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Das kaputte Radio12.4.2011
Meine Mitbewohnerin und ich hatte jetzt unseren ersten richtigen Streit. Leider ging es dabei um das Radio, das in unserem Wohnzimmer steht, bzw.: stand. Das Radio ist nämlich kaputt, es findet keine Sender mehr. Für mich ist das eigentlich kein Weltuntergang, alles geht mal kaputt. Ich finde, wir sollten einfach zusammen schmeißen und uns ein neues Radio kaufen. Meine Mitbewohnerin sieht das aber anders, sie denkt nämlich, ich habe das Radio kaputt gemacht, weil ich neue Sender gesucht habe. Deshalb ist sie der Meinung, ich müsste das Radio allein bezahlen. Ich sehe das nicht so richtig ein, denn das Radio war sowieso alt und wir haben schon oft darüber gesprochen, uns ein schönes neues Radio anzuschaffen! Bevor der Streit zu laut wurde, habe ich mich in mein Zimmer verkrümelt, auf Streit hatte ich gar keine Lust. Am Ende kann ich das Radio ja auch besorgen, dann gehört es wenigstens mir und ich kann mir die Sender suchen, die ich haben will. Das ist wohl der leichteste Weg und in jedem Fall besser, als sich deswegen zu streiten. Oder ich stelle einfach mein Radio ins Wohnzimmer, in meinem Zimmer nutze ich es eh kaum, weil ich es gerne still mag. Ich bin total erstaunt, dass es für sie so ein wichtiges Thema ist, es geht ja nur um ein Radio. Na, wer weiß schon, was ihr über die Leber gelaufen ist....
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Gemeinsamer Urlaub?8.4.2011


Gestern fragte mich meine Mitbewohnerin, ob wir nicht gemeinsam in den Urlaub fahren wollen. Bis jetzt haben wir das noch nicht gemacht, weil wir entweder mit dem Mann des Moments im Urlaub waren oder kein Geld dafür übrig war oder es einfach nicht gepasst hat. Dieses Jahr sind wir beide Single, haben beide ein wenig Geld auf die Seite gelegt und könnten uns auch Urlaub nehmen. Nun ist aber die Frage für mich, ob ich wirklich mit ihr in den Urlaub fahren will. Ich zweifel nicht daran, dass wir uns super verstehen würden, aber irgendwie will man ja mal raus, und mit ihr in den Urlaub zu fahren wäre irgendwie schon fast wie Balkonien...Aber mal sehen, vielleicht finden wir ja ein Ziel, das uns beide richtig anspricht und wo wir was erleben, dann könnte ich mir schon vorstellen, mit ihr zu fahren!
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Running Dinner4.4.2011
Wir haben uns zum Running Dinner angemeldet. Für die, die das Prinzip nicht kennen: Man wird in Zweierteams aufgeteilt. Jedem Team wird ein Menügang zugeordnet, dass er in seiner Wohnung zubereiten muss. Zu diesem Gang kommen zwei weitere Teams, man ist also zu sechst. Anschließend teilt man sich auf, jedes Team muss zu einer anderen Adresse, wo man den nächsten Gang bekommt. Bei jedem Gang trifft man zwei neue Teams, so dass man jede Menge neue Leute kennenlernt. Oft sind auch sehr schräge Typen dabei, das könnt Ihr mir glauben! Wir finden das jedenfalls total spannend und machen da richtig gerne mit. Wir suchen zwar nicht nach einem Partner, wären aber nicht abgeneigt, wenn sich etwas ergeben würde. Heute abend wollen wir unseren Gang probekochen, wir haben diesmal die Vorspeise und wollen Pfifferling-Risotto mit Trüffelöl machen. Danach werden wir sicherlich noch einen Film ansehen oder vielleicht in eine Bar gehen und uns noch einen Cocktail gönnen.
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Wohnen oder so31.3.2011

Ich wohne in einer WG. Freiwillig. Und dabei bin ich nicht mal mehr Student. Ich lebe einfach nicht gerne allein. Ich habe das mal probiert vor ein paar Jahren, habe mich aber sehr schnell total einsam gefühlt. Ich brauche einfach jemanden, mit dem ich meinen Tag bequatschen kann. Und so habe ich eine Anzeige in der Lokalzeitung geschaltet, auf die sich meine Mitbewohnerin gemeldet hat. Sie ist zehn Jahre älter als ich und mag es auch nicht, alleine zu leben. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und haben uns dann zusammen eine Wohnung gesucht. Wir haben jeder ein eigenes, relativ großes Schlafzimmer, ein gemeinsames Wohnzimmer und natürlich eine Küche. Seit drei Jahren leben wir schon zusammen und es klappt wirklich super. Abends treffen wir uns in der Küche, oft kochen wir zusammen, und dann bequatschen wir den Tag. Wenn wir Ruhe haben wollen, dann können wir uns auch zurückziehen. Für mich ist diese Lebenssituation fast optimal, denn wir sind einander nicht verpflichtet, sind aber trotzdem nie allein.
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