Melly 

Melly`s Gewitterangst

7:13 PM, 3.9.2008  ..  0 Kommentare  ..  Link
Hallo,

also ich habe mit meiner alten hundedame melly das Problem der Gewitterphobie.
Melly ist in dem zustand die panik in person! so was habe ich sage und schreibe noch nie erlebt und auch noch nie so erzählt bekommen.
ich habe das problem der gewitterangst in einem anderen fachforum diskutiert und bekam dort einfach nur noch (nach allen möglichen anderen tipps, die ich alle schon ausprobiert hatte) die empfehlung auf medikamente umzusteigen.
genau das habe ich auch gemacht!
die melly ist ca. 10 jahre alt und lebt seit gerade mal 7 monaten bei uns. also weiß ich von ihr gar nichts. sie stammt aus der slowakei, wo sie als zuchthündin missbraucht wurde und aufgrund ihrer vielen narben gehe ich davon aus, dass sie nichts gutes erlebt hatte.

melly fängt schon gut 1 stunde VOR dem gewitter an wie irre durch die gegend zu laufen, läuft gegen türen und möbel (ist also nicht wirklich anwesend) und fängt an zu jaulen, welches sich dann bis zu SCHREIEN steigert (sie schreit als würde man ein ferkel abstechen)...ist nicht ansprechbar und auch nicht in irgendeine ruheposition zu bringen. nach dem gewitter benötigt sie mindestens (!) 2 stunden um wieder ruhig liegen bleiben zu können.

sie will nach draussen, das darf sie auch...kommt dann bald wieder rein.
ich bin für sie da und liege auf der couch und warte bis sie mal eben so zwischendrin bei mir vorbeischaut, dann kraule ich sie und versuche sie etwas bei mir zu behalten, damit sie kurze ruhe spüren kann.....dann legt sie sich oft ganz auf mich (so richtig der länge nach) und kratzt dann mit den pfoten wie irre auf meinem rücken (fragt mich nicht wie ich im moment aussehe!!)....ODER sie kommt zu mir aufs bett (oder couch) und fährt mit ihrer schnauze unter mein kinn (ich liege meist auf der seite) und schiebt mich mit ALLER gewalt so vom bett...und kratzt zugelich das ganze bett auf. das letztere habe ich gestern mit ihr erlebt und weiß es ehrlich gesagt nicht ganz zu deuten....denn mit so einer gewalt...das verstehe ich nicht.....

es ist einfach nur wahnsinn!! und das alles über viele stunden aushalten....ist für mich und für sie ein problem!
ich habe mich in der tat für medikamente entschieden, da es ja auch bekannte fälle von epilepsie nach sehr starken angstanfällen gibt...(und meiner meinung nach ist melly so eine kandidatin dafür).

sie bekommt seit letzten donnerstag ein futterergänzungsmittel, das sie in stress-situationen etwas relaxter sein läßt (bis jetzt habe ich gar nichts davon gespürt), weiters habe ich ein sehr sehr starkes beruhigungsmittel für sie bekommen, das ich ihr dann bei gewitter verabreiche (wobei sie schläft...aber bei jedem donnern im schlaf zittert)...aber gestern war es auch zu wenig. gestern hatten wir von 13.30 bis 21.00 uhr die hölle.....

ich bin auch der meinung, dass ich so einen hund nicht alleine lasse und schon gar nicht in seiner angst ignorieren DARF!!
er ist doch auf mich angewiesen und ich soll ja sonst auch der nabel der welt für den hund sein, also dann muss ich es auch in diesen situationen für ihn sein.

ich bin einfach für melly da....sie kommt ab und an mal vorbei und kratzt mich wund und dann kann sie nicht mehr still halten und muss sich wieder bewegen!

ich habe bei ihr ausprobiert: konditionierte entspannung, bachblütenmmischung für sie zusammengestellt, notfalltropfen, halstuch mit DAP, laute musik, alle fenster zu, keine zugluft, in der anfangsphase mit ihr joggen um die spannung abzubauen, t-shirt anziehen, box im wohnzimmer mit kong,bei jedem donnerschlag leberwurst verabreicht.....

mehr weiß ich nicht....mehr kann und konnte ich nicht tun.
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