Soziale Netzwerke sind aus soziologischer Betrachtungsweise gegebene Interaktionsgeflechte, z. B. Bekanntschaftsnetzwerke. Das soziale Netzwerk eines Akteurs ist gemäß der Definition eine soziale Interaktion von Einzelnen oder Gruppen. Ungeachtet der Ziellosigkeit der Netze können sie von ihrem Umfang und ihrer Dichte eine soziale Funktion haben, wie bei der Bildung und gesamtgesellschaftlichen Umverteilung „sozialen Kapitals“. Das Sozialkapital im sozialen Netzwerk ist das Resultat der Beziehungen zwischen den einzelnen beteiligten Akteuren und Gruppen. Die Verbindung individueller Interessen und Ziele mit einer Bündelung der individuellen Ressourcen werden in funktionaler Kooperation genutzt. Gemeinsame Normen und Vertrauen werden als Grundlage eines effektiven Zusammenarbeitens betrachtet. Die Ressourcen sind die jeweilige Arbeitskraft und der Leistungsumfang. Ob diese Leistung einem finanziellen Entgelt unterliegt, ist zunächst nicht von Bedeutung. Das Sozialkapital versucht man im sozialen Netzwerk mit Arbeitsgruppen zu bündeln, um sich z.B. mit Querschnittsaufgaben zu befassen. Einzelne Akteure können dabei weniger ausrichten als die Gruppe mit ihren ganzheitlichen individuellen Beziehungen und Stärken. Diese Beziehungen werden erst nach Bedarf aktiviert und genutzt. Das eingebrachte Sozialkapital wird mit der Verteilung von Verantwortung gefördert, in dem man Entscheidungen und Entwicklungen forciert. Man betrachtet die Vernetzung als unkonventionell und unförmlich, spontan, kreativ und zielgerichtet. |