Wie man im ZDF Magazin lesen kann, versucht der britische Starkoch Jamie Olivier derzeit im US-Fernsehen, die dicksten Bürger der USA zu missionieren und ihnen gesundes Essen beizubringen.
In seiner TV-Show "Jamie Oliver's Food Revolution", die er im vergangenen Herbst in den USA aufgezeichnet hat, wird gezeigt, dass Grundschüler in den USA Tomaten mit Kartoffeln verwechseln, kein Gemüse wollen und sich davor ekeln, einen Apfel zu essen.
Vielleicht ist das nicht überall in den USA so, aber zumindest zeigt Olivier diesen Fall aus Huntington, USA, wo die Sendung gedreht wurde.
Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde ist Huntington die Stadt mit der ungesündesten Ernährung, wird auch als Fast-Food-Metroplole gehandelt, und beherbergt die dicksten Menschen der USA.
Fünf Monate lang drehten der Starkoch und sein Team in der US-Stadt, berieten Schulköche und belehrten Schüler. Sie gingen in Familien und wiesen kochende Mütter zum Teil auf drastische Weise auf ihre ungesunde Weise zu kochen hin. Das alles, um für eine gesunde Ernährung vor allem von Kindern in den USA einzutreten. 37 Prozent der Kinder dort sind nämlich laut einer aktuellen Studie zu dick. Jamie Olivier befürchtet sogar „Es ist dieses Essen, das Amerika umbringt.“
Der Brite wird in den Vereinigten Staaten trotz guter Vorsätze mit seiner Mission allerdings nicht von allen wohlgesonnen aufgenommen:
Ein Radiomoderator zum Beispiel fragt den König der Köche aus Europa, wer ihn denn zum König ernannt habe, und gibt zu erkennen, dass seine Ratschläge nicht willkommen sind.
Diese Anfeindung trifft den erfahrenen Koch schließlich sogar derart, dass er in Tränen ausbricht und zu schluchzen beginnt.
Es ist fraglich, ob Jamie mit seiner Mission letztlich Erfolg haben wird. Eine Stadt-Sprecherin beurteilt den Fall so: "Ich glaube nicht, dass unsere Leute tatsächlich dünner werden, aber mit Sicherheit wird es Aufmerksamkeit auf unsere Stadt lenken". |