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Karate -Kid-by Juliane„Ich tu grad telefonieren.“ Aha. Jetzt weiß ich ihn wieder. Den Grund, weshalb ich nichts fühle. Nicht dass eine unglaublich, adonisnahe, wunderschöne Hülle keine gute Basis wären, sich zu verlieben, aber ein, zwei „No Go`s“ sind es dann doch, die frau schnell davon abhalten können, mehr als ihre Libido zu spüren. Da hätten wir „No Go - Nummer drei“: Formulierungen und Sms`s mit den Inhalten *lach*, *grins* und die fast sogar meine unbändigende Lust diagonal von KleinAdonimuscleman übers Bett geschoben werden zu wollen killende Buchstabenkombination *hdl*. Drei kleinekleine in sternchengehüllte Buchstabenaneinanderreihungen mit großem bedeutungsvollem Inhalt, die nicht nur große Rückschlüsse ziehen lassen auf des Menschen äußerst vielfältige Weise, sich gewählt auszudrücken, nein, ein wenig spiegeln sie außerdem seine Stimmmelodie wider. Oder vielmehr die nichtvorhandene. Gibt es Menschen, denen man stundenlang zuhören könnte, weil ihre Stimme eine kleine Melodie tönt und gesagtes unterstreicht, ist die stimmliche Untermalung seiner Worte eher monoton gehalten. Man stelle sich das Lied „Yesterday“ der Beatles in seinem Kopf vor und schneide den Teil „Yesterday“ als Teil einfach mal in Gedanken heraus und behöre diesen für sich stehend. Allein das Singen dieses Wortes weist mindestens zwei Tonabstufungen mehr auf, als Superfaceguy`s Stimme. Man nehme nun den Teil „day“ des gesungenen Wortes „Yesterday“ und reihe diesen Teil immer wieder aneinander. Daydaydaydayhdllachgrinsdayday. Yes. Da ist er: der Wunsch zu sagen, komm her, seh schön aus, doch bitte sei doch ruhig dabei. „Du steckst da emotional viel mehr drin als ich.“ Wir waren noch lang nicht soweit, seinen Anus zu erkunden. Weder von außen noch von innen. Ich komme ins Grübeln, wo ich denn da so drin stecke. Waren es meine Worte, dass ich ihm und dem Kontakt mit ihm eine gewisse Sinnfreiheit zuordne und noch nicht so recht weiß, ob wir ihn halten sollten. den Kontakt. War es, dass ich unser letztes Date absagte, weil da ein *grins* *lach* *wech* zuviel reingerutscht war und ich nicht meine wertvolle Zeit verschwenden wollte? Oder waren es meine Worte nach der gemeinsam verbrachten Nacht, dass wir nun aber nicht zusammen sind und ich gerade sehr überfordert bin mit all so Beziehungszeugskram. „Das ist ja interessant.“. sage ich. Und da ist er Faux Pas Nummer zwei: Interpretationen, wo sie nicht hingehören. Denn manchmal ist es besser, einfach nur zu wissen, was frau sagt. Sagte ich nicht schon, Du sollst bitte ruhig sein? Ach nein, ich dachte es mir ja nur. „Das ist ja interessant.“. sage ich wieder. Tja, da steckt man nicht drin. Punkte drei und zwei lassen es schon erahnen: uns trennen ein, zwei Jährchen. Um es genau zu nehmen: sechs. Pustekuchen von wegen Erziehung und so und man kann sich den Mann noch so züchten, wie man ihn haben will. Würde ich mir mensch an meiner Seite erst ranzüchten müssen, dann würde ich wohl irgendwas falsch machen in meiner Auswahl. Da kann das doch eine viel besser als ich. Genau: Mutti. Bei der wohnt er nämlich noch und wird gekürt zum „No Go – Nummer eins“. Na dann, tu mal telefonieren. denke ich mir. Und streiche ihn in Gedanken von meiner Liste, der potentiellmichdiagonalübersBettschiebendürfender.
8:23 AM - 4.8.2008 - Einen Kommentar schreiben
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