| Mormonen |
Die Schleusen des HimmelsAls ich 19 war und gerade in Säo Paulo in Brasilien mit der Collegeausbildung begonnen hatte. lernte ich zwei Missionare der Kirche kennen. Nachdem ich die Kirche vier Wochen untersucht hatte, erlangte ich ein starkes Zeugnis und beschloß, mich taufen zu lassen. Als ich vom Gesetz des Zehnten erfuhr, erlangte ich auch von diesem Grundsatz sogleich ein Zeugnis, doch stellte er für mich ein großes Problem dar. Seit ich 15 war, hatte ich voll arbeiten müssen, um zum Unterhalt meiner Familie beizutragen. während ich meine Ausbildung an der Abendschule fortgesetzt hatte. Die Hälfte meines monatlichen Einkommens ging an meine Familie, die andere Hälfte behielt ich für Kleidung, Schule und Fahrtkosten. Da ich nur ein geringes Gehalt hatte, mußte ich jeden Pfennig umdrehen, und am Monatsende hatte ich gewöhnlich kein Geld mehr.Ich war der einzige in meiner Familie, der sich der Kirche anschloß, und meine Familie wollte nicht mit mir Opfer bringen, um meinen Zehnten zu zahlen. Wenn ich daher den Zehnten zahlen wollte, mußte ich die zehn Prozent ausschließlich von meiner Hälfte aufbringen. Ich brauchte aber alles Geld für meine Ausgaben, besonders nun, da ich mit dem College anfing. Ich betete wegen dieses Problems inbrünstig und las immer wieder die Schriftstelle Maleachi 3:10: „Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, damit in meinem Haus Nahrung vorhanden ist. Ja, stellt mich auf die Probe damit, spricht der Herr der Heere. und wartet, ob ich euch dann nicht die Schleusen des Himmels öffne und Segen im Übermaß auf euch herabschütte.” Diese Schrifstelle spendete mir Trost, und ich beschloß, vom ersten Tag meiner Mitgliedschaft an den Zehnten zu zahlen. Kukrz nachdem ich ihn zum erstenmal gezahlt hatte, kam mein Chef zu mir und sagte, da ich mit dem College angefangen hätte, brauchte ich mehr Zet zum Lernen und mehr Geld. Er sagte, er wolle mich eineinhalb Stunden vor den anderen Angestellten vorn Büro fortgehen lassen und er wolle mein Gehalt um fünfzig Prozent erhöhen, und zwar von diesem Monat an! Ich traute meinen Ohren nicht, denn ich hatte keine Bitte geäußert. Aber es war so. Nachdem er weggegangen war, erinnerte ich mich wieder an die Schriftstelle in Maleachi. Ich wußte, daß der Herr seinen Teil unserer Vereinbarung erfüllte. Seither habe ich immer genug für meinen Bedarf, und ich weiß, warum: weil der Herr mich gesegnet hat, wie er es durch den Propheten Maleachi verheißen hat. Neil A. Rogers, Februar 1982 5:45 PM - 28.3.2008
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