bedauert, wie das alles gelaufen ist.
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Julia verlangt Unmögliches von mir! 9.1.2012
Julia hat vorgestern tatsächlich erwartet, dass ich mit einem Blumenstrauß zu ihrer Mutter gehe und mich entschuldige. Und das alles, obwohl ich nicht eingeladen bin. Das habe ich aber nicht gemacht. Ich hab das überhaupt nicht eingesehen. Und ich weiß auch nicht genau, für was ich mich nun genau entschuldigen sollte. Ich sehe nur eine Sache ein und das ist, dass ich hätte von Anfang an sagen sollen, welche Bedenken ich habe. Aber sonst habe ich ihren Eltern doch kein Leid angetan. Ich habe immer wieder versucht, Kompromisse zu finden, aber das war ja nicht möglich. Bärbel ist keinen Zentimeter von ihren Vorstellungen abgerückt. Und dann werde ich jetzt sicher nicht wie ein Hund vor ihrer Tür stehen und winseln. Und das auch nicht Julia zuliebe, obwohl es mir wirklich leid tut für sie. Das ist schon echt eine richtig blöde Situation für Julia.
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Ihre Mutter hat mich tatsächlich nicht eingeladen! 22.12.2011
Übermorgen hat Julias Mutter Geburtstag und veranstaltet wieder ihr alljährliches Kaffeekränzchen und ich bin dieses Mal nicht eingeladen. Ich finde das wirklich total albern und auch richtig gemein. Aber auf wen war Julia dann wieder sauer? Auf mich natürlich. Sie hat mir wieder vorgeworfen, dass ich diesen Konflikt zu verantworten hätte. Klar war ich derjenige, der dann gesagt hat, dass wir nicht zusammenziehen, aber den Konflikt haben ihre Eltern und vor allem ihre Mutter schon viel früher verursacht. Ich hab echt keine Lust, mir das jetzt weiter in die Schuhe schieben zu lassen. Bärbel ist einfach sowas von stur und sie schadet damit am meisten ihrer Tochter und nicht mir. Mir natürlich indirekt auch, weil ich mich dann immer mit Julia streiten muss, aber Julia leidet ja wirklich richtiggehend darunter. Ich wünschte, ich könnte was machen, aber ich weiß nicht was. Vielleicht muss Gras darüber wachsen.
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Julia will dennoch umziehen! 16.12.2011
Wir haben schon wieder nach neuen Wohnungen geschaut mittlerweile. Julia hätte nun trotzdem gerne was Eigenes. Aber ich fürchte, sie wird ihre Ansprüche da ein wenig anpassen müssen. Wenn wir jetzt Wohnungen im Internet sehen, dann kritisiert sie immer, dass diese zu klein sind, dass kein Garten dabei ist etc. Ich fühle mich da immer direkt angegriffen weil ich denke, sie hält mir das wieder vor. Natürlich hätten wir mehr Platz gehabt, wenn wir mit ihren Eltern zusammengezogen wären, dafür hätten wir aber viel weniger Freiheiten gehabt. Ich weiß nicht, warum sie das nicht versteht. Und ich könnte wetten, dass wir dann wieder große Beziehungsprobleme bekommen hätten. Ich wünschte, Julia könnte mir das jetzt langsam mal verzeihen. Ich habe auch keine Lust das jetzt monatelang so zu erdulden. Nächsten Monat hat Julias Mutter Geburtstag. Das wird dann natürlich auch wieder ein Diskussionsthema werden.
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Julia hält mir das noch immer vor! 14.12.2011
Julia sagt zwar, dass sie mich versteht, aber so unterschwellig kommen immer Vorwürfe zum Vorschein. Sie meint, dass es jetzt nichts wird mit unserer Kinderplanung und dass die Kinder dann auch gleich merken, dass ihr Vater und ihre Großeltern nichts miteinander zu tun haben. Ich verstehe Julia manchmal nicht. Sie spricht immer über die Kinder, die noch gar nicht da sind. Wer weiß, ob wir in den nächsten Jahren überhaupt Kinder haben werden. Ich hätte zwar auch gerne Kinder, aber für mich muss das wirklich nicht sofort sein. Und jetzt schon alles nach Kindern auszurichten, die noch nicht da sind, finde ich auch ziemlich albern. Ich weiß auch nicht, wie es nun weitergehen soll. Ich habe auch das Thema Haus nicht mehr angesprochen. Von mir aus können wir jetzt auch in unserer Wohnung bleiben noch ein paar Jahre. Ich fühle mich wirklich wohl dort.
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Das hatte ich befürchtet! 7.12.2011
Ich hatte befürchtet, dass das so laufen wird. Julias Eltern waren richtig wütend und reden seither nur schlecht über mich und das macht mich wiederum wütend. Warum mischen sie sich so in Julias Beziehung ein? Okay, vielleicht hätte ich von Anfang an sagen sollen, dass ich das nicht will. Aber ich wusste da eben auch noch nicht, wie schwierig das ist. Sie behaupten jetzt, dass es mir nie um sie ging und dass ich immer nur auf das Geld aus gewesen wäre. Ich meine, so ganz unrecht haben sie ja nicht. Wir hätten uns zusammengetan weil wir nicht das Geld hatten, um uns alleine ein Haus zu kaufen. Aber das heißt ja nicht, dass mir ihre Eltern nichts bedeutet haben. Aber wenn es einfach nur ums Zusammenziehen geht, dann hätte ich natürlich meine eigenen Eltern bevorzugt. Ist ja nun eigentlich auch egal. Ich bin nun der Sündenbock.
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Morgen will Julia mit ihren Eltern reden! 26.11.2011
Morgen will Julia nun das Gespräch mit ihren Eltern suchen. Ich möchte da lieber nicht dabei sein. Ich denke auch, dass mich ihre Eltern nun hassen werden. Sie werden mir die Schuld in die Schuhe schieben und sie werden in mir den Sündenbock sehen. Sie hatten auch gehofft, dass wir uns dann um sie kümmern können, wenn sie alt sind und dass das dann praktisch wäre, wenn man in einem Haus wohnt. Ich habe aber auch eigene Eltern und natürlich werden wir uns um alle vier kümmern, wenn sie unsere Hilfe brauchen, aber dafür muss man ja nicht unbedingt in einem Haus wohnen. Ich glaube, dieses Jahr wird das Weihnachtsfest anders ausfallen als sonst. Ich denke, ich kann Julias Eltern so schnell nicht mehr unter die Augen treten. Ich hoffe, sie lässt sich jetzt nicht zu sehr von ihren Eltern beeinflussen.
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Julia zögert das noch immer raus! 21.11.2011
Julia hat ihren Eltern noch nichts gesagt. Ich habe mich aber entschieden. Ich will auch nicht versuchen, da jetzt irgendwelche Kompromisse zu finden, weil ich das schon die ganze Zeit versucht habe und es hat nie geklappt. Ich will das nicht und wenn Julia mit ihren Eltern zusammenwohnen möchte, dann kann sie das machen. Ich werde sie davon nicht abhalten und ich werde mich dann auch nicht von ihr trennen. Das mit dem Kinderwunsch müsste dann eben warten. Ich finde sowieso, dass wir noch reichlich jung sind. Aber für Julia kann dieses ganze Familiending ja nicht schnell genug gehen. Ich finde, sie muss ihren Eltern das jetzt langsam mal sagen. Sie findet immer irgendwelche Ausreden, warum wir uns gerade keine Häuser mehr anschauen können. Ich verstehe, dass es ihr schwer fällt, aber sie wird das tun müssen, ich kann das nicht übernehmen.
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